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Moderator: Barbarossa

 
Cherusker
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 15:09

dieter hat geschrieben:
Cherusker hat geschrieben:
Ruaidhri hat geschrieben:
Aus:
Armin Volkmann
Die Germanen: Mythos und Forschungsrealität , Seite 8


veröffentlicht in academia. edu
https://www.academia.edu/1265844/Die_Ge ... lit%C3%A4t



Ich wußte gar nicht, daß durch die Germanicus Feldzüge ein römischer Landgewinn ermöglicht wurde? :mrgreen: :shock: Überspringt da Armin Volkmann nicht ein paar Dekaden? :wink:

Lieber Cherusker,
Germanicus wollte Rache für die Niederlage in der Varusschlacht, am Liebsten Arminius in Ketten nach Rom schaffen, das ist ihm nicht gelungen, auch kein Landgewinn. Er wurde von Tiberius abgelöst. :)


Germanicus wollte nicht nur Rache, sondern wieder die Unterwerfung der beteiligten germanischen Stämme. Aber wenn man den Bericht von Volkmann liest, dann muß er irgendwie die südlichen Grenzen erobert bzw. gesichert haben? :mrgreen:
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 18:26

Cherusker hat geschrieben:
Kohlhaas hat geschrieben:

Nochmal: Raub macht nur "Sinn" wenn etwas da ist, was zu "rauben" sich lohnt. Und wo sollen solche Wertgegenstände herkommen, wenn alle Menschen nicht produzieren sondern nur rauben? Du darfst es gerne beleidigend finden, dass ich diese Frage stelle. Du wirst aber schon erkären müssen, wie ein ökonomisches System, das allein auf Raub beruht, überhaupt funktionieren soll.



Irgendwie verstehst Du es nicht ganz....liegt vielleicht auch an Dir persönlich.

Ja, ich bekenne mich schuldig. Ich verstehe nicht den Käu, den Du uns hier präsentieren willst und ich habe das ganz persönliche Problem, dass es mir schwerfällt zu schweigen, wenn jemand Blödsinn faselt. Und das darst Du jetzt in der Tat persönlich nehmen!

Beispiel gefällig? Hier hast Du:

Mag muß keinen von Dir erreichten produzierten marxistischen Mehrwert als Grundlage nehmen. Die germanischen Auseinandersetzungen gingen daher auch Gefangene zu machen, die dann ausgelöst werden konnten, d.h. z.B. mit Rindern, wertvollen Gegenständen, anderen Gefangenen.

Wo sollen denn die Rinder oder die wertvollen Gegenstände hergekommen sein? Wer hat die denn "erzeugt"? Oder die "wertvollen Gefangenen". Wo sind die denn hergekommen? In dem ganzen Land lebten doch Deiner Weltsicht nach nur kriegsgeile Räuber. Was soll diese kriegsgeilen Räuber denn daran gehindert haben, von Außen eindringende kriegsgeile Räuber einfach umzubringen? Hier gehts übrigens nicht nur um das produzierte Getreide. Es geht vor allem auch um die Menschen, die das Getreide (oder das Vieh) jedes Jahr aufs neue produziert haben. Nimmt man diesen Menschen die Möglichkeit weg, Getreide oder Vieh zu produzieren, dann gibt es im folgenden Jahr FÜR RÄUBER KEINE MÖGLICHE BEUTE mehr. Raubt man nicht die Produkte, sondern die Menschen, dann können die Menschen nichts raubenswertes mehr herstellen. Wie blöd muss man sein, um das nicht zu kapieren????

Das darfst Du jetzt übrigens gerne auch persönlich nehmen.!

Nebenbei: Man kann ja aus politischen/weltanschaulichen Gründen daran zweifeln, dass es einen "marxistischen Mehrwert" gab, gibt oder geben muss. Fakt bleibt aber, dass die keineswegs marxistische Bundesrepublik Deutschland den Mehrwert besteuert. Fakt ist auch, dass Mehrwert nur durch menschliche Arbeit entsteht. Daran haben selbst Hardcore-Wirtschaftsliberale wie Westerwelle keinen Zweifel. Nur DU glaubst das nicht. Fakt ist weiterhin, dass es nur dann etwas zu rauben gibt, wenn ein Mehrwert erzeugt wird. Wie in einer Subsistenzwirtschaft (einer auf EIGENVERSORGUNG angelegten Wirtschaftsweise) mögliches Raubgut entstehen soll, erschließt sich wohl nur jemandem, der die Germanen für eine genetisch bedingt kriegerisch und räuberisches Volk hält. Und zu den Leuten, die an so einen Blödsinn glauben, gehörst offensichtlich Du. Du hast ja nichtmal kapiert, dass ich die Vorstellungen vom "Ur-Kommunismus" abgelehnt habe.

