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Moderator: Barbarossa

 
Wallenstein

1967 – Der legendäre „Summer of Love“

28.08.2015, 09:40

Hier mal ein ganz anderes Thema, Zeitgeschichte verknüpft mit eigenen Erlebnissen. Ich habe in anderen Foren zahlreiche Berichte geschrieben und dies ist einer davon, der schon früher woanders erschienen ist. Meine Interessengebiete sind anders gelagert und unterscheiden sich von dem, was hier veröffentlicht wird. Da die Leserkreise nur zum Teil identisch sind, finden einige vielleicht aber auch hier Interessenten.


„In meinem Bericht über den Hippie Trail berichtete ich über die Reiseroute vieler Aussteiger in den sechziger Jahren, die damals von Europa nach Indien fuhren. (1)
Dies war allerdings eine abgespeckte Version, daneben gab es auch noch einen Trail, der um die ganze Welt führte. Diese „Vollversion“ unternahm ich 1967/68. Die Fahrt ging von Indien nach Bangkok, dann runter nach Singapur, von dort durch die indonesische Inselwelt und von Bali mit einem sehr teuren Flieger nach Darwin im Norden Australiens. Auf dem fünften Kontinent arbeitete ich mehrere Monate, um die Reisekasse aufzufüllen. Es war schon Dezember 1967, als ich von Sydney nach San Franzisco flog, leider zu spät, denn der „Summer of Love“ hatte inzwischen einem ziemlich kalten Winter Platz gemacht, und das betraf nicht nur die Temperaturen, die in diesem Teil Kaliforniens dann auch alles andere als sommerlich warm sind. Auf der Haight-Ashbury trieben sich viele ausgeflippte Typen herum, die schlechte Drogen nahmen und nicht mehr so gut drauf waren. (Die Haight-Ashbury ist ein Distrikt in San Franzisco, benannt nach der Kreuzung von Haight Street und Ashbury Street.)

In dem „Summer of Love“ hatten viele Hippies ihre Ersparnisse aufgebraucht und bettelten jetzt in der Stadt auf ziemlich aggressive Weise die Passanten an. Nicht wenige von ihnen nahmen inzwischen harte Drogen und schreckten auch vor Diebstahl und Gewalt nicht länger zurück. Viele Blumenkinder waren nicht mehr Anhänger von „Love and Peace“. Die harte Realität zwang sie zurück in den nüchternen Alltag. Die Stadt gefiel mir nicht und nach einigen Wochen fuhr ich weiter nach Mexiko.

In den sechziger Jahren durchlebten die USA eine tiefgreifende mentale Krise. Während der Ära von Präsident Eisenhower, liebevoll „Ike“ genannt, war das Land, von dem die Taxifahrer mir ständig versicherten, es sei das Beste auf der Welt, geradezu in Selbstgefälligkeit erstickt. Die Schattenseiten des Wohlstandes, wie die fortdauernde Diskriminierung der Minderheiten, vor allem die der Schwarzen, der Latinos und der Indianer, die sich ausbreitende grassierende Armut, all dies wurde nicht zur Kenntnis genommen. Doch das Land hatte Probleme, die konnten keinem entgehen, der durch die ausgedehnten Slums der Großstädte fuhr und die zahlreichen Bettler in den Downtowns sah.

Ein junger Senator aus Massachusetts, J.F. Kennedy, trat 1961 an, um das Land aus seinen erstarrten Strukturen zu befreien, doch seine Ermordung durchkreuzte zunächst diese Pläne. Sein Nachfolger, L.B. Johnson, war guten Willens, besaß aber nicht das Charisma seines getöteten Vorgängers. Seine Vision von der „Great Society“ und der proklamierte „Krieg gegen die Armut“ überzeugten nicht. Die Gettos der Farbigen explodierten, die Bürgerrechtsbewegung rief zum Widerstand auf, an den Universitäten rebelliertem die Studenten. Vor allem aber verstrickte sich der Präsident in den sinnlosen Krieg in Vietnam, in dem zeitweilig 500.000 Soldaten kämpften. Damals gab es in den USA eine allgemeine Wehrpflicht, jeder junge Mann musste ständig mit seiner Einberufung rechnen. Diese düstere Aussicht verschreckte auch den im Allgemeinen patriotischen Mittelstand. Zwar konnten sich deren Kinder vor dem Kriegsdienst oft auf die Universitäten flüchten und es kämpften vor allem die Armen und Unterprivilegierten in den Reisfeldern von Indochina, doch die Sinnlosigkeit dieses militärischen Abenteuers rief eine breite Antikriegsbewegung ins Leben.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Bewegung der Hippies zu verstehen. Ein großer Teil der amerikanischen Mittelstandsjugend brach aus dem „vollklimatisierten Alptraum“, wie es Henry Miller einmal genannt hatte, aus, um neue Wege zu suchen, eine Welt zu schaffen ohne Krieg und nur erfüllt von Liebe. Der traditionelle „American way of life“, immer größer, immer weiter, immer noch mehr Konsum, das überzeugte nicht mehr. Sie stiegen einfach aus und kündigten der Gesellschaft ihre Gefolgschaft auf. Sie vertraten eine verworrene Ideologie, eine Mischung aus Zen-Buddhismus, Siegmund Freud und Thoreau. Sie lasen die Werke ihrer Vorgänger-Generation, den Beatniks aus den fünfziger Jahren, Jack Kerouac und Ginsberg. Eine echte, tragfähige Ideologie besaßen sie nicht. Außerdem, sie blieben weiterhin durch tausend Fäden mit der bürgerlichen Gesellschaft verbunden, denn auch sie benötigten Geld in einer Welt, in der alles auf Warenproduktion beruht. Da sie den größten Teil ihrer Zeit mit Nichtstun verbrachten, brauchten sie eine ständig sprudelnde Geldquelle im Hintergrund.

