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Moderator: Barbarossa

 
Marianne E.
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SUV-Autos verbieten

29.12.2019, 21:29

 
Umweltschutz fängt im Kleinen an.
 
Warum werden für den innerstädtischen Verkehr die SUV-Autos nicht verboten?
 
SUV heißt "Sport Utility Vehicle" oder auch Sport- und Nutzfahrzeug oder auch Geländewagen. Aber nicht "Straßen-Unfall-Verursacher".
 
Ein SUV hat bereits über 500 PS, 600 PS und der arme Kleine nur 230 PS.
 
Wofür werden die im Stadtverkehr benötigt?
Sie nehmen zu viel Parkplatz ein, sind zu groß, sind zu schnell und stoßen üble Dinge aus.
 
 
Stattdessen sollte die Isetta bevorzugt werden. Sie hat Platz für 2 Personen, fährt 85 km/h und hat 12 bzw. 13 PS.
Oder man nimmt den Messerschmitt-Kabinenroller auch mit Platz für 2 Personen, fährt 80 km/h und hat 9 PS.
Wie gesagt, für den Stadtverkehr bestens geeignet. Nicht zum Angeben geeignet.
 
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Barbarossa
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 11:06

Aber um damit Einkaufen zu fahren reichen solche Kleinstfahrzeuge nicht aus. Ein SUV muss es dafür zwar auch nicht sein, aber alles gleich verbieten? Ich finde, es gibt ohnehin schon zu viel Verbote. Immer noch mehr Verbote einzuführen bedeutet, dass wir irgendwann kein freies Land mehr sind. Das ist so meine große Sorge.
Andererseits ist es das erklärte Ziel in Berlin alle PKW aus der Innenstadt herauszudrängen. Meines Erachtens verdrängt man damit aber nicht nur die Autos, sondern auch die Autofahrer, die dann wohl einfach wegziehen werden.
Die Diskussion ist eröffnet!

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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 12:11

Barbarossa hat geschrieben:
Aber um damit Einkaufen zu fahren reichen solche Kleinstfahrzeuge nicht aus. Ein SUV muss es dafür zwar auch nicht sein, aber alles gleich verbieten? Ich finde, es gibt ohnehin schon zu viel Verbote. Immer noch mehr Verbote einzuführen bedeutet, dass wir irgendwann kein freies Land mehr sind. Das ist so meine große Sorge.
Andererseits ist es das erklärte Ziel in Berlin alle PKW aus der Innenstadt herauszudrängen. Meines Erachtens verdrängt man damit aber nicht nur die Autos, sondern auch die Autofahrer, die dann wohl einfach wegziehen werden.

Mittlerweile finde ich auch, dass die Klimaproteste zu weit gehen und gerade die Medien denselben Fehler machen, wie anno 2015 mit der Flüchtlingskrise. Die Mittel und Wege, die beschritten werden sollen, gehen an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen völlig vorbei. SUV sind a) sehr schöne, b) sehr sichere und c) sehr komfortable Autos. Ich kann es schon verstehen, dass in Großstädten auf möglichst wenige Autos hingearbeitet wird. Auf dem Land wäre das nicht machbar. Ich fahre schon sehr viel Fahrrad (im Sommer recht oft zur Arbeit, ca. 10 km einfach). Aber gerade im Winter ist man auf das Auto angewiesen (von Einkäufen und abendlichem Ausgehen mal abgesehen).
E-Autos sind schlicht noch nicht so weit und ich möchte eigentlich nicht das Versuchskaninchen spielen, ob sich die Technologie letztlich durchsetzen wird (es geht da mal schnell um 30.000,00 EUR, wenn man sich ein E-Auto kauft).
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He has called on the best that was in us. There was no such thing as half-trying. Whether it was running a race or catching a football, competing in school—we were to try. And we were to try harder than anyone else. We might not be the best, and none of us were, but we were to make the effort to be the best. "After you have done the best you can", he used to say, "the hell with it". Robert F. Kennedy - Tribute to his father
 
Ruaidhri
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 12:17

Barbarossa hat geschrieben:
Ein SUV muss es dafür zwar auch nicht sein, aber alles gleich verbieten? Ich finde, es gibt ohnehin schon zu viel Verbote. Immer noch mehr Verbote einzuführen bedeutet, dass wir irgendwann kein freies Land mehr sind. Das ist so meine große Sorge.

Die Freiheit in einem Land ist nicht von erlaubten Autogrößen und fehlender Geschwindigkeitsbegrenzung eingeschränkt. Kleine Umschau in den Nachbarländern mit Tempolimits, die immer noch freie Länder sind. Wo allerdings auch nicht so hysterisch nach Verboten geschrieben wird wie hier.
Marianne E. hat geschrieben:
Ein SUV hat bereits über 500 PS, 600 PS und der arme Kleine nur 230 PS.
Marianne E. hat geschrieben:
Stattdessen sollte die Isetta bevorzugt werden. Sie hat Platz für 2 Personen, fährt 85 km/h und hat 12 bzw. 13 PS.
Oder man nimmt den Messerschmitt-Kabinenroller auch mit Platz für 2 Personen, fährt 80 km/h und hat 9 PS.
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SUV ist nicht gleich SUV, aber Schublade und Bashing ist ja so bequem, jenseits technischer Daten.
"
Marianne E. hat geschrieben:
Wofür werden die im Stadtverkehr benötigt?
Sie nehmen zu viel Parkplatz ein, sind zu groß, sind zu schnell und stoßen üble Dinge aus.

