Bevormundung und Unzweckmäßigkeit. Sehen wir gerade an vielen Brüsseler Entscheidungen, die den tatsächlichen Gegebenheiten absolut nicht entsprechen.Dietrich hat geschrieben:Es ist also gegenwärtig in Europa ein Trend zur staatlichen Dezentralisierung festzustellen, da die starke Zentralisierung den Bedürfnissen der Bevölkerung nicht engegnkommt und sie gegen solche Bevormundung aufbegehrt.
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Deutschland - Föderal- National- Militär-Zentralstaat?
Moderator: Barbarossa
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Lia
Entgegen deiner Vermutung bin ich durchaus nicht auf eine föderalistische Staatsstruktur fixiert. Ich habe oben lediglich objektiv eine Entwicklung beschrieben, die in Europa unübersehbar ist: die Tendenz zu einer Dezentralisierung, d.h. einer Verlagerung von Kompetenzen von der Zentralregierung in die Regionen. Diese Entwicklung ist sowohl auf den Wunsch der regionalen Bevölkerung als auch auf die Einsicht der Zentralregierung zurückzuführen, dass manche Probleme vor Ort besser und zügiger entschieden werden können. Eine Auflösung des Staates ist damit nicht verbunden, denn in der Hand der Zentralregierung bleiben natürlich wichtige und überregionale Kompetenzen.Aneri hat geschrieben: Für mich diese Auseinandersetzung besteht darin, dass du (so scheint mir) zu stark auf die Föderalisierung fixiert bist. Ich sehe dagegen, dass ohne eine Zentralisierung kein Staat funktionsfähig ist. Auch hier vorher erwähnte Kulturvielfalt Deutschlands, mir - als einer Ausländerin - fällt nicht in Gewicht in Vergleich mit anderen Staaten. Daher sehe ich eher als Selbstbild, nicht die Tatsache. Ich meine den Argument für die Kulturvielfalt durch föderale Struktur.
Der besonders in Frankreich stark ausgeprägte Zentralismus hat historische Wurzeln, was auch auf den deutschen Föderalismus zutrifft. Beide Staaten repräsentieren extreme und gegensätzliche Varianten einer Staatsstruktur, die sowohl Vor- als auch Nachteile bieten.
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