Der Kalte Krieg

 

Nach der Niederlage des Dritten Reichs im 2. Weltkrieg einigten sich die Alliierten auf die Grundsätze ihrer Besatzungspolitik im besiegten Deutschland. Amerikanische Atombomben zerstörten 1945 die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki – der 2. Weltkrieg war beendet, doch durch die Atombombe hatte eine neue Waffe Einzug gehalten, die in den folgenden Jahrzehnten, die ganze Welt bedrohen wird.

1947 versprach der US-Präsident Harry S. Truman: Amerika werde allen Völkern helfen, „deren Freiheit durch militante Minderheiten oder Druck von außen“ bedroht sei. Dieses Versprechen ging als die Truman-Doktrin in die Annalen ein. Er bot diese Hilfe vor allem, den beiden vom Kommunismus bedrohten Staaten, Griechenland und Türkei an. Zu groß war der Unterschied dieser zwei Weltmächte USA und UdSSR, die Vereinigten Staaten von Amerika mit Demokratie und Kapitalismus gegen die UdSSR mit einer Diktatur und dem Kommunismus. Konflikte zwischen diesen beiden Staaten prägten in den folgenden Jahren die politische Weltbühne.

Am 24. Juni 1948 begann die Blockade West-Berlins durch die Russen. Die Amerikaner versorgte die Bevölkerung Berlins mit den „Rosinenbombern“, eine alliierte Luftbrücke stellte die Versorgung der Berliner sicher. Stalin hob am 12. Mai 1949 die Blockade auf, die erste „Berlin-Krise“ war überstanden.
1949 zündete die UdSSR ihre erste Atombombe, in den Folgejahren kam es zu einer enormen Aufrüstung der beiden Weltmächte. Ein Atomkrieg hätte das Ende der Menschheit bedeutet, Konflikte wurden in so genannten Stellvertreterkriegen ausgefochten.
Innerhalb der Staaten des Warschauer Pakts gingen die sowjetischen Truppen unbarmherzig gegen Aufständte vor: 1953 wurde ein Volksaufstand in der DDR niedergeschlagen, 1956 ein Aufstand in Ungarn und 1968 wird der „Prager Frühling“ von Truppen des Warschauer Paktes beendet.
Von 1950-53 dauerte der Koreakrieg an – das kommunistische Nordkorea hatte Südkorea angegriffen. Die UNO entsandte Soldaten auf Seiten der Südkoreaner. Stalin drängte Mao Zedong, chinesischer Machthaber, auf Seiten Nordkoreas in diesen Krieg einzugreifen. Durch einen Waffenstillstand wurden die Kriegshandlungen beigelegt. 1965 begann der Vietnamkrieg, US-Kampftruppen landen in Südvietnam. Insgesamt starben zwei Millionen Menschen, die meisten davon Zivilisten, 1973 zogen die Amerikaner ab, der kommunistische Norden übernahm die Macht in Vietnam. 1979/1980 marschierten sowjetische Truppen in Afghanistan ein, die USA boykottierten daraufhin die Olympischen Spiele in Moskau und verhängten Sanktionen.

Eine Hauptbühne des Kalten Krieges war jedoch das geteilte Deutschland, nach der ersten überstandenen Berlin-Krise folgte im Jahr 1958 die zweite Berlin-Krise: Chruschtschow forderte den Abzug aller Truppen der Westmächte aus Ostberlin – er stellte ein Ultimatum. Am 13. August 1961 erreicht der Konflikt in Berlin einen Höhepunkt mit dem Bau der Berliner Mauer.
Bereits am 7. Oktober 1949 hatte sich die Deutsche Demokratische Republik gegründet, wenige Monate zuvor am 23. Mai die Bundesrepublik Deutschland.

Die größte Krise ereignete sich jedoch im Jahr 1962. Die Kuba-Krise stellte die Welt an den Abgrund, die Sowjets stationierten Atomraketen auf Kuba. Dies war eine Bedrohung für die Amerikaner, die daraufhin einen Militärschlag in Betracht zogen. Nach 5 Tagen war der Konflikt geklärt, die Sowjetischen Raketen wurden abtransportiert.
Ab 1969 begannen amerikanisch-sowjetische Verhandlungen über strategische Rüstungskontrollen – diese Verhandlungen mündeten 1979 in mehreren Verträgen, doch das Wettrüsten ging weiter.
Das Ende des Kalten Krieges leitete sich durch den Kreml-Chef Michail Gorbatschow ein, dieser begann 1985 eine Neuorientierung der sowjetischen Außenpolitik. Dies bewirkte unter anderem die Abschaffung aller landgestützten Mittelstreckenraketen.

Als 1989 am 9. November die Mauer fiel und 1991 der Warschauer Pakt aufgelöst wurde, war der Kalte Krieg endgültig beendet.