Der Pfälzische Erbfolgekrieg, Orléansscher Krieg, Krieg der Augsburger Allianz, Krieg der Großen Allianz oder auch Neunjähriger Krieg genannt, war ein vom französischen König Ludwig XIV. provozierter Konflikt, um vom Heiligen Römischen Reich die Anerkennung seiner Erwerbungen im Rahmen seiner Réunionspolitik zu erreichen (nach Wikipedia).

 

Schlacht am Boyne (Gemälde von Jan van Huchtenburg)
Schlacht am Boyne (Gemälde von Jan van Huchtenburg)

Als Vorwand dienten Streitigkeiten um das Erbe des Kurfürsten Karl II. von der Pfalz und um die Besetzung des Kölner Erzbischofssitzes. Gegen Ludwig XIV. bildete sich die Wiener Große Allianz, die u.a. aus England, Niederlande, Spanien und dem Heiligen Römischen Reich bestand. Ludwig XIV. (1638-1715) und der niederländische Statthalter Wilhelm III. (1650-1702) einigten sich am Ende auf ein Friedensabkommen, in dem Ludwig u.a. auf das Herzogtum Lothringen verzichten musste. Lediglich das Elsass und Straßburg verblieben bei Frankreich.

Dieser Pfälzische Erbfolgekrieg wurde auch „Dritter Raubkrieg“ Ludwigs XIV. genannt, da er schon im Jahre 1667/68 seine „Réunionen“ begann. Der erste Raubkrieg richtete sich gegen Spanien um das von ihm sogenannte Erbrecht um die spanischen Niederlande. Bis auf einige flandrische Grenzstädte bleiben von diesem Beutezug am Ende nichts übrig.

Damit war ein weiterer, der zweite Raubkrieg, vorprogrammiert, der von 1672-1678 sich wiederum gegen die spanischen Niederlande richtete. Auch dieser Krieg richtete in Holland und Flandern ungeheure Verwüstungen an.

 

Mehr Informationen

 

Dieser Artikel stammt aus dem Geschichte-Wissen Magazin „Deutschland und Frankreich“. Sie können die Ausgabe hier kostenlos lesen.