Faschismus – Ein Exportartikel?

Eine Arbeit, die herausarbeitet, wie der italienische Faschismus auf die deutschen Nationalsozialisten wirkte und welch große Bedeutung Mussolini für Hitler hatte. Gleichsam werden die Gemeinsamkeiten der beiden Diktaturen vorgestellt. Der Autor Frank Heinrich studiert Geschichte mit Schwerpunkt Moderne am Institut für Geschichte der TU Darmstadt.

Mussolinis Marsch auf Rom
Mussolinis Marsch auf Rom

 

1 Einleitung

Faschismus ist kein „Exportartikel“!1 Dies behauptete Mussolini noch, als sich bereits in etlichen Ländern Europas Bewegungen formiert hatten, die mit seinen Ideen sympathisierten oder sich sogar an ihnen orientierten.2 Als besonders folgenreich sollte sich der Transfer zwischen den Faschisten Italiens und den Nationalsozialisten um Adolf Hitler herausstellen.

Der ausgesprochen gute Forschungsstand zu diesem Thema ist nicht selbstverständlich, denn zu Zeiten des Kalten Krieges versuchten Historiker eine Systemverwandtschaft zwischen Hitlers Deutschland und Stalins Sowjetunion herzustellen. Seit Mitte der 1970-er Jahre begann sich jedoch der Schwerpunkt zu Vergleichsstudien zwischen Deutschland und Italien zu verschieben. Seither erschien eine Fülle von Veröffentlichungen zur Thematik.3 Besonders hervorzuheben ist hier das Werk Wolfgang Schieders, „Faschistische Diktaturen“, das sich ausführlich mit dem Transfer zwischen Nationalsozialismus und Faschismus beschäftigt. Das Buch des italienischen Autors Gian Enrico Rusconi „Deutschland-Italien Italien-Deutschland“ bietet zudem einen ansprechenden Überblick zu den deutsch-italienischen Beziehungen. Dennoch ist das Themenfeld nicht erschöpft. So steht zum Beispiel ein abschließendes Urteil zur Frage aus, inwiefern Hitler von der faschismusfreundlichen Stimmung zu Beginn der 1930-er Jahre letztlich genau profitierte.4

Obwohl die beschriebenen Ereignisse mehr als 80 oder gar 90 Jahre zurück liegen, besitzt das Thema heute wieder große Relevanz. Vor allem im Zuge der Flüchtlingskrise, ist es in Europa zu einem erstarken rechts-nationaler Parteien gekommen. In ihrer Ablehnung gegenüber Fremden, der Europäischen Union oder einer liberalen Flüchtlingspolitik finden diese Parteien eine Schnittmenge, die sie zum Transfer und zur Zusammenarbeit animiert.5 Eine historische Rückbetrachtung zum Austausch von faschistischem Gedankengut bietet sich daher an.

Um zu verstehen, warum in Italien und Deutschland der Faschismus bzw. der Nationalsozialismus überhaupt auf fruchtbaren Boden fallen konnte, ist ein Blick in die häufig korrespondierende Geschichte Italiens und Deutschlands unerlässlich. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden beide Länder durch eine „Revolution von oben“6 begründet. Im italienischen Fall, 1861 vom Königreich Sardinien ausgehend, durch Camillo Benso di Cavour und Emanuele II., hauptsächlich gegen den „Erbfeind“ Österreich7. Im deutschen Fall, 1871 von Preußen ausgehend, durch Otto von Bismarck und Wilhelm I., hauptsächlich gegen den „Erbfeind“ Frankreich8. Der Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und die anschließende Gründung des Deutschen Reiches steigerten den Nationalismus der Deutschen in ungekannte Höhen. Deutschland ist allerdings kein Einzelfall, besonders im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts kam es in ganz Europa zu einer Übersteigerung des Nationalismus9, die die Völker Europas blindlings in einen Krieg von bisher ungekanntem Schrecken stolpern ließ. Obschon Italien zu den Siegermächten des ersten Weltkrieges zählte und bedeutende Gebietserweiterungen verbuchen konnte, wurden die zu hochgesteckten territorialen Erwartungen enttäuscht. Viele Italiener hatten sich noch Kolonien in Afrika, dem mittleren Osten, sowie territoriale Zugewinne rund um die Adria versprochen.10 Das „Märchen des verstümmelten Sieges“11 sollte ähnlich desaströse Wirkungen für Italien mit sich bringen, wie die Niederlage Deutschlands, die mit der „Dolchstoßlegende“12 und dem „Joch des Versailler Vertrages“ verbunden war.13 In Italien gelang es Mussolini, die Ängste der Menschen und die chaotischen Nachkriegszustände für sich zu nutzen, um die Macht zu erlangen. Nach dem „Marsch auf Rom“ im Oktober 1922 begann er mit der Errichtung einer faschistischen Diktatur, dessen Vorbild weit über die Grenzen Italiens, gerade auch nach Deutschland, ausstrahlte.

Welchen Einfluss diese Ereignisse in Italien für die sogenannte „Machtergreifung“ hatten, wird im Folgenden dargelegt. Zunächst ist hierfür jedoch ein genauerer Blick in die Geschichte der deutsch-italienischen Beziehungen vonnöten.