Du beschreibst die Germanen als eine Gesellschaft von Räubern und Parasiten. Räuberische und parasitäre Lebensformen saugen sich aber NIE gegenseitig aus. Die Population der Zecken wäre längst ausgestorben, wenn Zecken andere Zecken aussaugen müssten (da hätte ich als Hundebesitzer übrigens nichts gegen einzuwenden!). Jeder Parasit braucht einen "Wirt". Und dieser "Wirt" muss sich außerhalb der eigenen Population befinden. Deshalb ist Deine Idee von parasitischen Germanen völlig absurd.

Dein krampfhaftes Festhalten an absurden Vorstellungen macht es für mich verständlicher, wenn Du Widerspruch gegen Deine absurden Vorstellungen als persönliche Beleidigung erachtest.

In dem Zusammenhang: Du hattest mir vorgeworfen, dass ich mich beleidigend geäußert hätte. Ich habe Dich gefragt, wo ich das denn getan haben soll. Ich wäre Dir dankbar, wenn Du die Frage mal beantworten würdest.
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 18:39

Cherusker hat geschrieben:
Selbst Arminius soll zeitweise in der Gewalt von Segestes gewesen sein. Diese gemeinen Gefangenen mußten ansonsten als Unfreie z.B. auf den Feldern arbeiten.


"Soll"? Willst Du uns tatsächlich verkaufen, dass Arminius dem Segestes seinen Acker bestellt hat?

Wenn Du richtig lesen würdest, dann hättest Du schon längst feststellen müssen, daß es die Frauen, Jugendlichen, Alten und Unfreien waren, die die Felder, Haus und Hof bewirtschafteten. Übrigens findet man das so auch bei den Wikingern.

Wenn DU richtig lesen würdest, dann wäre Dir längst aufgefallen, dass so eine Gesellschaft nicht auf Dauer funktionieren könnte. In Sparta ist das versucht worden. Auch da ist es aber letztlich gescheitert. Was Du uns hier erzählst, läuft darauf hinaus, dass es eine "germanische Herrenrasse" gab, die vom Mehrwert ihrer "Unfreien" gelebt hat. Und das in einer egalitären Gesellschaft. Was für ein Schwachsinn!

Wer weiterhin glaubt, daß der Germane ein Bauer gewesen ist, dessen Haupttätigkeit die Landwirtschaft war, der vertritt eher die Ansichten des 19./20.Jh. Die Nazis brauchten diese Ansicht, damit sie die Bevölkerung über die Anerkennung der Landwirtschaft "ernähren" konnten.

Ich könnte jetzt fragen, wovon sich die Germanen denn Deiner Meinung nach erhährt haben sollen. Vielleicht von ihrem Kriegsruhm? Nach Deinem "Nazi-Exkurs" erübrigt sich das aber. Das wird jetzt wirklich zu blöd.

Ich weise nur noch darauf hin, dass es der Cherusker war, der hier die Nazis ins Spiel gebracht hat!
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 19:09

Cherusker hat geschrieben:
Kohlhaas hat geschrieben:

Hier könnte man noch Tacitus´Anmerkungen über die Chatten anführen. Du weißt schon: Die Jungs, die ihre Bärte wachsen ließen, sich mit Eisenringen schmückten, nie arbeiteten und sich in jedem Haus einquartieren konnten das auf ihrem Weg lag... Jetzt mal ganz quellenkritisch gefragt: Wenn so ein bärtiger eisenberingter wandernder Chatte zu einem Haus kam und dort Bewirtung verlangte, warum soll der dortselbst wohnende und ebenso bärtige und eisenberingte Chatte den Besucher gefüttert haben? Noch verwirrender: Warum hatte der überhaupt ein Haus???? Die sind doch alle finster-blickend und schwer bewaffnet durch die Gegend gewandert und haben Leute gesucht, von denen sie sich füttern lassen konnten.

