Wenn die Bezeichnung „Vergattern“ zu hören ist, denken die allermeisten Menschen, da ist jemand verdonnert, oder zu irgendetwas genötigt oder gezwungen worden. Manchmal nimmt man auch an, da ist jemand „zur Minna“ gemacht worden. Das alles und noch mehr ist allerdings nur eine umgangssprachliche Vereinnahmung.

Der Begriff entwickelte sich aus dem hochdeutschen „vergatern“, was so viel bedeutet wie „versammeln“.

Eine korrekte Definition von „Vergattern“ ist im Militärischen zu finden. Dabei geht es um die Unterstellung von Soldaten unter einen Vorgesetzten während eines Wachdienstes. Der Vorgesetzte muss sich davon überzeugen, dass einmal alle Soldaten anwesend sind und zum anderen von ihm belehrt (vergattert) wurden. So oder so ähnlich soll schon der Alte Fritz (Friedrich II. 1712 – 1786) im Glienicker Forst seine Soldaten vergattert haben: www.morgenpost.de/printarchiv/immobilien/article126595563/Villenviertel-mitten-im-Wald.html

Eine weitere Definition betrifft die Vergatterung von Abiturienten kurz vor der Abi-Prüfung, bei der sie auf die Regularien hingewiesen werden.

Und die vermutlich letzte Definition betrifft die Universitätsregularien, bei der zum Beispiel anlässlich von Staatsexamen die Belehrung über die Ethik der wissenschaftlichen Praxis erfolgt.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Vergatterung