Russlands Krieg gegen die Ukraine

Diskussionen über die Nicht-Mitgliedstaaten der EU

Moderator: Barbarossa

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Mein Beitrag könnte auch ein eigenes Thema sein. Wußte aber nicht, wie ich das anstellen soll.
Cherusker
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Jetzt beschießen die Russen auch noch Einkaufsmärkte. :twisted: Reiner Terror ! Mit den heutigen Waffen kann man sehr genau schießen (nicht mehr die wilde Ballerei, wie im 2. Weltkrieg) und wer dann ein Einkaufszentrum oder einen Wohnblock trifft, der hat das auch bewußt getan. :oops:
Wieder einmal kommt die russische Propaganda und erzählt was von Militärdepots, die in der Nähe waren. :crazy: Einfach lächerlich....
Skeptik
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Ukraine feiert Sieg im "Borschtsch-Krieg"

Nachdem die UNESCO den ukrainischen Eintopf Borschtsch in die Liste des gefährdeten immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen hat, feiert der ukrainische Kulturminister Oleksandr Tkachenko die Entscheidung als Sieg. "Der Sieg im Borschtsch-Krieg ist unser. Wir werden beides gewinnen: den Krieg um Borschtsch und diesen Krieg." Die Herkunft des Gerichts ist tatsächlich ein Politikum: Russland wehrt sich vehement gegen die Darstellung, der traditionelle Eintopf mit roter Beete und Weißkohl sei ukrainischen Urspungs.

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/20-22-Kiew- ... 37631.html

Die russische Propaganda wird wieder finstere westliche Mächte am Werk sehen, die Russland aushungern wollen und den Russen nicht einmal den letzten Teller Borschtsch gönnt.
Zuletzt geändert von Balduin am 02.07.2022, 07:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quelle des Zitats hinzugefügt. Bitte in Zukunft beachten, dass stets Quellen bei Zitaten anzugeben sind.
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Barbarossa
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Da habe ich auch von gelesen. Laut Wikipedia ist der Ursprung tatsächlich ukrainisch. Das wusste ich auch noch nicht. Ich hätte das auch für etwas ur-russisches gehalten. So kann man sich irren.
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Skeptik
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"Borschtsch ist ein Nationalgericht in vielen Ländern, darunter Russland, Weißrussland, Ukraine, Polen, Rumänien, Moldawien und Litauen", schrieb die russische Botschaft in den USA auf Twitter.

Aber Borschtsch wurde erstmals im Jahr 1548 im Tagebuch eines europäischen Reisenden erwähnt, der eine Portion auf einem Markt in Kiew gekauft hatte. Erst viel später soll er über ukrainische Siedler nach Russland gelangt sein.

"Wir haben verschiedene Sprachen, eine andere Kultur und anderes Essen", betont die junge Frau in ihrer Tracht in dem kleinen Borschtsch-Museum, das sie gerade in Opichnia in der Zentralukraine eröffnet hat, nachdem sie dort sieben Jahre lang ein Festival zu dieser Suppe veranstaltet hat.
"Borschtsch ist das zweite Gericht, das ich nach der Milch meiner Mutter gegessen habe", versichert sie.

Also ihr lieben Russen, spuckt der Ukraine nicht auch noch in ihre Suppe!

https://www.lesoleil.com/2020/12/01/le- ... 501bf52b34
Zuletzt geändert von Balduin am 03.07.2022, 15:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bild aus urheberrechtlichen Gründen entfernt.
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Balduin
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Diese Randmeldung um Borschtsch (ich denke kaum, dass mir das schmecken würde) zeigt doch eines ganz deutlich: Es geht um Nationalitäten und Identitäten. Die Ukrainer möchten sich als eigenständige Nation definieren und nicht als Teil von Russland.
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Barbarossa
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Nur einen Tag nach einer Vereinbarung über den Export von Weizen aus der Ukraine hat das russische Militär den Hafen von Odessa beschossen:
.
https://www.arte.tv/de/afp/neuigkeiten/ ... -getroffen
.
Hab auch nichts anderes erwartet. ☹️
Hätte mich auch gewundert, wenn sich Putin an irgendeine Vereinbarung halten würde.


