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Moderator: Barbarossa

 
Mendelejew
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

04.10.2012, 11:57

Peppone hat geschrieben:
Mendelejew hat geschrieben:
Aber auch das stimmt nicht, die werkzeuge, die in der steinzeit erstellt wurden (flintsteine, durch Abkanten und später durch weiteres Abschleifen teilweise sehr filigran, waren Jagdwaffen oder Schaber für die Herstellung von Geräten, NICHT aber für die Herstellung von Skulpturen aus stein, allenfalls für diese aus Holz) skulptare = abtragen.


Nu hat sich die Bedeutung des Wortes Skulptur seit seiner Entstehung aber schon gewandelt, gell?
Und auch in der Steinzeit wurden schon Steine bearbeitet, und zwar nicht nur zur Werkzeuggewinnung, ich erinnere an Stonehenge.

Mendelejew hat geschrieben:
Sicherlich bezeichnest Du auch griechische und römische Skulptuen nicht als steinzeitliche Arbeiten auf hohem Niveau, nur weil Stein /Kalk, Alabaster/marmor bearbeitet worden ist.


Ne, Griechen und Römer bearbeiteten den Stein auch schon mit Eisenmeißeln. Die Ägypter konnten das nicht, die nahmen einfach härteren Stein als den, den sie bearbeiteten. Wurde Granit bearbeitet, verbrauchten sie massenhaft Meißel, aber irgendwie - wahrscheinlich mit Unterstützung von Schleifmaterial - schafften sie auch das.

Mendelejew hat geschrieben:
Auch gibt es in Ägypten NICHT !!! die europäische Zeitbezeichnungen, die die Art der Bearbeitung von Stein oder die Herstellung von Werkzeugen und Waffen umschreibt: Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit,


Doch. Altes, Mittleres und Neues Reich waren bronzezeitliche Kulturen, erst ab 1000 v.Chr. setzte sich auch in Ägypten das Eisen als dominantes Metall durch, wobei die Ägypter - Traditionalisten, die sie waren - noch lang an der Bronze festhielten, außer im Waffenbereich.

Mendelejew hat geschrieben:
Als die Europäer beinahe noch auf Bäumen saßen, gab es (nicht nur) in Ägypten städtische Kommunen.
Die Klassifikation der ägyptischen Antike wird in Dynastien = Herscherhäusern unterteilt.
Und die Ägypter hatten schon erkannt, dass Bronzewerkzeug gehärtet werden kann.

Aber auch die Dynastien werden in das herkömmliche, nach der vorherrschenden Art der Metallbearbeitung benannte Klassifikationssystem eingeordnet.
Das eine ist die Chronologie, das andere ist die Periodisierung.

VG
Christian


Habe ich behauptet, dass sich die Ausführung der Skupturen seit der Steinzeit NICHT gewandelt haben ?
aber wo und wann soll sich die Bedeutung des Wortes Sklulptur gewandelt haben ? Schreib drüber und klär mich auf .

Bei Griechen und Römern wurde an Marmor abgetragen, dem nur mit Eisen beizukommen war. die 'Ägyper meißelten an Alabaster und an Kalkstein, auch an Assuan-Granit, alle Achtung.
Und mit Wasser aufquellendes Holz soll auch große Wirkung haben.

Nirgendwo wird die ägyptische Historie in die europäische Zeitrechnung der Stein-Bronze oder Eisenzeit eingeordnet.
Und aus Deiner Unterteilung nach Chronologie und Periodisierung werden ich nicht schlau.
Die Chronoligien der Dynastien richteten sich nach diversen kulturellen Einflüssen, nicht jedoch nach der Art der Bearbeitung von Stein oder Holz, oder dem Metall, aus dem Gegenstände hergestellt wurden, wie in Europa.
 
