Forum für Geschichte und Politik


Moderator: Barbarossa

 
Mitglied2267

70er Jahre sexuell lockerer?

01.05.2014, 14:04

In der BRD waren die 70er die Zeiten von Oswalt Kolle, und auch Ingrid Steeger pärsentierte dereinst einmal Ihren Busen in der Glotze, nicht zu sprechen von Schulmädchenreport. In der DDR war FKK etwas völlig normales. Darum würde mich einmal folgende Fragestellung interessieren: Waren Eurer Meinung nach die 70er Jahre eine Zeit größeren sexuellen Liberalismus? War man damals Eurer Meinung nach lockerer?
 
Benutzeravatar
Triton
Mitglied
Beiträge: 1909
Registriert: 09.10.2012, 10:30

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

01.05.2014, 20:43

Kann ich nicht wirklich mitreden, weil etwas zu jung. Aber ich denke, dass Vieles auch in den scheinbar prüderen Jahren gemacht wurde, nur wurde nicht drüber geredet. Am freizügigsten schätze ich die späten Nazi-Jahre ein, in denen man es wohl als Mann am leichtesten hatte und das Regime sich über jeden (arischen) Nachwuchs freute.

Übrigens hat FKK nichts mit Freizügigkeit zu tun sondern ist eine ziemliche Spießerveranstaltung und völlig unerotisch. Einfach mal selbst hingehen und schlauer werden.
"Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, in dem man sie ignoriert." (Aldous Huxley)
 
Benutzeravatar
dieter
Mitglied
Beiträge: 10152
Registriert: 29.04.2012, 09:48
Wohnort: Frankfurt/M.

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

02.05.2014, 12:54

Ich sehe keinen Unterschied zur heutigen Zeit. Das hing sicherlich von jedem Einzelnen ab. :wink:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
Lia

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

02.05.2014, 21:02

Ich sehe einen Unterschied zu heute: Man begrub nicht alles unter political correctness oder lief dauernd in die Gefahr, als sexistisch bezeichnet zu werden. Was meist die Männer trifft, wir Frauen können das umgekehrt mindestens genauso gut beim Ablästern.
Der zwischengeschlechtliche Umgangston war lockerer und wir Weiber nicht verkrampft feministisch- übelnehmend. Und wir durften uns auch anhübschen, ohne gleich angezischt zu werden, wir suchten ja nur einen Versorger.
Ich bedaure manchmal die Männer, die sich ja wohl teilweise nicht mehr trauen können, auch nur Anzeichen von Flirt zu zeigen, bevor es überhaupt zu mehr kommt.
 
Renegat
Mitglied
Beiträge: 2045
Registriert: 29.04.2012, 19:42

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

02.05.2014, 21:07

Die 70er hatten zwei handfeste Vorteile, es gab schon die Pille und noch kein Aids. Der dritte mehr schwammige Unterschied, die Jugend war in der Überzahl und die Spießer hatten gerade einen "Krieg" verloren.
 
Benutzeravatar
Marek1964
Mitglied
Beiträge: 1474
Registriert: 30.11.2013, 12:53

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

02.05.2014, 22:12

Renegat hat geschrieben:
Die 70er hatten zwei handfeste Vorteile, es gab schon die Pille und noch kein Aids. Der dritte mehr schwammige Unterschied, die Jugend war in der Überzahl und die Spießer hatten gerade einen "Krieg" verloren.


jahaaa, Renegat, und endlich werden wir uns in einer Sache einig.... obwohl das mit dem Krieg, naja das ist ein anderes Kapitel. Der war gut gemeint, aber schelcht ausgeführt (wenn also der Vietnamkrieg gemeint ist).

Aber die erotische Liberalisierung (mag den Ausdruck sexuelle Revolution in diesem Zusammenhang nicht, als wären wir alles Schw*** oder Mö*** - gesteuerte Wesen) war sicher ein Zugewinn der 68er Bewegung, die Lebensfreude muss nicht mit einer Vernachlässigung des Verantwortungsgefühls einhergehen. Die Abstreifung von unsinnigen Einschränkungen hat immer meine Sympathie.