Sowohl Caesar als auch Tacitus beschreiben "Sonderfälle". Und Leute wie Dellbrück und Du glaub(t)en, das seien die "Normalfälle" gewesen.


Und Du hast noch nicht einmal Ahnung, daß es solche Kriegerkasten auch bei den Kelten gab, die wurden Fenians genannt. :wink:


Nö. Du kannst einfach nicht lesen. Alternativ: Du kannst Dich an Gelesenes nach höchstens fünf Sekunden einfach nicht mehr erinnern.

Tatsächlich hatte ich auch geschrieben:

Kohlhaas hat geschrieben:
Und trotzdem hält sich bis heute die Theorie, dass man die Germanen wegen ihrer "angeborenen Kriegslust" bewundern müsse. Dass andere Stammesgesellschaften sich als ähnlich "kriegstüchtig" erwiesen haben/leider erweisen mussten, wird ignoriert. Es waren Kelten, die Norditalien erobert haben. Es waren vietnamesiche Reisbauern, die die Weltmacht USA vertrieben haben. Es waren afghanische Opium-Bauern, die die Weltmacht UDSSR vertrieben haben...


Leider ist es nicht bloß so, dass Du nur Meine Beiträge nicht lesen oder nicht in Erinnerung behalten kannst. Du kannst offenbar auch nicht lesen oder in Erinnerung behalten, was DU SELBST geschrieben hast. Beispiel gefällig? Hier hast Du:

Kohlhaas hat geschrieben:
Cherusker hat geschrieben:
Die germanischen Stämme waren insgesamt kriegerisch. Das ging bis in die einzelnen Familien zurück. Diese germanische Kriegstollheit hatte bis in die wikingische Zeit noch nichts eingebüßt. Um es einmal klarzustellen, Delbrück hat es auch so beschrieben, der Germane war ein Krieger, erst danach ging er anderen Tätigkeiten nach. An erster Stelle stand der Kampf und so wurde schon die Jugend erzogen (bei den Germanen der Zeitenwende und bei den Wikingern).

Für welches Geschichtsbild stand Dellbrück nochmal? Könnte es das 19. Jahrhundert gewesen sein?

Was hat die „Germanen“ eigentlich „kriegerischer“ gemacht als die Kelten oder die Slawen oder ….?

Nebenbei: Kam auf diese letzte Frage von mir eine Antwort? Wenn ja, konnte ich es wohl nicht lesen oder nicht in Erinnerung behalten. Du kannst es ja hier nochmal zitieren...

Ungeachtet aller Zitate gilt: DU warst es, der hier die ganze Zeit eine besondere Kriegstüchtigkeit, Kriegslust, Kriegstollheit der „Germanen“ behauptet hat. Was soll jetzt plötzlich der dünnsinnige Vorwurf, dass ICH da die „Kelten“ vergessen hätte?

Und nu behaupte nochmal, dass ich die „kriegerischen Tugenden“ der Kelten nicht hinreichend gewürdigt hätte.

Nebenbei könntest Du langsam Deine zwanghaften Vergleiche zwischen Germanen und Wikungern unterlassen. Zwischen Germanen und Wikingern liegen tausend Jahre und hunderte Kilometer.


Du hast das Sippenwesen überhaupt nicht verstanden. Irgendwie vergleichst Du die Antike mit der heutigen Denk- und Lebensweise. :crazy: Du versuchst immer nach heutiger Lebensanschauung zu erklären, warum das so nicht sein konnte. :mrgreen:

Wieder muss ich anmerken: Du kannst offenbar nicht lesen oder Dir das Gelesene nicht merken!

Wo soll ich das damalige Sippenwesen aus "heutiger Denk- und Lebensweise" betrachtet haben? Ich habe doch lediglich darauf hingewiesen, dass die HEUTIGE WISSENSCHAFT auf das damalige Sippenwesen einen ganz anderen Blick hat als Du. Oder als Dellbrück. Oder als die ganzen Nationalisten des 19. Jahrhunderts, die in den vermeintlichen "kriegerischen Tugenden" der Germanen die Ursache dafür gesehen haben, dass Deutschland als Nationalstaat im 19. Jahrhundert auf kriegereiche Weise geschaffen wurde.

