Absolutismus

 

Autor: M. Eckardt

Ausbreitung in Europa im 17. und 18. Jahrhundert

(am Beispiel von Ludwig XIV)

 

Definition:

Der Absolutismus ist eine politische Herrschaftsform, bei der eine einzelne Person vollständig über die Ausübung aller Staatsgewalt verfügt.

 

– Ludwig XIV: „Der Staat bin ich.“ – L’etat, c’est moi

Jedoch hat Ludwig diese Wort wohl nie selbst gesagt, sondern „Ich gehe fort, doch der Staat bleibt zurück.“

Trotzdem beschreibt das zuerstgenannte Zitat die Situation des absolutistischen Herrschers sehr gut.

 

Im Absolutismus regiert der Herrscher absolutus („losgelöst“) vom Volk.

Laut damaliger Auffassung wird er von Gott bestimmt und steht über der Kirche und den niederen Ständen, welche im Absolutismus keine Rechte hatten, aber dennoch unter Gott.

 

Der Herrscher hat 2 Körper:

Der sterbliche Körper soll die Sünden und die Menschlichkeit des Herrschers begründen,

wohingegen der mystische Körper seine Göttlichkeit widerspiegelt.

Der Glaube des Volkes an seinen mystischen Körper geht sogar so weit, dass das gemeine Volk bis ins 18. Jahrhundert davon überzeugt war, dass der König im Besitz heiliger Kräfte sei.

Dieser Glaube wurde vor allem von der französisch-katholischen Kirche gestärkt, die Ludwig XIV (wie auch er selbst sich) als Gott gesandten Herrscher predigte.

Der französische Absolutismus stützte sich auf 5 Säulen:

 

  1. Das stehende Heer:

Ludwig war der Befehlshaber einer zeitweise 45.000 Mann starken, stehenden Armee, welche immer (auch in Friedenszeiten) Einsatzbereit war.

Selbstverständlich befand sie sich aber die meiste Zeit im Krieg.

Die Soldaten waren außerdem in einer einheitlichen Uniform gekleidet.

(Bsp. Für Ordnung im Absolutismus)

 

  1. Verwaltung:

Zur Verwaltung des Reiches wurden von Ludwig Beamte (Bürgerliche) eingesetzt, da er der Meinung war, diese seien fleißiger und sachkundiger.

Sie sorgten im ganzen Land für die Durchführung der königlichen Befehle.

Im Gegenzug erhielten sie eine lebenslange Beschäftigung, wurden vom König versorgt und standen unter seinem Schutz.

 

  1. Justiz

Der König war der oberste Richter und stand über dem Gesetz.

 

  1. Staatskirche

Die Kirche predigte ihn als von Gottes Gnaden (Wille) regierenden Herrscher.

So wurde jedes Übel, dass er dem Volk bereitete (Steuern, Kriege), von dem Volk als göttliche Herausforderung (Prüfung) angesehen.

Desweiteren duldete er keine Protestanten und wollte den Einfluss der katholischen Kirche auf seine Staatskirche einschränken

 

  1. Wirtschaft

Da die ersten 2 Stände von den staatlichen Steuern befreit waren und Ludwig den 3. Stand (das Volk) schon bis zur Schmerzgrenze ausschröpfte, benötigte er eine neue Geldquelle.

Diese schuf ihm sein Finanzminister Jean Baptiste Colbert:

den Merkantilismus

„Der Staat muss versuchen möglichst viel Geld ins Land zu ziehen und möglichst wenig Geld herauszulassen.“

In der Praxis bedeutet das, dass Frankreich Rohstoffe von seinen Kolonien verwendete, um in Manufakturen durch Arbeitsteilung möglichst effektiv

  1. Luxusgüter, wie Kutschen

  2. Massengüter, wie Waffen

herzustellen und diese anschließend zu exportieren.

Gleichzeitig schuf Colbert „Zollmauern“, sodass ausländische Produkte nicht nach Frankreich verkauft wurden.

Außerdem baute Frankreich seine Wasser- und Landstraßen aus schuf einheitliche Gewichte ein und holte sich Experten aus dem Ausland (z.B. für den Schiffsbau Holländer wobei Frauen den gleichen Lohn bekamen)

 

Leider ging dieser Plan nicht auf, da das stehende Heer und die vielen Beamten Unsummen verschlangen

Hinzu kamen noch die hohen Kosten für  König Ludwigs verschwenderische Hofhaltung:

Ludwig hatte sich einen großen Teil des französischen Adels an seinen Hof geholt, um ihn große Feste oder Theaterstücke ausrichten zu lassen.

Er selbst gab viel Geld für große Schlösser (Versailles) und teure Mode aus, da er durch Prunk seinen Reichtum zeigen wollte.

(In den Schlössern z.B durch Rundbögen, Vergoldungen, Säulen)

Durch die Pflicht Feste auszurichten, sich selbst edel zu kleiden und sich teure Bauten leisten zu müssen, trieb er viele Adlige in den Ruin.

Dadurch schaltete er gleichzeitig, die von ihnen ausgehende Gefahr aus, da sie nun kein Geld mehr für Militär hatten.

 

Quellen:
www.wikipedia.de

http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen/basiswissen_absolutismus.htm

http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/zeitgeschehen/index,page=1041618.html

http://www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=GBZY76

http://de.wikiquote.org/wiki/Ludwig_XIV._von_Frankreich