Interessant, dass wir diese Diskussion einem Provokateur namen "Landser" zu verdanken haben, der behauptet hatte, ein Kommunist zu sein. Schon drollig. Aber wie sagst Du Renegat, so gern: These - Antithese... Synthese und ich sage dann noch: Prothese...
 
Renegat
Mitglied
Beiträge: 2045
Registriert: 29.04.2012, 19:42

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

03.05.2014, 09:36

Marek1964 hat geschrieben:
Renegat hat geschrieben:
Die 70er hatten zwei handfeste Vorteile, es gab schon die Pille und noch kein Aids. Der dritte mehr schwammige Unterschied, die Jugend war in der Überzahl und die Spießer hatten gerade einen "Krieg" verloren.


jahaaa, Renegat, und endlich werden wir uns in einer Sache einig.... obwohl das mit dem Krieg, naja das ist ein anderes Kapitel. Der war gut gemeint, aber schelcht ausgeführt (wenn also der Vietnamkrieg gemeint ist).

Aber die erotische Liberalisierung (mag den Ausdruck sexuelle Revolution in diesem Zusammenhang nicht, als wären wir alles Schw*** oder Mö*** - gesteuerte Wesen) war sicher ein Zugewinn der 68er Bewegung, die Lebensfreude muss nicht mit einer Vernachlässigung des Verantwortungsgefühls einhergehen. Die Abstreifung von unsinnigen Einschränkungen hat immer meine Sympathie.

Interessant, dass wir diese Diskussion einem Provokateur namen "Landser" zu verdanken haben, der behauptet hatte, ein Kommunist zu sein. Schon drollig. Aber wie sagst Du Renegat, so gern: These - Antithese... Synthese und ich sage dann noch: Prothese...


Drollig? Ich fand es ziemlich befremdlich, wo du dich hier und anderswo doch so vehement für die absolut uneingeschränkte Meinungsfreiheit in Foren ausläßt.
Ob Landser ein Kommunist oder sonstwas war, kann ich nicht beurteilen, habe seinen Auftritt nur halb mitbekommen, so dass ich nicht weiß, was alles gelöscht wurde.

PS: Der Vietnamkrieg war übrigens nicht gemeint, im RL sind Anführungszeichen das Ironiesymbol, da braucht es keine Smilieinflation und "Vorsicht Ironietexte"
 
Benutzeravatar
Marek1964
Mitglied
Beiträge: 1474
Registriert: 30.11.2013, 12:53

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

03.05.2014, 13:48

Renegat hat geschrieben:

Drollig? Ich fand es ziemlich befremdlich, wo du dich hier und anderswo doch so vehement für die absolut uneingeschränkte Meinungsfreiheit in Foren ausläßt.
Ob Landser ein Kommunist oder sonstwas war, kann ich nicht beurteilen, habe seinen Auftritt nur halb mitbekommen, so dass ich nicht weiß, was alles gelöscht wurde.


Ich bin nicht für die absolut uneingeschränkte Meinungsfreiheit und schon gar nicht kämpfe ich vehement dafür. Die Freiheit des einen hört dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt. Meinungen, die das Ziel haben, die Freiheit anderer zu unterdrücken, toleriere ich auch nicht.

Ich bekämpfe damit logischerweise nicht, wenn User wie Landser(Mitglied 2267) gesperrt werden. Landser wurde im Namen des Betreibers darauf hingewiesen, dass sein Nick problematisch ist, er ihn aber ändern kann. Seine Antwort:

"Nein. Der Nick wird nicht geändert. Entweder Ihr akzeptiert diesen oder Ihr werft mich raus. Ich habe übrigens bislang immer die Linkspartei gewählt." Später erwähnte er, dass er Kommunist ist.

Ich sagte ihm, dass das unglaubwürdig ist, dass ich als Antikommunist mir auch nie einen Nick "Rotarmist" zulegen würde, und Landser auch ein Name einer Neo-Nazi Band sei.