So kehrten die meisten nach einiger Zeit in das normale Leben zurück. Einige mauserten sich zu Geschäftsleuten, in dem sie Kleidung und andere Accessoires der Hippies herstellten, oder, düsterer, sie dealten mit Rauschgift. Die Hippie Bewegung wurde vom Big Business entdeckt, die ihre Kultur vollständig kommerzialisierten. Vor allem die Musikbranche profitierte davon, denn die Songs mit ihrem neuen Lebensgefühl begeisterten die ganze Welt. Aus dieser Zeit stammen auch einige der 27er, Musiker, die schon mit 27 Jahren starben, oft an Drogen wie Jim Morrison, Janis Joplin oder Jimi Hendrix.

Von Kalifornien aus schwappte diese neue Welle noch einmal auch auf die Ostküste über und feierte im Sommer 1969 in dem legendären Festival in Woodstock einen grandiosen Höhepunkt. Aber dann kam das jähe Ende. Die Rolling Stones gaben Ende 1969 ein kostenloses Open Air Fest in Altamont in der Nähe von San Francisco. Es endete in einem Inferno. Viele hatten schlechte Drogen genommen, die Hells Angels, als Ordnungstruppe engagiert, terrorisierten die Besucher. Noch während die Stones spielten, ermordeten sie vor den Augen von Mick Jagger einen Zuschauer. Dies wurde in dem Dokumentarfilm „Gimme Shelter“ (Beschütze mich) festgehalten.

Einige Hippies gründeten Wohngemeinschaften. Aus einer von ihnen ging die berüchtigte Manson-Family hervor, die 1969 auf der Farm von dem Regisseur Roman Polanski ein Blutbad anrichtete.
Der Traum der Hippies von einer besseren Welt war endgültig ausgeträumt.“
(1) http://geschichte-forum.forums.ag/t305- ... ght=hippie
 
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

28.08.2015, 10:41

Sehr interessante Zusammenfassung!

Eine Frage generell: Wie hast du denn diesen Trail geplant? Heute mit Internet, Google Maps, Airbnb und Co. kann man ja vieles davor schon herausfinden - woher hattest du die Infos, wohin du musst, welche Routen du wählen solltest?

Zum 1967: War es nicht der charismatische JFK, der den Vietnamkrieg begann? LBJ hat das sozusagen geerbt (okay er war davor Vize) - anfangs war die Zustimmung ja auch noch hoch; es heißt ja immer, der Vietnamkrieg wurde auch am Fernsehr verloren.

Wie darf ich mir die Stimmung damals vorstellen? Konnte man zu anderen Hippies sagen: "Hey, ich bin aus Deutschland und brauche für 3 Tage eine Bleibe - kann ich in eurem Wohnzimmer pennen?"
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He has called on the best that was in us. There was no such thing as half-trying. Whether it was running a race or catching a football, competing in school—we were to try. And we were to try harder than anyone else. We might not be the best, and none of us were, but we were to make the effort to be the best. "After you have done the best you can", he used to say, "the hell with it". Robert F. Kennedy - Tribute to his father
 
Wallenstein

Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

28.08.2015, 11:03

Ralph hat geschrieben:
Sehr interessante Zusammenfassung!

Eine Frage generell: Wie hast du denn diesen Trail geplant? Heute mit Internet, Google Maps, Airbnb und Co. kann man ja vieles davor schon herausfinden - woher hattest du die Infos, wohin du musst, welche Routen du wählen solltest?


