Zusammenfassung der Geschichte der Schwarzen in den USA

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Balduin
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Zusammenfassung der Geschichte der Schwarzen in den Vereinigten Staaten

Einleitung

Martin Luther King, Malcolm X, Colin Powell, Gondoleezza Rice und Barack Obama - Namen, die mit der Emanzipation der Schwarzen in Amerika verbunden sind. Barack Obama wird/wurde am 20. Januar 2009 zum ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Doch bis dahin ist es ein langer Weg, den die Schwarzen, auf dem Weg hin zur Gleichberechtigung, gehen müssen.

Sklaverei


In Virgina treffen im Jahr 1619 die ersten afrikanischen Sklaven ein. Zwischen 1619 und 1808 wurden 500.000 Afrikaner als Sklaven in die Vereinigten Staaten gebracht (1). Die "Einfuhr" von Sklaven wurde im Jahr 1808 illegal, jedoch wurden weiterhin Sklaven vor allem im landwirtschaftlichen Süden benötigt. Im Jahr 1862 brach der Bürgerkrieg aus, nachdem die Südstaaten sich von der Union gelöst hatten und die Konföderation gründeten. Ein zentraler Streitpunkt ist die Sklavenfrage. Während der Wirren des Bürgerkriegs erlässt der Präsident Abraham Lincoln die Emanzipationserklärung. Diese besagte, dass alle Sklaven in den Staaten der Konföderation ab 1863 frei sind (2).

Emanzipation

In der Zeit von 1868 - 1870 wurden die Verfassungszusätze 14 und 15 verabschiedet, die allen Afroamerikanern volle Bürgerrechte gewähren (3).
In den Streitkräften der Vereinigten Staaten herrschte Rassentrennung, diese wurde 1948 durch Harry S. Truman per Dekret aufgehoben. Im Jahr 1954 erklärte der Oberste Gerichtshof die Rassentrennung in Schulen für verfassungswidrig.
Als Symbol für die Anfänge der Bürgerrechtsbewegung kann Rosa Parks gesehen werden. Diese weigerte sich am 1. Dezember 1955 ihren Platz für einen Weißen zu räumen. Als sie daraufhin aufgrund zivilen Ungehorsams in Gewahrsam genommen wurde, brach der "Montgomery Bus Boycott" aus, der zu den Anfängen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung gezählt wird.
Martin Luther King hält die berühmte "I have a dream" - Rede (4) in Washington. Er wird für viele Schwarze das Sprachrohr ihrer Wünsche nach Gleichberechtigung von schwarzen und weißen Amerikanern. Martin Luther King erhält im Jahr 1964 den Friedensnobelpreis. Im selben Jahr unterzeichnet der amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson den "Civil Rights Act", der für alle Rassen gleichen Zugang zu Transportmitteln und Dienstleistungen festschreibt (5).
Im Jahr 1965 wird der Bürgerrechtler Malcolm X ermordet. Ein Gesetz zur Stärkung des Wahlrechts für Schwarze in den Vereinigten Staaten, der "Voting Rights Act", wird verabschiedet. Im darauffolgenden Jahr entsteht die "Black Power" Bewegung.
Ein wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung der Schwarzen wird getan, als Präsident Johnson Thurgood Marshall im Jahr 1967 als ersten Schwarzen zum Richter am Obersten Gerichtshof ernennt. Doch nach der Ermordung von Martin Luther King im Jahr 1968 erschüttern Rassenunruhen die Vereinigten Staaten.

Im Jahr 2001 wird Colin Powell (im Jahr 1989 zum ersten schwarzen Oberbefehlshaber der US-Armee ernannt) der erste schwarze Außenminister unter dem republikanischen Präsidenten George W. Bush. Im Jahr 2005 tritt Condoleezza Rice seine Nachfolge als Außenministerin an.

Die Präsidentschaftswahlen 2008

Im Jahr 2008 setzte sich der Senator von Illinois, Barack Obama - erst in den Vorwahlen gegen Hillary Clinton (seine spätere Außenministern) und in den Wahlen gegen John McCain - durch. Viele bezeichnen seinen Wahlsieg als ein historisches Ereignis und den Sieg der Schwarzen über die jahrhundertelange Unterdrückung durch die Weißen (6). Der erste Afroamerikaner zieht damit in das Weiße Haus als Präsident ein.

Quellen

DER SPIEGEL (Nr. 2/05.01.2009) S. 83
(1) http://usa.usembassy.de/gesellschaft-blacks.htm
(2) http://www.geschichte-wissen.de/neuzeit ... krieg.html
(3) http://de.wikipedia.org/wiki/14._Zusatz ... en_Staaten
(4) http://www.usconstitution.net/dream.html
(5) http://de.wikipedia.org/wiki/Civil_Rights_Act_von_1964
(6) http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 22,00.html
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