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"Die Linken" - wer sind sie und was wollen sie?

07.08.2008, 19:05

Dieser Pfad soll "Die Linken" einmal näher beleuchten, da es mir scheint, als ob diese Partei in ihrer Gefährlichkeit für unsere bestehende Demokrtie stark unterschätzt wird. Besonders durch die SPD wurde diese Partei/politische Bewegung wieder mit in Regierungen geholt und auch die Medien haben dazu beigetragen, daß einige Leute dieser Bewegung sogar eine gewisse Popularität haben.

Im folgenden einige Zeitungsartikel:

Info
Die Linke
Donnerstag, 7. August 2008 03:18
Am Anfang stand die SED:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/se ... Linke.html

Extremismus
Die zwei Gesichter der Linkspartei
Donnerstag, 7. August 2008 03:18 - Von Thorsten Jungholt
http://www.morgenpost.de/printarchiv/se ... artei.html

Interview
"Lafontaines Schweigen ist Ausdruck von Verlogenheit"
Donnerstag, 7. August 2008 03:18 - Von Das Gespräch führte Thorsten Jungholt
http://www.morgenpost.de/printarchiv/se ... nheit.html

Es kann nur einen geben
Der Saarländer kehrt zurück - am Sonnabend lässt sich Oskar Lafontaine als Spitzenkandidat der Linken für die Landtagswahl nominieren
Gerold Büchner
http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html
Zuletzt geändert von Barbarossa am 11.01.2009, 15:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Wir haben hier bereits über die Linke ansatzweise diskutiert.

Die Linke wird vom Verfassungsschutz überwacht - Dies sollte bereits als Mahnung verstanden werden.
Vor allem erlangte die Linke ja Popularität durch Lafontaine und viele andere SPD Überläufer (Maurer...) - Die Linke ist die Nachfolgeorganisation der SED, PDS, wie oft sie das auch noch bestreiten wollen - Das ist doch Fakt, nur passt es nicht in das Schema der neuen Partei mit ihren großen Zielen.
Ja Ziele, da sind wir schon beim nächsten Stichwort, Ziele okay, die kann man sich leicht setzen - Doch Lösungen fehlen, die Linke ist eine Protestwählerpartei. Wer sich noch heute von kaum umsetzbaren Wunschdenken fehlleiten lässt, der hat aus unserer Geschichte nichts gelernt.

Manch ein Wähler möchte auch nur seine Unzufriedenheit mit der Demokratie loswerden.
 
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09.08.2008, 18:12

Balduin hat geschrieben:
Wir haben hier bereits über die Linke ansatzweise diskutiert.

Die Linke wird vom Verfassungsschutz überwacht - Dies sollte bereits als Mahnung verstanden werden.

Das ist zwar richtig, aber aus einem der Links geht auch hervor, daß diese Überwachung jetzt auch allmählig aufgeweicht wird - besonders in Ländern, in denen "Die Linken" in die Landtage eingezogen ist.
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Balduin
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10.08.2008, 12:58

Es ist auch so, dass die Linke derzeit vor allem aus der SPD besteht. Ich habe heute im Presseclub (ausgezeichnete Sendung) gehört, dass die Linke beispielsweise in einem Bundesland ohne Starbesetzung oder Programm 6,7 % erreicht habe - Vor allem durch hohe Gewerkschaftsfunktionäre (Das ist die richtige Partei für unsere Rechte) und ex SPD Mitglieder.
Die Linke bietet enttäuschten SPD Wählern die Möglichkeit ihrer Partei zu zeigen, dass es so nicht weitergeht...

Jetzt frage ich mich: Hat die Linke bestand ? Wird sie auch in 10 Jahren noch präsent sein ?

Ich kann es nicht beantworten, nur soviel: Gysi und Lafontaine sind "geniale" Demagogen, aber irgendwann werden auch sie in Rente gehen. Wer leitet dann die Partei ? Ich kenne diese Sara Wagenknecht (Kommunistin), die Linke wird sich mit solch einer Frau an der Spitze NIE positiv repräsentieren können. Aber man liest auch immer wieder Zeitungsmeldungen à la junge Studenten engagieren sich für SDS (Studentenbund der Linken).
 
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10.08.2008, 16:11

Balduin hat geschrieben:
...Jetzt frage ich mich: Hat die Linke bestand ? Wird sie auch in 10 Jahren noch präsent sein ?

Ich kann es nicht beantworten, nur soviel: Gysi und Lafontaine sind "geniale" Demagogen, aber irgendwann werden auch sie in Rente gehen. Wer leitet dann die Partei ? Ich kenne diese Sara Wagenknecht (Kommunistin), die Linke wird sich mit solch einer Frau an der Spitze NIE positiv repräsentieren können. Aber man liest auch immer wieder Zeitungsmeldungen à la junge Studenten engagieren sich für SDS (Studentenbund der Linken).

