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Moderator: Barbarossa

 
Aneri

Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

13.02.2015, 12:29

dieter hat geschrieben:
Wenn nicht, dann sollten die Amis Waffen nach der Ukraine schicken. :roll:

Absolut unverantwortlich.

Eine Sache, wenn man es s. z. im Dunkeln macht, man toleriert einfach Unterstützung der Sympathisanten. Die Waffen für Ukraine werden auch jetzt geliefert, sie decken keinesfals riesigen Bedarf, dennoch. Auch westliche Söldner kämpfen auf ihrer Seite und es kommen immer mehr. Andere Sache, wenn es organisiert "von oben" wird. Wenn dieser Schritt gemacht wird, muss Russland sich nicht verstecken müssen. Ukraine wird als ein Schachfeld genutzt für den Krieg zwischen Russland-Westen. Es ist dann kein nationaler Konflikt mehr. Bist du sicher, dass Russland keine Verbündeten findet?! Alle die, die mit Polizeifunktion der USA nicht zufrieden sind, können es unterstützen. Dann kann es leicht zum Weltkrieg des 21.Jhd. werden...
 
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Barbarossa
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

14.02.2015, 09:49

Aneri hat geschrieben:
...
In wieweit Russen können Druck ausüben auf die Separatisten, ist fraglich.
...

Ich schätze, Putin kann schon einiges tun. Er braucht den Separatisten nur den Geldhahn zudrehen, keine Waffen und Munition mehr schicken und die russischen Truppen abziehen. Dann würde die Bewegung schnell zusammenbrechen.
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dieter
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

14.02.2015, 10:07

Ja lieber Barbarossa,
ohne russische Unterstützung wäre es gar nicht zur Abspaltung dieser Gebiete gekommen. :wink:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
Aneri

Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

14.02.2015, 15:16

Barbarossa hat geschrieben:
Ich schätze, Putin kann schon einiges tun. Er braucht den Separatisten nur den Geldhahn zudrehen, keine Waffen und Munition mehr schicken und die russischen Truppen abziehen. Dann würde die Bewegung schnell zusammenbrechen.
Vielleicht. Ich mag nicht beurteilen, wie tief emotionale Abneigung bei Separatisten liegen. Tchetshenische Rebellen hatte von keinem Land offizielle Unterstützung, dennoch könnten sehr lange ihren Widerstand fortsetzen. Ich weiß nicht ob kann jetzt noch sagen, dass es vorbei ist. Dann geht es in Partisanen-Widerstand über. Ich glaube auch, dass hier in Westen die Wirkung des Putins wird überschätzt. Es gibt Strömungen, Kräfte in Russland, die unabhängig von Regierung diese Unabhängigkeits-Bewegung unterstützen könnten. Und bestimmt werden. Die Frage ist nur wie stark diese Kräfte sind.

Zum Anderem, das Gleiche gilt für ukrainische Regierung. Würde Westen Ukraine nicht unterstützen, würde diese Regierung nicht lange halten können. Hier ratsam wieder zurück zu maidanischen Bewegung kehren. Es gibt zwei - unterschiedliche Interpretationen der Ereignisse. Nach westliche - würde friedliche Demonstration (in der übrigens viele westliche Politiker sich eingemischt haben!!!) von Scharfschützen beschossen, dadurch eskaliert und vorige Präsident Janukowitch geflohen hat und damit indirekt seine Schuld bestätigt hat.

Im Grunde, wenn du liest in WIKI die Absetzung des Präsidenten Janukowitsch, könnte man meinen, dass es von der russischen KGB inszeniert wurde (nur dann müsste ich dem KGB besonders höhen Intellektuelle Fähigkeiten zuschreiben, an die ich nicht glaube), da ein Beigeschmack einer Unrechtmäßigkeit bleibt stark hängen und wird von der gegnerische Seite voll ausgenutzt. (http://de.wikipedia.org/wiki/Wiktor_Janukowytsch)

Es bleibt viel nicht-eindeutig bei solche Eskalationen, sowohl auf Maidan (später Odessa) als in Ostukraine. Wer waren Scharfschützer, wer hat Flugzeug abgeschossen, wer hat Zivilisten ermordert u. s. w.? Jeder Seite beschuldigt die andere, und man glaubt der Seite, der man schon vorher glaubte. Ich denke, braucht man Jahrzehnte, wenn überhaupt irgendwann Wahrheit rauskommt.
 
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Barbarossa
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

14.02.2015, 23:18

Aneri hat geschrieben:
...
Es gibt zwei - unterschiedliche Interpretationen der Ereignisse. Nach westliche - würde friedliche Demonstration (in der übrigens viele westliche Politiker sich eingemischt haben!!!) von Scharfschützen beschossen, dadurch eskaliert und vorige Präsident Janukowitch geflohen hat und damit indirekt seine Schuld bestätigt hat.
(...)
Jeder Seite beschuldigt die andere, und man glaubt der Seite, der man schon vorher glaubte.

Ja, und das ist wohl eine zentrale Frage, wem man eher glaubt:
Dem relativ freien Mediensystem bei uns, dem zwar ebenfalls gewissen Grenzen auferlegt sind, in dem die Medien aber trotzdem pluralistisch berichten können, oder
dem Medienimperium Putins, das dem klaren Meinungsmonopol des Präsidenten unterworfen ist.

Ich ziehe die pluralistischen Medien vor.

Aneri hat geschrieben:
Ich denke, braucht man Jahrzehnte, wenn überhaupt irgendwann Wahrheit rauskommt.