 

2 Das Echo des italienischen Faschismus in Deutschland

2.1 Deutsch-Italienische Beziehungen

Ein Wechselspiel von Kooperation und Konflikt zieht sich wie ein roter Faden durch die deutsch-italienischen Beziehungen. Nur wenige Jahre nach der Gründung des italienischen Nationalstaates kämpfte dieser 1866 an der Seite Preußens gegen Österreich. Dieser Konflikt war geprägt durch einen überragenden preußischen Sieg bei Königgrätz und demütigende italienische Niederlagen bei Custoza und Lissa. Durch den raschen Sieg über Österreich fühlte sich die junge italienische Nation der Möglichkeit beraubt, durch eine Revanche dem Ausland ihre Stärke zu demonstrieren. Die Schuld hierfür trage Preußen. Für die Italiener entstand ein nationales Trauma, welches die 1914/15, u.a. von Mussolini geschürte, Kriegsbegeisterung erklärlich macht.14 Zu Beginn des ersten Weltkrieges blieb Italien, trotz der sich aus dem Dreibund mit Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich ergebenden Verpflichtungen zunächst neutral, um sich vor militärischen und wirtschaftlichen Vergeltungsmaßnahmen Englands und Frankreichs zu schützen.15 Ab Mai 1915 kämpfte Italien dann jedoch auf der Seite der Entente16, was die Mittelmächte als „Treuebruch“17 auffassten. Dies und die Annexion Südtirols am Ende des Ersten Weltkrieges sollten sich als große Belastung für das weitere Verhältnis beider Länder erweisen.

Mussolinis Machtübernahme trat als weiteres Spannungsfeld auf den Plan. Die Beziehungen beider Länder waren nun geprägt von der Erwartung eines Rechtsrucks im Deutschen Reich und der Zusammenarbeit mit der deutschen Rechten.18 Die deutsche politische Linke prangerte die Menschenrechtsverletzungen in Italien an, unterschätzten aber die Gefahr der Übertragbarkeit des italienischen Faschismus auf Deutschland. Für die Kommunisten war der Faschismus lediglich das Kampforgan des Bürgertums, gegen das sie in Opposition standen. Da sie jedoch selbst die Sozialdemokraten als Sozialfaschisten ansahen, verkannten sie die tatsächliche Gefahr, die von den Sympathisanten Mussolinis in Deutschland ausging. Die bürgerlichen Parteien standen dem faschistischen Italien zunächst aufgrund dessen Südtirolpolitik ablehnend gegenüber. Angesichts der Instabilität der Weimarer Republik, gewann das faschistische Italien, als Alternativmodell, in diesen Kreisen allerdings zunehmend an Sympathie.19 Die katholischen Parteien standen Italien nicht nur der Südtirolfrage wegen kritisch gegenüber, sondern auch aufgrund des Verbots der italienischen Schwesterpartei Partio Popolare Italiano im Jahre 1926. Dies änderte sich abrupt 1929, durch den Abschluss der Lateranverträge und des Konkordats zwischen dem Vatikan und Italien. Die Mehrheit der katholischen Politiker standen Mussolinis Regime von nun an wohlwollend entgegen20 und sahen in ihm, wie Papst Pius XI. einen „Mann, den die Vorsehung […] gesandt hat“21. Im Rechten Lager stand man Italien gleichfalls wegen dessen Südtirolpolitik ablehnend gegenüber, erlag jedoch Ende der zwanziger Jahre der Anziehungskraft des autoritären Systems Mussolinis.22

Stand die Mehrzahl der Parteien Italien zu Beginn der Weimarer Republik noch ablehnend gegenüber, sind es zu deren Ende hauptsächlich nur noch die der Linken. Die Beziehungen zu Italien und damit die Sympathien dem Faschismus gegenüber hatten sich in der Zwischenzeit folglich entschieden verbessert.

 

2.2 Wahrnehmung Italiens in der deutschen Öffentlichkeit

Seit dem „Marsch auf Rom“ begann auch in der deutschen Öffentlichkeit eine intensive Auseinandersetzung mit den politischen Vorgängen in Italien, die sich spätestens zu den Reichstagswahlen vom September 1930 zur „Existenzfrage der Weimarer Republik“ ausweiten sollte.23 Eine bis dahin ungekannte Flut an Büchern, Zeitungsberichten, Aufsätzen, etc. zum faschistischen Italien ergoss sich über die deutsche Bevölkerung.24 Von den Mitte-rechts Parteien wurde das System Mussolinis, mit seinen vermeintlichen verfassungspolitischen, sozialpolitischen und wirtschaftspolitischen Errungenschaften zu einer durchaus denkbaren Alternative zur krisengeschüttelten Weimarer Republik erhoben.25 Das Schlagwort „Italia docet“ (lat.: Italien lehrt) des Publizisten Arthur Moeller van den Bruck26, brachte die Stimmung auf den Punkt. Der Faschismus schien über Instrumente zu verfügen, die auch Deutschland aus der Krise führen könnten.

