5. März 1953: Tod Stalins

Lenin, Revolution, Zarenreich, Stalin

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Barbarossa
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Am 5. März 1953 starb Josef Wissarionowitsch Stalin, geb. als Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili. Er war - neben Adolf Hitler in Deutschland - einer der mörderischsten totalitären Diktatoren des 20 Jh.
* 6. Dezember[jul.]/ 18. Dezember 1878 [greg.] in Gori, Russisches Kaiserreich; † 5. März 1953 in Kunzewo bei Moskau, Sowjetunion) war ein sowjetischer Politiker georgischer Herkunft und Diktator der Sowjetunion (1927–1953). Den Kampfnamen Stalin, der nach verschiedenen Deutungen für „der Stählerne“ steht, nahm er 1912 an...
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Triton
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Das Russland der Holzpflüge habe er übernommen und als atomare Supermacht habe er es hinterlassen, soll Churchill gesagt haben. Naja, ich fand Helmut Schmidts Russlandbeschreibung (Obervolta mit Raketen) zutreffender.
Seine größte Leistung war wohl, 1941 nicht einfach die Nerven verloren zu haben und einen Separatfrieden gegen Abtretung weiter Gebiete an die Nazis, angestrebt zu haben. Sonst würden wohl heute in unseren Rathäusern und Schulen noch Büsten des größenwahnsinnigen Waldviertlers herumstehen.

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Joerg
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Triton hat geschrieben:Das Russland der Holzpflüge habe er übernommen und als atomare Supermacht habe er es hinterlassen, soll Churchill gesagt haben. Naja, ich fand Helmut Schmidts Russlandbeschreibung (Obervolta mit Raketen) zutreffender.
Seine größte Leistung war wohl, 1941 nicht einfach die Nerven verloren zu haben und einen Separatfrieden gegen Abtretung weiter Gebiete an die Nazis, angestrebt zu haben. Sonst würden wohl heute in unseren Rathäusern und Schulen noch Büsten des größenwahnsinnigen Waldviertlers herumstehen.

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Nach alledem was wir wissen, hatte Hitler keinerlei Interesse an einem Separatfrieden. Auch wenn Stalin es ihm angeboten hätte, und das war offensichtlich nur 1941 eine kurze Überlegung gewesen, es hätte nicht geklappt, denn Hitler war damals siegessicher und entschlossen, Stalin zu vernichten. Außerdem wollte Stalin Hitler Gebiete überlassen, die dieser ohnehin schon erobert hatte. Was hätte Hitler so etwas eingebracht? Später wiederum hatte Stalin kein Interesse mehr an einem Sonderfrieden. Der würde aber auch von den Nazis nicht erwogen.
Wenn man überhaupt von einer „Leistung“ Stalins sprechen kann, dann die, dass er die Sowjetunion modernisierte und nur deshalb konnte sie ja überhaupt Hitler zurückschlagen. Wenn man allerdings berücksichtigt, auf welche barbarische Weise die Industrialisierung erfolgte, relativiert sich sofort wieder diese „Leistung“.
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dieter
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Karlheinz hat geschrieben:
Triton hat geschrieben:Das Russland der Holzpflüge habe er übernommen und als atomare Supermacht habe er es hinterlassen, soll Churchill gesagt haben. Naja, ich fand Helmut Schmidts Russlandbeschreibung (Obervolta mit Raketen) zutreffender.
Seine größte Leistung war wohl, 1941 nicht einfach die Nerven verloren zu haben und einen Separatfrieden gegen Abtretung weiter Gebiete an die Nazis, angestrebt zu haben. Sonst würden wohl heute in unseren Rathäusern und Schulen noch Büsten des größenwahnsinnigen Waldviertlers herumstehen.
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Nach alledem was wir wissen, hatte Hitler keinerlei Interesse an einem Separatfrieden. Auch wenn Stalin es ihm angeboten hätte, und das war offensichtlich nur 1941 eine kurze Überlegung gewesen, es hätte nicht geklappt, denn Hitler war damals siegessicher und entschlossen, Stalin zu vernichten. Außerdem wollte Stalin Hitler Gebiete überlassen, die dieser ohnehin schon erobert hatte. Was hätte Hitler so etwas eingebracht? Später wiederum hatte Stalin kein Interesse mehr an einem Sonderfrieden. Der würde aber auch von den Nazis nicht erwogen.
Wenn man überhaupt von einer „Leistung“ Stalins sprechen kann, dann die, dass er die Sowjetunion modernisierte und nur deshalb konnte sie ja überhaupt Hitler zurückschlagen. Wenn man allerdings berücksichtigt, auf welche barbarische Weise die Industrialisierung erfolgte, relativiert sich sofort wieder diese „Leistung“.
Lieber Karlheinz,
die beiden Diktatoren geben sich nichts gegeneinander. Zuletzt hat Hitler sogar Stalin bewundert und wollte mit seinen Nerobefehlen das Deutsche Volk opfern, weil es sich gegenüber den Russen nicht bewährt hatte. :evil:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
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Triton
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Karlheinz hat geschrieben:Nach alledem was wir wissen, hatte Hitler keinerlei Interesse an einem Separatfrieden. Auch wenn Stalin es ihm angeboten hätte, und das war offensichtlich nur 1941 eine kurze Überlegung gewesen, es hätte nicht geklappt, denn Hitler war damals siegessicher und entschlossen, Stalin zu vernichten. Außerdem wollte Stalin Hitler Gebiete überlassen, die dieser ohnehin schon erobert hatte. Was hätte Hitler so etwas eingebracht? Später wiederum hatte Stalin kein Interesse mehr an einem Sonderfrieden. Der würde aber auch von den Nazis nicht erwogen.
Der springende Punkt waren der Kriegseintritt und die Lieferungen der USA, die Stalin erst langfristig eine Perspektive gaben. Das war im Sommer/Herbst 41 nicht abzusehen und da hätte wohl fast jeder die Nerven verloren und einen Frieden auf Teufel komm raus angeboten. Man darf nicht vergessen: Die UDSSR hatte damals fast die Hälfte ihrer Bevölkerung in den bereits besetzten Gebieten verloren. Die Perspektive war mehr als schlecht.