Bis alles ans Tageslicht kommt, ja. Da kannst du sogar recht haben.
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dieter
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

15.02.2015, 09:51

Lieber Barbarossa,
in unserer demokratischen Gesellschaft bleibt nichts geheim, alles kommt raus. Putin war in der DDR beim KGB, der kennt alle Tricks der Geheimdienste, wie kann man einen solchen Menschen glauben :?:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
Aneri

Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

15.02.2015, 11:28

Barbarossa hat geschrieben:
Ich ziehe die pluralistischen Medien vor.


Aber von dieser pluralistischen Medien wählst du die, den DU GLAUBST, dass sie Wahrheit näher liegen.
 
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Barbarossa
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

15.02.2015, 13:51

Aneri hat geschrieben:
Barbarossa hat geschrieben:
Ich ziehe die pluralistischen Medien vor.


Aber von dieser pluralistischen Medien wählst du die, den DU GLAUBST, dass sie Wahrheit näher liegen.

Ich gehe auch mit unseren Medien sehr kritisch um und glaube auch nicht immer gleich alles, was da so gemeldet wird. Falschmeldungen kann es auch da immer mal geben. Aber zwischen Falschmeldungen (bei uns) oder gezielter Propaganda (Russland und ja, auch Ukraine) gibt es dann auch noch mal einen Unterschied.
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dieter
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

15.02.2015, 14:39

Barbarossa hat geschrieben:
Aneri hat geschrieben:
Barbarossa hat geschrieben:
Ich ziehe die pluralistischen Medien vor.


Aber von dieser pluralistischen Medien wählst du die, den DU GLAUBST, dass sie Wahrheit näher liegen.

Ich gehe auch mit unseren Medien sehr kritisch um und glaube auch nicht immer gleich alles, was da so gemeldet wird. Falschmeldungen kann es auch da immer mal geben. Aber zwischen Falschmeldungen (bei uns) oder gezielter Propaganda (Russland und ja, auch Ukraine) gibt es dann auch noch mal einen Unterschied.

Lieber Barbarossa,
Außerdem haben die Lügen kurze Beine und werden in unserer Gesellschaft immer bald herauskommen. :wink: :mrgreen:
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Aneri

Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

15.02.2015, 20:28

NA ja, lese gerade Peter Scholl-Latour "Die Welt aus den Fugen". die letzte Anmerkung von ihm ist noch frisch bzw. vor ein Paar Stunden gelesen:
...In den westlichen Medien bleibt die Volksrepublik (China) einer systematischen Desinformationspolitik ausgesetzt, die von gewissen nordamerikanischen Spezialinstituten sehr professionell geschürt wird...

Ich hatte früher ähnlich wie Du ein Vertrauen in freie Medien. Mittlere Weile ist sehr viel Skepsis angesammelt hat.
 
Paul
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

16.02.2015, 08:54

Vielleicht war das die größte Leistung von Frau Merkel, das durch diesen Waffenstillstand einige und wenn er dauerhaft hält, viele Menschenleben gerettet wurden. Da hat sie sich was eingebrockt. Jetzt wird sie dauernt als Vermittler gerufen werden.
viele Grüße

Paul

aus dem mittelhessischen Tal der Loganaha
 
Renegat
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

16.02.2015, 09:49

Paul hat geschrieben:
Vielleicht war das die größte Leistung von Frau Merkel, das durch diesen Waffenstillstand einige und wenn er dauerhaft hält, viele Menschenleben gerettet wurden. Da hat sie sich was eingebrockt. Jetzt wird sie dauernt als Vermittler gerufen werden.

Wenn der Waffenstillstand hält und friedlich Lösungen für den Konflikt verhandelt werden, so dass Europa insgesamt, also auch mit Russland zu einem zivilisierten Miteinander zurückfindet, dann sind die Leistungen aller Politiker anzuerkennen. Meinetwegen darf Frau Merkel und andere Beteiligte dann auch den Friedensnobelpreis bekommen.
 
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dieter
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

16.02.2015, 11:48

Paul hat geschrieben:
Vielleicht war das die größte Leistung von Frau Merkel, das durch diesen Waffenstillstand einige und wenn er dauerhaft hält, viele Menschenleben gerettet wurden. Da hat sie sich was eingebrockt. Jetzt wird sie dauernt als Vermittler gerufen werden.

Lieber Paul,
sie hat nicht die Macht das Brechen des Waffenstillstands zu ahnden. :roll:
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Barbarossa
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

17.02.2015, 07:37

Der Waffenstillstand in der Ukraine ist auch diesmal wieder brüchig. Insbesondere die Stadt Debalzewe ist nach wie vor heftig umkämpft - ukrainische Soldaten sind dort eingekesselt. Auch zu einem Abzug schwerer Waffen aus der vereinbarten entmilitarisierten Zone wird es nicht kommen. Zudem wird den Beobachter der OSZE, die die Einhaltung des Waffenstillstandes überwachen sollten, der Zugang in die Krisenregion verwehrt.
Die USA äußerten sich "zutiefst beunruhigt" über eine neue Kolonne mit russischen Militärgütern, die auf dem Weg nach Debalzewe sei.

Artikel lesen: >> Brüchige Waffenruhe in Ukraine: USA besorgt über Nachschub-Kolonne für Separatisten << (spiegel.de)
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Re: Friedensverhandlungen im Ukraine-Konflikt

18.02.2015, 09:41

Lieber Barbarossa,
Frau Merkel ist mit ihrer Apeasment-Politik voll gescheitert. Debalzewe ist unter der Kontrolle der Separatisten. Putin verar.... weiterhin den Westen. Die Ukrainer brauchen Waffen und wenn es welche von der Bundeswehr sind. :wink:
Das erinnert mich an München 1938 und an Hitler. :evil: :twisted:
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