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Die Jagd auf Adolf Eichmann

Adolf EichmannJahrelang lebte der Organisator der Judenverfolgung Adolf Eichmann unbehelligt in Argentinien. Der noch junge israelische Staat wollte Eichmann fassen und beauftragte seinen Geheimdienst Mossad. Die Festnahme Eichmanns ist gut dokumentiert, ebenso wie die offensichtliche Nachlässigkeit der Verfolger Eichmanns.

Adolf Eichmann war Leiter des Referates IV B 4 des Reichssicherheitshauptamts und damit für die Verfolgung und Deportation der jüdischen Bevölkerung verantwortlich. Nach dem Untergang des 3. Reichs wurde er in einem amerikanischen Internierungslager festgehalten, konnte von dort aber 1946 fliehen. Er lebte unerkannt bis 1950 als Holzfäller in der Lüneburger Heide. Über Italien flüchtete er mit Hilfe katholischer Geistlicher nach Argentinien.

In Argentinien baute er sich unter dem Namen Riccardo Clement eine neue Existenz auf. Bald wurde jedoch der Nazijäger Simon Wiesenthal auf ihn aufmerksam. Den entscheidenden Hinweis gab jedoch der hessische Generalstaatsanwalt.

Es folgte eine umfangreiche Observation. Fast wäre die Jagd jedoch gescheitert, als ein Agent meinte, dass eine ehemalige Nazi-Größe kaum in einem solchen Haus wohnen könne. Nachdem der Mossad Eichmann auf Schritt und Tritt überwacht hatte, wollten sie ihn um 7.40 Uhr festnehmen. Eichmann erschien jedoch verspätet, sodass die Festnahme fast scheiterte. Nachdem der Mann überwältigt wurde, konnte er anhand zweier Narben sofort identifiziert werden. Die Mossad-Agenten hatten jedoch eine andere Persönlichkeit erwartet – einhellig waren sie der Meinung, dass Eichmann ein Schwächling und Feigling sei.

Am 11.04.1961 wurde der Prozess gegen Eichmann in Israel eröffnet. Dieser endete mit einem Todesurteil, das am 31.05.1962 vollstreckt wurde.

 

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