Nebenbei: Wenn Du revolutionäre Erkenntnisse über das germanische Sippenwesen hast, dann lass uns doch daran teilhaben. Glaub aber bloß nicht, dass ich nicht nachfragen werde, WOHER Du dieses revolutionäre Wissen hast.






Hallo....aufwachen, das war eine ganz andere Zeit mit ganz anderer Weltansicht. Tod, Hungersnöte, Gewalt, usw. waren keine anormale Erscheinungen. Der Aberglaube, die Religion, die Denkweise, das Handeln kann man nicht mit heutigen Maßstäben vergleichen. So sieht es auch Prof. Wolfram. Nur weil wir seit über 60Jahren in Deutschland in Frieden leben, muß das nicht heißen, daß es in Deutschland immer friedlich war, weil Krieg keinen Sinn erbringt. Früher hat es keine 20 Jahre gedauert und schon stand wieder eine kriegerische Auseinandersetzung an.

Na, da bist ja endlich auch DU aufgewacht und hast einen besseren Blick auf die Differenz zwischen "heute" und der damaligen Lebenswirklichkeit der Germanen bekommen! Hat lange genug gedauert. Ich rechne es mir hoch an, dass selbst Du jetzt zu dieser Einsicht gelangt bist und mich jetzt nicht mehr mit dünnsinnigen Aussagen über die "Kriegsgeilheit" der Germanen ärgerst. Machst Du doch nicht, oder???

Ich frage mich gerade, wie schwer es Dir gefallen sein muss, anzuerkennen dass die ach so heldisch-kriegerischen Germanen damals vermutlich überhaupt keinen "Lustgewinn" daraus gezogen haben, in den Krieg zu ziehen und dortselbst zu töten oder zu sterben.

Das muss Dir nach all Deinen früheren Beiträgen wirklich schwer gefallen sein. Meine Hochachtung, dass Du DAS geschafft hast! :clap:
 
Cherusker
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 19:12

Kohlhaas hat geschrieben:

Wer weiterhin glaubt, daß der Germane ein Bauer gewesen ist, dessen Haupttätigkeit die Landwirtschaft war, der vertritt eher die Ansichten des 19./20.Jh. Die Nazis brauchten diese Ansicht, damit sie die Bevölkerung über die Anerkennung der Landwirtschaft "ernähren" konnten.

Ich könnte jetzt fragen, wovon sich die Germanen denn Deiner Meinung nach erhährt haben sollen. Vielleicht von ihrem Kriegsruhm? Nach Deinem "Nazi-Exkurs" erübrigt sich das aber. Das wird jetzt wirklich zu blöd.

Ich weise nur noch darauf hin, dass es der Cherusker war, der hier die Nazis ins Spiel gebracht hat!


Irgendwie wird mir das zu dumm mit Dir hier über das Thema zu diskutieren. Selbst die einfachsten Zusammenhänge verstehst Du nicht und jetzt beginnst Du auch noch mir eine "Herrenrasse"zu unterstellen. Deine Äußerungen solltest DU mal recht schnell zurücknehmen. Ich lasse mir hier von Dir keine rechtsradikale Meinung unterstellen. :evil:
Wie ich schon geschrieben habe, münzt Du alles in politische Ansichten der heutigen Zeit. Ziemlich armselig von Dir. Aber das zeigt nur Deinen kindlichen Charakter..... :mrgreen:
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 19:38

Cherusker hat geschrieben:
Selbst die einfachsten Zusammenhänge verstehst Du nicht und jetzt beginnst Du auch noch mir eine "Herrenrasse"zu unterstellen.

Na wie soll man das denn sonst verstehen, wenn Du hier behauptest, dass die Germanen nix gearbeitet hätten, sondern alle "Wertschöpfung" ihren Frauen und ihren Sklaven überlassen hätten? Das hast Du doch behauptet, oder nicht?
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 19:40

Cherusker hat geschrieben:
Ich lasse mir hier von Dir keine rechtsradikale Meinung unterstellen. :evil:

Weise bitte nach, wo ich Dir rechtsradikale Meinungen unterstellt haben soll! Wenn Du das nicht kannst, dann unterlass gefälligst diese Verleumdungen! Ich warte auf Antwort...
 