Viele Zeitgenossen lasteten die wirtschaftliche Schwäche und die daraus resultierende Verelendung weiter Bevölkerungskreise direkt dem liberal-demokratischen System der Weimarer Republik an. Der Faschismus hingegen schien solchen Problemen weitaus besser begegnen zu können. Diese Stimmung spiegelt sich beispielsweise im 1935 erschienene Forschungsbericht Woldemar Kochs, zur faschistischen Staatswirtschaft wider. Der Staat der liberalen Gesellschaft stelle, „seine Aufgaben verkennend“, Eigennutz vor Gemeinnutz. Der Faschismus hingegen wolle „die dauerhaften wirtschaftlichen Bedingungen nationaler Macht schaffen“, die „Ausbildung […] des Volkswohlstandes […] ist daher sein Ziel“.27 Der nach der „Machtergreifung“ einsetzende Wirtschaftsaufschwung schien diesen Gedanken zu bestätigen. Es ist allerdings Fakt, dass die Entspannung der Wirtschaftslage bereits vor Hitlers Machtantritt in die Wege geleitet wurde und der wirtschaftliche Zugewinn unter den Nationalsozialisten größtenteils in die Rüstungswirtschaft abfloss. Der Volkswohlstand erreichte im Dritten Reich zu keinem Zeitpunkt das Niveau vom Ende der 1920-er Jahre.28

Doch nicht nur wirtschaftlich schien Italien vorbildhaft zu sein. Durch die Nachwirkungen des Kulturkampfes auf deutscher Seite29 und der Eroberung des Kirchenstaates 1870 durch Italien30 unterhielten beide Staaten ein angespanntes Verhältnis gegenüber der katholischen Kirche, was vielen Katholiken missfiel. Durch die bereits erwähnten Vereinbarungen zwischen Italien und dem Vatikan erntete Mussolini nicht nur den Respekt und die Bewunderung der katholischen Parteien, sondern auch vieler Katholiken innerhalb Deutschlands.31 Bei über zwanzig Millionen Katholiken, rund einem Drittel der Gesamtbevölkerung32 des deutschen Reiches, ist dies kein zu unterschätzender Aspekt.

Die aufgeführten Beispiele verdeutlichen das durchaus positive Bild, welches die deutsche Bevölkerung vom faschistischen Italien hatte. Dies lässt sich natürlich nicht verallgemeinern. Jedoch kann daraus abgeleitet werden, dass die Ideen Mussolinis von einem breiten Bevölkerungskreis akzeptiert oder sogar begrüßt wurden.

 

2.3 Bedeutung für die NSDAP

Während eines Essens am 21.07.1941 bemerkte Hitler, „[d]as Braunhemd wäre vielleicht nicht entstanden ohne das Schwarzhemd“33 und rechnete damit der faschistischen Bewegung in Italien einen großen Stellenwert für die nationalsozialistische „Machtergreifung“ in Deutschland zu. Tatsächlich hatten die Vorgänge in Italien einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der NSDAP. Dies verdeutlicht nicht zuletzt die offenkundige Systemverwandtschaft. Sowohl das Herrschaftssystem Mussolinis, wie auch das Herrschaftssystem Hitlers beinhaltet die wesentlichen Elemente der von Max Weber definierten charismatischen Führerherrschaft. Eine solche Herrschaft habe Bestand, wenn die Herrschaftsansprüche praktisch durchsetzbar und bedingungsloser Gehorsam faktisch zu erwarten ist.34 Die Übertragung der „totalen Macht“ per Gesetz im Dezember 1925 und die anschließenden Repressalien gegenüber dem politischen Gegner35 zeigen, dass Mussolini die Bedingungen der charismatischen Führerherrschaft erfüllte. Durch die NSDAP fand nicht nur eine Adaption dieser Herrschaftsform statt, im Nationalsozialismus wurde sie zu einem der zentralsten Elemente erhoben. Hier bestand eine uneingeschränkte Herrschaft, die auf bedingungslosem Gehorsam fußte, Hitler wurde zur „Inkarnation der höchsten Gemeinschaftswerte“36, was an seiner Aussage „[d]er Führer ist die Partei und die Partei ist der Führer“37 anschaulich wird.

Bereits für die Zeitgenossen war diese Systemverwandtschaft zwischen der NSDAP und der PNF Mussolinis offenkundig38, die von Hitler, besonders nach seiner Haftentlassung 1925 ausgeweitet wurde. Die besonderen Merkmale, durch die sich beide Parteien nun auszeichneten, waren die Konzeption als Massenpartei, das Fehlen demokratischer Organisationsstrukturen innerhalb der Partei, die allein auf den „Führer“ bzw. „Duce“, ausgerichtet war und das Vorhandensein eines militärischen Flügels, in Form der SA bzw. der Squadrini39.

Der Nationalsozialismus zeichnete sich jedoch nicht nur durch die Übernahme struktureller Elemente aus. Auch die Symbolik und der Kult war vom italienischen Vorbild geprägt. Elemente die man im allgemeinen dem Nationalsozialismus zuschreibt, wie der „Deutsche Gruß“, wurzeln im italienischen Faschismus. Es ist kein Zufall, dass Mussolinis Ansprache als Duce auf Deutsch nichts anderes als „Führer“ bedeutet. Nationalsozialistische Organisationen, wie „Kraft durch Freude“ finden ebenso Vorläufer in Italien. Auf deutscher Seite versuchte man diese Adaption zuweilen zu vertuschen, indem man beispielsweise die Einführung des „Deutschen Grußes“ zurückdatierte40, denn trotz aller Gemeinsamkeiten und der offenen Sympathie Hitlers mit der Bewegung Mussolinis, stand die Mehrheit der Nationalsozialisten dem italienischen Faschismus zunächst ablehnend gegenüber.