Ein weiteres Mysterium ist, warum er im Sommer nicht abgesetzt wurde, schließlich führte nicht zuletzt seine Politik in die Katastrophe der Jahre 41/42. Aber damals hatte er wohl schon alle potentiellen Nachfolger von Format (Trotzki, Kirov) beseitigen lassen.

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Barbarossa
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Triton hat geschrieben:...Ein weiteres Mysterium ist, warum er im Sommer nicht abgesetzt wurde, schließlich führte nicht zuletzt seine Politik in die Katastrophe der Jahre 41/42. Aber damals hatte er wohl schon alle potentiellen Nachfolger von Format (Trotzki, Kirov) beseitigen lassen.

Beste Grüße
Joerg
Eben und du erwähnst den Grund ja selbst und deswegen ist es gar nicht so mysteriös, daß er nicht abgesetzt wurde. Er hat rechtzetig aktiv dafür gesorgt, daß seine Machtbasis unanfechtbar war. Der Höhepunkt dieser Aktivität war der sog. "Große Terror" (1936 - 1938), der Mill. von Menschenleben kostete. Danach konnte ihn nur nur sein Tod von der Macht trennen.
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Triton
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Stalin selbst soll in der ersten Kriegswoche fest mit seiner eigenen Absetzung gerechnet haben. Angeblich sperrte er sich aus "Schock" in seine Datscha ein, aber in Wahrheit rechnete er wohl stündlich damit, abgeholt und an die Wand gestellt zu werden. Er hatte schließlich auch beim Militär noch beträchtliche Widersacher von Format und dachte wohl noch immer, dass er sich zuviele Feinde durch seine Säuberungen gemacht hatte.
Mit soviel Duckmäusertum seiner Entourage rechnete er wohl überhaupt nicht, er selbst hätte sich so eine Gelegenheit nie entgehen lassen.

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Titus Feuerfuchs
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Triton hat geschrieben:Das Russland der Holzpflüge habe er übernommen und als atomare Supermacht habe er es hinterlassen, soll Churchill gesagt haben. Naja, ich fand Helmut Schmidts Russlandbeschreibung (Obervolta mit Raketen) zutreffender.
Seine größte Leistung war wohl, 1941 nicht einfach die Nerven verloren zu haben und einen Separatfrieden gegen Abtretung weiter Gebiete an die Nazis, angestrebt zu haben. Sonst würden wohl heute in unseren Rathäusern und Schulen noch Büsten des größenwahnsinnigen Waldviertlers herumstehen.

