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Führte die "Völkerwanderung" zum Untergang des Römischen Reiches?

Solved 1 Answers 41 Views Geschichte

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Es gibt unterschiedliche Lehrmeinungen darüber, ob die "Völkerwanderung" zum Untergang des Römischen Reiches (753 v.Chr. - 475 n.Chr.) führte.
Zur Völkerwanderung ist grundsätzlich zu sagen, dass dieser Begriff suggeriert, es seien plötzlich große kompakte Menschenmengen irgendwo in das Riesenreich eingefallen und hätten es langfristig dezimiert. Tatsächlich handelt es sich um Migrationsbewegungen, die sich über einen langen Zeitraum hinzogen. Ob dieser Sachverhalt geeignet ist, einen Untergang herbeizuführen, bleibt in der Forschung umstritten. Ebenso kontrovers wird darüber diskutiert, ob nicht die sich ausbreitende Gleichgültigkeit über das Erreichte, man kann es sicherlich auch Phlegma nennen, zur endgültigen Auflösung des Reiches führte.

https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerwanderung

Ich empfehle deshalb, die "Theorien über den Untergang des Römischen Imperiums" durchzulesen. Diese Schrift wurde von Karlheinz Winkler verfasst und auf dieser Plattform erschienen.
https://geschichte-wissen.de/blog/theorien-ueber-den-untergang-des-roemischen-imperiums/

Außerdem kann ich das Werk von Jochen Bleicken über die "Geschichte der Römischen Republik" sehr empfehlen. Dieses Buch ist allerdings teuer, auch gebraucht; und die Anschaffung nur dann zu empfehlen, wenn dieser Arbeit ein längerfristig angelegtes Studium folgen soll.

Um noch einmal auf die Fragestellung einzugehen:
Nach meiner Auffassung kann die "Völkerwanderung" nicht für den Untergang des Römischen Reiches verantwortlich gemacht werden.
Ich geben aber noch zu bedenken, dass es zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte Migrationsbewegungen gegeben hat. Sie haben weder die Bildung von Reichen behindert, noch sie ausgelöscht.
Beantwortet Jun 10 von Marianne (10,560 Punkte)
selected Jun 14 von Geschichte-Wissen
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