Wie bei beinahe allen deutschen Parteien, in der Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg, lag diese Ablehnung Italiens in der Annektion Südtirols begründet. Hitler, der wie noch gezeigt werden wird, schon früh bereit war, Südtirol für die Freundschaft zu Italien zu opfern, konnte nur mühsam seine italienfreundliche Politik durchsetzen. Sein erster Annäherungsversuch 1922, durch den von ihm zu Mussolini geschickten Kurt Lüdecke scheiterte noch an den Differenzen in der Südtirolfrage. Erst durch die Vermittlungsarbeit von Hermann Göring und Giuseppe Renzetti kam es zur ersten bedeutenden Annäherung zwischen Faschisten und Nationalsozialisten. Göring, der sein politisches Exil nach dem missglückten Hitlerputsch von 1924-1925 in Italien gefunden hatte, weitete in dieser Zeit seinen Kenntnisstand über den dortigen Faschismus aus.41 Renzetti, ein ehemaliger Offizier der italienischen Armee, erlag während seiner Tätigkeit in einer interalliierten Militärkommission in Oberschlesien einer ausgeprägten Germanophilie. Seit Mitte der zwanziger Jahre avancierte er zu einer Art Botschafter des Faschismus in Deutschland.42 Ihr erster Kontakt, Anfang 1929, legte nicht nur den Grundstein zu einer tiefen persönlichen Freundschaft, sondern auch zur Verständigung der deutschen Nationalsozialisten und der italienischen Faschisten43.

 

3 Hitler und Mussolini vor der „Machtergreifung“

3.1 Grundüberlegungen zur Beziehung Hitler-Mussolini

Neben der offenkundigen Systemverwandtschaft ist Hitlers Nationalsozialismus und Mussolinis Faschismus vor allem ein grundlegendes, gemeinsames Element eigen. Dies ist ein ausgeprägter Rassismus. Dessen Ausgangspunkt ist, auch im italienischen Fall, die Berufung auf eine, anderen überlegenen, arischen Rasse.44 Die eigene Nation wird in eine Tradition zu einem germanischen bzw. dem römischen Volk gestellt. Während Hitler in Deutschland „das germanische Reich […] schlechthin“45 sah, findet man Belege für die Berufung Italiens auf das Römische Reich zum Beispiel in der Übernahme des römischen Liktorenbündels46 als Symbol seiner Bewegung. Die Legitimation der kolonialen Herrschaft über Libyen durch die Ausgrabung römischer Städte, wie Leptis Magna oder Sabratha47, ist ein weiterer Beleg hierfür.

Der durch die angebliche Überlegenheit gerechtfertigte Rassismus richtet sich in erster Linie gegen die Slawen. Während Mussolini in seinen Reden immer wieder eine aggressive Stellung gegenüber diesen bezieht48, träumt Hitler von einer „andere[n] Welt, in der wir [gemeint sind die Deutschen, F.H.] die Russen […] beherrschen“49. Die Absicht beider, die slawischen Völker zu unterwerfen, führt jedoch nicht zur Konkurrenz um deren Territorium. War Hitler vor allem auf die Eroberung weiter Teile der Sowjet Union aus50, gedachte Mussolini, Italien zu Lasten Jugoslawiens zu erweitern.51 Neben dieser territorialen Zielsetzung hatte für Hitler und selbst den ehemaligen Sozialisten Mussolini52 die „“Vernichtung und Ausrottung der marxistischen Weltanschauung“53 einen hohen Stellenwert.

Neben diesen deutlichen Schnittmengen, aus der sich eine gewisse Vorbildsfunktion Mussolinis für Hitler ableiten lässt, gibt es auch Unterschiede. Ein Beispiel hierfür ist der Antisemitismus, der dem italienischen Faschismus zunächst nicht eigen war. Mussolinis Geliebte Margherita Sarfatti war Jüdin und der Anteil der Juden in der PNF überstieg den an der Gesamtbevölkerung bei weitem. Für Mussolini war Hitlers Rassenwahn „etwas für Pferdezüchter“54. Mit dem zunehmenden Einfluss des Nationalsozialismus sollte sich dies ändern. Beteuerte Mussolini noch im Februar 1938 im Amtsblatt L´informazione diplomatica, dass in Italien keine antisemitische Politik eingeführt werde, forderte er in den Juni und August Ausgaben eine strikte Rassentrennung und die Einschränkung der Staatsbeteiligung für Juden.55 Nun lebte der italienische Staat einen Antisemitismus, den Hitler schon 1920 entworfen hatte.

 

3.2 Das Ende Weimars als gemeinsames Ziel

Neben einer gewissen Systemverwandtschaft und der gemeinschaftlichen Basis verbanden die italienischen Faschisten und die deutschen Nationalsozialisten auch gemeinsame Ziele. Eines der bedeutendsten war fraglos die Zerstörung der Weimarer Republik, die durch die Machtübernahme Hitlers verwirklicht wurde. Da diesem Ziel, vor allem im Hinblick auf das Thema dieses Artikels, eine bedeutende Rolle zukommt, soll erläutert werden, weshalb es von den beiden Diktatoren verfolgt wurde.