Ein Auto ist nicht nicht schnell, es hängt immer noch vom Menschen hinter dem Lenkrad ab. Der SUV meiner Freunde passt in jede normale Parklücke und stößt nichts Übleres und auch nicht mehr davon aus aus als andere Autos.
( Ich fahre einen Kleinwagen, nebenbei, und so möglich, nutze ich den ÖPNV.)
Mit einer Isetta mag man innerstädtisch klarkommen, gibt aber technich ausgereifterer Fahrzeuge, die weniger umweltgefährdend sind. In außerstädtischer Umgebung muss ein kein SUV sein, wobei- siehe oben- SUV ist nicht gleich SUV, und krass: Mit derartigen Fahrzeugen wie Istetta oder Kabinenroller kämen wir bisweilen nichtmal an den Stadtrand. Oder zum nächsten Bahnhof. Nichtmal mit einem Smart, übrigens.
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Marianne E.
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 12:46

Herzlichen Dank für die Reaktionen, sie haben mich nicht enttäuscht.

Worum geht es bei den "ach so vielen Verboten"? In vielen Großstädten ist in bestimmten Bezirken der Lieferverkehr nur noch eingeschränkt erlaubt, obwohl Lieferfahrzeuge nachweislich "kleiner" sind als die SUVs.

Es ist auch nicht die Frage, ob jemand gut oder schlecht mit seinem Auto umgeht, es geht eigentlich nur um zwei Dinge: "Was ist mir ganz persönlich meine Umwelt wert und kann ich überhaupt richtig Auto fahren?"
Fachleute behaupten frecherweise, dass die allermeisten Superautos mit dem Fahrer fahren und nicht der Fahrer mit dem Auto. Die Praxis und die Unfälle beweisen es.

Das war aber nicht der Ansatz für meinen Beitrag. Er sollte auch keine Autoverhinderung sein. Ich wollte zum Nachdenken anregen und das ist mir ja jedenfalls gelungen, wenn auch mit höchst eigenwilligen Interpretationen.

Übrigens, Panikmache geht anders.
Und noch etwas, wenn ich unbedingt und selten Auto fahren muss, fahre ich einen dicken fetten Mercedes mit Fahrer (Taxi).
 
Ruaidhri
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 13:05

Marianne E. hat geschrieben:
Und noch etwas, wenn ich unbedingt und selten Auto fahren muss, fahre ich einen dicken fetten Mercedes mit Fahrer (Taxi).

Wer es sich leisten kann und entsprechend in einer Umgebung lebt, wo es möglich ist, fein. Nur ist das nicht bei jedem und überall so.
Marianne E. hat geschrieben:
Fachleute behaupten frecherweise, dass die allermeisten Superautos mit dem Fahrer fahren und nicht der Fahrer mit dem Auto. Die Praxis und die Unfälle beweisen es.
SUV ist nicht gleich SUV, und nicht jeder SUV ist ein "Superauto", auch das werden achleute sagen.
Marianne E. hat geschrieben:
"Was ist mir ganz persönlich meine Umwelt wert und kann ich überhaupt richtig Auto fahren?"


Vermutlich habe ich früher und mehr für die Umwelt getan als so manche, die via Tastatur mahnen. Wobei, nicht zu vergessen, auch unsere private Nutzung der digitalen Medien, Energie braucht. Für die Umwelt mache ich mir durchaus die Hände dreckig und sacke mir Rückenschmerzen ein, aufs Auto werde ich aber nicht verzichten. Egal, was so viele weise Menschen meinen, dass bei einem Leben außerhalb der Stadtmauern doch ginge.
Richtig Autofahren? Was soll das sein? Nur für die SUV- Halter aller Klassen? (Das Feindbild der Nation kann übrigens weniger PS haben als ein Nicht- SUV.)  Oder allgemein?
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Marianne E.
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 13:06

Mein Beitrag bestand aus einer Frage und individuellen Lösungsmöglichkeiten.
Mein Beitrag beinhaltete eine Fragestellung. Seit wann wird eine Frage mit Bashing übersetzt?
 
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Balduin
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 13:32

In der Großstadt sind große SUV nicht sinnvoll, da gebe ich Dir Recht Marianne. Andererseits: Vielleicht sind die Reitstunden der Kinder auf dem Land und die Oma wohnt 50 km entfernt in einer kleinen Ortschaft. Dann macht das schon wieder Sinn oder? Und nicht jeder SUV hat 300 PS. Die allermeisten SUV sind doch in der Klasse Q3 und Co.
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 13:55

Noch einmal:
Mein Beitrag bestand aus einer Fragestellung und individuellen Lösungsmöglichkeiten.