Möglicherweise sind die Linken gerade selbst dabei, deine Frage zu beantworten, indem sie selbst einer Sara Wagenknecht eine größere Bekanntheit verschaffen:
Agenda 2010 trifft auf Marxismus
Steinbrück tritt gegen Sahra Wagenknecht in NRW an
Annika Joeres

DÜSSELDORF. Es ist ein filmreifes Duell von zwei kühlen Köpfen: Peer Steinbrück wird zur Bundestagswahl im September 2009 möglicherweise gegen Sahra Wagenknecht antreten.

weiterlesen hier: http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html

Und auch auf folgende Art versuchen "Die Linken" ihre Popularität zu erhöhen:

Das Sprachrohr der Minderheiten
Die Linke ist für viele kurdischstämmige Deutsche die attraktivste Partei - und sie wirbt eifrig um die neuen Wähler
Annika Joeres

DÜSSELDORF. Die Linke im Westen ist ein Sammelbecken für viele Enttäuschte: ernüchterte Sozialdemokraten, desillusionierte Gewerkschafter sowie hoffnungslos schwärmerische Sozialromantiker.

weiterlesen hier: http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html

Ich fürchte, das könnte eine erfolgreiche Strategie sein, sich auch im Westen Deutschlands zu etablieren, solange es ausreichend Mißstände gibt, die man anprangern kann.
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14.08.2008, 13:19

Balduin hat geschrieben:
Es ist auch so, dass die Linke derzeit vor allem aus der SPD besteht. Ich habe heute im Presseclub (ausgezeichnete Sendung) gehört, dass die Linke beispielsweise in einem Bundesland ohne Starbesetzung oder Programm 6,7 % erreicht habe - Vor allem durch hohe Gewerkschaftsfunktionäre (Das ist die richtige Partei für unsere Rechte) und ex SPD Mitglieder.
Die Linke bietet enttäuschten SPD Wählern die Möglichkeit ihrer Partei zu zeigen, dass es so nicht weitergeht...

Jetzt frage ich mich: Hat die Linke bestand ? Wird sie auch in 10 Jahren noch präsent sein ?

Ich kann es nicht beantworten, nur soviel: Gysi und Lafontaine sind "geniale" Demagogen, aber irgendwann werden auch sie in Rente gehen. Wer leitet dann die Partei ? Ich kenne diese Sara Wagenknecht (Kommunistin), die Linke wird sich mit solch einer Frau an der Spitze NIE positiv repräsentieren können. Aber man liest auch immer wieder Zeitungsmeldungen à la junge Studenten engagieren sich für SDS (Studentenbund der Linken).


Ist schon interessant zu sehen, wie ihr euch am Medienmainstream beteiligt. Natürlich wird die Linke noch in 10 Jahren da sein. Dafür gibt es 2 sehr einfache Gründe: Die SPD wäre die einzige Partei die das Potenzial hat, die Linke in ihren Grundfesten zu erschüttern. Aber da muss man sich bei dieser Führungsriege keine Sorge machen. Die sind Neoliberal und werden es bleiben. Ausserdem ist es so, dass ich als Linke-Mitglied von der SPD beleidigt werde als: Populistischer, demagogischer, Ex-SED'ler, Kommunist, Protestwähler usw. usf. warum sollte jemals ein Linke-Wähler wieder zurückkommen? Die SPD ist nicht bereit die Menschen zu vertreten die sie noch vor ~5 Jahren vertretet haben. Heute sind das ganz gefährliche Verfassungsfeinde. Damals waren es aufrichtige Sozialdemokraten.

Gysi und Lafontaine sind keine demagogen. Es sind Intellektuelle. Sie verführen nicht. Sie bewaffnen.


Ausserdem: http://www.stern.de/politik/deutschland ... 11859.html
Zuletzt geändert von Die Linke. am 14.08.2008, 13:37, insgesamt 1-mal geändert.
 
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14.08.2008, 13:21

Die Linke im Westen ist ein Sammelbecken für viele Enttäuschte: ernüchterte Sozialdemokraten, desillusionierte Gewerkschafter sowie hoffnungslos schwärmerische Sozialromantiker.
#

Wenn ich das schon lese :roll:

Nur, weil wir die Privatisierung der Welt nicht hinnehmen, sind wir noch lange nicht das was da oben steht. Und ihr lasst es auch noch mit euch machen :roll:


Noch was zum Verfassungsschutz:

Der Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm hat die Beobachtung längst in Frage gestellt, weil er keinen Grund und keine Verhältnismäßigkeit mehr sieht. Der Verfassungsschutz wird nur noch für die Parteipolitik missbraucht. Ausserdem sagte der letzte Verfassungsschutzbericht das es in der Linken nur 1% Extreme gibt. Die Zahl ist bspw. bei der CDU nicht höher. Aber da gibt es ja kein Bericht zu :wink:


Vergessen zu sagen: Was heißt schon wir eine Nachfolgerpartei der SED?
Die _SPD_ ist ja auch eine Vorläuferpartei der SED. Ausserdem war die SED doch keine wirklich Partei. Es war ein Instrument von Moskau, die selber über gar Nichts entschieden haben. Heute ist es erst eine eigenständige Partei, mit freien Zielen. Ausserdem musste man bspw. in die SED eintreten wenn man studieren wollte. Das Argument also, das einige Mitglieder in der SED waren ist einfach nur dämlich :) wenn man sich mal die CDU im Osten anguckt... na Halleluja ;) waren fast alle früher in der SED. Wie das kommt? Ob die CDU die heimliche Nachfolgerpartei ist? *lach*

Die LINKE - populistisch, demagogisch und “retro”?

Populistisch ist angeblich, worauf DIE LINKE seit ihrem Bestehen beharrt und was nun plötzlich sogar Teilen der Union einleuchtet: Rückkehr zur vollen Pendlerpauschale, Sozialtarife, eine gerechtere Arbeitslosengeld- Regelung.

Demagogie soll sein, was DIE LINKE seit langem energisch einklagt und was die SPD, mehr genötigt durch ihre Auszehrung als durch Einsicht, inzwischen auch auf ihre Fahnen geschrieben hat: Mindestlohn, Altersteilzeit, Kampf der Kinderarmut.

Wie dünn muss die Luft in manchen Redaktionsstuben und Parteizentralen eigentlich sein, wenn man dort immer noch glaubt, der Normalbürger ließe sich mit absurden Horrormärchen über die LINKE schrecken?

Die einzigen Zielgruppen, bei denen die Medienhatz gegen Links noch verfängt, sind die einschlägigen Nutznießer der Großparteien: Pfründe-Adel, Besserverdienende, Parteifunktionäre und Einkommensmillionäre im Lande. Statt in 100 Prozent Ablehnung gegen die LINKE schwelgen sie nun eben in 200 Prozent.

http://www.readers-edition.de/2008/06/2 ... und-retro/
 
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Eine kurze Zwischenfrage: Was wählt man an der Linken ? Lafontaine, das Konzept Links ? Ein Programm kenne ich nicht...
 
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Balduin hat geschrieben:
Eine kurze Zwischenfrage: Was wählt man an der Linken ? Lafontaine, das Konzept Links ? Ein Programm kenne ich nicht...


Ebenso ein schönes Instrument der anderen Parteien und Medien. Leider aber vollkommener Quatsch. Die programmatischen Eckpunkte der Linken decken sich in Aufbau und Masse an Inhalt komplett mit anderen Parteiprogrammen. Ergo es ist ein Parteiprogramm, wird offiziell nur nicht so bezeichnet.
 
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14.08.2008, 19:17

Die Linke. hat geschrieben:
Ist schon interessant zu sehen, wie ihr euch am Medienmainstream beteiligt.

Mit Hilfe der Medien informiert man sich – wo auch sonst?
Die Linke. hat geschrieben:
Gysi und Lafontaine sind keine demagogen. Es sind Intellektuelle. Sie verführen nicht. Sie bewaffnen.

Sie sind vor allem Populisten. Sie sagen genau das, was die unzufriedenen Bürger hören wollen. Solange man in der Opposition ist geht das ja auch. Da, wo sie mit in einer Regierung sitzen, lernt man sie schnell hassen – siehe Berlin. Dort haben SPD und Linke laut den aktuellen Umfragen zusammen nur knapp die Zustimmung der Mehrheit der Bürger. Zwischenzeitlich ging die Mehrheit sogar verloren. Siehe:
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm
Die Linke. hat geschrieben:
Nur, weil wir die Privatisierung der Welt nicht hinnehmen, sind wir noch lange nicht das was da oben steht. Und ihr lasst es auch noch mit euch machen.

Unsere Wirtschaftsform beruht nun einmal auf Privatwirtschaft und das aus gutem Grund, denn die Alternative wären ja wiederum Staatsbetriebe, die nun mal nicht ökonomisch arbeiten können. Dafür gab es in der Vergangenheit genug Bespiele – nicht nur die „DDR“, sondern z. B. auch Frankreich.
Die Linke. hat geschrieben:
Was heißt schon wir eine Nachfolgerpartei der SED?

Ich sage nicht „Nachfolgepartei, sondern „umbenannte SED“.
Die SED hat sich nie aufgelöst, sondern wurde inzwischen einfach ein paar mal umbenannt:
Zuerst in „SED/PDS“, dann nur noch „PDS“, dann benannte sie sich in „Linkspartei“ um, um sich dann nach der Fusion mit der WASG (also wieder keine Auflösung) „Die Linken“ zu nennen. Auch viele Altmitglieder der SED sind ja heute noch aktiv dabei, allen voran G. Gysi, L. Bisky, D. Bartsch, R. Claus um nur einige zu nennen.
Die Linke. hat geschrieben:
Das Argument also, das einige Mitglieder in der SED waren ist einfach nur dämlich wenn man sich mal die CDU im Osten anguckt... na Halleluja waren fast alle früher in der SED.

