Abrahamitische Religionen sind monotheistisch und erkennen nur einen einzigen Gott an. Abbildungen von Gott sind verboten. Die Menschen können nur im Gebet mit Gott in Verbindung treten. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass die Sekte „Abrahamiten“ aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. die Gottheit Christi leugnete.

Abrahamitische Religionen ist die Bezeichnung für jene monotheistischen Religionen, die sich auf Abraham, den Stammvater der Israeliten nach der Tora beziehungsweise auf den Ibrahim des Koran und seinen Gott beziehen. Das Bild stammt von Herrad von Landsberg und heißt "Der Schoß Abrahams".
Abrahamitische Religionen ist die Bezeichnung für jene monotheistischen Religionen, die sich auf Abraham, den Stammvater der Israeliten nach der Tora beziehungsweise auf den Ibrahim des Koran und seinen Gott beziehen.
Das Bild stammt von Herrad von Landsberg und heißt „Der Schoß Abrahams“.

Aus dem 18. Jahrhundert ist uns eine böhmische Sekte gleichen Namens bekannt, die im Zusammenhang mit den ostböhmischen Bauernaufständen (1775) und dem Toleranzpatent Kaiser Josephs II. (1782) eine Rolle spielte. Sie hielten am strikten Monotheismus (reiner Gottesglaube Abraham) fest und lehnten die Zugehörigkeit zu einer der im Toleranzpatent anerkannten Kirchen ab.

Die Zusammengehörigkeit der Abrahamitischen Religionen ist erkennbar an den Leitsprüchen

  • aus dem Judentum „Alle Juden sind Kinder Abrahams“,
  • aus dem Christentum „Für alle Christen hat Jesus Christus die Verheißungen Abrahams erfüllt“
  • und aus dem Islam „Ibrahim hat allen Menschen den einzig wahren Gott verkündet“.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Unterschiede zwischen den Abrahmitischen Religionen

Die ganz besonderen Wesensmerkmale der abrahamitischen Religionen sollen hier noch einmal kurz erwähnt werden.

 

Judentum

Die Juden glauben an einen einzigen Gott, der das Universum erschaffen hat. In Jesus sehen sie den Sohn Gottes, nicht aber den Messias. Denn der Messias ist der Erlöser und der rechtmäßige von Gott eingesetzte König der Juden. Und seit Anbeginn warten sie auf das Erscheinen des Messias. Denn auf den Messias richten sich die Erwartungen der Juden. Wenn er kommt, wird er ein Reich des Friedens für das Volk Israel bringen. Allerdings behaupten die Christen, dass Jesus der Messias ist.

 

Christentum

Die ersten Christen waren Juden, die zum Glauben an Jesus Christus fanden. In Jesus erkannten sie den biblischen Messias, auf dessen Kommen die Juden bis heute warten. Für Christen gibt es  nur einen einzigen Gott und Jesus Christus ist der Sohn Gottes und der verheißene Messias. Das bedeutet, Jesus Christus ist zugleich wahrer Gott und wahrer Mensch. Im christlichen Verständnis ist der Messias nicht der König der Juden, sondern der Erlöser der Menschheit.

 

Islam

Der Islam teilt mit dem Judentum und dem Christentum den Glauben an einen einzigen Gott. Er unterscheidet sich in seinen Grundlagen vom Christentum durch die entschiedene Ablehnung der Dreifaltigkeit von Gott-Vater, Sohn und Heiliger Geist. Jesus gilt im Islam als Prophet.