2021: Katastrophenzustand nach Starkregen

Umweltschutz, Umweltstatistiken, Energiepolitik

Moderator: Barbarossa

Marianne E.
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Registriert: 13.04.2019, 16:51

Hallo Barbarossa
und vielen Dank für Deine ausführliche Stellungnahme. Es ist tröstlich und richtig gut, mit Dir einen Meinungsaustausch zu pflegen.
Vieles von dem, was wir schon diskutiert haben, hat nun auch die öffentliche Diskussion erreicht. Ich hoffe, dass die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden.
Vorhin in den Nachrichten wurde auch davon gesprochen, den Flüssen wieder mehr Raum zu geben, die Auewälder wieder zuzulassen usw.
Den Starkregen wird man natürlich nicht verhindern können, aber die Auswirkungen mildern.
Schönes Wochenende
M
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Barbarossa
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Aus dem Katastrophengebiet kommen gerade sehr widersprüchliche Meldungen.

Verschiedene Tageszeitungen, wie etwa die Märkische Allgemeine Zeitung (gestern) oder auch heute Der Tagesspiegel berichten, Abteilungen des THW seien dort verbal angegriffen und z. T. sogar mit Müll beworfen worden. Als Hauptschuldige werden dabei ,,Querdenker'' u. ä. genannt. Der Tagesspiegel bezieht sich dabei auf Meldungen von RTL/n-tv.
Gestern auf Facebook gibt es dagegen Posts von Twittermeldungen, in denen die örtliche Polizei beim THW nachgefagt hätte und dort keine Bestätigung dieser Meldungen erhielt. Damit kann also die Polizei solche Melungen ausdrücklich nicht bestätigen.
siehe: https://mobile.twitter.com/Polizei_KO/s ... 3803627526

Andererseits wurde eine Reporterin von RTL beurlaubt, weil sie sich vor einer Reportage selbst mit Schmutz einrieb. Inzwischen hat sie dafür um Entschuldigung gebeten und sich dazu auch geäußert. Ihr sei es unangenehm gewesen, mit einem sauberen T-Shirt da zu stehen, während lauter schmutzige Helfer dort herumliefen.
Sie selbst habe im übrigen zuvor auch schon tagelang bei Aufräumarbeiten geholfen.

Ich weiß nicht, was ich von alldem halten soll...
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Barbarossa
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Nach der Katastrophe und dem Beginn der Aufräumarbeiten beginnt nun auch die politische und praktische Aufarbeitung und die historische Einordnung des Hochwassers.
Die Bonner Geographen Thomas Roggenkamp und Jürgen Herget haben dazu historische Aufzeichnungen durchgearbeitet. Danach ist bereits für 1348 ein Hochwasser erwähnt. Weitere katastrophale Hochwasserereignisse gab es am 30. Mai 1601, 21. Juli 1804 und 13. Juni 1910 mit ebenfalls schweren Verwüstungen und zahlreichen Todesopfern entlang der Ahr.
Das Hochwasser von 1804 (also vorindustriell) ist sogar vergleichbar mit dem von diesem Jahr mit vergleichbaren Spitzenabflüssen von 1.000 bis 1.300 Kubikmetern pro Sekunde. Nur aufgrund der dichteren Bebauung war der Hochwasserspiegel dieses Jahr um 1,5 m höher, als 1804. Die Experten stellten dabei auch klar, dass die Bodenversiegelung bei solchen Wassermassen eine eher untergeordnete Rolle spielten. Vielmehr sei es eine politische Entscheidung, welche Nutzungen innerhalb des Hochwasserbetts zukünftig ausgewiesen werden und welche Schutzmaßnahmen ergriffen werden würden.
Zudem sehen die Experten auch die Aussagen von Klimaschützern und der Politik kritisch, dieses Hochwasser sei eine direkte Folge des Klimawandels, da es vergleichbare Hochwasserereignisse bereits früher gab und das in diesem Jahr somit kein erstmaliges Ereignis darstellt. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass sich solche Ereignisse aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufen könnten.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wissen/erde ... ml?GEPC=s2
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