Erst bestritt Russland offiziell den Angriff - heute wird der Angriff eingeräumt:
https://www.rnd.de/politik/raketenangri ... 58655207-3
.
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Ruaidhri
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Barbarossa hat geschrieben: 24.07.2022, 14:11 Erst bestritt Russland offiziell den Angriff - heute wird der Angriff eingeräumt:
https://www.rnd.de/politik/raketenangri ... 58655207-3
.
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Manchmal habe ich das Gefühl, dass nicht so wirklich an der Front ankommen will, was zu tun oder zu lassen ist.
Putin muss weg- aber ob es dann besser wird, halte ich für fraglich.
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Balduin
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Wie willst du ihn wegbekommen, ohne einen Weltkrieg zu risikieren? Das System in Russland ist repressiv und es dringt wenig nach außen - aber von dem was man hört, liegt keine Revolution in der Luft.
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Barbarossa
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Ein Weltkrieg schwebt mir natürlich nicht vor, das ist klar.
Meine große Hoffnung ist eine andere - nämlich, wenn eine ausreichende Menge an Waffen aller Art die Ukraine erreichen und sich das Land erfolgreich verteidigen kann, dass Putin dann von den eigenen Militärs gestürzt wird.
Immerhin hat Putin in diesem Fall das Land in eine Niederlage und damit ins Verderben geführt, was seine Position als Machthaber erschüttern würde.
Nach einem Umsturz darf man zumindest hoffen, dass eine wie auch immer geartete Übergangsregierung freie Wahlen ausschreibt. Dies wäre dann auch die Chance für die Ukraine für Frieden.
Deswegen meine ständigen Forderungen (auch auf Facebook) nach möglichst vielen Waffen für die Ukraine. Russland muss den Krieg wirklich krachend verlieren (auch nicht nur so ein bisschen). Da hängt für mich alles dran. Mit Putin kann es keinen Frieden und keine sonstigen Vereinbarungen geben, weil er sie ohnehin nicht einhalten wird.
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Marianne E.
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Barbarossa schreibt:
"Nach einem Umsturz darf man zumindest hoffen, dass eine wie auch immer geartete Übergangsregierung freie Wahlen ausschreibt. Dies wäre dann auch die Chance für die Ukraine für Frieden."

