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Moderator: Barbarossa

 
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Barbarossa
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Braunkohleausstieg bis 2038

27.01.2019, 07:41

Die Kohlekommission hat sich auf einen Kompromiss zum Braunkohleausstieg geeinigt und empfiehlt diesen bis 2038. Es soll Finanzhilfen für die betroffenen Bundesländer geben, um die von Arbeitsplatzverlusten betroffenen Regionen strukturell aufzufangen. Insgesamt sollen den Ländern Hilfen von 40 Mrd. Euro allein für den Strukturwandel in den Braunkohleregionen bereitgestellt werden. 15 Mrd. Euro bzw. 37,5 Prozent davon sollen allein nach NRW fließen. Zusammen mit weiteren Kosten fließen an die Länder Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt 60 Mrd. Euro - bzw. 2 Mrd. Euro jährlich. Auch für die Stromkunden soll es bei steigenden Strompreisen einen Ausgleich geben. Zusätzlich sollen laut der Empfehlung der Kohlekommission die Kraftwerksbetreiber Entschädigungszahlungen für die Stilllegung der Kraftwerke erhalten. Gerade an dieser Entschädigung wurde bereits Kritik laut und als unverhältnismäßig bezeichnet. Unweltverbände hatten zudem auf einen Ausstieg noch vor 2030 gehofft.
Entgültig beschlossen wird der Braunkohleausstieg erst durch den Bundestag voraussichtlich noch in diesem Jahr.
Quellen:
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag ... icht1.html
https://rp-online.de/nrw/landespolitik/ ... d-35894609
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Cherusker
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

31.01.2019, 00:37

Diese Umweltverbände haben überhaupt keinen Schimmer, wie man eine Industrienation mit Energie ausreichend und gleichbleibend versorgen kann. :crazy: Bei denen zählt nur die Ideologie, die gegen jeder Vernunft durchgesetzt werden soll.!   :crazy:
Wenn man allein bei den Grünen sieht, was für Flachpfeifen dort an der Spitze stehen, dann kann einem nur Angst und Bange werden. :mrgreen: Studienabbrecher und Leute ohne Ausbildung sind prädestiniert für eine Karriere bei den Grünen. :mrgreen: Solche Leute richten eher unseren Staat zu grunde, als das sie Lösungen bringen. 
Die Folge wird sein, daß wir die benötigte Energie aus dem Ausland zukaufen müssen und uns dann vom Russen die Preise für das Gas diktieren lassen müssen.  Schöne neue Welt..... :wink:
 
Feldwebel57
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

02.02.2019, 21:14

Ich bin der gleichen Meinung . 
Wissen diese sogenannten Umweltschützer oder wie die sich nennen eigentlich , wie viel Menschen von der Kohle leben ? Aktionen wie heute am Leipziger Hauptbahnhof sind künftig zu verbieten .
 
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Barbarossa
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

02.02.2019, 23:05

Da musste ich erst einmal nachlesen, was da los war.
Also: Aktivisten der Umwelt- und Naturschutzorganisation ,,Robin Wood'' haben auf dem Dach eines Parkhauses in Leipzig ein Feuer entzündet und die Organisation hat das zu einer ,,Kunstaktion'' ernannt. (Das ist natürlich lachhaft und auch gefährlich) Zwei Personen wurden festgenommen.
In der offiziellen Mitteilung der Organisation heißt es wörtlich, Zitat:
,,Heute haben Aktive von ROBIN WOOD auf dem Augustusplatz in Leipzig ein Zeichen gegen den Abschlussbericht der Kohlekommission und für einen klimagerechten Kohleausstieg gesetzt. Im Rahmen einer Kunstaktion verwandelten sie eine urbane Struktur in einen qualmenden Kohleschlot und machten so deutlich, was die von der Kommission vorgeschlagenen 19 weiteren Jahre Kohlenutzung bedeuten: eine Menge Dreck, der den Planeten ruiniert. Dazu entrollten sie ein Banner mit der Aufschrift: 'Kohle killt Klima! #keinkonsens'.''
Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/polize ... est-958167
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Feldwebel57
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

06.02.2019, 20:58

Und wer killt die Arbeitsplätze ?
Traurig .
 
