Die Geschichte um den „falschen Waldemar" in der Markgrafschaft Brandenburg im späten Mittelalter - auch interessant.
Hier das Textzitat in voller Länge:
»Großer Städtebund der Mark Brandenburg
Das 14. Jahrhundert stellte für die Mark Brandenburg eine Phase tiefgreifender politischer Instabilität dar. Das Aussterben der Gründerdynastie der Askanier führte zu einer herrscherlosen Zeit mit schweren territorialen Verlusten und inneren Unruhen. Der Übergang der Landesherrschaft an die Wittelsbacher konnte diese Krise nicht beheben und führte unter ihrer Herrschaft zu einer Fortsetzung und Verschärfung der Konflikte, die die Zentralgewalt weiter schwächten. In dieser Zeit der Unsicherheit gewannen die märkischen Städte an Einfluss und schlossen Bündnisse zur Wahrung ihrer Interessen und Aufrechterhaltung des Landfriedens sowie des Handels. Ein Ereignis vom 26. Januar 1349, an dem 35 Städte in Spandau ihren Schutzbündnisvertrag erneuerten. Es war aber nicht einfach eine profane Erneuerung etablierter Bündnisse, es war auch ein offenes Bekenntnis zum vergangenen Herrscherhaus der Askanier. Es handelte sich um eine offene Treuebekundung und Huldigung gegenüber dem von der Geschichtsschreibung sogenannten „Falschen Waldemar“, und damit eine offene Oppositionen gegen die Wittelsbacher Herrschaft darstellte.
Das Ende der Askanier und die herrscherlose Zeit
Die Mark Brandenburg war seit dem 12. Jahrhundert unter der Herrschaft der Askanier entstanden und hatte sich zu einem bedeutenden Territorium im Heiligen Römischen Reich entwickelt. Mit dem überraschenden Tod des Markgrafen Waldemar des Großen im Jahr 1319 und dem seines minderjährigen Neffen und einzigen männlichen Erben, Heinrich II., im Jahr 1320, erlosch die Dynastie in der männlichen Linie. Diese Vakanz führte zu einer ersten Phase des Kontrollverlusts (1319/1320–1323), in der Anarchie und räuberische Übergriffe des lokalen Adels sich etablierten. Nachbarterritorien nutzten die Schwäche gezielt aus: Mecklenburg annektierte die Prignitz und das Land Stargard, Pommern Teile der Uckermark, Böhmen unter König Johann dem Blinden Teile der Oberlausitz, während das Erzstift Magdeburg und das Fürstentum Anhalt Gebiete in der Altmark besetzten. Der märkische Adel nutzte die Zeit um lokale Macht auszubauen und Städte wie Berlin-Cölln, Stendal, Frankfurt an der Oder und Spandau bauten ihrerseits Autonomie. Bereits zu dieser frühen Zeit schlossen Städte Bündnisse zum Schutz vor Willkür und zur Sicherung des Landfriedens, etwa 1323 einen Bund von 22 Städten.
Der Übergang zu den Wittelsbachern und der Verlauf ihrer Herrschaft
Im Jahr 1323 belehnte Kaiser Ludwig IV. der Bayer aus dem Haus Wittelsbach seinen Sohn Ludwig I. (den Brandenburger) mit der Mark Brandenburg. Die Wittelsbacher übernahmen ein bereits stark geschwächtes Territorium, das durch die herrscherlose Phase erhebliche Verluste und innere Zerrüttung erlitten hatte. Der Dynastiewechsel markierte den Beginn einer fast fünfzigjährigen Wittelsbacher Periode (1323–1373). Die neuen Herrscher betrachteten die Mark wegen der entstehenden Rivalität mit den Luxemburgern bald als Nebenland und Wuekle von Einnahmen. Ludwig I. und seine Brüder, die ihm nachfolgten, waren häufig abwesend, da sie sich auf bayerische und reichspolitische Angelegenheiten konzentrieren mussten. Dies führte zu einer wahrgenommen finanziellen Ausbeutung, Vernachlässigung der Verwaltung und damit fortwährend wachsendem Unmut bei Adel und Städten.
Unter den Wittelsbachern setzten sich die Konflikte der Vakanzzeit fort und eskalierten noch: Adlige Raubzüge und Fehdewesen blieben ein ungelöstes Problem, weitere territoriale Verluste traten ein, und die zentrale Autorität erodierte durch Verpfändung landesherrlichen Besitzes weiter. Die Städte nutzten die Schwäche, um ihre Privilegien zu erweitern – etwa in Zoll-, Steuer- und Gerichtsfragen. Frühere Bündnisse wie der märkische Städtebund von 1308 oder der Landfriedensbund von 1323 gewannen an Bedeutung.