Freie Wahlen in Russland? Wovon träumst du?
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Barbarossa
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Auf dem Papier besitzt Russland nach wie vor ein Mehrparteiensystem. Es müsste nur mit Leben gefüllt werden (dürfen).
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Nach einem (angenommenen) Zusammenbruch des Putin-Regimes besteht aus meiner Sicht zumindest die Möglichkeit, dass die geflüchteten oder inhaftierten Oppositionellen nach freien Wahlen genau dies tun, wenn sie amnestiert werden.
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Ich will nur mal daran erinnern, dass sich Russland vor Putin - unter Jelzin - durchaus auf dem Weg in eine Demokratie befand. Die erste Wahl Putins zum Präsidenten war demokratisch, nur wurde das Volk durch seinen vorgegaukelten tschetschenischen Terrorangriff getäuscht und betrogen. Nur durch diesen verbrecherischen Kniff konnte er sich als ,,starker Mann'' präsentieren und so populär werden, dass er gewählt wurde.
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Ich sage nicht, dass es so kommen muss, aber man soll die Hoffnung nie aufgeben, dass es nach dem Zusammenbruch des Putin-Regimes (nach dessen militärischer Niederlage) zu gewissen politischen Umwälzungen in Russland kommen könnte.
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Ruaidhri
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Ich glaube nicht, dass die russische Bevölkrung mehrheitlich wirklich eine Demokratie will, die ist viel zu komplex und schwierig- auf Dauer jedenfalls.
Barbarossa hat geschrieben: 24.07.2022, 22:28 Nach einem (angenommenen) Zusammenbruch des Putin-Regimes besteht aus meiner Sicht zumindest die Möglichkeit, dass die geflüchteten oder inhaftierten Oppositionellen nach freien Wahlen genau dies tun, wenn sie amnestiert werden.
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Ich will nur mal daran erinnern, dass sich Russland vor Putin - unter Jelzin - durchaus auf dem Weg in eine Demokratie befand. Die erste Wahl Putins zum Präsidenten war demokratisch, nur wurde das Volk durch seinen vorgegaukelten tschetschenischen Terrorangriff getäuscht und betrogen.
Ist zwar richtig, aber nach wenigen Jahren des Weges zur Demokratie ließ sich " das Volk" auch gern täuschen.
Schwer auszudrückn, aber in den Riesenreich ist der Gedanke der Demokratie nie so durchschlagend angekommen wie in den Staaten Europas.
Muttersprache: Deutsch Vaterland: Keins. Heimat: Europa
LG Ruaidhri
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Ruaidhri hat geschrieben: 30.07.2022, 18:07 Ich glaube nicht, dass die russische Bevölkrung mehrheitlich wirklich eine Demokratie will, die ist viel zu komplex und schwierig- auf Dauer jedenfalls.
Wir im Westen glauben immer, daß alle Staaten eine Demokratie wollen. :roll: Dabei ist die Demokratie doch eher bei westlich-orientierten Staaten mit Marktwirtschaften zu finden. Gerade in der muslimischen Welt ist die Demokratie meist nicht das oberste Ziel, sondern eher ein "Gottesstaat", indem der Koran und die Scharia über allen weltlichen Dingen stehen.
Auch haben die kommunistischen Staaten (Nordkorea, China, Kuba, usw.) kein Interesse an einer Demokratie, die zuviel Freiheit in der Denk- und Lebensweise der Bürger zuläßt.

Selbst bei uns in Deutschland hat sich die Demokratie erst nach dem II.Weltkrieg durchgesetzt. Die Weimarer Republik wurde damals als schwach empfunden und die Deutschen suchten wieder nach einer Leitperson. Der Kaiser hatte abgedankt und dann meldete sich so ein Gröfaz, der ihnen die Richtung vorgeben wollte. Auch in Rußland sieht man heutzutage die westlichen Demokratien als schwach an und man stellt sie als "spätrömische Dekadenz" dar., z.B. in Rußland soll der starke Mann das Vorbild sein und somit auch keine Homosexualität geduldet werden, wie sie gerade jetzt im Westen bei den unzähligen Gay-Prides gefeiert wird. :mrgreen:

Aber es gibt auch einen namhaften Grünen, der auch seine Probleme mit der Demokratie hat. :wink: Für ihn wäre es interessanter man hätte nur eine Partei, die die Richtung vorgibt und schnell Beschlüsse fassen kann (chinesisches Modell), anstatt eines Parlaments mit vielen verschiedenen Parteien, die erstmal durch Debatten zu einer Lösung kommen müssen. :lol:

Fazit: die Demokratie ist nicht überall willkommen und wurde eigentlich nur von Staaten, wie Frankreich, England und den USA, als Vorbild verbreitet. Das empfanden aber andere Staaten als Unterdrückung und Bevormundung.
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Barbarossa
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Es gibt einen namhaften Grünen?
Wen meinst du da?
Stöbele?
Trittin?

Zur Demokratiefähigkeit der Russen:
Ich glaube, dass gerade viele junge Russen sich demokratische Verhältnisse in ihrem Land wünschen. Es gab ja Demonstrationen, nur wurden sie immer wieder brutal aufgelöst. In Dikaturen spielt Angst vor Repressalien eine große Rolle.
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