Daraufhin erwiderte er, dass Landser auch schon im ersten Weltkrieg verwendet wurde und sich die Band aufgelöst hat. Das wollte ich damit kontern, dass die Band "Landser" sich nicht einfach "aufgelöst' hat, sondern gerichtlich verboten und die Mitglieder verurteilt worden sind und Hitlergruss und Hakenkreuz schon von den alten Römern resp. Indern verwendet worden sind, und trotzdem heute verboten sind. Aber da hat Ralph schon die Reissleine gezogen. Dieser Entscheid geniesst mein vollstes Verständnis.

In einem ausländischen Forum würde Landser vielleicht (noch) nicht gesperrt, aber wenn man in einem deutschen Forum besonders mit diesen Themen verantwortungsvoll umgeht, geniesst das meinen vollen Respekt. Wer als "Landser" von der "sogennanten" polnischen Heimatarmee spricht, da gehen doch alle Alarmglocken hoch und das ist gut so. Ist nicht anders, als würde man heute von den "sogenannten freien Franzosen" de Gaulles sprechen.

Ohnehin halte ich das für eine gezielte Provokation. Man wollte wohl dieses Forum testen.

Renegat hat geschrieben:
PS: Der Vietnamkrieg war übrigens nicht gemeint, im RL sind Anführungszeichen das Ironiesymbol, da braucht es keine Smilieinflation und "Vorsicht Ironietexte"


Ok, die Anführungszeichen habe ich übersehen, aber wie meinst Du dann diesen Satz, dass die Spiesser einen "Krieg" verloren hatten?
 
Benutzeravatar
dieter
Mitglied
Beiträge: 10152
Registriert: 29.04.2012, 09:48
Wohnort: Frankfurt/M.

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

04.05.2014, 14:38

Lia hat geschrieben:
Ich sehe einen Unterschied zu heute: Man begrub nicht alles unter political correctness oder lief dauernd in die Gefahr, als sexistisch bezeichnet zu werden. Was meist die Männer trifft, wir Frauen können das umgekehrt mindestens genauso gut beim Ablästern.
Der zwischengeschlechtliche Umgangston war lockerer und wir Weiber nicht verkrampft feministisch- übelnehmend. Und wir durften uns auch anhübschen, ohne gleich angezischt zu werden, wir suchten ja nur einen Versorger.
Ich bedaure manchmal die Männer, die sich ja wohl teilweise nicht mehr trauen können, auch nur Anzeichen von Flirt zu zeigen, bevor es überhaupt zu mehr kommt.

Liebe Lia,
ja wir Männer sind arm dran. :wink: :mrgreen:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
Lia

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

04.05.2014, 16:51

Liebe Lia,
ja wir Männer sind arm dran.

Ohne jede Ironie: Ja. Und Frauen, die nicht auf der Schwarzen, äh-Schwarzer-Linie liegen, inzwischen auch, geraten sie an humorlose Fanatikerinnen der Emanzipation in ihrem Verständnis.
Manches könnte ich hier unter "Stammtisch" dazu schreiben.
Klar doch gibt es Machos, die zu sehr an alten Rollenbildern kleben. Meist die totalen Langeweiler, die sonst nix haben.
Wenn aber jeder bewundernde Blick, jedes Kompliment und auch mal Flachserei gleich als Sexismus deklariert werden: Öde. Übrigens sind wir Weiber da nicht besser beim Lästern über Euch Männer.
" Männer haben ein anderes Gehirn, wenn überhaupt!"
*duckundwech*
 
Benutzeravatar
Triton
Mitglied
Beiträge: 1909
Registriert: 09.10.2012, 10:30

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

04.05.2014, 20:43

Heute stehen Frauen und Männer in Konkurrenz zueinander, was bis in die 70er ("Emma"nzipation) so nicht stattfand. Da spielen Frauen gerne die Rolle des ewig belästigten Opfers, das geschützt werden muss und dem via Frauenquote alle Türen offen stehen müssen.
Echte Machos kenne ich übrigens viel weniger als völlig degenerierte Waschlappen, die sich Frauen gegenüber willenlos unterordnen, nur um von ihnen geduldet zu werden. Auch der Partnermarkt ist ein Markt und in vielen Gegenden in D gibt es einen Männerüberschuß.
"Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, in dem man sie ignoriert." (Aldous Huxley)
 
Benutzeravatar
dieter
Mitglied
Beiträge: 10152
Registriert: 29.04.2012, 09:48
Wohnort: Frankfurt/M.