Cherusker
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 19:47

Hier das Bild der Germanen (Germania):
"*Feldwirtschaft
...Ackerland nehmen sie in einem Ausmaß, das der Anzahl der Bebauer entspricht, mit gesamter Hand füreinander in Besitz; dann teilen sie nach ihrem Range unter sich auf. ....Sie bestellen Jahr für Jahr andere Felder, und doch bleibt Ackerland übrig. Denn ihr Arbeitsaufwand wetteifert nicht mit der der Fruchtbarkeit und Ausdehnung des Bodens; sie legen keine Obstpflanzungen an noch umzäunen sie Wiesen oder bewässern sie Gärten; einzig Getreide soll der Boden hervorbringen. ....

* Die Unfreien
"Der Herr trägt ihm wie einem Pächter auf, eine bestimmte Menge Korn oder Vieh oder Tuch abzugeben, un nur so weit reicht die Gehorsamspflicht des Sklaven. Die übrigen Geschäfte des Hauses besorgen die Frau und die Kinder. ...allerdings ist die Sklaventötung straffrei.

* Speisen
Die Kost ist einfach: wildes Obst, frisches Wildbret oder geronnenen Milch. Ohne feine Zubereitung, ohne Gewürze vertreiben sie den Hunger.

*Gefolgschaft
Wenn der Heimatstamm in langer Friedensruhe erstarrt, suchen viele der jungen Adligen auf eigene Faust Völkerschaften auf, die gerade irgendeinen Krieg führen; denn Ruhe behagt diesem Volke nicht, und inmitten von Gefahren wird man leichter berühmt. Auch läßt sich ein großes Gefolge nur durch Gewalttat und Krieg unterhalten. Die Gefolgsleute erwarten nämlich von der Huld ihres Herrn ihr Streitroß, ihre blutige und siegbringende Frame. Denn die Mahlzeiten und die wenn auch einfachen, so doch reichlichen Schmausereien gelten als Sold. Die Mittel zu diesem Aufwand bieten Kriege und Raub. Und nicht so leicht könnte man einen Germanen dazu bringen, das Feld zu bestellen und die Ernte abzuwarten, als den Feind herauszufordern und sich Wunden zu holen; es gilt sogar für träge und schlaff, sich mit Schweiß zu erarbeiten, was man mit Blut erringen kann.
...Wenn sie nicht zu Felde ziehen, verbringen sie viel Zeit mit Jagen, mehr nocht mit Nichtstun, dem Schlafen und Essen ergeben. Gerade die Tapfersten und Kriegslustigsten rühren sich nicht. Die Sorge für Haus, Hof und Feld bleibt den Frauen, den alten Leuten und allen Schwachen im Hauswesen überlassen; sie selber faulenzen. Ein seltsamer Widerspruch ihres Wesens: dieselben Menschen lieben so sehr das Nichtstun und hassen zugleich die Ruhe. Es ist bei den Stämmen Brauch, daß jedermann freiwillig den Oberhäuptern etwas von seinem Vieh oder Korn überläßt,....

*Natur des Landes
Getreide gedeiht, Obst hingegen nicht; Vieh gibt es reichlich; ...; die Menge macht den Leuten Freude, und die Herden sind ihr einziger und liebster Besitz. "
 
Cherusker
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 19:49

Kohlhaas hat geschrieben:
Cherusker hat geschrieben:
Selbst die einfachsten Zusammenhänge verstehst Du nicht und jetzt beginnst Du auch noch mir eine "Herrenrasse"zu unterstellen.

Na wie soll man das denn sonst verstehen, wenn Du hier behauptest, dass die Germanen nix gearbeitet hätten, sondern alle "Wertschöpfung" ihren Frauen und ihren Sklaven überlassen hätten? Das hast Du doch behauptet, oder nicht?


Schau mal auf das, was ich hier gerade veröffentlicht habe !!! :mrgreen:
Du kleiner Schlauberger, bring mir einen anderen Beweis, daß die Germanen fleißige Bauern waren? Nun ich warte..... :wink:
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 19:53

Hör auf zu labern und bleib dem Thema:

Wo soll ich behauptet haben, dass Du ein Nazi bist?
 