Ebenso wie Hitler, steht Mussolini der Weimarer Republik ablehnend gegenüber. Sie sei eine „Republik ohne Republikaner“56 und nicht in der Lage gewesen, die Wunden des ersten Weltkrieges zu heilen. Das Deutsche Reich, nach wie vor von „nie verschwundenen imperialen Träumen“57 beseelt, steuere daher beständig nach Rechts. Gleichzeitig sei „Deutschland potentiell […] die stärkste wirtschaftliche, politische und militärische Macht“58 in Europa. Die Instabilität der Republik brachte Mussolini auf den Gedanken, dass man „stürzen solle, was ohnehin zu fallen drohe“59, um aus Deutschland einen autoritären Staat zu schaffen, der den italienischen Interessen von Nutzen sein könnte.60 Als sich im Herbst 1923 der italienisch-jugoslawische Konflikt um die Adriastadt Fiume auszuweiten begann, ließ Mussolini in Erfahrung bringen, ob Deutschland im Falle eines italienisch-jugoslawischen Krieges in der Lage wäre, französische Streitkräfte am Rhein zu binden, da zu befürchten war, dass Frankreich auf Seiten Jugoslawiens intervenieren würde. Der damalige Reichskanzler Stresemann erteilte ihm, im Hinblick auf die „außerordentlich gefährliche Wirtschaftslage“61 eine Absage. Dies war für Mussolini der Wendepunkt, vom bloßen Hoffen auf eine rechte Machtübernahme in Deutschland, zur aktiven Unterstützung rechter Gruppen durch enorme finanzielle Mittel und geheime Waffenlieferungen überzugehen.62 Sein Interesse am Untergang der Weimarer Republik galt folglich der Schaffung eines verlässlichen Bündnispartners, der bereit war seine imperialistische Politik zu stützen. Der Umstand, dass ausgerechnet Frankreich, der „Erbfeind“ der Deutschen, ein engster Verbündeter Jugoslawiens war, spielt für die weiteren bündnispolitischen Überlegungen Mussolinis Deutschland gegenüber eine große Rolle.

Zu den Motiven Hitlers die Weimarer Republik beseitigen zu wollen, bedarf es nur weniger Worte. Primäres Ziel war es bekanntermaßen durch die Zerschlagung der Republik selbst die Macht zu übernehmen. An die Stelle von Demokratie und Liberalismus sollte Hitlers „Weltanschauung“ treten, die im Kern eine expansive Lebensraumpolitik, Antisemitismus und Totalitarismus beinhaltet63. Auch er plant ein Bündnis mit Italien, das schließlich im Jahre 1936 Realität werden sollte.64

 

3.3 Bedeutung Mussolinis als Vorbild für Hitler

Für die Beziehung zwischen deutschem Nationalsozialismus und italienischem Faschismus herrschten folglich günstige Bedingungen. Hitler und Mussolini hatten nicht nur große Gemeinsamkeiten, sondern verfolgten auch sehr ähnliche Ziele. So verwundert es nicht weiter, dass Mussolini für Hitler eine bedeutende Vorbildfunktion inne hatte. Bereits wenige Wochen nach Mussolinis Marsch auf Rom attestiert Hitler Italien „seine nationale Wiedergeburt […] und eine große Zukunft“65. Es war „vor allem die erfolgreiche Umsetzung der faschistischen Ideologie in politische Machtausübung“, die Hitler66 faszinierte. Sein Verhältnis zu Mussolini war von Anfang bis Ende geprägt von Bewunderung und Wertschätzung, bis hin zu unverhohlener Nachahmung. Um dies zu verdeutlichen, soll zunächst an zwei Beispielen gezeigt werden, welche Bedeutung Mussolini als Vorbild für Hitler einnahm.

Forderte Hitler in einer Rede 1922 noch „[e]ine nationale Diktatur müsse […] den verhängnisvollen Einfluss […] des politischen Katholizismus ausschalten“67, scheint das Vorbild von Mussolinis 1929 geschlossenen Lateranverträgen ihn von dieser Forderung abgebracht zu haben. Bereits wenige Monate nach der „Machtergreifung“ lässt Hitler über den Vizekanzler von Papen inoffizielle Verhandlungen zu einem Reichskonkordat mit dem Vatikan führen.68 Dieses Abkommen, nach italienischem Vorbild, beendete zwar die politische Betätigung des Klerus und kirchlicher Verbände, machte zugleich aber weitgehende Zugeständnisse im Bereich des katholischen Schul- und Vereinswesens.69 Ein Kompromiss also, wie ihn Hitler, vor allem nach dem Januar 1933, kaum noch mit einem seiner Gegner schloss.