Der Falsche Waldemar als Kulmination der Krise
In dieser Phase der Konflikte traten wesentliche der märkischen Ritterschaft und viele Städte in offene Opposition zum Herrscherhaus. Sie wurzelte in realen Missständen wie der langjährigen Abwesenheit des Markgrafen Ludwig I., den erwähnten hohen finanziellen Belastungen durch wiederholte Abgabenforderungen und mangelndem Schutz vor Fehden. Verstärkt wurde sie durch die Ablehnung der „fremden“ Wittelsbacher Dynastie sowie eine Nostalgie für die askanische Tradition, die als präsenter und privilegienfreundlicher galt.
Im September 1345 verbündeten sich Städte und Ritterschaften in Berlin gegen Ludwig I., um ihre Privilegien kollektiv zu verteidigen und Druck auf den abwesenden Herrscher auszuüben. Die gleichzeitige Reichskrise verschärfte sich 1346 durch die Wahl Karls IV. aus dem Haus Luxemburg zum Gegenkönig gegen Ludwig IV.
In diesem Umfeld erschien im Sommer 1348 ein Hochstapler (vermutlich ein Müllergeselle namens Jakob Rehbock), der sich als der „wiedergekehrte“ Markgraf Waldemar ausgab. Angeblich habe er seit 1319 eine Pilgerreise ins Heilige Land unternommen.
Der „Falsche Waldemar“ gewann rasch Anhänger: Viele Städte und Teile des Adels lehnten die „fremden“ Wittelsbacher wie erwähnt in aller Offenheit ab und hofften auf eine Rückkehr zur askanischen Tradition mit großzügigeren Privilegien. Der römisch-deutsche Gegenkönig Karl IV. nutzte die Situation und belehnte den Betrüger am 2. Oktober 1348 mit der Mark, um seine Wittelsbacher Konkurrenten zu schwächen.
Am 26. Januar 1349 erneuerten 35 Städte aus Mittelmark, Altmark, Prignitz und Uckermark – darunter federführend Berlin-Cölln – in Spandau ihren Schutzbündnisvertrag und bekräftigten damit offen ihre Treue zum „neuen“ altem Markgrafen. Nur wenige Städte, darunter vor allem Brietzen (das später als Belohnung für seine Treue den Namen Treuenbrietzen erhielt), blieben den Wittelsbachern treu und weigerten sich, dem Hochstapler zu huldigen. Der im Grunde früh schon offenkundige Schwindel wurde 1350 „aufgedeckt“, der Hochstapler musste entsagen und starb 1356 in Anhalt. Der „Falsche Waldemar“ hatte schlicht seinen Zweck als brandenburgischer Dorn im Fleische der Wittelsbacher erfüllt und musste nun weg.
Die Affäre verdeutlichte die tiefe Krise der landesherrlichen Macht und die Bereitschaft der Städte und Ritterschaft dieses Vakuum für sich zu nutzen.
Die Bündnisse der märkischen Städte in den 1340er Jahren – insbesondere die Opposition ab 1345 und ihre Verstärkung in der Affäre des Falschen Waldemar – hatten klare Ursachen: Die chronische Schwäche der landesherrlichen Gewalt, die bereits in der askanischen Vakanzzeit begonnen hatte und unter den Wittelsbachern fortbestand, führte zu Unsicherheit, wirtschaftlicher Belastung und Bedrohung durch adlige Raubzüge und Willkür. Die Städte suchten Schutz in kollektiver Selbsthilfe, ähnlich wie in früheren Bünden (1308, 1323).
Die Reichskrise (Gegenkönigswahl 1346) und wachsende Unzufriedenheit mit der abwesenden Herrschaft förderten lokale Allianzen. Städte wie Berlin-Cölln spielten eine zentrale Rolle, da sie wirtschaftlich stark waren und vom ungestörten Handel profitierten.«
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Die Zeit der Wittelsbacher und die Geschichte um den „falschen Waldemar" in der Markgrafschaft Brandenburg
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»Als die Mark bayrisch wurde
Der Übergang der Mark Brandenburg von den Askaniern zu den Wittelsbachern steht für eine Phase tiefer politischer Instabilität, in der das Territorium zum Nebenschauplatz wurde und den dynastischen Interessen innerhalb des Reiches zum Opfer fiel. Als im Jahr 1320 mit dem Tod Heinrichs des Jüngeren die askanische Linie in Brandenburg im Mannesstamm erlosch, entstand ein Machtvakuum, das der römisch-deutsche König Ludwig IV. zur Stärkung seiner eigenen Hausmacht nutzte.
