Forum für Geschichte und Politik


Moderator: Barbarossa

 
Schmiddey
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Globalisierung

22.12.2008, 11:25

Die Welt wird immer kleiner und alles wächst zusammen, Schwellenländer wie Brasilien aber vor allem Länder wie China und Indien erleben durch die Globalisierung ein starkes Wirtschaftswachstum.
Deutschland sehe ich falsch eingestellt gegenüber der Globalisierung. Zu viele Eingriffe in die Unternehmen durch die Politik, insgesamt gesehen ist Deutschland zu unflexibel. Doch genau das ist es, was in der jetzigen Zeit erforderlich ist. Um grade zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise nicht noch weiter in dieses Loch zu fallen benötigt Deutschland neben einem Paket um die deutsche Wirtschaft wieder anzukurbeln auch endlich die Weitsicht, die schon lange fehlt. Kurzfristig können durch die Rettungspakete zwar Erfolge verzeichnet werden, um dauerhaft Erfolg zu haben brauchen wir in Deutschland mehr Flexibilität.
 
elysian
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22.12.2008, 11:59

Dem stimme ich grundsätzlich zu.
Allerdings gibt es positive Ansätze in der Gesetzgebung, den vereinbarten Tarifverträgen, usw.
Auch Maßnahmen wie die Ausweitung der Kinderbetreuung können zu mehr Flexibilität führen.
sic transit gloria mundi
 
Schmiddey
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24.12.2008, 12:48

Ich würde sagen, dass nicht nur politisch Deutschland inflexibel ist, es fängt schon bei der Mentalität an. In einem anderem Forum kam das Thema schon auf, und ich meine es passt gut hierherein. Während man in anderen Ländern sich schon geeinigt hat, ist man in Deutschland noch am diskutieren. Jedes Detail, was an für sich nicht verkehrt ist, jedoch meist aus dieser Diskussion nichts herauskommt, man diskutiert um zu diskutieren. Das sehe ich als großes Problem an, da dadurch viele Vorgänge eingeschränkt sind.
Ich sehe obwohl wir fast das Jahr 2009 schreiben immer noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, vor allem in der Einstellung.
Ich bin ein Liberaler.
 
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Balduin
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24.12.2008, 13:42

Schmiddey hat geschrieben:
Ich würde sagen, dass nicht nur politisch Deutschland inflexibel ist, es fängt schon bei der Mentalität an. In einem anderem Forum kam das Thema schon auf, und ich meine es passt gut hierherein. Während man in anderen Ländern sich schon geeinigt hat, ist man in Deutschland noch am diskutieren. Jedes Detail, was an für sich nicht verkehrt ist, jedoch meist aus dieser Diskussion nichts herauskommt, man diskutiert um zu diskutieren. Das sehe ich als großes Problem an, da dadurch viele Vorgänge eingeschränkt sind.
Ich sehe obwohl wir fast das Jahr 2009 schreiben immer noch Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland, vor allem in der Einstellung.


Denkst du an Bling-Bling Präsident Sarkozy? Ich denke aktuell hebeln sich SPD und CDU auch ein wenig gegeneinander aus - aber es gibt auch Vorteile dieser abwartenden Politik, nämlich Überlegtheit. Wobei mich Merkels Auftreten in der EU gerade empört, weniger Sarko mit seiner Äußerung, denn in gewissem Mase hat er Recht.
 
Schmiddey
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25.12.2008, 10:10

Welche Äußerung meinst du denn?
 
JetLeechan
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26.12.2008, 13:31

Denkst du an Bling-Bling Präsident Sarkozy? Ich denke aktuell hebeln sich SPD und CDU auch ein wenig gegeneinander aus - aber es gibt auch Vorteile dieser abwartenden Politik, nämlich Überlegtheit. Wobei mich Merkels Auftreten in der EU gerade empört, weniger Sarko mit seiner Äußerung, denn in gewissem Mase hat er Recht.


Ich stimme Dir zu dass sich die Koalitionsparteien gegenseitig behindern, sie haben die absolute Mehrheit und damit alle Möglichkeiten endlich "Politik" zu machen. Man ergeht sich jedoch lieber dem jeweils anderen vors Schienbein zu treten.

Allerdings glaube ich nicht, dass man daraus so etwas wie "Überlegtheit" lesen kann. Der Streit um den Gesundheitsfond hat drei Jahre gedauert, und was hat die Große Koalition daraus gemacht? Selbst unsere Wirtschaftsweisen und der Miterfinder Grossekettler kritisieren das "großkoalierte" Ergebnis. Von Überlegtheit keine Spur.
 
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Balduin
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26.12.2008, 14:40

Schmiddey hat geschrieben:
Welche Äußerung meinst du denn?


"Frankreich arbeitet daran, Deutschland denkt darüber nach"

http://de.news.yahoo.com/2/20081124/tot ... 4f78b.html
 
agross
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Zu Globalisierung

03.01.2009, 19:03

Globalisierung führt zum Erfolg in Ländern mit Staatlicher Lenkung. Globalisierung ohne Lenkung führt zur Anarchie, zu Verantwortungslosigkeit von Oben.
Theorie der Selbstorganisation ist hier nicht wirksam.
Andreas1929
 
beyer
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Re: Globalisierung

27.10.2011, 13:10

Die Globalisierung hat sowohl ihre Vor-wie auch Nachteile. In vielen Ländern gab es dank der Globalisierung eine Aufschwung. Gleichzeitig gibt es auch Verlierer der Globalisierung. Was mir aber eher Sorgen macht, ist der stark vorhandene Utilitarismus in der internationalen Politik. Hier wäre ein stärkerer Multilatarismus wünchenswert.
Zuletzt geändert von Balduin am 27.10.2011, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt.
 
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Barbarossa
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Re: Globalisierung

27.10.2011, 14:12

Für doch mal mit Beispielen an, was du genau meinst.
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Lady Boleyn
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Re: Globalisierung

08.12.2011, 21:03

Ich muss immer wieder kichern, weil die Medien immer so tun als wenn Globalisierung was Neues wäre. Nun, zwar ermöglicht die Technik schnelleren Austausch, aber internationale Verknüpfungen und Einflüsse gab es ja schließlich schon immer.
 
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Barbarossa
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Re: Globalisierung

08.12.2011, 22:19

Da hast du sogar recht. Man denke nur an die Seidenstraße, die bereits in der Antike Europa mit Ostasien verband. Nur ist das viel zu wenigen Leuten bewußt und sicher besteht gerade hier auch noch viel Forschungsbedarf.
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