Eine Planung war schlecht möglich. Nur Mund zu Mund Propaganda. Man musste Leute fragen: Wie komme ich weiter? Wo kann ich schlafen? Die Hippies schlugen bestimmte Reisewege ein, man traf immer andere, von denen man Informationen erhielt. Es gab aber nicht einmal richtige Reiseführer. Aber in den Hippietreffs, billige Hotels und Restaurants, hingen überall Zettel mit Informationen von anderen Reisenden, die ihre Erfahrungen vermittelten und von denen man wichtige Tipps bekam.

Ralph hat geschrieben:
Zum 1967: War es nicht der charismatische JFK, der den Vietnamkrieg begann? LBJ hat das sozusagen geerbt (okay er war davor Vize) - anfangs war die Zustimmung ja auch noch hoch; es heißt ja immer, der Vietnamkrieg wurde auch am Fernsehr verloren.


Es ist richtig, das JFK diesen Krieg begann, aber richtig ausgeweitet hat ihn dann Johnson. Und der Krieg wurde vor allem auf den Schlachtfeldern verloren. Je länger er dauerte, desto weniger Zustimmung. Die jungen Leute hatten keine Lust sich zu opfern. (Einige sagten mir damals: In Vietnam kämpfen die Schwarzen gegen die Gelben, damit die Weißen ein schönes Leben haben. Das stimmte natürlich so nicht, aber der Krieg war extrem unpopulär).

Ralph hat geschrieben:
Wie darf ich mir die Stimmung damals vorstellen? Konnte man zu anderen Hippies sagen: "Hey, ich bin aus Deutschland und brauche für 3 Tage eine Bleibe - kann ich in eurem Wohnzimmer pennen?"


Ja, so ungefähr lief das ab.
 
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

28.08.2015, 11:17

Wallenstein hat geschrieben:
Eine Planung war schlecht möglich. Nur Mund zu Mund Propaganda. Man musste Leute fragen: Wie komme ich weiter? Wo kann ich schlafen? Die Hippies schlugen bestimmte Reisewege ein, man traf immer andere, von denen man Informationen erhielt. Es gab aber nicht einmal richtige Reiseführer. Aber in den Hippietreffs, billige Hotels und Restaurants, hingen überall Zettel mit Informationen von anderen Reisenden, die ihre Erfahrungen vermittelten und von denen man wichtige Tipps bekam.


Wahnsinn - war die Angst vor Überfällen und Kriminalität nicht allgegenwärtig? Warst du da allein unterwegs oder in einer Gruppe? Allein die Verpflegung, wenn man relativ planlos unterwegs ist, stelle ich mir schon schwierig vor. Respekt.

Ich finde so etwas faszinierend, auch wenn das für mich überhaupt nichts wäre.
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

28.08.2015, 11:43

Meine Mutter war damals so um die 18 Jahre alt, sie fühlte sich der Bewegung nicht nah, aber eine meiner Tanten schon eher.
Wie Du oben in Deinem wunderbaren Post schreibst Wallenstein, kehrten die meisten Hippies der Szene wieder den Rücken.
In meiner Familie wurden diese Leute damals Gammler genannt, und meine beiden Grosselternpaare hatten Angst, dass ihre Kinder in
die Drogenwelt einsteigen würden. Also blieb es manchmal nur beim bodenlangen Kleid, den Blumen in den Haaren u.s.w.

Heute sind Kleider aus jener Zeit wieder total in, ich muss gestehen, dass auch ich mir zwei lange Hippiekleider gekauft habe.
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

28.08.2015, 13:41

Tolles Revival, Danke an Wallenstein! :clap:
So einige meiner Atersklasse waren in Indien, später Nepal. Geschadet hat es ihnen nicht.
Oh ja, die Gammler...
Meiner Mutter ein Graus, meinem Vater gar nicht so unsympathisch, bis auf den Drogenkonsum. Im Nachgang zu 1967:
https://de.wikipedia.org/wiki/Love-and-Peace-Festival
Habe ich ohne Wissen meiner Eltern und der meiner Kieler Freundin partiell miterlebt, allerdings nicht das ganz und gar nicht friedliche Ende oder die Keilereien m Umfeld.
Jimmi Hendrix haben wir noch mitbekommen, und dann mussten wir als brave Kinder fix nach Hause.
Was wir angestellt hatten, erfuhren unsere Eltern erst, als wir schon um die 30 waren. :mrgreen:
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LG Ruaidhri
 
Wallenstein

Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

29.08.2015, 15:35

Ralph hat geschrieben:
Wahnsinn - war die Angst vor Überfällen und Kriminalität nicht allgegenwärtig? Warst du da allein unterwegs oder in einer Gruppe? Allein die Verpflegung, wenn man relativ planlos unterwegs ist, stelle ich mir schon schwierig vor. Respekt.



Angst hatte ich eigentlich nie. Es ist auch nie etwas passiert, auch wenn manche Leute Horrorgeschichten erzählten, die wollten sich aber meistens wichtig machen. Ich fuhr häufig allein, war aber auch nie ein Problem. Und um die Verpflegung braucht sich niemand Sorgen zu machen. Zu Essen gibt es überall. Auch in einem Entwicklungsland wie z.B. Indien gibt es unzählige Imbisse an jeder Ecke.