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

05.05.2014, 15:08

Lia hat geschrieben:
Liebe Lia,
ja wir Männer sind arm dran.

Ohne jede Ironie: Ja. Und Frauen, die nicht auf der Schwarzen, äh-Schwarzer-Linie liegen, inzwischen auch, geraten sie an humorlose Fanatikerinnen der Emanzipation in ihrem Verständnis.
Manches könnte ich hier unter "Stammtisch" dazu schreiben.
Klar doch gibt es Machos, die zu sehr an alten Rollenbildern kleben. Meist die totalen Langeweiler, die sonst nix haben.
Wenn aber jeder bewundernde Blick, jedes Kompliment und auch mal Flachserei gleich als Sexismus deklariert werden: Öde. Übrigens sind wir Weiber da nicht besser beim Lästern über Euch Männer.
" Männer haben ein anderes Gehirn, wenn überhaupt!"
*duckundwech*

Liebe Lia,
Frauen haben im Durchschnitt 100 Gramm weniger Hirn als Männer, das sagt doch schon alles. :wink: :mrgreen: (Vorsicht, Ironie)
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
Lia

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

05.05.2014, 15:20

Triton hat geschrieben:
Da spielen Frauen gerne die Rolle des ewig belästigten Opfers, das geschützt werden muss und dem via Frauenquote alle Türen offen stehen müssen.

Stimmt leider zu oft, und meist sind es diejenigen meiner Geschlechtsgenossinnen, die ihr Engagement und ihre Kräfte mehr ins Selbstmitleid investieren als in die Karriere.
Denen kann man es aber als Frau nie recht machen. Ignorieren- oder drüber lachen, was mir auch nicht immer gelingt.
Insgesamt wirkt dieses fanatische Emanzengeschwafel lähmend aufs Geschlechterverhältnis und erstickt ja schon fast jeden harmlosen Flirt. Oder auch nur die völlig normale berufliche Zusammenarbeit mit Männern, wenn solche, pardon, Zicken dabei sind. :twisted:
OT: Mal ein lustiges Macho-Erlebnis:
Anfang der der 80er, große, deutsch-dänische Exkursion des Historischen Seminars der Uni Kiel zu archäologischen und historischen Stätten und Städten. Männer machen Geschichte, und in der Tat, Geschichte war damals das einzige geisteswissenschaftliche Fach, wo die Kerls in der Mehrheit waren. So auch auf dieser 3-Tage- Exkursion.
Abends Empfang des Landtagspräsidenten in der noblen Lübecker Schiffergesellschaft. Händchenschütteln und nette Worte.
Sprach der ältere Herr Landtagspräsident zu einer Kommilitonin und mir: " Das ist ja nett, dass jungeFrauen auch mal in das Fach reinschnuppern, dann können Sie ja ihren Kindern Interesse an Geschichte vermitteln!" :evil:
Ein leiser Tritt in meine Waden, unser heiß geliebter Prof, Vater dreier Töchter, stand hinter mir und konnte sich, wie alle anderen auch, kaum das Lachen verkneifen, hinter den dicken Brillengläsern funkelte es verräterisch.
Seine Studis kennend, war er bei nicht so ganz sicher, ob ich nicht doch die passende Antwort geben würde, aber ich war ausnahmsweise sprachlos. Bis heute, wo wir alt und grau sind, bei jedem Memorial-Treffen wieder Gesprächsstoff: "Na, die Frauen aus dem Schnupperkurs Geschichte!" :mrgreen:
 
Benutzeravatar
Balduin
Administrator
Beiträge: 3348
Registriert: 08.07.2008, 19:33
Kontaktdaten:

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

05.05.2014, 20:03

Alter Juristenwitz: Der Prof stellt eine Frage, der ganze Saal schweigt. Er ruft eine junge Dame auf. Diese schüttelt nur unwissend den Kopf - daraufhin der Prof: Meine Liebe, in welchem Semester studieren sie denn? 5., antwortet die Studentin. Erstaunt der Prof: Da haben sie sich aber schon viel Zeit gelassen, um einen Mann zu finden.