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dieter
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

04.10.2012, 14:55

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Schön, dass Du wieder da bist. :) Wars Du krank :?:

So lang war ich auch wieder net weg. Aber schön, dass ich vermisst wurde. Is enorm gut für´s Selbstbewusstsein... :mrgreen:
Danke für´s Dieter-Wieder-Willkommen (das Wortspiel konnte ich mir jetzt nicht entgehen lassen...).
Nein, ich war nicht krank, nur anderweitig beschäftigt.
Beppe

Lieber Beppe,
ja wenn man noch einen Beruf hat, dann kommt schon Einiges zusammen. Weiss auch nicht mehr, wie ich früher neben den Geschichtsforen noch arbeiten konnte. :wink: :mrgreen:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
Mendelejew
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

04.10.2012, 15:01

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Der große Religionsstifter scheitert und stirbt in jungen Jahren. Kaum etwas wird von seinem Lebenswerk übrig bleiben. In die Erinnerung Ägyptens geht er als Ketzer ein. Seine Stadt Achet-Aton ist dem Untergang gewiht. Ihre Bauten werden geschleift, die Steine als Baumateriel neuer Tempel für die alten Götter verwendet. Die Jahrtausende alte Traditionen haben sich als stärker erwiesen.
Quelle: http://www.terra-x.zdf.de

Angesichts der Tatsache, dass Echnaton auch ein großer Unterdrücker der in seinem Volk offenbar doch recht beliebten Amun-Religion war, ist es kein Wunder, dass er so verhasst war. Ich denke mal nicht, dass die Amun-Priester große Überzeugungsarbeit leisten mussten, als sie die Wählhebel auf "zurück" stellen...

Beppe


Woraus schließt Du denn, dass Amenophis IV ein großer Unterdrücker war, verhasst war ?
Du musst dann die ägyptische Bevölkerung meinen, wenn Du von nicht notweniger großen Überzeugungsarbeit sprichst, als sie Tut an amon zur Rückehr nach Theben veranlassten.
Ich glaube nicht, dass das Attribut des Ketzerkönigs ihm von der Bevölkerung verliehen wurde.
Dass die Amunpriester mit der Abkehr vom Amon-Kult unter Amenophis IV ihre Pfründe und Einfluss verloren, dass stimmt wohl.
 
Aneri

Re: Im Zeichen des Sonnengottes

04.10.2012, 17:22

Mendelejew hat geschrieben:
Nirgendwo wird die ägyptische Historie in die europäische Zeitrechnung der Stein-Bronze oder Eisenzeit eingeordnet.


WIKI (Hervorhebung von mir):
"Die Bronzezeit ist die Periode in der Geschichte der Menschheit, in der Metallgegenstände vorherrschend aus Bronze hergestellt wurden. Diese Epoche umfasst in Mitteleuropa etwa den Zeitraum von 2200 v. Chr. bis 800 v. Chr."

über Ägypten (Hervorhebung von mir):
"Der Begriff Bronzezeit wird, bedingt durch die zahlreichen schriftlichen Quellen und die dadurch bevorzugte Ordnung der Geschichte nach historischen Epochen und Dynastien, selten zur Einteilung der ägyptischen Geschichte verwendet. "

Beispielweise China:
"In China folgte auf die frühbronzezeitliche Xia-Dynastie (etwa 2200 v. Chr.–1800 v. Chr.) die Shang-Dynastie (etwa 1570–1066 v. Chr., auch Yin genannt)."

Gerade die globale Anwendung dieser Periodisierung macht ein Sinn, da es ein kulturelles Merkmal betrifft, der sonst kulturell verschiedene Kulturen eine Vergleichbasis verleiht, auch wenn keine schriftliche Zeugnisse gibt.
 
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Peppone
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

04.10.2012, 19:04

Aneri hat geschrieben:
über Ägypten (Hervorhebung von mir):
"Der Begriff Bronzezeit wird, bedingt durch die zahlreichen schriftlichen Quellen und die dadurch bevorzugte Ordnung der Geschichte nach historischen Epochen und Dynastien, selten zur Einteilung der ägyptischen Geschichte verwendet. "

Kein Wunder. Die 3000 Jahre, in denen es am Nil Reiche mit ägyptischen Herrschern und ägyptischer Kultur gab, gehören fast vollständig in die Bronzezeit. Erst seit der Wende vom 1. zum 2.Jt.v.Chr., als in Ägypten die spätdynastische Zeit anbrach und als im Laufe von 1000 Jahren diverse Fremdherrscher am Nil herrschten, beginnt auch in Ägypten die Eisenzeit.
Allerdings sind die Ägypter wie gesagt ein sehr konservatives Völkchen gewesen. Nach ihren Vorstellungen gefährdete jede größere Veränderung den ungestörten Lauf der Welt (Stichwort Ma´at). Ägypten war auch immer eine Welt für sich, mit Kontakten nach außen, aber immer der Überzeugung, der Nabel der Welt zu sein. Solange es irgendwie ging, hielt man dort an der Bronze fest.