Am deutlichsten wird diese Entwicklung jedoch an der Südtirolfrage. Während einer NSDAP–Versammlung im Oktober 1922 moniert Hitler, dass die Deutschen „den Verlust Elsaß-Lothringens und Oberschlesiens, Schleswig-Holsteins und der anderen geraubten Gebiete“70 nicht gebührend beklagen würden. Keine drei Wochen später kritisiert er „die deutsche Begeisterung für [Südtirol als] jüdische Mache“, die Deutschland nur schaden würde, da man sich dadurch von Italien entfremde.71 Dass Hitler, als fanatischer Nationalist bereit ist, von Deutschen besiedeltes Territorium der Freundschaft zu Mussolinis Italien zu opfern, ist einer der aussagekräftigen Belege für die überaus große Bedeutung, die dieser bereits vor 1933 für ihn einnimmt.

Etwa ein Jahr nach dem Marsch auf Rom plante Hitler es seinem Idol, mit einem „Marsch auf Berlin“, gleichzutun. Er übernahm die Kontrolle über eine Versammlung rechts gesinnter Personen im Münchener Bürgerbräukeller und versuchte die bayrische Landesregierung zur Zusammenarbeit zu bewegen. Gemeinsam mit dem bekannten Weltkriegsgeneral Erich von Ludendorff72 und zweitausend Anhängern brach er zu einem Marsch durch die Straßen Münchens auf. Die Regierung Stresemann in Berlin erwies sich jedoch, im Gegensatz zur italienischen Regierung, als handlungsbereit. Auf ihrem Weg wurden die Putschisten von einer Polizeisperre aufgehalten und flohen schließlich, als die Beamten das Feuer auf sie eröffneten. Das Unterfangen Hitlers war gescheitert. Im März 1924 wird er wegen Hochverrats vor Gericht gestellt.73 Hitler war ein Opfer seines Halbwissens über den Faschismus und der italienischen Propaganda geworden. Der „Marsch auf Rom“ war nicht wie dargestellt eine heroische Heldentat gewesen, in der die Faschisten die Macht mit Gewalt an sich gerissen haben. Vielmehr war er Teil einer Doppelstrategie Mussolinis, Verhandlungen mit potentiellen Unterstützern zu führen und gleichzeitig Druck in Form bewaffneter Milizen vor Rom auszuüben, die ihm letzten Endes zum Erfolg verhalf.74

Versteht man den „Marsch auf Berlin“ als Hitlers Reaktion auf den „Marsch auf Rom“, verwundert es nicht, dass er, während des Prozesses vor dem Münchner Volksgericht, sein Vorgehen mit dem „Beispiel Mussolinis“ zu legitimieren sucht. Dieser habe sich wie er „bis aufs Äußerste eingesetzt um sein Italien zu säubern und zu reinigen vom Marasmus der Revolution“75. Mussolinis „Reinigungsarbeit“ ist „die Legalisierung dieses Hochverrats“.76

Nach seiner Verurteilung und einer, eher symbolischen, mehr als einjährigen Haftstrafe begann Hitler seine angeschlagene Partei wiederaufzubauen. Er hatte aus seinen Erfahrungen gelernt und begann nun, wie Mussolini es tatsächlich getan hatte, den Staat auf legalem Weg über Wahlen zu zerstören.77 Diese, nun korrekte, Deutung und Anwendung der Konzeption Mussolinis, sollte auch Hitler zur Macht verhelfen.

 

4 Schlussbetrachtung

Zehn Jahre nach dem „Marsch auf Rom“ war eine weitere Diktatur über den Kontinent gekommen. Nur sechs Jahre später ging von deutschem Boden ein Krieg von bisher ungekannter Brutalität aus, der diese Regime und das alte Europa für immer verschlingen sollte. Das grausame Ende wurzelt jedoch tief in der Geschichte. Der um die Jahrhundertwende in ganz Europa ausgeprägte Nationalismus ließ den Kontinent blindlings in die Katastrophe des ersten Weltkrieges taumeln. Die Spannungen, die auch im Zuge der Gründung des Deutschen und des Italienischen Reiches entstanden waren, lösten sich mit all ihrer Gewalt und hinterließen nach vier Jahren Krieg ein Europa, dessen Friedensordnung den Grundstein für den nächsten Krieg legte. Der Versailler Friedensvertrag erschütterte die italienische und die deutsche Gesellschaft in ihren Grundfesten und schuf somit einen fruchtbaren Nährboden für Extremisten. Mussolini, dem es 1922 gelungen war, die Macht an sich zu reißen, blendete weite Bevölkerungskreise, nicht nur in Italien, mit den Ideen seines Faschismus und wurde so zum größten Idol Adolf Hitlers, als dieser noch ein unbedeutender Lokalpolitiker in Bayern war. Der Verzicht des Österreichers auf Südtirol, zeigt welch ungeheuren Bann Mussolini auf ihn ausgeübt haben muss. Die Übernahme von Symbolik und Kult kann dies nur untermauern. Für Hitler war Mussolini vor allem der Wegweiser zur Macht. Erst durch die Übernahme von dessen Erfolgsstrategie gelang auch seine „Machtergreifung“. Falsch wäre es aber zu behaupten, Mussolini habe die nationalsozialistische „Machtergreifung“ in Deutschland ermöglicht, denn ein Erfolg ist meist nicht auf nur eine Ursache zurückzuführen. So wirkten auch in diesem Falle eine Vielzahl von Entwicklungen auf die Geschehnisse ein. Dennoch, das Vorbild Mussolinis und des italienischen Faschismus spielte eine bedeutende Rolle für die Vorgänge, die in Deutschland zur nationalsozialistischen „Machtergreifung“ führen sollten.