Kannst du das belegen? Irgendwie glaube ich das nicht. Sie waren wohl in der Ost-CDU, doch nicht in der SED.
Die Linke. hat geschrieben:
Wie dünn muss die Luft in manchen Redaktionsstuben und Parteizentralen eigentlich sein, wenn man dort immer noch glaubt, der Normalbürger ließe sich mit absurden Horrormärchen über die LINKE schrecken?

Darum geht es ja nicht.
Du musst nur einfach sehen, dass es sehr viele Menschen in der „DDR“ gab, die unter dem SED-Regime extrem zu leiden hatten. Für die muß es wie „die Rückkehr des Monsters“ in einem Horrorfilm vorkommen, wenn sie sehen, wie die Linken, die man natürlich mit der SED identifiziert, sich immer weiter ausbreiten – nun auch nach Westen.
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14.08.2008, 20:33

Mit Hilfe der Medien informiert man sich – wo auch sonst?


Nun, wenn man schon auf Bücher, Studien, Experten usw. verzichtet, sollte man sich zumindest auch die gegenteilige Meinung einholen. Ich lese z.B. Stern und Spiegel. Weiterhin lese ich MAZ (FAZ) und die TAZ. Sowas garantiert eigenes Denken.

Sie sind vor allem Populisten. Sie sagen genau das, was die unzufriedenen Bürger hören wollen. Solange man in der Opposition ist geht das ja auch. Da, wo sie mit in einer Regierung sitzen, lernt man sie schnell hassen – siehe Berlin. Dort haben SPD und Linke laut den aktuellen Umfragen zusammen nur knapp die Zustimmung der Mehrheit der Bürger. Zwischenzeitlich ging die Mehrheit sogar verloren. Siehe:
http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm


Was waren denn die populistischen Forderungen der Linken in Berlin, die nicht erfüllt wurden? Berlin hat die höchsten Ausgaben für Sozialleistungen pro Kopf im ganzen Land. Das wird nicht richtig wahrgenommen. Das verstehe ich aber auch: Das Land Berlin ist bei dem Schuldenberg, den die CDU dort machte, nicht wirklich mit großen Handlungsspielräumen versehen.

Unsere Wirtschaftsform beruht nun einmal auf Privatwirtschaft und das aus gutem Grund, denn die Alternative wären ja wiederum Staatsbetriebe, die nun mal nicht ökonomisch arbeiten können. Dafür gab es in der Vergangenheit genug Bespiele – nicht nur die „DDR“, sondern z. B. auch Frankreich.


Das ist bedingt richtig. Staatsbetriebe können durchaus erfolgreich organisiert werden. Aber wo wäre der Sinn dabei? Wir wollen ja das Deutsche Bahn usw. den Staat gehört, damit es nicht gewinnprofitierend arbeitet. Dann kann es auch privat sein. Es soll ja zum Wohle der Bevölkerung sein.

Und ja, unsere Wirtschaft beruht auf Privatwirtschaft. Unsere Wirtschaft beruht auch darauf, das die Ärmsten ausgebeutet werden zu Gunsten der Reichsten. Die Frage ist, wo man da die Grenzen zieht.

ch sage nicht „Nachfolgepartei, sondern „umbenannte SED“.
Die SED hat sich nie aufgelöst, sondern wurde inzwischen einfach ein paar mal umbenannt:
Zuerst in „SED/PDS“, dann nur noch „PDS“, dann benannte sie sich in „Linkspartei“ um, um sich dann nach der Fusion mit der WASG (also wieder keine Auflösung) „Die Linken“ zu nennen. Auch viele Altmitglieder der SED sind ja heute noch aktiv dabei, allen voran G. Gysi, L. Bisky, D. Bartsch, R. Claus um nur einige zu nennen.


Zwischen PDS und die Linke, gab es keine Linkspartei. Die war PDS und dann DIE LINKE.. Aber das ist ja nun nebensächlich: Wenn du es nicht einmal als Nachfolgepartei bezeichnest, dann benutzt du die falschen Termini. Es ist keine bloße Umbenennung. Es gab viele strukturelle, organisatorische und inhaltiche Umstellungen.

Zu den Mitgliedern:

Kannst du das belegen? Irgendwie glaube ich das nicht. Sie waren wohl in der Ost-CDU, doch nicht in der SED.