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Nur der Vollständigkeit halber:
Braunau liegt im oberösterreichischen Innviertel und nihct im niederösterreichischen Waldviertel.
MfG,
Titus Feuerfuchs
Aneri

Triton hat geschrieben:Stalin selbst soll in der ersten Kriegswoche fest mit seiner eigenen Absetzung gerechnet haben. Angeblich sperrte er sich aus "Schock" in seine Datscha ein, aber in Wahrheit rechnete er wohl stündlich damit, abgeholt und an die Wand gestellt zu werden.
Das glaube ich nicht, dass sein Schock auf der Absetzungsangst begründet war. Wie schon erwähnt, alle potentielle Nachfolger waren beseitigt. Man muss nur vorstellen ein unangefechten Herrscher, der durch Millionen vergötlicht wird. Man beginnt selbst an eigene "Göttlichkeit" - Unfehlbarkeit glauben. Der Beginn des Krieges hat ihn unter Nase geführt, dass er eben fehlbar ist. War für ihn schwer zu verkraften, da es ein öffentlicher Fehler war. Man zeigt sich ungern verletzlich und nackt der Menge. Schon gar nicht so ein paranoider Typ.
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Triton
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Titus Feuerfuchs hat geschrieben:Nur der Vollständigkeit halber:
Braunau liegt im oberösterreichischen Innviertel und nihct im niederösterreichischen Waldviertel.
Das ist ein stehender Begriff Deines Landsmanns Günther Nenning:
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelsp ... 22548.html

Potentielle Nachfolger gibt es immer. Als Lenin starb, war Stalin ein fast unbeschriebenes Blatt, Trotzki der logische Nachfolger. Trotzdem mobbte er nach und nach jeden Konkurrenten aus der Parteispitze, später elimierte er Rivalen einfach. Stalin rechnete wohl damit, dass ihn ein ranghoher Militär (Schukow?) einfach abholen und an die Wand stellen ließ. Und das mit gutem Grund.
Stalin hatte nicht nur Hitler den Rücken im Osten freigehalten und seine Ostgrenze verschoben, nein, er hatte auch freigiebig Öl geliefert, mit dem Hitler seine Panzer nach Frankreich rollen ließ. Stalins Kalkül, Deutschland und F/GB so erst in einen jahrelangen Krieg wie 1914/18 zu bugsieren und dann hochgerüstet die kriegsmüden Gegner einfach zu überrollen, war kolossal nach hinten losgegangen.
Stalins Fehler war, dass er nie mit einem schnellen Sieg Hitlers im Westen rechnete und im Sommer 1941 mit heruntergelassenen Hosen dastand.

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Barbarossa
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Triton hat geschrieben:Potentielle Nachfolger gibt es immer. Als Lenin starb, war Stalin ein fast unbeschriebenes Blatt, Trotzki der logische Nachfolger. Trotzdem mobbte er nach und nach jeden Konkurrenten aus der Parteispitze, später elimierte er Rivalen einfach. Stalin rechnete wohl damit, dass ihn ein ranghoher Militär (Schukow?) einfach abholen und an die Wand stellen ließ. Und das mit gutem Grund.
Stalin hatte nicht nur Hitler den Rücken im Osten freigehalten und seine Ostgrenze verschoben, nein, er hatte auch freigiebig Öl geliefert, mit dem Hitler seine Panzer nach Frankreich rollen ließ. Stalins Kalkül, Deutschland und F/GB so erst in einen jahrelangen Krieg wie 1914/18 zu bugsieren und dann hochgerüstet die kriegsmüden Gegner einfach zu überrollen, war kolossal nach hinten losgegangen.
Stalins Fehler war, dass er nie mit einem schnellen Sieg Hitlers im Westen rechnete und im Sommer 1941 mit heruntergelassenen Hosen dastand.