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 20:08

Kohlhaas hat geschrieben:
Hör auf zu labern und bleib dem Thema:

Wo soll ich behauptet haben, dass Du ein Nazi bist?


Laß mal Deine Pöbeleien sein. Du hast geschrieben: " Was Du uns hier erzählst, läuft darauf hinaus, dass es eine "germanische Herrenrasse" gab, die vom Mehrwert ihrer "Unfreien" gelebt hat." Du hast hier nicht geschrieben, daß ich ein Nazi bin (um bei Deinen Haarspaltereien zu bleiben), sondern Du unterstellst mir hier, daß ich früher oder später rechtsradikale Gedankengänge verbreiten werde. Wenn ich von meiner Meinung nicht Abstand nehme. Und das ist schon starker Tobak. Dann folgt noch von Dir der Satz: "Nach Deinem "Nazi-Exkurs" erübrigt sich das aber." Auch hier wieder ein unterschwelliger Ton, daß ich hier in eine Richtung dränge. Sei vorsichtig mit solchen Äußerungen.....
 
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 20:17

Kohlhaas hat geschrieben:
Hör auf zu labern und bleib dem Thema:



Ich bleib beim Thema, deswegen warte ich immer noch auf eine Antwort von Dir. :mrgreen:
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 20:20

Cherusker hat geschrieben:
* Die Unfreien
"Der Herr trägt ihm wie einem Pächter auf, eine bestimmte Menge Korn oder Vieh oder Tuch abzugeben, un nur so weit reicht die Gehorsamspflicht des Sklaven. Die übrigen Geschäfte des Hauses besorgen die Frau und die Kinder. ...allerdings ist die Sklaventötung straffrei.

Du kiegst es anscheinend einfach nicht in Deinen Kopf, weil Dein Kopf so vollgestopft ist mit mythischen Vorstellungen über die Germanen, dass nix Neues mehr da reinpasst...

Tacitus zeigt sich hier "erstaunt" darüber, dass "keltische" Freie behandelt wurden wie Sklaven, während germanische Sklaven behandelt wurden wie Freie.

Tacitus versucht hier, dem RÖMISCHEN Leser deutlich zu machen, dass die Germanen ganz anders waren als die Römer. Tacitus hatte aber nie, zu keinem Zeitpunkt, die Absicht, die Germanen in einem heutigen Sinne ethnologisch annähernd korrekt zu beschreiben. Er wollte nicht "die Germanen beschreiben". Er wollte "die Germanen" als Sinnbild des "edlen Wilden" wie einen Spiegel der damals dekadenten römischen Gesellschaft vorhalten.

Was Tacitus schreibt, ist nicht falsch. Wir müssen nur quellenkritisch seine Absichten erkennen. Und wir müssen uns quellenkritisch fragen, ob es denkbar ist, dass seine Schilderungen auf eine GANZE MENSCHLICHE GESELLSCHAFT zugetroffen haben können. Du in Deiner Dellbrück-hörigen Vernarrtheit glaubst das offenbar.

Du hast aber immer noch keine Antwort auf die Frage gegeben, welche "Wertgegenstände" die ach so "kriegsgeilen" Germanen andern ebenso "kriegsgeilen" Germanen hätten rauben können, wenn es in der ganzen Gesellschaft nur Räuber und keine "Produzenten" gab. Du hast uns immer noch nicht erklärt, wie Krieger Lebensmittel rauben konnten, wenn in der Gesellschaft niemand Lebensmittel produziert hat, weil es keine Bauern sondern nur Krieger gab. Du hast uns immer noch nicht erklärt, wovon die Menschen damals gelebt haben sollen. Was haben die denn gefressen, wenn niemand was zum fressen produziert hat? Die Archäologie hat Antworten auf diese Fragen gefunden. Die passen Dir natürlich überhaupt nicht, weil sie nicht mit Worthülsen wie "Barenburg" zu tun haben. Deshalb ignorierst Du das.

