Hängende Gärten von BabylonDie Hängenden Gärten der Semiramis in Babylon war eines der sieben Weltwunder unserer Erde. In der Geschichtswissenschaft ist umstrittten, wo die hängenden Gärten zu lokalisieren sind. Da Archäologen keine Spuren der Gärten in Babylons Überresten finden konnte, wurde auch vertreten, dass die Gärten gar nicht existiert hätten.
Stephanie Dalley, eine britische Forscherin der Elite-Universität Oxford, hat nach 18jähriger Recherche nun Beweise gesammelt, dass die hängenden Gärten nicht in Babylon gebaut waren, sondern in Ninive, etwa 300 Meilen von Babylon entfernt.

Somit wären die hängenden Gärten nicht von den Babyloniern, sondern von ihren Konkurrenten, den Assyrern im Nordirak gebaut worden.

Ihre Forschungen stützt Dalley auf babylonische und assyrische Texte und die Interpretation von späteren griechischen und römischen Schriften. Sie hatte die Theorie bereits 1992 geäußert, kann sie aber jetzt mit starken Beweisen und nach jahrelanger Quellenstudie unterlegen.

Im Kontrast zu Dalleys Forschungsergebnissen, werden die hängenden Gärten teilweise in der von Robert Koldewey ausgegrabenen Palastanlage verortet, die Nebukadnezar II. zugeschrieben wird, andere nehmen sie in der Südburg oder im Nordpalast an.

 

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