Spaß beiseite: Ich arbeite gerne mit Mädchen zusammen, der Umgang ist ein ganz anderer. Bin jetzt aber auch niemand, der unbedingt flirten muss - ich weiß nämlich nicht, ob das dann so gut klappen würde.
Ich habe jetzt auch nicht die Weltsicht, dass Frauen keine Karriere machen sollten. Nur mit Kindern ist das halt schwierig. Und nur wegen der Karriere auf so eine existentielle Bindung zu verzichten... Ich weiß ja nicht. Vielen Männern gefällt es ja auch nicht, nur am Wochenende wegen Beruf für die Kinder da zu sein.

Jetzt ist Kindheit bei mir noch nicht so lange her und mir hat es gut getan, dass meine Mutter nur vormittags gearbeitet hat. Ich erinnere mich an manche, die nie ihre sieben Sachen zusammen hatten, bei denen nie richtig gekocht wurde und die den Nachmittag vor dem Fernseher verbracht haben - da waren die Eltern halt ganztägig arbeiten. Wenn dann keine Oma, Tante... da ist... Und die Erziehung sollte man ja jetzt auch nicht dem Staat überlassen

[ Post made via iPhone ] Bild
Herzlich Willkommen auf Geschichte-Wissen - Registrieren - Hilfe & Anleitungen - Mitgliedervorstellung

He has called on the best that was in us. There was no such thing as half-trying. Whether it was running a race or catching a football, competing in school—we were to try. And we were to try harder than anyone else. We might not be the best, and none of us were, but we were to make the effort to be the best. "After you have done the best you can", he used to say, "the hell with it". Robert F. Kennedy - Tribute to his father
 
Benutzeravatar
Marek1964
Mitglied
Beiträge: 1474
Registriert: 30.11.2013, 12:53

Re: 70er Jahre sexuell lockerer?

05.05.2014, 20:38

Die wichtigste Errungenschaft unseres Zeitalters, ist nach meiner Meinung der Pluralismus. Und die Erkenntnis der französichen Revolution: Die Freiheit den einen hört dort auf, wo die Freiheit des anderen beginnt.

Würde also heissen: Solange jemand keinem anderen schadet, kann und soll er leben wie er will.

Wenn sich also eine Dame entscheidet, sich hübsch zu machen, um einen reichen Mann zu angeln, ist das ihre Wahl und ihr Recht. Das wir zu respektieren haben.

Wenn sich also eine Dame entscheidet, sich hässlich zu machen, um sich als Emanze zu präsentieren, ist das ihre Wahl und ihr Recht. Das wir zu respektieren haben.

Wenn sich also eine Dame entscheidet, sich hübsch zu machen, weil sie als sich als Business Lady gut präsentieren will, ist das ihre Wahl und ihr Recht. Das wir zu respektieren haben.

Wenn sich also eine Dame entscheidet, nur halbtags oder gar nicht zu arbeiten, um für ihre Kinder dazusein , ist das ihre Wahl und ihr Recht. Das wir zu respektieren haben.

usw. usf. andere Lebensformen liessen sich aufführen.

Es ist eine Frage der Toleranz und des Respekts. Eigentlich der grosse Gewinn des 20. Jahrhunderts, aber heute im Zeitalter des Egoismus und Egozentrismus nicht genug zur Geltung kommend.

Man soll sich aber auch von Dummschwätzern nicht entmutigen lassen, seinen Weg zu gehen.

Und nun, in Anlehnung an Ralphs Witz, hier aber traurige Realität, wenn auch schon 25 Jahre her:

An meiner Hochschule liess sich ein Dozent im Rahmen eines (Privatrechts) Kolloquiums hören: "Die gute Kommilitonin hat ja von Tuten und Blasen keine Ahnung. Das heisst, ob sie vom Blasen keine Ahnung hat, kann ich nicht beurteilen" (die betroffene war an diesem Tag abwesend).

Hier also auch eine Entgleisung und Respektlosigkeit einer Studentin, die fremdsprachig war, gutaussehend, aber sicher nicht auf Bräutigamsuche, ihre Mühe mit dieser Fachrichtung hatte.