Die Belehnung im Kontext der wittelsbachischen Reichspolitik
Die Entscheidung des König, seinen erst achtjährigen Sohn Ludwig V. im Jahr 1323 auf dem Hoftag zu Nürnberg mit der Mark zu belehnen, war ein diplomatischer Vorstoß gegenüber den konkurrierenden Häusern Habsburg und später Luxemburg. Ludwig der Bayer beabsichtigte, eine wittelsbachische Sekundogenitur im Osten zu etablieren, um die luxemburgische Expansion in Böhmen zu neutralisieren. Da der junge Markgraf jedoch noch minderjährig war, wurde er 1324 unter der Vormundschaft des Grafen Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen in sein neues Amt eingeführt. Diese Verwaltung durch die oberdeutschen Räte des Königs stieß beim märkischen Adel auf Widerstand, da die neuen Amtsträger primär als Amtmänner Wittelsbacher Hauspolitik gesehen wurden.
Territoriale Erosion und der Verlust der Einheit
In den vier Jahren des Interregnums zwischen 1320 und 1324 war die Mark zur Beute ihrer Nachbarn geworden. Der junge Wittelsbacher trat kein territorial unversehrtes Erbe an, sondern einen durch empfindliche Gebietsverluste geschwächten Rumpfstaat:
• Die Lausitz war an König Johann von Böhmen und damit an das Haus Luxemburg gefallen.
• Die Neumark sah sich Begehrlichkeiten Polens und des Deutschen Ordens ausgesetzt.
• Die Randgebiete im Westen und Norden waren von den Erzbischöfen von Magdeburg sowie den Herzögen von Pommern und Mecklenburg besetzt worden.
• Die Wettiner hatten sich die Meißner Pfandgebiete und jene Regionen die im Vertrag von Tangermünde brandenburgisch wurden, wieder zurückgeholt.
Der Versuch, diese entfremdeten Territorien zurückzugewinnen, belastete die Ressourcen der Mark über Jahrzehnte und verhinderte eine innere Stabilisierung.
Die Isolation durch den päpstlichen Bann
Ganz erheblich erschwert wurde die wittelsbachische Herrschaft durch den Konflikt zwischen dem mittlerweile zum Kaiser gekrönten Ludwig IV. und der päpstlichen Kurie in Avignon. Da Ludwig der Bayer 1324 exkommuniziert wurde, traf der Kirchenbann auch seine Söhne. Das über die Mark verhängte Interdikt entzog der neuen Dynastie damit die kirchliche Legitimität. Der märkische Adel und die aufstrebenden Städte nutzten diesen rechtlichen Schwebezustand häufig, um dem gebannten Landesherrn die Gefolgschaft zu verweigern, oder große Zugeständnisse zu erwirken, was die Regierungsfähigkeit des jungen Markgrafen Ludwig einschränkte.
Die Tiroler Heirat und die Folgen der Abwesenheit
Einen weiteren Belastungstest stellte die im Jahr 1342 vollzogene Heirat Ludwigs mit Margarete von Tirol dar. Während diese Verbindung den Wittelsbachern den Zugriff auf die strategisch wichtigen Alpenpässe sicherte, vertiefte sie die Entfremdung zur Mark Brandenburg und führte zum offenen Konflikt mit den Luxemburgern. Ludwig, per Geburt Herzog von Oberbayern, war nun zusätzlich Graf von Tirol und verlagerte seinen Lebensmittelpunkt zurück nach Süden. Die Mark wurde dauerhaft von wechselnden Statthaltern verwaltet, darunter Burggraf Johann II. von Hohenzollern-Nürnberg, der somit zum ersten Hohenzoller in der Mark wurde. Die dauerhafte Abwesenheit des Landesherrn und die sich steigernde finanzielle Ausnutzung der märkischen Gebiete hinterließen ein neues Machtvakuum.
Diese Vernachlässigung bot schließlich die Bühne für das spätere Auftreten des „Falschen Waldemar“. Es zeigte sich, dass die wittelsbachische Herrschaft als ein von außen aufgedrängtes Konstrukt wahrgenommen wurde, das die organische Verbindung zwischen Landesherrn und Ständen, wie sie unter den Askaniern bestanden hatte, nicht wiederherstellen konnte.
Fortsetzung, falls erwünscht.«
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»Als die Mark bayrisch wurde
Der Übergang der Mark Brandenburg von den Askaniern zu den Wittelsbachern steht für eine Phase tiefer politischer Instabilität, in der das Territorium zum Nebenschauplatz wurde und den dynastischen Interessen innerhalb des Reiches zum Opfer fiel. Als im Jahr 1320 mit dem Tod Heinrichs des Jüngeren die askanische Linie in Brandenburg im Mannesstamm erlosch, entstand ein Machtvakuum, das der römisch-deutsche König Ludwig IV. zur Stärkung seiner eigenen Hausmacht nutzte.