Beppe
 
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Peppone
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

04.10.2012, 19:10

Mendelejew hat geschrieben:
Woraus schließt Du denn, dass Amenophis IV ein großer Unterdrücker war, verhasst war ?
Du musst dann die ägyptische Bevölkerung meinen, wenn Du von nicht notweniger großen Überzeugungsarbeit sprichst, als sie Tut an amon zur Rückehr nach Theben veranlassten.
Ich glaube nicht, dass das Attribut des Ketzerkönigs ihm von der Bevölkerung verliehen wurde.
Dass die Amunpriester mit der Abkehr vom Amon-Kult unter Amenophis IV ihre Pfründe und Einfluss verloren, dass stimmt wohl.

Das war auch der wesentliche Grund, warum die Amun-Priester eine so starke Opposition gegen Echnaton aufbauten. Nebenbei - das Umstürzen der alten Götterordnung musste nach ägyptischen Vorstellungen für den immer wieder kehrenden Zyklus der Zeiten (die Ägypter dachten nicht in Zeitlinien wie wir, sondern in "Zeitkreisen") massiv gefährden, mithin auch den Fortbestand der Welt als solcher.
Überall in Ägypten, sogar in Amarna, hat man aus Echnatons Zeit kleine, versteckte Hausaltäre für Amun und die anderen Götter gefunden. Das ist ein starkes Indiz dafür, dass die Aton-Religion bei vielen Ägyptern nicht "ankam".
Wir wissen, dass Echnaton eine Geheimpolizei aufgebaut hat, deren Aufgabe es war, versteckte Amun-Anhänger aufzuspüren und zu verhaften. Ein Spitzelsystem, an dem sich die Stasi ein Beispiel hätte nehmen können, wurde aufgebaut. Das musste einfach zur Folge haben, dass Echnaton beim Volk verhasst war: Er gefährdete die Weltordnung enorm, darüber hinaus unterdrückte er die religiösen Gefühle der Bevölkerung (wozu sonst eine Geheimpolizei?).

Auch dass der Übergang zu Tut ench Aton, der sich schon bald nach Regierungsantritt Tut ench Amun nannte, so reibungslos vonstattenging, dass moderne Wissenschaftler Schwieriegkeiten hatten, ihn als Nachfolger von Echnaton zu identifizieren, überhaupt Echnaton einzuordnen, sagt doch vieles über die Nicht-Beliebtheit des Aton-Kults aus.
Welches Volk lässt sich schon gern innerhalb weniger Jahrzehnte seine alte Religion gegen eine völlig neue eintauschen, noch dazu ein derart konservatives Volk wie die Ägypter?

Beppe
 
Mendelejew
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 12:34

Nun bleib aber einmal sachlich und keine Reminszenzen an die Stasi.
(warum brachtest Du nicht eine Verbindung zur Mac Carthy ?)
DAS ist das, was ich immer als einseitige Denkart bezeichne.

1.) Bringe einmal einen glaubhaften Nachweis über das von Dir behauptete und von Amenophis IV installierte Geheimpolizei. MIR ist darüber nichts bekannt. MIR ist aber bekannt, dass Amenophis IV als Echnaton zwar Aton, als Sonnenscheibe RA, als Hauptgott inthronisierte, aber auch die Verehrung alter Götter zuließ.

2.) Und wo fällt es den Wissenschaftlern schwer, Tut anch Aton als geistigen Nachfolger aus der "Sippe" des Echnaton zu erkennen ?
ATON war der Hauptgott, Tut war als Prinz in Amarna der destignierte Nachfolger in der Königslinie weil Echnaton mit seiner Frau 7 Töchter hatte. Im Grab KV 62 wurden sowohl Kartuschen mit den Zeichen von AMN als auch mit ATN und seinem Namen TUT und dem Lichtzeichen gefunden.

