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Die AfD und die Wehrpflicht

Bundeswehr und deren Einsätze, Rüstung, Wehrpflicht

Moderator: Barbarossa

Marianne E.
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Registriert: 13.04.2019, 16:51

Rüdiger Lucassen, verteidigungspolitischer Sprecher der AfD im Bundestag tritt von seinem Amt zurück.
Obwohl die AfD in ihrem Programm die Wiederbelebung der Wehrpflicht befürwortet, entzieht sie Lucassen das Antragsrecht dazu.
Der Richtungsstreit in der AfD entzündet sich an den Wahlchancen im Osten Deutschlands. In den dortigen Landesverbänden ist die Orientierung hin zu Russland ausgeprägt, zu den USA eher skeptisch. Mithin ist die Wehrpflicht dort kein „Gewinnerthema“.

Lucassen ist Oberst a.D. der Bundeswehr, Nato-Anhänger und Transatlantiker. Damit gehört er in der AfD zu den Exoten. Da er außerdem zu den wenigen intellektuellen Mitgliedern in der AfD gehört, stört er sowieso nur.

Ich habe mich schon einige Male gewundert, was Lucassen eigentlich in der AfD zu suchen hat. Seine Vita weist zwar eine rechts-konservative Einstellung auf, aber keine rechts-extremistische.

https://www.zdfheute.de/politik/deutsch ... t-100.html
repo
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Beiträge: 210
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Es ist sehr schade, dass es keine liberaldemokratische Partei gibt.
Schon die Paulskirche ist an dem Gegensatz gescheitert.

In der Parteigeschichte Deutschlands seit 1848 ist der ständige Gegensatz
Liberal ./. Demokraten zu sehen, in Dutzenden Parteiaufspaltungen und Wieder-Vereinigungen.
Fußend auf "Gegensätzen" die der Beobachter so gar nicht verstehen kann.
Schade.
Marianne E.
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Beiträge: 1974
Registriert: 13.04.2019, 16:51

repo hat geschrieben: 14.04.2026, 14:56 Es ist sehr schade, dass es keine liberaldemokratische Partei gibt.
Schon die Paulskirche ist an dem Gegensatz gescheitert.
Hallo lieber Freund,
es gibt sie noch, die liberaldemokratische Partei; zwar geschrumpft, gerupft und totgesagt. Sie wurde von Friedrich Naumann und Max Weber gegründet. Max Weber sagte sich später von dieser Idee los.
Ich bin seit mehr als dreißig Jahren FDP-Frau und bleibe es aus Überzeugung. Die Innen- und Rechtspolitik wird in keiner anderen Partei überzeugender gelebt. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik der FDP ist veraltet und bedarf der Fortschreibung.

Dann noch eine Bitte: Wenn Dir die liberale Idee etwas bedeutet, mach doch mit. Bei der FDP gibt es keine Kündigung aus Altersgründen. Im Gegenteil "suche Weisheit unter grauen Locken" - nicht schlecht.
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Barbarossa
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Wohnort: Mark Brandenburg

Wobei ich sagen muss, dass ich persönlich noch zwischen radikal und extremistisch unterscheide. Politisch radikal sind sie zwar beide, aber nach meiner Ansicht kommt bei den Extremisten noch die Gewaltbereitschaft dazu.
Würde ich jedenfalls sagen.
Die Diskussion ist eröffnet!

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repo
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Registriert: 27.03.2025, 07:27

Marianne E. hat geschrieben: 14.04.2026, 15:38
repo hat geschrieben: 14.04.2026, 14:56 Es ist sehr schade, dass es keine liberaldemokratische Partei gibt.
Schon die Paulskirche ist an dem Gegensatz gescheitert.
Dann noch eine Bitte: Wenn Dir die liberale Idee etwas bedeutet, mach doch mit. Bei der FDP gibt es keine Kündigung aus Altersgründen. Im Gegenteil "suche Weisheit unter grauen Locken" - nicht schlecht.
:mrgreen: Th. Heuss war mein Patenonkel :mrgreen:

Der Vater meines Urgroßvaters hatte im März 1848 eine tätliche Auseinandersetzung mit einem Liberalen, die Herren haben sich mit den Fahnenstangen geschlagen....
(Zieht sich in einer Artikelserie der Lokalpresse über Wochen) Später waren sie dann über die Jahrzehnte Parteifreunde... Der Wahlkreis wurde bis zum Ende der Monarchie gehalten. Auch gegen einen gewissen Weizsäcker dessen Nachfahr eine ganze Zeit Bundespräsident war.-

In einem anderen Forum habe ich mal über die liberaldemokratische Parteigeschichte bis in die Zeiten der frühen Bundesrepublik geschrieben. Ein ständiger "Wandlungsprozess"....
Die Liberalen in BW haben noch immer einen Doppelnamen, DVP wird noch ein bisschen hochgehalten.

maW Gründe hätte ich etliche, und wählen tu ich sie meist
ABER .......
Marianne E.
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Beiträge: 1974
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repo hat geschrieben: 15.04.2026, 09:28
Marianne E. hat geschrieben: 14.04.2026, 15:38
repo hat geschrieben: 14.04.2026, 14:56 Es ist sehr schade, dass es keine liberaldemokratische Partei gibt.
Schon die Paulskirche ist an dem Gegensatz gescheitert.
maW Gründe hätte ich etliche, und wählen tu ich sie meist
ABER .......

kein ABER - die liberale Idee und die dazugehörige Partei braucht jede Stimme.
Tschüss
repo
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Registriert: 27.03.2025, 07:27

in Opportunisten-Kreisen der Bundesrepublik 60er, 70er, auch noch 80er Jahren galt die FDP als Geheimtipp!
Alle Regierungen brauchten die als Mehrheitsbeschaffer, hohe politische Ämter galten den "Strebsamen" Politikjugendlichen als sicher.
Und diese Typen, Namen nenne ich jetzt keine, haben der FDP sehr geschadet
repo
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Folgendes habe ich mal im Forum-Geschichte.at geschrieben.

"
"Die Namen und Bezeichnungen der Demokraten schon im Kaiserreich sind für den Jetztmenschen nur schwer zu durchschauen.

Bleibe ich mal, Quellenbedingt, regional.
Von 1871 bis 1919 war der württ. Reichstagswahlkreis Nr. 9 meist in der Hand der LiberalDemokraten.
1871 und 1887 gewann ein Kandidat der Nationalliberalen Partei NLP.
1874 bis 1884 der Kandidat der Deutschen Fortschritts Partei DFP, 1890 bis 1919 der unvergessene Conrad Haußmann, seine Partei nannte sich bis 1907 Deutsche Volkspartei, DtVP, dann Fortschrittliche Volkspartei FVP, nach 1919 schlossen sich die württ. Demokraten der FVP der DDP Deutsche Demokratische Partei an.

Mit anderen Worten, Deutsche Fortschritts Partei DFP, Deutsche Volkspartei DtVP (nicht zu verwechseln mit der späteren DVP!) Fortschrittliche Volkspartei FVP und letztendlich Deutsche Demokratische Partei DDP sind ineinander übergegangen, auseinander entstanden. Und aus der DDP wurde dann nach 1945 die FDP/DVP.

Die Biografie der Haussmanns verdeutlicht dies aber am besten
Großvater Julius 1848 Revolutionär,
Sohn Conrad s.o. Reichstagsabgeordneter Zw Staatssekretär bis zum Tod 1922, (zu seinen Freunden gehörten Hermann Hesse, Ludwig Thoma, Anatole France und Jean Jaures)
Enkel Wolfgang 1953-1966 BW Justizminister für die FDP "
repo
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Disclaimer:
Die Patenschaft des Th. Heuss ist kein Fake! Besitze ich mit Brief und Sigel.
Hat allerdings keinen politischen, mehr einen Bevölkerungspolitischen Hintergrund.
Deshalb nochmals grins
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Balduin
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Gerne mehr zur Geschichte der FDP/DVP in BW, repo! Das ist echt interessant.
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He has called on the best that was in us. There was no such thing as half-trying. Whether it was running a race or catching a football, competing in school—we were to try. And we were to try harder than anyone else. We might not be the best, and none of us were, but we were to make the effort to be the best. "After you have done the best you can", he used to say, "the hell with it". Robert F. Kennedy - Tribute to his father
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