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Re: "Amokalarm" in Schule

Verfasst: 31.05.2012, 00:48
von Hektor
BavariusErectus hat geschrieben:
Leider wird in Deutschland die Wehrfähigkeit dadurch untergraben, das linke Elemente immer wieder die wegnahme der Waffen fordern, was in meinen Augen eine Untergrabung der Grundrechte darstellt und sich massiv gegen die Forderungen der ersten deutschen Demokraten stellt.
Ich schieße gern und werde nach der Lehre sowohl beim Bund sein als auch den Jagdschein machen. Den wer die Gesetze achtet soll auch den zugang zu Waffen haben. Alles andere wäre Autoritäres gehabe.



Na ob Du mit dieser Argumentation einen Waffenschein bekommst ? :shifty:

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 31.05.2012, 08:20
von Suebe
Einer der ersten dokumentieren Amokläufe Deutschlands fand 1913 in der Nähe von Stuttgart statt.
Ernst August Wagner war der Amokläufer.

Da der Amokläufer überlebte, und die letzten 25 Jahre seines Lebens in der Heilanstallt Winnenden (manchmal gibt es seltsame Zufälle) verbrachte, wird seine Person der vermutlich am besten erforschte Amokläufer überhaupt sein.
Er entstammte dem schulischen Milieu, (seltsame Zufälle) allerdings als Lehrer.

Nachdem er seine kpl. Familie umgebracht hatte, legte er in Mühlhausen an der Enz (er war der Meinung, dass man ihn Jahre zuvor in Mühlhausen bei verbotenen Geschlechtsverkehr beobachtet hätte) an verschiedenen Stellen Feuer, und beschoss die herbeieilenden Menschen, wobei er nochmals 7 Leute erschoss und einige verwundete, bis er überwältigt wurde.
Dem in der Nähe liegenden Dorf in dem er aufgewachsen war, hatte er das selbe Schicksal zugedacht, dort hatte er die Hälfte seiner Munition versteckt.
Anschließend wollte er ins Schloß nach Ludwigsburg, wo er im Bett der Königin sich umbringen wollte.
Da er seine Schwester ebenfalls meinte umbringen zu müssen, sie aber wegen räumlicher Entfernung nicht erreichen konnte, löste er das Problem aus seiner Sicht. Er sandte ihr ein Telegramm "Nimm Gift. Ernst".

Es war wohl einer der ersten, wenn nicht der erste Prozess überhaupt, der in Württemberg wegen Unzurechnugsfähigkeit des Angeklagten eingestellt wurde.
Wagner starb 1938 in der Anstalt in Winnenden an Tbc.

Die Vorgänge hat Hermann Hesse in seinem Werk "Klein und Wagner " mit verarbeitet.

Re: "Amokalarm" in Schule

Verfasst: 31.05.2012, 11:52
von Vergobret
BavariusErectus hat geschrieben:
Ich schieße gern und werde nach der Lehre sowohl beim Bund sein als auch den Jagdschein machen. Den wer die Gesetze achtet soll auch den zugang zu Waffen haben. Alles andere wäre Autoritäres gehabe.

Da zeigt sich dann ja evtl. die Kompetenz der Bundeswehr. Nehmen die dich da, trotz solcher Aussagen auf, dann gute Nacht :shifty: .

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 01.02.2013, 17:58
von Barbarossa
Freitag, 01. Februar 2013
Amoklauf von Winnenden
Bewährung für Tim K.s Vater

Im ersten Verfahren gibt es Fehler. Deshalb legt die Verteidigung Revision ein. Doch auch das neue Verfahren endet mit einer Bewährungsstrafe für den Vater des Amokläufers Tim K. Nun wollen die Angehörigen der Opfer zivilrechtliche Schritte einleiten...
hier: weiterlesen

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 02.02.2013, 10:04
von dieter
Barbarossa hat geschrieben:
Freitag, 01. Februar 2013
Amoklauf von Winnenden
Bewährung für Tim K.s Vater

Im ersten Verfahren gibt es Fehler. Deshalb legt die Verteidigung Revision ein. Doch auch das neue Verfahren endet mit einer Bewährungsstrafe für den Vater des Amokläufers Tim K. Nun wollen die Angehörigen der Opfer zivilrechtliche Schritte einleiten...
hier: weiterlesen


Lieber Barbarossa,
ich hätte ihn eine längere Haftstrafe ohne Bewährung gegeben, schließlich sind durch seine Unachtsamkeit, weil er seine Schießwaffen nicht abgeschlossen hatte, viele Menschen getötet worden. :twisted:

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 02.02.2013, 19:03
von Barbarossa
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
ich hätte ihn eine längere Haftstrafe ohne Bewährung gegeben, schließlich sind durch seine Unachtsamkeit, weil er seine Schießwaffen nicht abgeschlossen hatte, viele Menschen getötet worden. :twisted:

Ich nicht, denn er hat ja die Tat nicht selbst begangen. Ich hätte ihn auch aus diesem Grund noch nicht einmal für "fahrlässige Tötung" verurteilt, sondern nur für das Nichteinschließen der Waffe - also für den Verstoß gegen das Waffengesetz. Man kann für einen Amoklauf auch andere Dinge verwenden, als eine Schußwaffe. In meinen Augen hätte das die Tat selbst nicht verhindert.

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 02.02.2013, 21:32
von Balduin
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
ich hätte ihn eine längere Haftstrafe ohne Bewährung gegeben, schließlich sind durch seine Unachtsamkeit, weil er seine Schießwaffen nicht abgeschlossen hatte, viele Menschen getötet worden. :twisted:


Die Situation für die gesamte Familie des Amokläufers muss doch schrecklich sein: Man macht sich Vorwürfe, dass man nicht vorsichtiger war, fragt sich, ob man nicht etwas merken hätte können und muss mit dem Konflikt klar kommen, dass der Sohn/der Bruder Tod ist, dieser aber eine unsagbar böse Tat begangen hat.

Die Bewährungsstrafe ist somit vollkommen in Ordnung.

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 02.02.2013, 21:57
von Barbarossa
Ralph hat geschrieben:
Die Situation für die gesamte Familie des Amokläufers muss doch schrecklich sein: Man macht sich Vorwürfe, dass man nicht vorsichtiger war, fragt sich, ob man nicht etwas merken hätte können und muss mit dem Konflikt klar kommen, dass der Sohn/der Bruder Tod ist, dieser aber eine unsagbar böse Tat begangen hat.

Die Bewährungsstrafe ist somit vollkommen in Ordnung.

Das kommt noch dazu. Der Verlust des eigenen Sohnes ist die größte Strafe überhaupt. Keine Gefängnisstrafe kann da auch nur annähernd mithalten.

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 03.02.2013, 09:51
von dieter
Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
ich hätte ihn eine längere Haftstrafe ohne Bewährung gegeben, schließlich sind durch seine Unachtsamkeit, weil er seine Schießwaffen nicht abgeschlossen hatte, viele Menschen getötet worden. :twisted:

Ich nicht, denn er hat ja die Tat nicht selbst begangen. Ich hätte ihn auch aus diesem Grund noch nicht einmal für "fahrlässige Tötung" verurteilt, sondern nur für das Nichteinschließen der Waffe - also für den Verstoß gegen das Waffengesetz. Man kann für einen Amoklauf auch andere Dinge verwenden, als eine Schußwaffe. In meinen Augen hätte das die Tat selbst nicht verhindert.

Lieber Barbarossa,
ohne eine Schußwaffe hätte es soviel Tote nicht gegeben. :twisted: Wie willst Du mit einem Messer soviele Menschen töten :?:

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 03.02.2013, 09:56
von dieter
Ralph hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
ich hätte ihn eine längere Haftstrafe ohne Bewährung gegeben, schließlich sind durch seine Unachtsamkeit, weil er seine Schießwaffen nicht abgeschlossen hatte, viele Menschen getötet worden. :twisted:


Die Situation für die gesamte Familie des Amokläufers muss doch schrecklich sein: Man macht sich Vorwürfe, dass man nicht vorsichtiger war, fragt sich, ob man nicht etwas merken hätte können und muss mit dem Konflikt klar kommen, dass der Sohn/der Bruder Tod ist, dieser aber eine unsagbar böse Tat begangen hat.

Die Bewährungsstrafe ist somit vollkommen in Ordnung.

Lieber Ralph,
ist sie nicht. :oops: Ich bin grundsätzlich dagegen Waffen in privater Hand zu haben. Das Gewalltmonopol sollte der Staat haben. Bei Schützenvereinen wäre ich dafür, die Waffen zentral im Schützenhaus zu lagern und einen Wachdienst anzustellen, der überprüft, dass kein Unbefugter an die Waffen kommt. :evil:

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 03.02.2013, 20:56
von Barbarossa
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
ohne eine Schußwaffe hätte es soviel Tote nicht gegeben. :twisted: Wie willst Du mit einem Messer soviele Menschen töten :?:

Das geht schon. Es gibt Menschen, die verfallen in einen regelrechten "Blutrausch", wo sie dann nicht mehr Herr ihrer Sinne sind.