Ich will es einmal salopp sagen: woher Du Deine Kenntnisse hast, dass Tut Anch Amon/Aton nicht als physicher und psychischer Nachfolger Echnaton zuzuordnen sei, ist doch etwas sehr unernst, wie auch Deine Geschichte von der ägyptischen inquisitorischen Geheimpolizei.
Seine Abstammung von Echnaton ist hinreichend bewiesen, und dass ein junger Pharao, geistig und intellektuell als 9 jähriger überfordert, den Inrigen der Amonpriester aufsitzt, das ist doch nicht unverständlich.

Die Wiedereinführung des Amon-Kultes war ein Diktat, denn wahrscheinlich hatte Amenophis III den ATON Kult als Form einer monotheistischen Religion gehuldigt.
Die aktuellen Ausgrabungen auf der Westseite Thebens beweisen die lange Vermutung der Ägyptologen, in den Grundmauern des Tempels Zeugen einer größeren ATON-Verehrung gefunden worden.
 
Aneri

Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 14:14

Mendelejew hat geschrieben:
Nun bleib aber einmal sachlich und keine Reminszenzen an die Stasi.
(warum brachtest Du nicht eine Verbindung zur Mac Carthy ?)
DAS ist das, was ich immer als einseitige Denkart bezeichne.


Hm-m-m, als dritte Unabhängige würde ich eher dir die einseitige Denkart vorweisen.
 
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Peppone
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 14:30

Mendelejew hat geschrieben:
Nun bleib aber einmal sachlich und keine Reminszenzen an die Stasi.
(warum brachtest Du nicht eine Verbindung zur Mac Carthy ?)


Weil McCarthy die Bevölkerung sich gegenseitig bespitzeln ließ und keinen Geheimdienst extra dafür einrichtete.

Mendelejew hat geschrieben:
1.) Bringe einmal einen glaubhaften Nachweis über das von Dir behauptete und von Amenophis IV installierte Geheimpolizei. MIR ist darüber nichts bekannt. MIR ist aber bekannt, dass Amenophis IV als Echnaton zwar Aton, als Sonnenscheibe RA, als Hauptgott inthronisierte, aber auch die Verehrung alter Götter zuließ.


Dass die Amun-Hausaltäre in versteckten Räumen in Amarna gefunden wurden, ist ein Indiz. Der Rest geht auf eine mündliche Auskunft der Ägyptologin Frau Dr.Ullmann aus München zurück.

Mendelejew hat geschrieben:
2.) Und wo fällt es den Wissenschaftlern schwer, Tut anch Aton als geistigen Nachfolger aus der "Sippe" des Echnaton zu erkennen ?(...)
[Tut ench Amuns] Abstammung von Echnaton ist hinreichend bewiesen,



HEUTE ist ist Tut´s Abstammung sowie die Thronfolge klar. Lange hat man aber daran gezweifelt. Wie gesagt: Die Rückkehr zum Amun-Kult unter einem Sohn Echnatons erschien lange Zeit als zu reibungslos, als dass man daran glauben wollte.

Beppe
 
Mendelejew
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 15:04

Peppone hat geschrieben:
Mendelejew hat geschrieben:
Nun bleib aber einmal sachlich und keine Reminszenzen an die Stasi.
(warum brachtest Du nicht eine Verbindung zur Mac Carthy ?)


Weil McCarthy die Bevölkerung sich gegenseitig bespitzeln ließ und keinen Geheimdienst extra dafür einrichtete.

Mendelejew hat geschrieben:
1.) Bringe einmal einen glaubhaften Nachweis über das von Dir behauptete und von Amenophis IV installierte Geheimpolizei. MIR ist darüber nichts bekannt. MIR ist aber bekannt, dass Amenophis IV als Echnaton zwar Aton, als Sonnenscheibe RA, als Hauptgott inthronisierte, aber auch die Verehrung alter Götter zuließ.


Dass die Amun-Hausaltäre in versteckten Räumen in Amarna gefunden wurden, ist ein Indiz. Der Rest geht auf eine mündliche Auskunft der Ägyptologin Frau Dr.Ullmann aus München zurück.

