Kulturelles Leben: Kultur > Bauten > Religion > Leben

Kultur

In kultureller Hinsicht war das Alte Ägypten seiner Zeit oft voraus, vielmals sogar wegbereitend. Nicht nur, dass sie überhaupt, nach oder neben den Sumerern, die erste Hochkultur waren, eine der ersten Schriftsysteme besaßen und mit den Pyramiden
Bauwerke für Ewigkeit schufen – sie prägten auch viele andere Kulturen in näherer und fernerer Umgebung, so zum Beispiel die Kanaaniter, Israeliten und sogar die Griechen, welche neben den bedeutenden astronomischen Erkenntnissen auch religiöse
Verstellungen übernahmen. Deutlich kann man das beispielsweise an Diodors Schilderung Ägyptens erkennen: Er nennt dieses Land nicht nur als erstes überhaupt und bezeichnet es als Entstehungsort des Lebens – auch betont er dessen Rolle als Kultivierer der restlichen Welt. Auch wenn seine Schilderungen aus heutiger Sicht sicher stark übertrieben und unrealistisch sind, kann man Ägypten eine wichtige Rolle als Vordenker nicht abstreiten.

Bauten

Die wohl bekanntesten Bauten der Ägypter sind die Pyramiden, insgesamt gibt es ca. 80 von ihnen. Die meisten wurden aus massivem Stein, bzw. (Lehm-)Ziegeln gebaut. Später allerdings reichten die finanziellen Mittel der Pharonen für die teuren Steinbauten nicht mehr aus, sodass stattdessen diese nun in Steingräbern, manche aufwendig aus dem Fels gehauen, zur letzten Ruhe gebettet wurden. Andere bekannte Bauwerke sind die Kulttempel in Karnak, die vielen Statuen, darunter auch die Sphinx und natürlich das Tal der Könige.

Religion

Die Ägypter kannten unzählige Götter. Die meisten entstanden wohl noch in der vorgeschichtlichen Phase als
die Lokalgottheiten durch den wachsenden Einflus bestimmter Regionen verschmolzen und sich je nach
politischer Bedeutung mancher Gebiete eine Art Pantheon bildete. Die Wichtigkeit der Gottheiten wechselte aber
während der ganzen Ägyptischen Geschichte je nach Machtstellung bestimmter Städte. Hervorzuheben sind vor allem Amun, Osiris, Re, Horus und Ptah, die fast durchweg eine wichtige Rolle spielten.

Leben

Die meisten Menschen im Alten Ägypten waren Bauern oder Handwerker. Die Aufstiegsmöglichkeiten waren gering, allerdings war es möglich durch besondere militärische Taten in die Leibgarde, bzw. zu den Elitesoldaten aufzusteigen. Da alles, auch die Menschen, dem Pharao gehörten, war es die Pflicht jedes Mannes für eine bestimmte Zeit im Jahr dem Herrscher entweder Militär-oder Arbeitsdienst zu leisten – durch diese Arbeitskräfte wurden auch die Pyramiden gebaut. Auf dem Speiseplan der Ägypter standen hauptsächlich Brot, Bier, je nach Wohlstand auch Fleisch, Fisch, Früchte, Honig und Wein. Alkoholisierte Getränke wurden dem Wasser, ihrer Haltbarkeit wegen, oft vorgezogen.