CDU war eine Abteilung der SED. Es war eine Blockpartei. Die CDU war teilweise stalinistischer als die SED. Die CDU rechtfertige den Mauerbau, den Sozialismus etc. weiterhin arbetiet sie in großen Umfang mit in der Regierung der DDR. Andererseits waren trotzdem viele der CDU auch formell mal in der SED. Da musstest du ja als Student sein, sonst hätten sie nicht studieren durfen. Andererseits, wie ich sagte: Jeder der mal studiert hat, was er wollte, war in der SED. Darunter also auch Gysi, Bisky etc.

http://de.wikipedia.org/wiki/Christlich ... lands_(DDR)

Darum geht es ja nicht.
Du musst nur einfach sehen, dass es sehr viele Menschen in der „DDR“ gab, die unter dem SED-Regime extrem zu leiden hatten. Für die muß es wie „die Rückkehr des Monsters“ in einem Horrorfilm vorkommen, wenn sie sehen, wie die Linken, die man natürlich mit der SED identifiziert, sich immer weiter ausbreiten – nun auch nach Westen.


Warum erreicht die Partei im Osten die meisten Stimmen? Und hat die Ost-Linke schon jemals sich wieder die Mauer gewünscht o.ä.?
 
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14.08.2008, 21:37

Die Linke. hat geschrieben:
Nun, wenn man schon auf Bücher, Studien, Experten usw. verzichtet, sollte man sich zumindest auch die gegenteilige Meinung einholen. Ich lese z.B. Stern und Spiegel. Weiterhin lese ich MAZ (FAZ) und die TAZ. Sowas garantiert eigenes Denken.

Oh ja - ich lese auch verschiedene Zeitungen. Die MAZ ist auch darunter.

Die Linke. hat geschrieben:
Was waren denn die populistischen Forderungen der Linken in Berlin, die nicht erfüllt wurden? Berlin hat die höchsten Ausgaben für Sozialleistungen pro Kopf im ganzen Land. Das wird nicht richtig wahrgenommen. Das verstehe ich aber auch: Das Land Berlin ist bei dem Schuldenberg, den die CDU dort machte, nicht wirklich mit großen Handlungsspielräumen versehen.

Konkrete Beispiele fallen mir jetzt gerade nicht ein. Aber eine genauere Betrachtung lohnt sich bestimmt.
:wink:
Die Linke. hat geschrieben:
Das ist bedingt richtig. Staatsbetriebe können durchaus erfolgreich organisiert werden. Aber wo wäre der Sinn dabei? Wir wollen ja das Deutsche Bahn usw. den Staat gehört, damit es nicht gewinnprofitierend arbeitet. Dann kann es auch privat sein. Es soll ja zum Wohle der Bevölkerung sein.

Das sehe ich etwas anders. Die Deutsche Bahn sollte durchaus privatisiert werden und ich bin sogar dafür, daß Konkurrenz-Unternehmen gegründet werden, nur das Schienennetz muß in staatlicher Hand bleiben.

Die Linke. hat geschrieben:
Und ja, unsere Wirtschaft beruht auf Privatwirtschaft. Unsere Wirtschaft beruht auch darauf, das die Ärmsten ausgebeutet werden zu Gunsten der Reichsten. Die Frage ist, wo man da die Grenzen zieht.

Diese Argumentation kenne ich nur zu gut - "die Reichen beuten die Armen aus". Klar gibt es "Arme" und "Reiche", aber es gibt auch etwas dazwischen - den Mittelstand. Eine Gesellschaft, wie Marx und Engels sie gezeichnet haben, wird es nie geben.

Die Linke. hat geschrieben:
Zwischen PDS und die Linke, gab es keine Linkspartei. Die war PDS und dann DIE LINKE.

Aber doch, sie hieß von 2005-2007 auch mal "Die Linkspartei/PDS":
Die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) war eine aus der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) hervorgegangene Partei, die sich Mitte Dezember 1989 in Sozialistische Einheitspartei Deutschlands – Partei des Demokratischen Sozialismus (SED-PDS) umbenannte, am 4. Februar 1990 ihren Namen in Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) änderte und von Juli 2005 an Die Linkspartei.PDS (Die Linke.PDS)[1] hieß, bis sie am 16. Juni 2007 mit der WASG fusionierte und in der Partei Die Linke aufging.

http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_des ... ozialismus

Die Linke. hat geschrieben:
Wenn du es nicht einmal als Nachfolgepartei bezeichnest, dann benutzt du die falschen Termini. Es ist keine bloße Umbenennung. Es gab viele strukturelle, organisatorische und inhaltiche Umstellungen.

Auch eine Änderung in der Ideologie?
Streben "Die Linken" nicht noch immer den Kommunismus an?