Auf die oben genannten offenen Fragen antwortest Du stattdessen nur mit so Blödsinn wie, dass es ja Sklaven und Frauen gegeben habe. Damit beschreibst Du ganz genau das "Herrenmenschen"-System, das es auf der Peleponnes gab. Die Unterscheidung zwischen Spartiaten und Heloten. Willst Du tatsächlich behaupten, dass es das auch in Germanien gab?

Welche Kopfstände wollt Ihr denn noch machen, um die blödsinnigen Theorien aus dem 19. Jahrhundert zu verteidigen?
 
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 20:39

Kohlhaas hat geschrieben:
Du kiegst es anscheinend einfach nicht in Deinen Kopf, weil Dein Kopf so vollgestopft ist mit mythischen Vorstellungen über die Germanen, dass nix Neues mehr da reinpasst...


Und wieder hat sich der Herr nicht in Griff.....es kommen erstmal Pöbeleien, daß macht Dich wohl freier? :mrgreen: :wink:

Kohlhaas hat geschrieben:
Tacitus zeigt sich hier "erstaunt" darüber, dass "keltische" Freie behandelt wurden wie Sklaven, während germanische Sklaven behandelt wurden wie Freie.


Tacitus vergleicht hier überhaupt keine Kelten und Germanen. Das ist Faktum!

Kohlhaas hat geschrieben:
Tacitus versucht hier, dem RÖMISCHEN Leser deutlich zu machen, dass die Germanen ganz anders waren als die Römer. Tacitus hatte aber nie, zu keinem Zeitpunkt, die Absicht, die Germanen in einem heutigen Sinne ethnologisch annähernd korrekt zu beschreiben. Er wollte nicht "die Germanen beschreiben". Er wollte "die Germanen" als Sinnbild des "edlen Wilden" wie einen Spiegel der damals dekadenten römischen Gesellschaft vorhalten.

Das wird vielmehr in seinen Historien dargestellt, in denen er die Dekadenz der Römer anklagt. Es hat nichts mit einem "edlen Wilden" zu tun, wenn er jederzeit seinen Sklaven töten kann. :crazy: Weil das ist gerade barbarisch. Auch seine Beschreibung der germanischen Faulheit ist nicht gerade eine Kritik an Rom. :mrgreen: :wink:


Kohlhaas hat geschrieben:
Was Tacitus schreibt, ist nicht falsch. Wir müssen nur quellenkritisch seine Absichten erkennen. Und wir müssen uns quellenkritisch fragen, ob es denkbar ist, dass seine Schilderungen auf eine GANZE MENSCHLICHE GESELLSCHAFT zugetroffen haben können. Du in Deiner Dellbrück-hörigen Vernarrtheit glaubst das offenbar.


Und schon wieder kommt von Dir eine Vermutung, darauf gleich wieder eine Pöbelei.....prima machst Du das.... :clap:

Kohlhaas hat geschrieben:
Du hast aber immer noch keine Antwort auf die Frage gegeben, welche "Wertgegenstände" die ach so "kriegsgeilen" Germanen andern ebenso "kriegsgeilen" Germanen hätten rauben können, wenn es in der ganzen Gesellschaft nur Räuber und keine "Produzenten" gab. Du hast uns immer noch nicht erklärt, wie Krieger Lebensmittel rauben konnten, wenn in der Gesellschaft niemand Lebensmittel produziert hat, weil es keine Bauern sondern nur Krieger gab. Du hast uns immer noch nicht erklärt, wovon die Menschen damals gelebt haben sollen. Was haben die denn gefressen, wenn niemand was zum fressen produziert hat? Die Archäologie hat Antworten auf diese Fragen gefunden. Die passen Dir natürlich überhaupt nicht, weil sie nicht mit Worthülsen wie "Barenburg" zu tun haben. Deshalb ignorierst Du das.