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Barbarossa
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

06.02.2019, 22:15

Nun ja, die Arbeitsplätze im Tagebau fallen natürlich weg. Wenn dafür gleich viele neue Arbeitsplätze entstehen, die dann auch noch ökologischer sind, dann muss das nicht unbedingt schlecht sein. Immerhin sollen dafür sehr alte Dörfer in der Region weggebaggert werden. Das würde dann auch nicht mehr nötig sein. Gerade bei diesem Thema gibt es sehr starke Gegensätze, die aufeinanderprallen.
Wichtig ist nur, dass die Energieversorgung gesichert bleibt. Stromtrassen sind dabei ein wichtiges Thema. Man sollte mehr Kabel unterirdisch verlegen.
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Cherusker
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

11.02.2019, 13:30

Barbarossa hat geschrieben:
Nun ja, die Arbeitsplätze im Tagebau fallen natürlich weg. Wenn dafür gleich viele neue Arbeitsplätze entstehen, die dann auch noch ökologischer sind, dann muss das nicht unbedingt schlecht sein. ...

Aha...und was sollen das für Arbeitsplätze in den Regionen sein ? Entsprechen sie auch den Qualifikationen der Arbeitnehmer ?  .....Subventionen allein helfen nicht. Außer man zahlt jedem fürs Nichtstun 3000€ mtl. .... :lolno:
 
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Barbarossa
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

11.02.2019, 18:04

Welche Arbeitsplätze entstehen werden, weiß ich natürlich auch nicht. Ich bin ja nicht Regierung. Wichtig ist, dass diese auch Zukunft haben. Arbeitskräfte können qualifiziert oder umgeschult werden, darin haben wir hier in Ostdeutschland große Erfahrung. Ich habe auch zwei Facharbeiterbriefe.
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

12.02.2019, 09:35

Barbarossa hat geschrieben:
Welche Arbeitsplätze entstehen werden, weiß ich natürlich auch nicht. Ich bin ja nicht Regierung. Wichtig ist, dass diese auch Zukunft haben. 

Und die Regierung weiß es auch nicht..... :lolno: :crazy:. In diese Randgebiete zieht es meist keine großen Industrie- und Wirtschaftsunternehmen, weil diese auch meist vom Verkehrsnetz (Autobahnen, Flughäfen ....)  nicht ausreichend berücksichtigt wurden. 
Man kann den Leuten viel versprechen, aber einhalten ?  Ich weiß auch nicht, ob jeder Arbeitnehmer aus dem Kohleabbau dann zum IT-Experten ausgebildet werden kann ?   :wink:
Mich erinnert das an sozialistische Planwirtschaft......aber die Unternehmen werden in solchen Fällen nicht mitspielen.  :mrgreen:
 
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Re: Braunkohleausstieg bis 2038

13.02.2019, 09:46

Cherusker hat geschrieben:
... Ich weiß auch nicht, ob jeder Arbeitnehmer aus dem Kohleabbau dann zum IT-Experten ausgebildet werden kann ?   :wink:

Nein, das sicher nicht. Ein Handwerker wird wahrscheinlich meistens wieder einen handwerklichen Beruf ergreifen.

Cherusker hat geschrieben:
Mich erinnert das an sozialistische Planwirtschaft......aber die Unternehmen werden in solchen Fällen nicht mitspielen.  :mrgreen:

Äh - sozialistische Planwirtschaft ist was anderes.
Der Staat kann Wirtschaftsförderung machen. Das gibt es eigentlich schon länger, auch in einer Marktwirtschaft. Der Staat muss da nicht zum Unternehmer werden und sollte es auch nicht.
Was der Staat tatsächlich tun muss, das ist die Infrastruktur so gut es geht ausbauen. Überhaupt sollte die gesamte Infrastruktur in der Hand des Staates sein. Ob das das Schienennetz ist oder Stromtrassen, genau wie auch die Handynetze und Internetkabel. Wäre es so, dann gäbe es sicher nicht mehr so viele Lücken im ländlichen Raum.
Ich denke wirklich, nur die Anbieter sollten Privatunternehmen sein, und die könnten dann die Netze nutzen, die z. B. der Netzagentur gehören sollten.
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