 

1 Vgl. Schieder, Wolfgang: Faschistische Diktaturen. Studien zu Italien und Deutschland, Göttingen 2008, S. 223.

2 Vgl. Woller, Hans: Rom, 28. Oktober 1922. Die faschistische Herausforderung, München 1999 (= 20 Tage im 20. Jahrhundert), S. 58-83.

3 Vgl. Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 8-10.

4 Vgl. ebd., S. 182.

5 Vgl. Augsburger Allgemeine: Rechte Parteien sind in Europa auf dem Vormarsch http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Rechte-Parteien-sind-in-Europa-auf-dem-Vormarsch-id36302027.html [Zugriff: 11.03.2016].

6 Wehler, Hans-Ulrich: Das Deutsche Kaiserreich 1871-1918, Göttingen 41980 (= Deutsche Geschichte 9), S. 33.

7 Vgl. Reinhardt, Volker: Geschichte Italiens. Von der Spätantike bis zur Gegenwart, München 2003 (= Beck´s Historische Bibliothek), S. 205-217.

8 Vgl. Wehler: Das Deutsche Kaiserreich 1871-1918, S. 33-40.

9 Vgl. Nipperdey, Thomas: Deutsche Geschichte 1866-1918, Bd. 2: Machtstaat vor der Demokratie, München 2013, S. 250-251.

10 Blinkhorn, Martin: Mussolini und das faschistische Italien, Mainz 1994 (= Grundwissen Geschichte 1), S. 26.

11 Ebd., S.26.

12 Vgl. Wildt, Michael: Nationalsozialismus. Aufstieg und Herrschaft, in: Informationen zur politischen Bildung 1 (2012), S. 6-7.

13 Vgl. Görtemaker, Manfred /Kroll, Frank-Lothar, u.a.: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, Bd. 4: Kraus, Hans-Christof: Versailles und die Folgen. Außenpolitik zwischen Revisionismus und Verständigung 1919-1933, Berlin 2013, S. 31.

14 Vgl. Rusconi, Gian Enrico: Deutschland – Italien Italien – Deutschland. Geschichte einer schwierigen Beziehung von Bismarck bis zu Berlusconi, Paderborn 2006, S. 23-25.

15 Vgl. ebd., S. 75.

16 Vgl. ebd., S. 98.

17 Vgl. ebd. S.102.

18 Vgl. Petersen, Jens: Hitler-Mussolini. Die Entstehung der Achse Berlin-Rom 1933-1936, Tübingen 1973 (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom 43), S. 9-10.

19 Vgl. Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 152-156.

20 Vgl. ebd., S. 161-162.

21 Mantelli, Brunello: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus, Berlin 1998, S. 87.

22 Vgl. Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 167.

23 Vgl. Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 151-152.

24 Vgl. ebd., S. 223.

25 Vgl. ebd., S. 223.

26 Vgl. ebd., S. 152.

27 Vgl. Mann, Fritz Karl: Finanzwissenschaftliche Forschungen, Bd. 3: Koch, Woldemar: Die Staatswirtschaft des Faschismus, Jena 1935, S. 200-201.

28 Vgl. Spoerer, Mark: Demontage eines Mythos? Zu der Kontroverse über das nationalsozialistische „Wirtschaftswunder“, in: Geschichte und Gesellschaft 31 (2005), S. 436-437.

29 Vgl. Wehler: Das Deutsche Kaiserreich 1871-1918, 96-97.

30 Vgl. Reinhardt: Geschichte Italiens, S. 231-232.

31 Vgl. Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 162.

32 Vgl. Petzina, Dietmar /Abelshauser, Werner, u.a.: Statistische Arbeitsbücher zur neueren deutschen Geschichte, Bd. 3: Sozialgeschichtliches Arbeitsbuch III. Materialien zur Statistik des Deutschen Reiches 1914-1945, München 1978, S. 31. Die Daten geben den Stand von 1925 wieder.

33 21.VII.1941 nachmittags – Wolfsschanze. Das Liebenswerte am Duce und an den Italienern, in: Picker, Henry (Hg.): Hitlers Tischgespräche. Im Führerhauptquartier 1941-1942, Bonn 1951, S. 41.

34 Vgl. Bach, Maurizio: Die charismatischen Führerdiktaturen. Drittes Reich und italienischer Faschismus im Vergleich ihrer Herrschaftsstrukturen, Baden-Baden 1990 (= Nomos Universitätsschriften Politik 9), S. 17-18, Zitate S. 17.

35 Blinkhorn: Mussolini und das faschistische Italien, S. 37.

36 Bach: Die charismatischen Führerdiktaturen, S. 18.

37 Kershaw, Ian: Der Hitler-Mythos. Volksmeinung und Propaganda im Dritten Reich, Stuttgart 1980, S. 72.

38 Vgl. Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 265.

39 Vgl. Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 269.

40 Vgl. ebd., S. 172-173.

41 Vgl. ebd., S. 175-176.

42 Vgl. ebd., S. 224-225.

43 Vgl. ebd., S. 176-177.

44 Vgl. Mantelli: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus, S. 118.

45 5.IV.1942 abends. Europäische Neuordnung durch Schaffung eines Germanischen Reichs unter Einschluß von Holland, Norwegen, Polen und der Tschechei, in: Picker, Henry (Hg.): Hitlers Tischgespräche. Im Führerhauptquartier 1941-1942, Bonn 1951, S. 67.