dieter hat geschrieben:
... Bei Schützenvereinen wäre ich dafür, die Waffen zentral im Schützenhaus zu lagern und einen Wachdienst anzustellen, der überprüft, dass kein Unbefugter an die Waffen kommt. :evil:

Diesen Wachdienst müßten aber die Schützenvereine auch bezahlen. Das kann sich sicher nicht jeder Verein leisten.
Es ist tatsächlich ein Risiko, ein Schützenvereinshaus in ein städiges Waffenlager zu verwandeln. Auch ein Wachdienst ist ja nicht unbedingt eine Garantie für einen sicheren Schutz vor Einbrechern, insbesondere wenn es Profis sind (oranisiertes Verbrechen). Das wäre ebenfalls zu bedenken.

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 04.02.2013, 14:36
von dieter
Barbarossa hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
ohne eine Schußwaffe hätte es soviel Tote nicht gegeben. :twisted: Wie willst Du mit einem Messer soviele Menschen töten :?:

1)Das geht schon. Es gibt Menschen, die verfallen in einen regelrechten "Blutrausch", wo sie dann nicht mehr Herr ihrer Sinne sind.

dieter hat geschrieben:
... Bei Schützenvereinen wäre ich dafür, die Waffen zentral im Schützenhaus zu lagern und einen Wachdienst anzustellen, der überprüft, dass kein Unbefugter an die Waffen kommt. :evil:

2)Diesen Wachdienst müßten aber die Schützenvereine auch bezahlen. Das kann sich sicher nicht jeder Verein leisten.
Es ist tatsächlich ein Risiko, ein Schützenvereinshaus in ein städiges Waffenlager zu verwandeln. Auch ein Wachdienst ist ja nicht unbedingt eine Garantie für einen sicheren Schutz vor Einbrechern, insbesondere wenn es Profis sind (oranisiertes Verbrechen). Das wäre ebenfalls zu bedenken.

Lieber Barbarossa,
zu1) einen Täter mit einem Messer ist bedeutend besser beizukommen auch im "Blutrausch", als eiem mit einem Gewehr. :wink:
zu2) Die Schützenvereine sollen natürlich für ihr Hobby zahlen, wenn sie das nicht können, dann brauchen wir sie auch nicht. :roll: Nobody is perfect, auch ein Wachdienst nicht, vollkommene Sicherheit gibt es nicht, man muß sich aber darum bemühen. :wink:

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 20.02.2013, 08:05
von Barbarossa
16.02.2013
Karlsruhe: Waffenrecht reicht aus
Gericht weist Klage von Eltern von Winnenden-Opfern zurück / Genügend Schutz vor Missbrauch.
von Jost Müller-Neuhof

Berlin - Das nach den tödlichen Amokläufen von Erfurt und Winnenden verschärfte Waffenrecht genügt, um die Bürger vor Gefahren des Missbrauchs legaler Sportwaffen zu schützen. Dies hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in drei am Freitag veröffentlichten Beschlüssen entschieden. Die Richter wiesen damit Verfassungsbeschwerden von Eltern zurück, deren Kinder in Winnenden von einem Jugendlichen erschossen worden waren...
hier: weiterlesen

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 21.02.2013, 10:17
von dieter
Barbarossa hat geschrieben:
16.02.2013
Karlsruhe: Waffenrecht reicht aus
Gericht weist Klage von Eltern von Winnenden-Opfern zurück / Genügend Schutz vor Missbrauch.
von Jost Müller-Neuhof

Berlin - Das nach den tödlichen Amokläufen von Erfurt und Winnenden verschärfte Waffenrecht genügt, um die Bürger vor Gefahren des Missbrauchs legaler Sportwaffen zu schützen. Dies hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in drei am Freitag veröffentlichten Beschlüssen entschieden. Die Richter wiesen damit Verfassungsbeschwerden von Eltern zurück, deren Kinder in Winnenden von einem Jugendlichen erschossen worden waren...
hier: weiterlesen

Lieber Barbarossa,
hoffen wir das Beste lieber Leser. :wink:

Re: Amoklauf in Winnenden und weitere

Verfasst: 21.02.2013, 23:31
von Barbarossa
dieter hat geschrieben:
Lieber Barbarossa,
hoffen wir das Beste lieber Leser. :wink:

Ja, hier in Deutschland sind ja die Waffengesetze wesentlich strenger, als in den USA. Wer hier eine Waffe zu Hause lagert, muß dies so tun, daß sich diese nicht für die Selbstverteidigung zu Hause (z. B. bei einem Einbruch) eignet - sofern man die Gesetze vollständig befolgt. Das gilt auch für Polizisten, wie ich hörte.