Mendelejew hat geschrieben:
2.) Und wo fällt es den Wissenschaftlern schwer, Tut anch Aton als geistigen Nachfolger aus der "Sippe" des Echnaton zu erkennen ?(...)
[Tut ench Amuns] Abstammung von Echnaton ist hinreichend bewiesen,



HEUTE ist ist Tut´s Abstammung sowie die Thronfolge klar. Lange hat man aber daran gezweifelt. Wie gesagt: Die Rückkehr zum Amun-Kult unter einem Sohn Echnatons erschien lange Zeit als zu reibungslos, als dass man daran glauben wollte.

Beppe



ach wieder des Kaisers Bart, und immer nur rechthaberisch

1.) und die CIA hat bei Mac Carthy nicht mitgemacht ?

2.) Nicht heute erst bewiesen, ließ Deinen eigenen Beitrag durch, der insinuiert, dass dieser Punkt den Wissenschaftlern lange nicht klar war. Sicher nicht klar 1922, weist Du darauf hin, betreibst Du Haarspalterei.
Spätestens Anfang der 60 Jahre war die Herkunft TEA nachgewiesen, als direkte Konigslinie, Kia kam etwas später ins Gespräch .
War es nicht Dein Zitat: Moderne Wissenschaftlicher hätten Schwierigkeiten, TAE einzuordnen... uwe.
Wissenschaftliche der dreißiger Jahre sicherlich, die damals modern waren, ....

DU kannst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen, wer mir aus dem Museum in Kairo bekannt ist. Von DEM erhielt ich im Oktober 2010 die Erlaubnis, sowohl das Serapheum (mal wieder) als auch in die Gänge unter der Djoser zu besichtigen
Aber das weisst Du ja bereits.

Indize ? niemand hat abgestritten, dass Enchnaton auch die Verehrung anderer Gottheiten zuließ. ATON war der Hauptgott,
Und der ägyptische Götterhimmel dürfte Dir sicher bekannt sein, MIR ist er es jedenfalls.
 
Mendelejew
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 15:15

Mendelejew hat geschrieben:
Peppone hat geschrieben:
Mendelejew hat geschrieben:
Nun bleib aber einmal sachlich und keine Reminszenzen an die Stasi.
(warum brachtest Du nicht eine Verbindung zur Mac Carthy ?)


Weil McCarthy die Bevölkerung sich gegenseitig bespitzeln ließ und keinen Geheimdienst extra dafür einrichtete.

Mendelejew hat geschrieben:
1.) Bringe einmal einen glaubhaften Nachweis über das von Dir behauptete und von Amenophis IV installierte Geheimpolizei. MIR ist darüber nichts bekannt. MIR ist aber bekannt, dass Amenophis IV als Echnaton zwar Aton, als Sonnenscheibe RA, als Hauptgott inthronisierte, aber auch die Verehrung alter Götter zuließ.


Dass die Amun-Hausaltäre in versteckten Räumen in Amarna gefunden wurden, ist ein Indiz. Der Rest geht auf eine mündliche Auskunft der Ägyptologin Frau Dr.Ullmann aus München zurück.

Mendelejew hat geschrieben:
2.) Und wo fällt es den Wissenschaftlern schwer, Tut anch Aton als geistigen Nachfolger aus der "Sippe" des Echnaton zu erkennen ?(...)
[Tut ench Amuns] Abstammung von Echnaton ist hinreichend bewiesen,



HEUTE ist ist Tut´s Abstammung sowie die Thronfolge klar. Lange hat man aber daran gezweifelt. Wie gesagt: Die Rückkehr zum Amun-Kult unter einem Sohn Echnatons erschien lange Zeit als zu reibungslos, als dass man daran glauben wollte.

Beppe



ach wieder des Kaisers Bart, und immer nur rechthaberisch

1.) und die CIA hat bei Mac Carthy nicht mitgemacht ?

2.) Nicht heute erst bewiesen, ließ Deinen eigenen Beitrag durch, der insinuiert, dass dieser Punkt den Wissenschaftlern lange nicht klar war. Sicher nicht klar 1922, weist Du darauf hin, betreibst Du Haarspalterei.
Spätestens Anfang der 60 Jahre war die Herkunft TEA nachgewiesen, als direkte Konigslinie, Kia kam etwas später ins Gespräch .
War es nicht Dein Zitat: Moderne Wissenschaftlicher hätten Schwierigkeiten, TAE einzuordnen... uwe.
Wissenschaftliche der dreißiger Jahre sicherlich, die damals modern waren, ....