46 Vgl. Widmann, Carlos: Zirkus der Übermenschen. Mussolini und die Nachahmer, in: Der Spiegel 34 (1999), S. 145.

47 Vgl. Altekamp, Stefan: Italienische Kolonialarchäologie in Libyen zur Zeit des Faschismus, in: Schieder, Wolfgang /Petersen, Jens, u.a. (Hgg.): Faschismus und Gesellschaft in Italien. Staat – Wirtschaft – Kultur, Köln 1998 (= Italien in der Moderne 2), S. 167.

48 Vgl. Mantelli: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus, S. 30.

49 8. bis 10.XI.1941 nachmittags. Deutschland: Europas Wall gegen Asien, in: Picker, Henry (Hg.): Hitlers Tischgespräche. Im Führerhauptquartier 1941-1942, Bonn 1951, S. 44.

50 Vgl. 8. bis 10.XI.1941 nachmittags. Deutschland: Europas Wall gegen Asien, in: Picker, Henry (Hg.): Hitlers Tischgespräche. Im Führerhauptquartier 1941-1942, Bonn 1951, S. 44-45.

51 Vgl. Mantelli: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus, S. 125.

52 Vgl. Woller: Rom, 28. Oktober 1922, S. 9-11.

53 Fest, Joachim: Hitler. Eine Biographie, Frankfurt am Main /Berlin, u.a. 81975, S. 133.

54 Widmann: Zirkus der Übermenschen, S. 147.

55 Vgl. Mantelli: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus, S. 118-119.

56 Petersen: Hitler-Mussolini, S. 9.

57 Ebd., S. 8.

58 Ebd., S. 9.

59 Petersen: Hitler-Mussolini, S. 9.

60 Vgl. Ebd., S. 8-10.

61 Ebd., S. 11.

62 Vgl. Ebd., S. 24-25.

63 Vgl. Fest: Hitler, S. 182.

64 Vgl. Mantelli: Kurze Geschichte des italienischen Faschismus, S. 115.

65 München, 14. November 1922 Rede auf einem NSDAP-Sprechabend. Bericht, MP vom 20.12.1922, in: Jäckel, Eberhard / Kuhn, Axel (Hgg.): Hitler. Sämtliche Aufzeichnungen 1905-1924, Stuttgart 1980, S. 728.

66 Schieder: Faschistische Diktaturen, S. 150.

67 Berlin, 29. Mai 1922 Rede vor dem Nationalen Klub 1919. Bericht, BA R 43II/883 a Bl. 123-126, in: Jäckel, Eberhard / Kuhn, Axel (Hgg.): Hitler. Sämtliche Aufzeichnungen 1905-1924, Stuttgart 1980, S. 642.

68 Vgl. Adolph, Walter: Die katholische Kirche im Deutschland Adolf Hitlers, Berlin 1974, S. 15.

69 Vgl. Besier, Gerhard: Die Kirchen und das Dritte Reich, Bd. 3: Spaltungen und Abwehrkämpfe 1934-1937, München 2001, S. 15.

70 München, 25. Oktober 1922 „Kann Deutschland durch den Parlamentarismus gerettet werden?“ Rede auf einer NSDAP – Versammlung. PND-Bericht masch., StA München, Pol. Dir. Mü 6700, Bl. 53, in: Jäckel, Eberhard / Kuhn, Axel (Hgg.): Hitler. Sämtliche Aufzeichnungen 1905-1924, Stuttgart 1980, S. 709.

71 München, 14. November 1922 Rede auf einem NSDAP-Sprechabend. Bericht, MP vom 20.12.1922, in: Jäckel, Eberhard / Kuhn, Axel (Hgg.): Hitler. Sämtliche Aufzeichnungen 1905-1924, Stuttgart 1980, S. 728.

72 Vgl. Neue Deutsche Biographie, Bd. 15: Locherer – Maltza(h)n, Berlin 1987, S. 285-292.

73 Vgl. Payne, Stanley: Geschichte des Faschismus. Aufstieg und Fall einer europäischen Bewegung, München /Berlin 2001, S. 205.

74 Vgl. Woller: Rom, 28. Oktober 1922, S. 7-18.

75 München, zum 27. März 1924 Rede vor dem Volksgericht Entwürfe. Fragment masch., BA NS 26/50, in: Jäckel, Eberhard / Kuhn, Axel (Hgg.): Hitler. Sämtliche Aufzeichnungen 1905-1924, Stuttgart 1980, S. 1197.

76 München, 27. März 1924 Vor dem Volksgericht Vierundzwanzigster Verhandlungstag. Niederschrift masch., BA NS 26/1927, Bl. 2842-2913, in: Jäckel, Eberhard / Kuhn, Axel (Hgg.): Hitler. Sämtliche Aufzeichnungen 1905-1924, Stuttgart 1980, S. 1199.

77 Vgl. Turner, Henry Ashby: Hitlers Weg zur Macht. Der Januar 1933, Berlin 1999, S. 19.