Ich habe meinen Beitrag inzwischen mehrmals überlesen, aber an keiner Stelle festgestellt, dass ich grundsätzlich für Verbote irgendwelcher Beförderungsmöglichkeiten bin.

Selbstverständlich weiß ich den Wert eines komfortablen Autos zu schätzen und spreche auch niemandem den Besitz und die Freude daran ab. Ganz geschweige von den Menschen, die ein Auto für die unterschiedlichen Entfernungen und Erfordernisse benötigen.

Ich habe aber, auch in anderen Gesprächen festgestellt, wenn die Rede auf Besitz und Benutzung von Autos geht, reagiert jeder individuell, d.h. ichbezogen, um nicht zu sagen ,irrational.
Mein Beitrag war allgemein gehalten, war eine Idee, ein Gedankenanreiz.
 
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 14:15

Das war mir schon klar
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Cherusker
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Re: SUV-Autos verbieten

30.12.2019, 15:39

Der Sozi Miersch (Hannover) hat als aufstrebender Genosse ein Verbot für Pick-ups gefordert. :crazy:Im vorrauseilenden Gehorsam sind bei ihm schon die SUVs abgehakt und es geht an die richtigen Spritfresser. :mrgreen: Allerdings hat ihm wohl noch keiner erklärt, daß es auf deutschen Straßen, im Gegensatz zu den USA, nur sehr wenige Pick-ups gibt.  :lolno: :mrgreen:

P.S.
Ich möchte nicht wissen, was bei einer Isetta und dem Messerschmitt-Kabinenroller hinten aus dem Auspuff so alles rauskommt ? :shock: Da wird vielleicht so ein PS-Starker SUV relativ gut abschneiden. :wink: Darauf sind schon einmal sogen. Öko-Experten reingefallen, die die Porsche 911 als Dreckschleudern bezeichnet haben, aber dann feststellen mußten, daß diese Porsche viel weniger Schmutz verursachten als die von den Ökös bevorzugten Klein- und Mittelklassewagen. :wink:
 
Ich selbst halte SUVs in ihrem "natürlichen" Nutzungsraum in der Großstadt ebenfalls für schwachsinnig. Aber es gibt halt viele Leute, die gerne von oben auf andere herabsehen :roll:.....das sitzt man halt als Arzt oder Rechtsanwalt nicht gerne im flachen Sportwagen, wenn der Nachbar im Mittelklassewagen auf einen herabschauen kann..... :wink: :mrgreen:
 
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Re: SUV-Autos verbieten

01.01.2020, 16:01

Cherusker hat geschrieben:
.....das sitzt man halt als Arzt oder Rechtsanwalt nicht gerne im flachen Sportwagen, wenn der Nachbar im Mittelklassewagen auf einen herabschauen kann..... :wink:

Es sind, man staune, aber eben nicht nur Ärzte und Juristen, die SUV fahren, sondern genauso, wenn nicht in der Mehrheit, eben nicht solche. Ob Duster, Scenic oder andere SUV, gibt ja nicht nur die Ausgaben der Nobelmarken. Grundsätzlich sind alle SUV, egal, ob sie kleiner sind oder gar weniger umweltschädlich sind als große Limousinen, eine bequeme Projektionsfläche geworden.  Hauptsache, die drei Buchstaben eingebaut!
Cherusker hat geschrieben:
P.S.
Ich möchte nicht wissen, was bei einer Isetta und dem Messerschmitt-Kabinenroller hinten aus dem Auspuff so alles rauskommt ? :shock: Da wird vielleicht so ein PS-Starker SUV relativ gut abschneiden. :wink: Darauf sind schon einmal sogen. Öko-Experten reingefallen, die die Porsche 911 als Dreckschleudern bezeichnet haben, aber dann feststellen mußten, daß diese Porsche viel weniger Schmutz verursachten als die von den Ökös bevorzugten Klein- und Mittelklassewagen. :wink:

Dass wir uns tatsächlich mal einig sind, ist selten. Du nennst aber tatsächlich Fakten, die nur nicht in die bequemen Schubladen passen. Ich kann mir zwar keinen Porsche leisten und habe bewusst, aber nicht unbedingt aus ökologischer Gesinnung für einen Kleinwagen entschieden, dass der aber relativ mehr verbraucht als mancher Große, ist Fakt.
Marianne E. hat geschrieben:
ch habe aber, auch in anderen Gesprächen festgestellt, wenn die Rede auf Besitz und Benutzung von Autos geht, reagiert jeder individuell, d.h. ichbezogen, um nicht zu sagen ,irrational.
Mein Beitrag war allgemein gehalten, war eine Idee, ein Gedankenanreiz.

Mag sein, dass ich inzwischen auf die Hagelschauer der Gedankenanreize allergisch reagiere, erst recht, wenn dann als Argument die dei Buchstaben benutzt werden, völlig undifferenziert auch noch und weit von der auch technischen Realität entfernt.
Irrational sind gelegentlich, hier nicht Du gemeint, die Vorschläge und die Forderungen aus den Öko- Stadtblasen, die schlicht an der Lebensrealität vorbeigehen. Nicht nur beim Thema Auto, nebenbei.
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