DU kannst Dir wahrscheinlich nicht vorstellen, wer mir aus dem Museum in Kairo bekannt ist. Von DEM erhielt ich im Oktober 2010 die Erlaubnis, sowohl das Serapheum (mal wieder) als auch in die Gänge unter der Djoser zu besichtigen
Aber das weisst Du ja bereits.

Indize ? niemand hat abgestritten, dass Enchnaton auch die Verehrung anderer Gottheiten zuließ. ATON war der Hauptgott,
Und der ägyptische Götterhimmel dürfte Dir sicher bekannt sein, MIR ist er es jedenfalls.


Vielleicht habe ich es noch nicht geschrieben, aber derzeit werden in Karnak die Südpylonen des Komplexes durch ein französches Archäologenteam entkernt, diese Pylonen sind mit Material aus Achet Aton aufgefüllt.
Bemerkenswert hierbei ist, das durch die jahrtausendelange Lagerung in den Pylonen die Farben sehr gut erhalten sind.
 
Aneri

Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 16:52

Mendelejew hat geschrieben:
MIR ist aber bekannt, dass Amenophis IV als Echnaton zwar Aton, als Sonnenscheibe RA, als Hauptgott inthronisierte, aber auch die Verehrung alter Götter zuließ.

Sicherlich WIKI ist nicht geegnet eigenen Standpunkt zwischen Wissenschaftlern zu untermauern, dennoch die Hobby-Geschichttreibenden - auf jeden Fall. Sehen wie die kooperative Arbeitsgemeinschaft von WIKI dazu äußert:

Echnaton hat, mindestens seit er in den ersten Regierungsjahren bezüglich des Aton-Kultes und seiner theologischen, politischen und wirtschaftlich-sozialen Konsequenzen heftige Gegenwehr durch die traditionellen Gotteskulte verspürte, die Durchsetzung seiner Religionsabsichten auf außerordentlich radikale Weise vollzogen. Nicht nur wurden die Tempel der anderen Götter, besonders die des vormaligen Reichsgottes Amun (Amun-Re), geschlossen und deren Vermögen den Atontempeln oder dem Königsschatz übereignet, sowie die Namen dieser Gottheiten, ja selbst die Pluralform „Götter“ aus bildlichen Darstellungen getilgt, sondern es wurden zumeist auch deren Repräsentanten, Priester und Beamte ihrer Stellung und vielfach ihres Besitzstandes enthoben. Allein das musste zu erheblichen gesellschaftlichen Spannungen führen.


Man leichter verträgt die BEleidigungen an eigene Person als an den Ideal, an den man glaubt. Ich kann die Beppes Folgerung über Geheimpolizei nachvollziehen.
 
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Peppone
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 17:19

Mendelejew hat geschrieben:
Vielleicht habe ich es noch nicht geschrieben, aber derzeit werden in Karnak die Südpylonen des Komplexes durch ein französches Archäologenteam entkernt, diese Pylonen sind mit Material aus Achet Aton aufgefüllt.
Bemerkenswert hierbei ist, das durch die jahrtausendelange Lagerung in den Pylonen die Farben sehr gut erhalten sind.

Und? Schon was Neues dabei rausgekommen? Spannend!

Beppe
 
Mendelejew
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Re: Im Zeichen des Sonnengottes

05.10.2012, 21:51

Aneri hat geschrieben:
Mendelejew hat geschrieben:
MIR ist aber bekannt, dass Amenophis IV als Echnaton zwar Aton, als Sonnenscheibe RA, als Hauptgott inthronisierte, aber auch die Verehrung alter Götter zuließ.