Die Belehnung im Kontext der wittelsbachischen Reichspolitik
Die Entscheidung des König, seinen erst achtjährigen Sohn Ludwig V. im Jahr 1323 auf dem Hoftag zu Nürnberg mit der Mark zu belehnen, war ein diplomatischer Vorstoß gegenüber den konkurrierenden Häusern Habsburg und später Luxemburg. Ludwig der Bayer beabsichtigte, eine wittelsbachische Sekundogenitur im Osten zu etablieren, um die luxemburgische Expansion in Böhmen zu neutralisieren. Da der junge Markgraf jedoch noch minderjährig war, wurde er 1324 unter der Vormundschaft des Grafen Berthold VII. von Henneberg-Schleusingen in sein neues Amt eingeführt. Diese Verwaltung durch die oberdeutschen Räte des Königs stieß beim märkischen Adel auf Widerstand, da die neuen Amtsträger primär als Amtmänner Wittelsbacher Hauspolitik gesehen wurden.
Territoriale Erosion und der Verlust der Einheit
In den vier Jahren des Interregnums zwischen 1320 und 1324 war die Mark zur Beute ihrer Nachbarn geworden. Der junge Wittelsbacher trat kein territorial unversehrtes Erbe an, sondern einen durch empfindliche Gebietsverluste geschwächten Rumpfstaat:
• Die Lausitz war an König Johann von Böhmen und damit an das Haus Luxemburg gefallen.
• Die Neumark sah sich Begehrlichkeiten Polens und des Deutschen Ordens ausgesetzt.
• Die Randgebiete im Westen und Norden waren von den Erzbischöfen von Magdeburg sowie den Herzögen von Pommern und Mecklenburg besetzt worden.
• Die Wettiner hatten sich die Meißner Pfandgebiete und jene Regionen die im Vertrag von Tangermünde brandenburgisch wurden, wieder zurückgeholt.
Der Versuch, diese entfremdeten Territorien zurückzugewinnen, belastete die Ressourcen der Mark über Jahrzehnte und verhinderte eine innere Stabilisierung.
Die Isolation durch den päpstlichen Bann
Ganz erheblich erschwert wurde die wittelsbachische Herrschaft durch den Konflikt zwischen dem mittlerweile zum Kaiser gekrönten Ludwig IV. und der päpstlichen Kurie in Avignon. Da Ludwig der Bayer 1324 exkommuniziert wurde, traf der Kirchenbann auch seine Söhne. Das über die Mark verhängte Interdikt entzog der neuen Dynastie damit die kirchliche Legitimität. Der märkische Adel und die aufstrebenden Städte nutzten diesen rechtlichen Schwebezustand häufig, um dem gebannten Landesherrn die Gefolgschaft zu verweigern, oder große Zugeständnisse zu erwirken, was die Regierungsfähigkeit des jungen Markgrafen Ludwig einschränkte.
Die Tiroler Heirat und die Folgen der Abwesenheit
Einen weiteren Belastungstest stellte die im Jahr 1342 vollzogene Heirat Ludwigs mit Margarete von Tirol dar. Während diese Verbindung den Wittelsbachern den Zugriff auf die strategisch wichtigen Alpenpässe sicherte, vertiefte sie die Entfremdung zur Mark Brandenburg und führte zum offenen Konflikt mit den Luxemburgern. Ludwig, per Geburt Herzog von Oberbayern, war nun zusätzlich Graf von Tirol und verlagerte seinen Lebensmittelpunkt zurück nach Süden. Die Mark wurde dauerhaft von wechselnden Statthaltern verwaltet, darunter Burggraf Johann II. von Hohenzollern-Nürnberg, der somit zum ersten Hohenzoller in der Mark wurde. Die dauerhafte Abwesenheit des Landesherrn und die sich steigernde finanzielle Ausnutzung der märkischen Gebiete hinterließen ein neues Machtvakuum.
Diese Vernachlässigung bot schließlich die Bühne für das spätere Auftreten des „Falschen Waldemar“. Es zeigte sich, dass die wittelsbachische Herrschaft als ein von außen aufgedrängtes Konstrukt wahrgenommen wurde, das die organische Verbindung zwischen Landesherrn und Ständen, wie sie unter den Askaniern bestanden hatte, nicht wiederherstellen konnte.
Fortsetzung, falls erwünscht.«
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