Die Linke. hat geschrieben:
Zu den Mitgliedern:

CDU war eine Abteilung der SED. Es war eine Blockpartei. Die CDU war teilweise stalinistischer als die SED. Die CDU rechtfertige den Mauerbau, den Sozialismus etc. und sie galt halt wirklich als Teil der SED. Andererseits waren trotzdem viele der CDU auch mal in der SED. Da musstest du ja als Student sein, sonst hätten sie nicht studieren durfen. Andererseits, wie ich sagte: Jeder der mal studiert hat, war in der SED. Darunter also auch Gysi, Bisky etc.


Man mußte nicht in "der Partei" (=SED) sein, um studieren zu können, jedoch brachte es Vorteile mit sich und noch mehr Vorteile brachte es, wenn man sich für eine "militärische Berufslaufbahn" entschied. In die CDU traten auch manche Leute ein, die nicht in die SED wollten, aber trotzdem Vorteile einer Parteimitgliedschaft genießen wollten. So war die Ost-CDU auch ein kleines Stück weit eine Art "Protestpartei".
Adererseits war sie natürlich gleichgeschaltet und in der "Nationalen Front" eingebunden. Eine Opposition wurde nicht zugelassen und hätte die CDU versucht, Opposition zu "spielen", wäre sie sofort verboten worden.

Die Linke. hat geschrieben:
Warum erreicht die Partei im Osten die meisten Stimmen?

Menschen vergessen einfach zu schnell. Früher wurde auf die DDR geschimpft und heute auf die BRD.
Die Linke. hat geschrieben:
Und hat die Ost-Linke schon jemals sich wieder die Mauer gewünscht o.ä.?

Sie hat die deutsche Einheit nie gewollt und hat 1990 dagegen gestimmt. Das genügt.
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14.08.2008, 22:38

Konkrete Beispiele fallen mir jetzt gerade nicht ein.


:roll: :roll: :roll:

:wink:

Das sehe ich etwas anders. Die Deutsche Bahn sollte durchaus privatisiert werden und ich bin sogar dafür, daß Konkurrenz-Unternehmen gegründet werden, nur das Schienennetz muß in staatlicher Hand bleiben.


Das wird aber nicht geschehen.

Diese Argumentation kenne ich nur zu gut - "die Reichen beuten die Armen aus". Klar gibt es "Arme" und "Reiche", aber es gibt auch etwas dazwischen - den Mittelstand. Eine Gesellschaft, wie Marx und Engels sie gezeichnet haben, wird es nie geben.


Siehe dir die Vermögensverteilung doch an:

http://de.youtube.com/watch?v=sOgQbx9Ry9s

Ausserdem sehe ich das ganze auch global.

Aber doch, sie hieß von 2005-2007 auch mal "Die Linkspartei/PDS":


Ok, stimmt. Das war dann aber wirklich nur eine Umbenennung. Die Linke, war dann schon eine neue Partei.

Auch eine Änderung in der Ideologie?
Streben "Die Linken" nicht noch immer den Kommunismus an?


Nein :!: Laut Bundesverfassungsschutz gibt es 630 Kommunisten in der Partei.

Ein außerordentlicher Parteitag der SED, der im Dezember 1989 stattfindet, beschließt, einen radikalen Bruch mit allen Erscheinungsformen des Stalinismus zu vollziehen. Erstrebt wird ein dritter Weg zwischen "stalinistischem Pseudosozialismus" und der "Herrschaft des Profits".


Menschen vergessen einfach zu schnell. Früher wurde auf die DDR geschimpft und heute auf die BRD.


Auf die DDR haben sie geschimpft, weil sie dachten es ist nur Propaganda, wenn gesagt wurde, der Kapitalismus sei zynisch. Heute weiß man es besser.

Sie hat die deutsche Einheit nie gewollt und hat 1990 dagegen gestimmt. Das genügt.


Anders: Von damaligen 2 mio Mitglieder, trafen sich 250.000 die die DDR erhalten wollten.

Heute sind nur noch 40.000 ehemalige SED-Mitglieder in der Partei. Von 250.000 die damals die DDR erhalten haben wollten, darunter war kein Grgor Gysi (als Beispiel). Ob diese 250.000 die Partei nicht verlassen haben? :lol:

Wie ich schon sagte, die Partei hat eine enorme Entwicklung hinter sich. Nicht alles von damals über einen Kamm scheeren.
 
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15.08.2008, 01:19

Und ja, unsere Wirtschaft beruht auf Privatwirtschaft. Unsere Wirtschaft beruht auch darauf, das die Ärmsten ausgebeutet werden zu Gunsten der Reichsten. Die Frage ist, wo man da die Grenzen zieht.


Falsch. Unsere Wirtschaft beruht in erster Linie auf einer leistungsstarken Mittelschicht.

Auf die DDR haben sie geschimpft, weil sie dachten es ist nur Propaganda, wenn gesagt wurde, der Kapitalismus sei zynisch. Heute weiß man es besser.