Sicherlich WIKI ist nicht geegnet eigenen Standpunkt zwischen Wissenschaftlern zu untermauern, dennoch die Hobby-Geschichttreibenden - auf jeden Fall. Sehen wie die kooperative Arbeitsgemeinschaft von WIKI dazu äußert:

Echnaton hat, mindestens seit er in den ersten Regierungsjahren bezüglich des Aton-Kultes und seiner theologischen, politischen und wirtschaftlich-sozialen Konsequenzen heftige Gegenwehr durch die traditionellen Gotteskulte verspürte, die Durchsetzung seiner Religionsabsichten auf außerordentlich radikale Weise vollzogen. Nicht nur wurden die Tempel der anderen Götter, besonders die des vormaligen Reichsgottes Amun (Amun-Re), geschlossen und deren Vermögen den Atontempeln oder dem Königsschatz übereignet, sowie die Namen dieser Gottheiten, ja selbst die Pluralform „Götter“ aus bildlichen Darstellungen getilgt, sondern es wurden zumeist auch deren Repräsentanten, Priester und Beamte ihrer Stellung und vielfach ihres Besitzstandes enthoben. Allein das musste zu erheblichen gesellschaftlichen Spannungen führen.


Man leichter verträgt die BEleidigungen an eigene Person als an den Ideal, an den man glaubt. Ich kann die Beppes Folgerung über Geheimpolizei nachvollziehen.


es steht sicher außer zweifel, dass eine Änderung der Hauptgottheit zu Umwälzungen in der Gesellschft führen musste.
Die Herkunft der Frau Echnatons aus Mittani (im Kreis des Goldenen Halbmondes) stellt einen denkbaren Link zum Monotheismus dar.
Aus dieser Form einer Art des Monotheismus aber neuzeitliche Formen der Überwachung zu konstruieren ist doch etwas zu populistisch, zu reißerisch
 
Aneri

Re: Im Zeichen des Sonnengottes

06.10.2012, 11:33

Mendelejew hat geschrieben:
Aus dieser Form einer Art des Monotheismus aber neuzeitliche Formen der Überwachung zu konstruieren ist doch etwas zu populistisch, zu reißerisch

Nein, denke ich nicht, wenn auch ich manchmal Beppes Bezüge auf moderne Welt zu leichtfertig finde. Jede Form totalitäres Regimes braucht eine Geheimpolizei. Da er es mit Stasi verglichen hat, scheint nur, dass es besonders wunden Punkt bei dir getroffen. Ob es so sein könnte, versuchen wir zu analysieren. Dass wir nur auf neuzeitliche Erfahrung sich stützen können ist selbstverständlich - nicht populistisch.

Es liegt in der Natur der Selbsterhaltung eines Systems, das erstens zu stark zentralisiert ist und zweitens tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzungen „von oben“ durchführen will. Wenn ein demokratisches System durch das Wählen ein Feedback von der Bevölkerung bekommt, hat das totalitäre Regime diese Möglichkeit nicht.

Wenn auch eine Geheimpolizei bleibt immer eine Geheimpolizei, egal ob sie Spitzel oder V-Männer sind, dennoch die Unabhängigkeit von anderen staatlichen Institutionen und die Quantität der Verbreitung macht die qualitative Unterschiede aus.

Da es eine zentralisierte absolutistische Regierungsform war - ist klar. Es bleibt nur zu analysieren in wieweit die Spitzel-Machanismus verbreitet war. Es ist logisch anzunehmen, dass durch die Priester organisierte Widerstand geben müsste. In erste Linie gerade auf dieser Ebene müsste gekämpft werden. Auch mögliche heimliche Gegner des Pharaons, deren Widerstand nichts mit Religion zu tun hat, könnten sich den religiösen Gegnern anschließen.

Ob es so auf der Ebene der breiten Masse stattfand, wie es mit der bespitzelung der Stasis der Fall war, mag ich wirklich zu bezweifeln. In diesem Fall wäre hilfreich die Analyse z. B. massenhafter Christianisierung der heidnische Völker. Es mag ein Paar öffentliche Bestrafungsprozesse geben, dennoch bräuchte man keine Massenbespitzelung. In Gegensatz zur Neuzeit, standen die verletzte religiöse Gefühle gegenüber der Glaube an soziale Ordnung, in der das Pharao ganz oben stand. Daher auch der Übergang in andere Religion, die von Pharao eigeführt wurde, sollte auch leichter fallen als uns jetzt mit unsere Weltanschaaung, in der jeder sich selbst ein Schmieder ist.

Also die logische Schlußfolge, die Geheimpolizei des Pharaons "qualitativ" doch mit der Stasi nicht zu vergleichen. Die letzte kann "stolz" sein den Gipfel des Spitzelmechanismus darstellen zu dürfen.