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Wie führte die römische Grenzensicherung zur Entstehung von Städten

Solved 1 Answers 26 Views Geschichte

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Bereits zur Römerzeit entwickelte sich in Germanien das Stadtwesen, aber stets in Anlehnung an bereits gegründete römische Städte.
Die Gründung bzw. der Bau der römischen Städte folgte grundsätzlich folgendem Prinzip:
1) Planung an einem bereits existierenden Kastell, einem Heerlager oder Fluss;
2) Sicherung der städtischen Außengrenzen mit Stadtmauer, Toren und Wachtürmen;
3) Sicherung der inneren Stadt;
4) Größe der Stadt, um bei Gefahr größere Mengen Menschen aufzunehmen.
Diesen Prinzipien folgten die Germanen. Es gibt in Deutschland kaum eine etwas größere Stadt, die z.B. keine Stadtmauer mit Toren hat.
Die römischen Städte sind der Anlass für die Germanen, diese Städte im Verlaufe der Geschichte zu akzeptieren, da die germanischen Stämme eher weit entfernt von einander lebten und sich nur dann trafen, wenn über Krieg, Frieden oder Verheiratung beraten werden musste.

Als Ergänzung sollte vielleicht erwähnt werden, dass die Grenzensicherung ganz allgemein durch den Limes erfolgte. Ob dieser Sachverhalt zu Städtegründungen führte, ist nicht uneingeschränkt anzunehmen. Städte entwickeln sich dort, wo bereits Ansiedlungen waren.
Beantwortet Apr 23 von Marianne Eule
selected Apr 23 von Geschichte-Wissen
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