Nun, die Behauptung, der Kapitalismus, insbesondere der neoliberale, sei zynisch, müsste von Dir zunächst einmal belegt werden.
Geschimpft wurde auf die DDR aber oft aus anderen Gründen. Zum Beispiel, dass dieser Staat seine Bürger einsperrte, sie permanent überwachte, bevormundete, etc. Ich könnte noch eine ganze Weile so weitermachen.

Nein Laut Bundesverfassungsschutz gibt es 630 Kommunisten in der Partei.


Dann klär uns doch mal auf, was diese Partei anstrebt, jenseits einer Fundamentalopposition.

Sowas garantiert eigenes Denken.


Oder auch nicht. Wie auch immer, es sagt wenig über das Ergebnis eines solchen Denkprozesses aus.

Warum erreicht die Partei im Osten die meisten Stimmen?


Weil es mit einer freiheitlich-demokratischen Gesinnung bei vielen Deutschen leider nicht besonders weit her ist. Das hatten wir aber auch schonmal unter Hitler erlebt...

Nur, weil wir die Privatisierung der Welt nicht hinnehmen, sind wir noch lange nicht das was da oben steht. Und ihr lasst es auch noch mit euch machen


Genauso polemisch könnte man argumentieren, aus besserer Einsicht, man habe ja gesehen, wohin Verstaatlichung letztlich führt...

Rückkehr zur vollen Pendlerpauschale, Sozialtarife, eine gerechtere Arbeitslosengeld- Regelung


Die Pendlerpauschale war schon immer ein gutbürgerliches Gut. Das ist ganz sicher nicht die Erfindung der Linken.
Die Vorschläge zum Arbeitslosengeld dagegen sind sehr unterschiedlich. Gemeinsam ist Union und der Linken allenfalls, dass Änderungen vorgenommen werden sollen. Populistisch ist das von der Linken geforderte Wie.

Demagogie soll sein, was DIE LINKE seit langem energisch einklagt und was die SPD, mehr genötigt durch ihre Auszehrung als durch Einsicht, inzwischen auch auf ihre Fahnen geschrieben hat: Mindestlohn, Altersteilzeit, Kampf der Kinderarmut.


Alles alte Hüte, die nicht von der Linken in die Debatte eingeführt wurden.
Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen wurden etwa durch Blüm in den 80er Jahren forciert. Allerdings sind auch hier die vorgeschlagenen Wege unterschiedlich. Die Vorschläge der Linken sind regelmäßig nicht finanzierbar.

Die einzigen Zielgruppen, bei denen die Medienhatz gegen Links noch verfängt, sind die einschlägigen Nutznießer der Großparteien: Pfründe-Adel, Besserverdienende, Parteifunktionäre und Einkommensmillionäre im Lande. Statt in 100 Prozent Ablehnung gegen die LINKE schwelgen sie nun eben in 200 Prozent.


Netter kleiner Propagandaabsatz. Argumentfrei, aber schön niedere Instinkte wie Neid bedienend. Und Du behauptest, die Linke sei nicht populistisch und demagogisch? Du bietest hier grad das beste Beispiel, diesen Vorwurf zu untermauern.

Gysi und Lafontaine sind keine demagogen. Es sind Intellektuelle. Sie verführen nicht. Sie bewaffnen.


Sie bewaffnen mit Halbwahrheiten und Lügen. Du liest doch den Spiegel?
Da wurde eine Aussage Gysis erst neulich auf den Prüfstand gestellt. An dieser Aussage war fast alles falsch oder nicht nachweisbar.
Meinetwegen sind Gysi und Lafontaine intellektuell, also dann halt intellektuelle Demagogen. Dieses Prädikat hatte sich auch Göbbels durchaus verdient.
sic transit gloria mundi
 
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Falsch. Unsere Wirtschaft beruht in erster Linie auf einer leistungsstarken Mittelschicht.


Hast du wohl nicht genug Marx gelesen. Auch der Mittel- und Kleinunternehmer beutet, vorzugsweise die Armen, aus.

Nun, die Behauptung, der Kapitalismus, insbesondere der neoliberale, sei zynisch, müsste von Dir zunächst einmal belegt werden.

Nun, bspw. 'Sozial ist was Arbeit schafft'. Aha. Dann sollen 30% im Niedriglohnsektor arbeiten. Sehr sozial. Das ist zynisch. Das täglich 100.000 Menschen verrecken, weil sie nicht genug Essen haben, ist auch zynisch. Wenn ich dir jetzt sage, das wir diese Armut in vielerlei Art und Weise produzieren und die die diesem Hunger entkommen wollen, im Mittelmeer ersaufen lassen, ist auch zynisch.


Geschimpft wurde auf die DDR aber oft aus anderen Gründen. Zum Beispiel, dass dieser Staat seine Bürger einsperrte, sie permanent überwachte, bevormundete, etc. Ich könnte noch eine ganze Weile so weitermachen.


