Neben der politisch engagierten Studentenschaft waren zur Zeit des Vormärz (1815-1848) auch Teile der Professorenschaft weitsichtig genug, sich dem anzuschließen.

Zu Symbolfiguren eines Widerstandes gegen Angriffe auf die Verfassungsrechte wurden sieben Göttinger Professoren: Die Brüder Jakob und Wilhelm Grimm (Rechtswissenschaftler und Germanisten), Wilhelm Eduard Albrecht (Staatsrechtler), Wilhelm Eduard Weber (Physiker), Georg Gottfried Gervinus (Literaturhistoriker), Heinrich Ewald (Orientalist) und Friedrich Christoph Dahlmann (Historiker).

Ihre „strafbare“ Handlung bestand darin, dass sie sich an ihren Verfassungseid gebunden fühlten und eine andere, auf einem neuen Recht basierende Ständeversammlung nicht billigen wollten.

Das erklärt den Schritt der „Göttinger Sieben“, die am 18. November 1837 öffentlich gegen die Aufhebung der Verfassung des Königreichs Hannover von 1833 protestierten und deshalb aus ihren Ämtern entlassen wurden.

Zur Erinnerung an die Göttinger Sieben wurde 1987 in der Georg-August-Universität Göttingen eine Gedenktafel angebracht.

Um den Göttinger Sieben die Ehre zu erweisen, wurde 1998 von der Stadt Hannover und dem Land Niedersachsen ein Denkmal gestiftet, welches die Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth enthüllte. Standort ist der „Platz der Göttinger Sieben“ vor dem Plenarsaal des Niedersächsischen Landtages.

 

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