Die Lakota hatten eine komplett andere Weltansicht als die Weißen:

Während die weißen Einwanderer, die überwiegend Christen waren, die Erde als Untertan ansahen (vgl. Gen.123, 2), sind für die Lakota Pflanzen, Tiere, Menschen und das ganze Universum miteinander verwandt. Vor allem mit den Büffeln hatten die Lakota eine starke Beziehung. Die Büffel gaben alles, was die Lakota zum Leben brauchten (Fleisch, Fell, Sehnen für Bögen, Hörner für Löffel, …). Sein Schädel stellt eine Verbindung zu den Geistern her. Diese starke Verbindung kommt unter anderem durch Legenden wie die von der Büffelfrau zustande. Sie spielt in der Stammesreligion der Lakota eine große Rolle. Sie zeigte dem Stamm unter anderem wie man die heilige Pfeife gebraucht.

Der Legende nach sahen zwei Jäger der >>Sans Arc<<, die nach Büffeln Ausschau hielten, eine schöne junge Frau. Der ältere von beiden streckte die Hand nach ihr aus, um sie zu berühren. Sie aber war >>wakan<< und der Jäger bezahlte seine Begierde mit dem Leben. Der jüngere ging zurück zu seinem Volk und erzählte dass die Frau wiederkommen würde, mit einer Botschaft der Büffelnation.

Sie kam am nächsten Tag und brachte den Lakota die wichtigsten Stammesriten und die heilige Pfeife mit.

Der Kopf der Pfeife besteht aus einem roten Stein, den man nur in Minnesota finden kann.

Die sieben Stammesriten:

  1. inipi/Schwitzhütte
  2. hanbeceyapi/Visionssuche
  3. wiwanyank/Sonnentanz
  4. hunkapi hunkalowanpi/Stammes-Adoption
  5. tapa wanka yap/rituelles Ballspiel
  6. isna ta awi ca Iowan/Pubertätsritus
  7. hoksicankiyapi/Pflegen der Seelen Verstorbener

 

Nachdem sie damit fertig war verließ sie das Volk und sang dabei >>Niya taniya mawani ye (mit sichtbaren Atem schreite ich<<). Dann verwandelte sie sich in einen weißen Büffel.

Seit dieser  Zeit ist eine weiße Büffelhaut das wertvollste, das ein Stamm besitzen kann.