Das du ein Wessi bist, merke ich spätestens an dieser Stelle: _DAS_ hat die Menschen nur bedingt gestört. Wenn man im Osten des Landes lebte und/oder keine West-Verwandten hat, hast du gar nicht mitgekriegt das du eingesperrt warst. Du wurdest auch nicht permanent überwacht. Die DDR-Bürger wollten Konsum. Sie waren Konsumgeil. Und viele wollten ihre Verwandten sehen. Das waren die beiden Hauptgründe. Nun wägen sie aber auf, was ist besserer: Ein gesellschaftliches Leben mit einer gesicherten Zukunft und Arbeit oder noch 40 Jahre arbeitslos, am Rande der Gesellschaft bist ich sterbe. Da weiss man doch was man will.

Dann klär uns doch mal auf, was diese Partei anstrebt, jenseits einer Fundamentalopposition.


Also wir betreiben keine Fundamentalopposition. Wir gehen, an vielerlei Orten, mit unserer Regierungsverantwortung demokratischer und verantwortungsbewusster um als die SPD.

Weiter: Die Linke hat nicht das Ziel, 75% des Bundestages zu stellen (damit man auch die Verfassung ändern kann). Nein, wir wollen, unabhängig davon ob wir 5-40% haben, für eine freiere, gerechtere Welt kämpfen. Stück für Stück.

Oder auch nicht. Wie auch immer, es sagt wenig über das Ergebnis eines solchen Denkprozesses aus.


Das Ergebnis dabei spielt ja auch keine übergeordnete Rolle.

Weil es mit einer freiheitlich-demokratischen Gesinnung bei vielen Deutschen leider nicht besonders weit her ist.


Wohl wahr! Das sieht man allein daran das die große Koalition seit 2005 11 Gesetze verabschiedete, die das Bundesverfassungsgericht mindestens teilweise stoppen musste. Furchtbar, wie man nur CDU/SPD wählen kann, welche unser GG ständig zu ändern versuchen
:cry:

Genauso polemisch könnte man argumentieren, aus besserer Einsicht, man habe ja gesehen, wohin Verstaatlichung letztlich führt..


Wie ich schon sagte: Weder Kommunismus noch Neoliberalismus. Sondern ein Weg dazwischen. Sozialismus z.B. aber nur als Beispiel. Das ist wohl die Ideologie die uns antreibt. Und der Weg dahin, ist dessen Verwirklichung.

Die Pendlerpauschale war schon immer ein gutbürgerliches Gut. Das ist ganz sicher nicht die Erfindung der Linken.
Die Vorschläge zum Arbeitslosengeld dagegen sind sehr unterschiedlich. Gemeinsam ist Union und der Linken allenfalls, dass Änderungen vorgenommen werden sollen.


Warum führten ALLE Parteien, außer die Linke, die Pendlerpauschale ab, wenn es doch so ein gutbürgerliches Gut ist? Und warum will die CSU sie nun zurück haben? Das sollte sogar dir Klar werden.


Populistisch ist das von der Linken geforderte Wie.


Na dann, gib mir konkrete Beispiele, was von den Linken wo wie populistisch ist. So eine Behauptung ohne Beweise ist populistisch.


Alles alte Hüte, die nicht von der Linken in die Debatte eingeführt wurden.
Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen wurden etwa durch Blüm in den 80er Jahren forciert. Allerdings sind auch hier die vorgeschlagenen Wege unterschiedlich. Die Vorschläge der Linken sind regelmäßig nicht finanzierbar.


Komm, gib Beispiele :roll:

Netter kleiner Propagandaabsatz. Argumentfrei, aber schön niedere Instinkte wie Neid bedienend. Und Du behauptest, die Linke sei nicht populistisch und demagogisch? Du bietest hier grad das beste Beispiel, diesen Vorwurf zu untermauern.


Ich gebe dir gerne 2 Beispiele: 1. Oskar Lafontaine wurde mit ~92% zum Spitzenkandidat der Linken im Saarland gewählt. Sozialistische Werte, Auf Honeckers Spuren, hießen die Überschriften der Medien. Das Beck oder Merkel sogar mit noch mehr Prozent gewählt wurden, spielt dabei keine Rolle.

2. Als die PDS im Jahre 2004 Gesine Schwan wählte, interessierte das Niemanden. Nein, es war klar und logisch. Heute ist es ein Verbrechen. Ja, mindestens.

Sie bewaffnen mit Halbwahrheiten und Lügen. Du liest doch den Spiegel?
Da wurde eine Aussage Gysis erst neulich auf den Prüfstand gestellt. An dieser Aussage war fast alles falsch oder nicht nachweisbar.


Ich lese auch Spiegelfechter :roll:

Dieses Prädikat hatte sich auch Göbbels durchaus verdient.



Mit welchen du dich gerade auf eine Stufe stellst.
Linksjugend['Solid]