@Ruaidhri
Ich wollte 1970 auch nach Fehmarn fahren, war auch schon auf dem Weg dahin, bin dann wieder umgekehrt. Es war damals ein saumäßiges Wetter, es hat geregnet und gestürmt, kalt außerdem. Ich hatte keine Lust, drei Tage auf einer Insel unter diesen Bedingungen zu verbringen.
 
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

29.08.2015, 16:46

Wallenstein hat geschrieben:
Ich hatte keine Lust, drei Tage auf einer Insel unter diesen Bedingungen zu verbringen.

Gemütlich ist anders, aber Insel war Fehmarn da ja schon nicht mehr so wirklich.
Irgendwann war die Hippie-Welle auch mehr Commerz als "echt", aber nach Indien und Nepal wollten immer noch viele.
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LG Ruaidhri
 
Wallenstein

Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

31.08.2015, 16:43

Als Kontrastprogramm zu den Hippies entstand in den frühen achtziger Jahren die Jugendbewegung der Popper, junge Leute mit Tolle und Kaschmirpullover. Immer schick gekleidet, teure Klamotten legten sie großen Wert auf demonstrativen Konsum und Hedonismus. Sie wollten erfolgreich sein und viel Geld verdienen („Eure Armut kotzt mich an!“). Egoismus und Exhibitionismus waren ihre Markenzeichen. Vielleicht waren es zum Teil Kinder von Hippies, die nun das genaue Gegenteil wollten.
Das Pendant dazu waren in den USA und England die Yuppies.
 
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

31.08.2015, 16:59

Wallenstein hat geschrieben:
Als Kontrastprogramm zu den Hippies entstand in den frühen achtziger Jahren die Jugendbewegung der Popper, junge Leute mit Tolle und Kaschmirpullover. Immer schick gekleidet, teure Klamotten legten sie großen Wert auf demonstrativen Konsum und Hedonismus. Sie wollten erfolgreich sein und viel Geld verdienen („Eure Armut kotzt mich an!“). Egoismus und Exhibitionismus waren ihre Markenzeichen. Vielleicht waren es zum Teil Kinder von Hippies, die nun das genaue Gegenteil wollten.
Das Pendant dazu waren in den USA und England die Yuppies.


Das habe ich noch miterlebt, ich war zwar erst 8 Jahre alt, aber ich wollte mich damals wie Madonna kleiden, aber meine Mutter wollte das nicht. Sie wollte ein adrettes Mädchen mit dem sie sich nicht schämen musste, also wurde ich mit schönen Kleidern ausgestattet :wink:
Meine Mutter war wie ich oben beschrieb keine Anhängerin der Hippie Bewegung, ja vielleicht modisch ein wenig.

Es gab auch noch die DINKs (Double Income No Kids - Doppeltes Einkommen Keine Kinder).
Die gibt es aber eigentlich immer noch, ich kenne da schon ein paar Ehepaare.
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

31.08.2015, 19:45

Diese Yuppie-Kultur in den 80ern und 90er wurde doch im Buch und Film American Psycho von Bret Easton Ellis aufgegriffen?
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

31.08.2015, 20:22

In den sechziger Jahren kam es in den westlichen Industriegesellschaften zu einem Wertewandel. Die Nachkriegszeit war vorbei, die Zukunft schien ein Kredit zu sein, den man problemlos einlösen konnte. Dieses Gefühl von ungeahnter Freiheit äußerte sich in solchen Ereignissen.

Die Frage ist, welche langfristigen Auswirkungen diese "Events" hatten.
Geschichte sollte so geschrieben werden, wie man eine Geschichte erzählt - lebendig und an den Fakten orientiert. Meine Homepage: http://www.katharinakellmann-historikerin.de/
 
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

31.08.2015, 20:32

Die Gesellschaft wurde toleranter?
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Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

01.09.2015, 09:25

Ralph hat geschrieben:
Die Gesellschaft wurde toleranter?


Auf jeden Fall, die 50er Jahre galten doch als sehr spiessig, und davor, na ja.
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Wallenstein

Re: 1967 – Der legendäre „Summer of Love“

01.09.2015, 10:27

Ralph hat geschrieben:
Diese Yuppie-Kultur in den 80ern und 90er wurde doch im Buch und Film American Psycho von Bret Easton Ellis aufgegriffen?


Ja, das ist richtig. Sehr gut ist auch das Buch „Fegefeuer der Eitelkeiten“ von Tom Wolfe (wurde ebenfalls verfilmt) und solche Filme wie „Wall Street“ und „Das Geheimnis meines Erfolges“)