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Moderator: Barbarossa

 
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Orianne
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Kommandant der Schweizergarde entlassen!

05.12.2014, 09:04

Der Kommandant der Schweizergarde in Rom Daniel Rudolf Anrig aus St. Gallen wurde von Papst Franziskus entlassen, der Grund soll sein schikanöser Führungsstil und seine Verschwendungssucht gewesen sein, er liess Gardisten wegen kleinster Dienstvergehen, z.B. Unpünktlichkeit hart bestrafen. Ausserdem liess er sich über der Kaserne eine über 300 m2 grosse Wohnung bauen, dass er dann mit dem Papst Schwierigkeiten bekam könnte man als logisch anschauen.
Sein Nachfolger wird wohl sein Stellvertreter Oberstleutnant Christoph Graf.
Grant stood by me when I was crazy, and I stood by him when he was drunk, and now we stand by each other.

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Cherusker
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Re: Kommandant der Schweizergarde entlassen!

05.12.2014, 09:40

Die Schweizer Garde ist auch nicht mehr das, was sie mal war. :wink: :mrgreen: Sind halt auch nur Menschen und bei denen gibt es immer "schwarze Schafe". War da nicht mal vor langer Zeit so ein Vorfall mit 2 Toten? :eh:
 
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Orianne
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Re: Kommandant der Schweizergarde entlassen!

05.12.2014, 12:11

Cherusker hat geschrieben:
Die Schweizer Garde ist auch nicht mehr das, was sie mal war. :wink: :mrgreen: Sind halt auch nur Menschen und bei denen gibt es immer "schwarze Schafe". War da nicht mal vor langer Zeit so ein Vorfall mit 2 Toten? :eh:


Genau Cherusker, der Kommandant, seine Frau und ihr Liebhaber waren tot, aber die Unterlagen sind im Vatikan unter Verschluss. Man spricht davon, dass der Gardist zuerst die beiden dann sich erschossen hatte. Mein Cousin war Gardist, er war 2 Jahre da, und er würde es nicht mehr machen, weil unter den Offizieren viel Zwist herrscht, die dann der "normale" Soldat ausbaden muss.

Die Schweizergarde verfügt über die Pistole 75, das Sturmgewehr 90 des Schweizer Herstellers SIG und die H&K Maschinenpistolen MP5 und MP7. Da alle Gardisten die Schweizer Rekrutenschule absolvieren mussten, sind sie mit diesen Waffen vertraut.

Hier noch ein Beitrag zum "Mord im Vatikan" (Anm. von mir: Estermann war Oberst der Schweizergarde, und Hauptmann im Schweizer Militär):

Drei Leichen und der vierte Mann

Schüsse fallen im Vatikan: Hauptmann Alois Estermann, seine Ehefrau Cladys Meza Romero und der Corporal Cédric Tornay liegen tot am Boden. Erst zehn Stunden vor der Bluttat war Alois Estermann vom Papst zum neuen Kommandanten der Schweizer Garde ernannt worden.

Der Tathergang nach Angabe des Vatikans: Tornay hat in einem Wahnanfall seinen Chef erschossen - und dessen Frau gleich mit -, weil dieser ihn jahrelang nicht ausgezeichnet und befördert habe. In einem Brief hatte sich Tornay beklagt, dass er "drei Jahre, sechs Monate und sechs Tage" keinen Orden erhalten habe. Nach dem Doppelmord habe der so Zurückgesetzte sich selbst getötet.

Die Unglaubwürdigkeit des angeblichen Motivs, die Eile des Vatikans und Unstimmigkeiten in Bezug auf den Tathergang ließen jedoch ganz andere Gedanken aufkommen. Einen Tag nach den Morden fragt Bild: "War der Korporal wirklich der Killer?" Oder waren es "doch sexuelle Motive?" Ein ehemaliges Mitglied der Schweizergarde sagte gegenüber einer Zeitung, dass unter den Gardisten "die Besessenheit der Homosexualität" herrsche. "Wahrscheinlich, dass das Ehepaar und Tornay sexuelle Beziehungen hatten," zitiert Bild die italienische Zeitung La Republica. Andere Blätter schreiben, dass Estermann Mitglied des Opus Dei war und mit seinem Tod der Einfluss dieser mächtigen Organisation im Vatikan zurückgedrängt worden sei. Dass der Mord nur 10 Stunden nach der Ernennung Estermanns durch Papst Johannes Paul II. erfolgt, legt in der Tat den Verdacht nahe, dass hier die Entscheidung des Papstes vatikanintern korrigiert wurde.

Wieder eine andere Version brachte der Berliner Kurier: Der Schweizer Garde-Chef sei seit 1980 ein Stasiagent gewesen, ein Mitarbeiter des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. Die Berliner Gauck-Behörde wollte sich dazu nicht äußern. Der Spiegel berichtete hingegen, der seinerzeit zuständige Offizier der Stasi habe bestritten, dass Estermann sein Agent gewesen sei.

Eine italienische Zeitung brachte folgende These: Es muss einen vierten Mann gegeben haben, weil der Tathergang sonst völlig unlogisch wäre. Ihre Vermutung: Der vierte Mann sagt zu Tornay, dass Estermann ein "Verräter" sei, ein ehemaliger Stasispitzel. Daraufhin fasst Tornay den Entschluss, Estermann zu töten, um den Papst zu schützen. Tornay geht hin und erschießt Estermann. Daraufhin kommt der vierte Mann und erschießt Tornay und die Zeugin, Estermanns Frau. In Tornays Brief, der anschließend vom Vatikan präsentiert wurde, sei jedenfalls keine Rede von einem geplanten Selbstmord gewesen.

Zur Erinnerung: Beim Attentat auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 durch den Türken Ali Agca hatte sich Alois Estermann schützend über den Verletzten geworfen. Die Hintergründe dieses Attentats liegen bis heute im Dunkeln. Östliche Geheimdienste wurden seinerzeit ins Spiel gebracht, ohne dass man fündig wurde.

Hauptmann Estermann ist auf jeden Fall nun tot, und seine Frau auch. Erschossen im Vatikan, im Zentrum der katholischen Institution. Der Tatort wurde so eilig aufgeräumt, dass manch einer auch von daher misstrauisch wurde. Doch der Vatikan unterliegt nicht weltlicher Gerichtsbarkeit. Er ist sein eigener Richter.



http://www.theologe.de/bewaffnung_vatik ... eizergarde
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