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Gorbatschow und der Niedergang der Sowjetunion

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Der ehemalige Staatspräsident Michail GorbatschowVor wenigen Wochen trat vor 20 Jahren Michail Gorbatschow als Staatspräsident der UdSSR zurück (26.12.1991). Mit seinem Rücktritt zerfiel die Sowjetunion – der Kalte Krieg und damit auch der Kampf der Wirtschaftssysteme hatte ein Ende. Gorbatschow leitete dieses Zusammenbrechen mit seiner Politik der Glasnost (Offenheit) und der Perestroika (Umbau) ein. Ein Mann, der dem Westen bis zu seiner Ernennung zum Generalsekretär völlig unbekannt war.

Michail Sergejewitsch Gorbatschow wurde in ärmlichen Verhältnissen am 02. März 1931 in der Nähe von Strawropol geboren. Seine gesamte Jugend war vom II. Weltkrieg geprägt. Dass selbst sein Großvater noch Militärdienst leisten musste, hat er nie vergessen. Gorbatschow selbst wurde als wehruntauglich gemustert und konnte eine Ausbildung als Mähdrescherfahrer beginnen. Er begann ein Jurastudium in Moskau und trat 1952 in die KPdSU ein – die kommunistische Partei der Sowjetunion. Er schloss ein Studium der Agrarwissenschaften ab und wurde 1970 erster Sekretär für Landwirtschaft. Er stieg in den Obersten Sowjet auf und wurde 1978 auch Mitglied des Zentralkomitees. Der Geheimdienstchef Andropow hatte Gorbatschow seit jeher gefördert – nach seinem Tod sollte dieser ihm als Generalsekretär folgen. Seine politischen Feinde verhinderten dies jedoch vorerst.

Am 11.03.1985 wurde Michail Gorbatschow dann Generalsekretär – ein Mann, der dem Westen größtenteils unbekannt war. In seinem neuen Amt wollte er eine neue Politik durchsetzen und das wirtschaftliche System ändern. Mit als erste Amtshandlung wurde die Breschnew-Doktrin, die der UdSSR ermöglichte in Satellitenstaaten einzumarschieren, abgeschafft.
Die westlichen Staaten sahen in Gorbatschow eine Möglichkeit, den Kalten Krieg friedlich zu beenden. Eine Hoffnung, die sich bewahrheiten sollte.
Durch die neue Politik Gorbatschows bildeten sich in den Satellitenstaaten Oppositionsgruppen, die die kommunistischen Regierungen stürzten oder absetzen. Diese Entwicklungen führten zu einem gescheiterten Putsch konservativer Militärs, die den Staatspräsidenten kurzzeitig festsetzten.

Mächtigster politischer Gegenspieler Gorbatschows war Boris Jelzin, der die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) organisierte, wodurch die UdSSR obsolet wurde. In Folge dieser Entwicklungen trat Michail Gorbatschow von seinem Amt als Staatspräsident zurück.






Kommentare
Sonntag, 29 Januar 2012 18:31
Nun ja - letztlich war Gorbatschow ein Kommunist (und ist es sicher immer noch) und Kommunisten werden niemals lupenreine Demokraten werden. Das läßt deren Ideologie gar nicht zu. Goratschows Demokratisierungsversuche mußten wahrscheinlich schon alleine aus diesem Grund scheitern.
BY ralph
Sonntag, 29 Januar 2012 01:34
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,812035,00.html - Gorbatschow zur heutigen Russland-Krise

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Dienstag, 17 Januar 2012 17:55
Letztlich wird sich eine Marktwirtschaft immer als dynamischer erweisen, als eine Staatswirtschaft und wird deshalb immer erfolgreicher sein. Das ist meine feste Überzeugung.
BY Guest (GUEST)
Dienstag, 17 Januar 2012 10:00
Gorbi´s vielzitierter Spruch:"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!" trifft leider auch auf ihn und seine Politik zu.
Er selbst kam zu spät. Glasnost und Perestroika kamen 15 - 20 Jahre zu spät. Die Überzeugung, der Sozialismus könnte überlegen sein, war bei den breiten Massen dahin. Der Sozialismus siegte nicht mehr - er siechte.
In den 60er Jahren, zeitgleich mit dem Prager Frühling wäre ein neuer Enthusiasmus entstanden und hätte frischen Schub gebracht.
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