Die Wiederaufnahme von Interkontinentalflügen nach 1945

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Moderator: Barbarossa

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Barbarossa
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Ich hab hier einen interessanten Artikel gelesen, über den Neubeginn der Interkontinentalflüge von Europa nach Amerika. Es gab sie ja bereits vor dem Krieg - die Fahrten etwa der deutschen Zeppeline nach Amerika sind ja heute noch legendär - leider auch das Unglück der ,,Hindenburg'' 1937.
Aber auch Linienfüge mit Flugzeugen gab es bereits vor dem Krieg.
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1952 wurde die Tourist Class neu eingeführt und es gab wieder Linienflüge - zunächst mit den amerikanischen Fluggesllschaften Trans World Airlines und Pan Am.
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Das wohl berühmteste Flugzeug, das dabei zum Einsatz kam, war die seit 1950 produzierte Lockheed Super Constellation mit der Typenbezeichnung L-1049. Dieses Flugzeug war eine 4-motorige Maschine und bot bis zu 109 Passagieren Platz. Sie erreichte eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 482 km/h, hatte eine Reichweite von 6486 km und konnte eine Flughöhe bis zu 7050 km erreichen. (Zum Vergleich: moderne Flugzeuge erreichen eine Flughöhe von etwa 10.000 -12.000 km und haben im Schnitt eine Reisegeschwindigkeit von etwa 900 km/h.) Ein Non-Stop-Atlantiküberflug von Deutschland nach New York dauerte damals 16-17 Stunden.
Das wirklich elegant anzuschauende Flugzeug war besonders markant durch seinen delfinförmigen Rumpf und das dreifache Leitwerk im Heck.
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Auch die 1955 neu gegründete deutsche Lufthansa nutzte für ihre Atlantikflüge die Super Constellation - später für kurze Zeit auch das letzte Modell, den Starliner, den die Lufthansa Super Star nannte, mit der Typenbezeichnung L-1649.
Diese letzte Constellation-Version bot bis zu 99 Pasagieren Platz, erreichte eine Reisegeschwindigkeit von 535 km/h, eine Flughöhe von 7.600 m und eine Reichweite von 9.900 km.
Die letzten ,,Connies'' flogen bei der Lufthansa nur noch innerdeutsch und wurden 1967 ausgemustert.

Quellen:
https://www.stern.de/reise/fernreisen/s ... 18926.html
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lockhee ... stellation
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https://www.fliegermagazin.de/flugzeuge ... tellation/
Als die stärkere Super Connie dann im Juli 1952 zum ersten Mal flog, war klar, dass sie neue Maßstäbe in Bezug auf Reichweite und Abfluggewicht setzen würde. Zwei zusätzliche Rumpfsegmente, eins vor dem Flügel und eins dahinter, verlängerten den Rumpf um 5,6 Meter, bis zu 109 Passagiere schauten jetzt durch eckige statt runde Fenster. Auch die Sicht aus dem Cockpit wurde durch größere Fenster verbessert, und die Besatzung – mindestens Pilot, Co und Bordingenieur – genoss ebenso wie die Passagiere den verbesserten Komfort. Heute können Fans jener Königinnen der Lüfte aus der Sturm- und Drangzeit der Kolbenmotor-Ära eine Super Constellation meist nur von außen bewundern.

https://www.faz.net/aktuell/reise/seit- ... 55989.html
Nach Kriegsende entwickelte sich Anfang der fünfziger Jahre schnell der Passagierluftverkehr vor allem über den Nordatlantik. Die Verbindung zwischen Europa und Amerika war schon damals eine der lukrativsten Routen auf der Welt. Man fuhr die Strecke üblicherweise noch mit dem Schiff: 1951 taten dies knapp 800.000 Passagiere. Rund 350.000 Reisende überquerten den Ozean im gleichen Jahr dagegen schon im Flugzeug – in dröhnenden, propellergetriebenen Ungetümen wie der Lockheed Super Constellation oder der Douglas DC-6. Zwei Zwischenlandungen zum Auftanken waren normal, und die Flugreise dauerte über 16 Stunden. Das Schiff benötigte von Bremerhaven rund eine Woche.

Das Fliegen gönnten sich damals nur die „Oberen Zehntausend“. Rentabilität war ein Fremdwort. Nur durch Staatszuschüsse konnten Fluggesellschaften überleben:
„Es herrschte eine ,First–Class-Mentalität‘“, so der britische Sozialhistoriker Kenneth Hudson, „es waren immer Staatsgelder verfügbar, um die jährlichen Verluste auszugleichen, es gab keine Anreize zur Wirtschaftlichkeit, keinen Grund, Maßnahmen zu ergreifen, die daraus ein Geschäft gemacht hätten, die internationale Luftfahrt wurde auf einem völlig unnötig opulenten Niveau betrieben.“
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Barbarossa
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Bei modernen Flugzeugen sind die Fenster übrigens wieder rund - oval.
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Skeptik
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Nicht weil sie hübscher sind, sondern sicherer:

Je höher das Flugzeug nämlich geflogen ist, desto niedriger wurde der Luftdruck, was zu weniger benötigten Treibstoff geführt hat. Trotz der immensen Vorteile kam es bei einer Airline immer wieder zu Flugzeugabstürzen. Nach langem Rätseln war die Ursache endlich gefunden: die rechteckigen Flugzeugfenster.
https://www.wmn.de/lifestyle/travel/flu ... g-id323372
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Barbarossa
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Aha - ok...
Wusste ich auch noch nicht.
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