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Moderator: Barbarossa

 
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Orianne
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Der Vatikan-Die letzte absolutistische Monarchie in Europa

09.09.2014, 10:37

Ein Papst wird auf Lebenszeit gewählt. Doch nach dem Kirchenrecht wäre auch ein Rücktritt möglich. Voraussetzung ist allerdings, "dass der Verzicht freiwillig geschieht und hinreichend kundgemacht wird". Nach kanonischem Recht muss ein Papst seinen Rückzug aus dem Amt nicht einmal konkret begründen; auch muss ihn niemand eigens annehmen.

In 2000 Jahren Kirchengeschichte ist aber nur ein einziger Rücktritt bekannt. Er soll nicht ganz freiwillig gewesen sein. Der offenbar völlig hilflose und überforderte Papst Cölestin V. schied am 13. Dezember 1294 nach nur wenigen Monaten aus dem Amt.

Einige Historiker sagen, er habe sich aus freien Stücken ins Kloster zurückgezogen. Andere behaupten, sein Nachfolger habe ihn in "Klosterhaft" geschickt, wo er gestorben sei. Bereits im ersten und im dritten Jahrhundert wurden Päpste von römischen Kaisern aus dem Amt ins Exil gejagt. Hintergrund waren Machtkämpfe mit der weltlichen Macht.

Papst Benedikt XVI. war der zweite Papst der diesen Schritt tat, oder tun musste, die genauen Umstände sind ja nicht bekannt.

Der Vatikan ist eine absolutistische Monarchie.

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Re: Der Vatikan-Die letzte absolutistische Monarchie in Euro

09.09.2014, 11:48

Es gibt aber einen Unterschied: Die absoluten Monarchen wurden früher üblicherweise nicht gewählt, sondern erbten ihre Position. Insofern gibt es hier ein kleines, demokratisches Element in der Kirche. Papst Alexander VI, der ja mehrere Kinder hatte, wollte das Papsttum einst erblich machen. Das klappte aber nicht.
 
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Re: Der Vatikan-Die letzte absolutistische Monarchie in Euro

09.09.2014, 11:54

Karlheinz hat geschrieben:
Es gibt aber einen Unterschied: Die absoluten Monarchen wurden früher üblicherweise nicht gewählt, sondern erbten ihre Position. Insofern gibt es hier ein kleines, demokratisches Element in der Kirche. Papst Alexander VI, der ja mehrere Kinder hatte, wollte das Papsttum einst erblich machen. Das klappte aber nicht.


Zum Glück, eine Erbfolgemonarchie hätte gerade noch gefehlt, ich weiss nicht ob es hier Threads über die Renaissance Päpste gibt, aber das Thema wäre sicher sehr interessant.
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Re: Der Vatikan-Die letzte absolutistische Monarchie in Euro

09.09.2014, 18:14

Orianne hat geschrieben:
Karlheinz hat geschrieben:
Es gibt aber einen Unterschied: Die absoluten Monarchen wurden früher üblicherweise nicht gewählt, sondern erbten ihre Position. Insofern gibt es hier ein kleines, demokratisches Element in der Kirche. Papst Alexander VI, der ja mehrere Kinder hatte, wollte das Papsttum einst erblich machen. Das klappte aber nicht.


Zum Glück, eine Erbfolgemonarchie hätte gerade noch gefehlt...

Genau und vor allem noch, wenn man bedenkt, dass sämtliche Würdenträger der Katholischen Kirche dem Zöllibat unterliegen...
:wink:

Wie sollte das offiziell gehen mit der Erbfolge? - Außer man macht es einfach, wie um 1500 herum.
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Re: Der Vatikan-Die letzte absolutistische Monarchie in Euro

09.09.2014, 18:37

Einem katholischen Priester ist laut kath. Auslegung der Bibel nicht verboten Kinder zu zeugen, nur heiraten darf er nicht, eine Tatsache, die viele Männer von diesem Beruf fern hält. Wir haben so einen Priestermangel hier, dass 1 Pfarrer gleich 3 Gemeinden mit grossen Kirchen betreuen muss, dafür ist die Administration aufgebläht mit Personal.
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Re: Der Vatikan-Die letzte absolutistische Monarchie in Euro

09.09.2014, 18:45

Aha, ok...
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Re: Der Vatikan-Die letzte absolutistische Monarchie in Euro

09.09.2014, 18:46

Karlheinz hat geschrieben:
Es gibt aber einen Unterschied: Die absoluten Monarchen wurden früher üblicherweise nicht gewählt, sondern erbten ihre Position. Insofern gibt es hier ein kleines, demokratisches Element in der Kirche. Papst Alexander VI, der ja mehrere Kinder hatte, wollte das Papsttum einst erblich machen. Das klappte aber nicht.


Ich glaube, nein ich bin mir sicher, dass Alexander VI. der massloseste Papst in der Renaissance war, allein sein Nepotismus, den er betrieb suchte seinesgleichen, dazu kam die Fehde mit Savonarola, den er mit einem Kardinalstitel bestechen wollte, als ob dieser Mönch dieser Würde gewollt hätte.
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