Hast Du es nicht gelesen? Aber für Dich wiederhole ich es gern: " Die Sorge für Haus, Hof und Feld bleibt den Frauen, den alten Leuten und allen Schwachen im Hauswesen überlassen." und weiterhin "Der Herr trägt ihm wie einen Pächter auf, eine bestimmte Menge Korn oder Vieh oder Tuch abzugeben." (Das bezieht sich auf den Unfreien (=Sklaven)). "Einzig Getreide soll der Boden hervorbringen."
Ist das jetzt genug Beweis dafür, daß die Felder bewirtschaftet wurden ? Allerdings nicht von germanischen Kriegern. Sondern nur von Kriegsuntauglichen ! Und die Archäologie hat festgestellt, daß es regelmäßige Phasen im Frühjahr der Mangelernährung, insbesondere bei Jugendlichen gegeben hat. Ferner gab es größtenteils vegetarische Kost (bis zu 40% Unkrautsamen und selbst geröstete Eicheln wurden gegessen). Mit der Jagd konnte man keine 2 Menschen pro qkm ernähren. Daher war die Jagd nicht Hauptbestandteil der Ernährung.

Und wieder kommt eine Provokation mit dem Wort "Barenburg". Schade, daß Du keine Ahnung von den Themen hast. Aber da kann das Forum nichts für.... :mrgreen:

Kohlhaas hat geschrieben:
Auf die oben genannten offenen Fragen antwortest Du stattdessen nur mit so Blödsinn wie, dass es ja Sklaven und Frauen gegeben habe. Damit beschreibst Du ganz genau das "Herrenmenschen"-System, das es auf der Peleponnes gab. Die Unterscheidung zwischen Spartiaten und Heloten. Willst Du tatsächlich behaupten, dass es das auch in Germanien gab?

Welche Kopfstände wollt Ihr denn noch machen, um die blödsinnigen Theorien aus dem 19. Jahrhundert zu verteidigen?


Das sind keine blödsinnigen Theorien (mußte ja von Dir wieder kommen :mrgreen: ). Und wieder versuchst Du einen als Nationalisten darzustellen. Übrigens ein Römer arbeitete auch nicht, dafür hatte er seine Sklaven. Oder glaubst Du wirklich die römsichen Sklaven ruhten sich aus, während die Römer auf den Feldern schufteten ? Also protz nicht mit Deinem Halbwissen.... :mrgreen:
Zuletzt geändert von Cherusker am 24.07.2015, 20:48, insgesamt 1-mal geändert.
 
Kohlhaas
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Re: Kelten und Germanen

24.07.2015, 20:42

Cherusker hat geschrieben:
Kohlhaas hat geschrieben:
Hör auf zu labern und bleib dem Thema:

Wo soll ich behauptet haben, dass Du ein Nazi bist?


Laß mal Deine Pöbeleien sein. Du hast geschrieben: " Was Du uns hier erzählst, läuft darauf hinaus, dass es eine "germanische Herrenrasse" gab, die vom Mehrwert ihrer "Unfreien" gelebt hat."

Na und? Wo ist Dein Problem? Genau diesen Schwachs.... (zensiert!) hast Du doch geschrieben. Oder nicht? Wenn Du das jetzt leugnen solltest, hole ich gern Zitate von Dir hoch!

Du hast hier nicht geschrieben, daß ich ein Nazi bin (um bei Deinen Haarspaltereien zu bleiben), sondern Du unterstellst mir hier, daß ich früher oder später rechtsradikale Gedankengänge verbreiten werde...

Das war jetzt wirklich die dümmlichste Bemerkung, die ich je gelesen habe. Fakt ist, dass DU mir vorgeworfen hast, ich hätte Dich als Nazi beschimpft. Das hast Du hier einfach so in die Öffentlichkeit geplärrt. Und ich erlaube mir, das als Verleumdung zu betrachten.

Ich bin jetzt echt sauer!

Deshalb nochmal: Weis das nach! Oder behaupte nie wieder so einen Schwachsinn. Deute es nichtmal an!

Dann folgt noch von Dir der Satz: "Nach Deinem "Nazi-Exkurs" erübrigt sich das aber." Auch hier wieder ein unterschwelliger Ton, daß ich hier in eine Richtung dränge. Sei vorsichtig mit solchen Äußerungen.....

Genau das meinte ich oben! Lieber Cherusker, DU wast es, der mit diesem Nazi-Scheiß angefangen hat. Versuch jetzt bloß nicht, mir das in die Schuhe zu schieben. DU hast mit diesem Dreck angefangen! Und Du solltest damit jetzt auch aufhören. Ich bin nämlich gerade etwas "dünnhäutig". Also sei vorsichtig mit solchen Äußerungen...