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Joerg
Ich weiß nicht.
Ich vergleiche Stalin immer stark mit Hitler. Auch Hitler hat eventuelle Rivalen um die Macht bei Zeiten aus dem Weg geräumt. Sicher - es gab zahlreiche Mordkomplotte/Attentate - das letzte bekannte war ja das von 1944, aber spätestens nach 1934 (Röhm-Putsch u. Tod Hindenburgs) gab es niemanden mehr, der sich Hitler ganz offen entgegengestellt hätte.
Ähnlich würde ich das bei Stalin nach dem "Großen Terror" sehen.
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Triton
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Es gab doch 1938 Pläne für einen Militärputsch. Und das ohne akuten Militärischen Anlass.

Die NSDAP war die Partei Hitlers, da hast Du Recht. Aber die KPdSU war nicht die Partei Stalins, er war sich seiner Führung nicht so sicher, sonst hätte er Trotzki zum Beispiel nicht noch im Exil umbringen lassen. Ich denke, er unterschätzte die Wirkung seiner Säuberungen und seines Terrors und nahm wohl selbst nach dem gewonnenen Krieg noch an, es gebe echte Rivalen. So schaffte er Schukow schnell auf einen Posten im Abseits, damit dieser wieder in Vergessenheit geriet. Die Parteispitze wechselte er (mit Ausnahme Molotows und Berijas) regelmäßig aus.

Hitler dagegen hatte nach Röhm sicher nie mehr die Furcht, innerparteilich beseitigt zu werden.

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Barbarossa
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Triton hat geschrieben:Die NSDAP war die Partei Hitlers, da hast Du Recht. Aber die KPdSU war nicht die Partei Stalins, er war sich seiner Führung nicht so sicher, sonst hätte er Trotzki zum Beispiel nicht noch im Exil umbringen lassen. Ich denke, er unterschätzte die Wirkung seiner Säuberungen und seines Terrors und nahm wohl selbst nach dem gewonnenen Krieg noch an, es gebe echte Rivalen. So schaffte er Schukow schnell auf einen Posten im Abseits, damit dieser wieder in Vergessenheit geriet. Die Parteispitze wechselte er (mit Ausnahme Molotows und Berijas) regelmäßig aus. ...
Der extreme Personenkult um Stalin lässt aber vermuten, die KPdSU war ähnlich stark unter der Fuchtel Stalins, wie die NSDAP unter Hitler.
Bei Stalin denke ich oft, er litt unter Verfolgungswahn (auch wenn ich das noch nirgends gelesen habe).
:wink:
Triton hat geschrieben:Es gab doch 1938 Pläne für einen Militärputsch. Und das ohne akuten Militärischen Anlass.
Ach du meinst die Septemberverschwörung von 1938?
Aber die blieb ja bereits in den Planungen stecken. Aber du hast recht. Daran habe ich nicht gedacht.
:wink:
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Aneri

Triton hat geschrieben:Aber die KPdSU war nicht die Partei Stalins, er war sich seiner Führung nicht so sicher, sonst hätte er Trotzki zum Beispiel nicht noch im Exil umbringen lassen.
Ich bitte dich, Sicher-sein ist ein subjektiver Gefühl. Stalin war in dieser Hinsicht paranoid. Du ziehst verkehrten Schluss.

Für Hitler war es von Anfang seine Partei. Er hat sie zur Macht gebracht. Daher war kein Zweifel an den Führer. Mit Stalin war es anders. Der Anderer hat es zur Macht gebracht. Daher müsste er alle beseitigen, die ihn anzweifeln hatten bzw. könnten. Die stark zentralisierte personifizierte Führung hatte in kommunistische Partei noch keine Tradition. Sicher müsste er alle potentielle Anzweifler beseitigen, damit er sicher sein könnte und auf eine personifizierte Macht arbeiten. Daher auch die Säuberung der 30 Jahren. Es waren die Intellektuellen eliminiert, die eben an kommunistische Partei primär dachten, nicht an Stalin. Zu meinen, dass an Kriegsbeginn nocht Kräfte sein sollten, die ihm entgegen stehen könnten, ist völlige Ignoranz der Tatbestande.
Aneri

Ich habe die Schukows Memuare gelesen, die schon spät nach Stalinstod veröffentlicht wurden. Es gibt ein paar kritischer Äußerungen, trotzdem liest man zwischen Zeilen die Ehrfucht, die den braven Soldaten nicht weiter die Befehle des kommunistischen Führers zu hinterfragen lies. Zu meinen, dass er ein Gegner des Stalins sein sollte, es ist das Sehen durch Augen des Stalins.
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