Forum für Geschichte und Politik


Moderator: Barbarossa

 
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Barbarossa
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Terroranschläge in Großbritannien

23.05.2017, 08:50

Direkt am Ende eines Popkonzerts von US-Sängerin Ariane Grande hat es gestern Abend gegen 22.30 Uhr in Manchester offenbar einen Selbstmordanschlag gegeben. Es kamen mindestens 22 Menschen - darunter auch Kinder - ums Leben und rund 60 Menschen wurden verletzt. Die Polizei geht bereits direkt von einem Terroranschlag aus. Die Bestürzung über diese Gräultat ist groß.

Quelle: http://m.spiegel.de/politik/ausland/manchester-was-wir-ueber-den-mutmasslichen-anschlag-wissen-und-was-nicht-a-1148867.html
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Barbarossa
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

23.05.2017, 18:11

Die Zahl der Todesopfer hat sich auf 23 erhöht. Inzwischen hat sich auch der sogenannte Islamische Staat zu dem Anschlag bekannt. 
Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-05/selbstmordattentat-manchester-terror-fragen-antworten-ueberblick

Das ist einfach nur barbarisch zu nennen.
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Paul
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

23.05.2017, 18:33

Der islamische Staat richtet immer wieder Kriegsgefangene o. Zivilisten hin, aber die Kämpfer gegen den IS können natürlich deswegen nicht ihren Kampf einstellen, sondern wollen das Ende dieses Regimes eher beschleunigen. Wir könnten den Kampf gegen den IS auch stärker unterstützen z.B. indem wir Schutzwesten und Helme nach Rojava liefern würden, egal was Erdogan dazu sagen würde.
viele Grüße

Paul

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Barbarossa
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

23.05.2017, 19:41

Erdogan wäre mir in dem Fall auch egal. Der Haken ist eben nur der Flüchtlingsdeal: Lässt die Türkei die Flüchtlinge wieder nach Europa durch, bekommen rechte Parteien wieder mehr Aufwind und Regierungen geraten ins Wanken ... - Problem.
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Triton
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

24.05.2017, 15:41

Es geht mir einfach nicht in den Kopf, was es bringen soll, unpolitische Konzert-, Weihnachtsmarkt- oder Sportveranstaltungsbesucher umzubringen? Die willkürlich ausgesuchten Opfer sind scheinbar völlig egal, wie soll sich "der Westen" dann noch mäßigen?

Wenn man den IS unterstützen will, dann kämpft man doch an Ort und Stelle gegen die Ungläubigen.
Das kann nicht im Sinne des Islam sein.
Dann brauchen die sich auch nicht zu wundern, dass selbst zwielichtige Gestalten wie Assad noch toleriert werden und die IS-Führer beseitigt werden, wann immer man das kann.
"Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, in dem man sie ignoriert." (Aldous Huxley)
 
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Barbarossa
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

24.05.2017, 20:22

Dahinter steckt eine besonders perfide und zugleich destruktive Strategie.
Der IS steht in Syrien und Irak kurz vor der Zerschlagung. In dieser Situation rufen die Anführer ihre Anhänger gar nicht mehr dazu auf, in diese Region zu kommen und mitzukämpfen, sondern sie rufen radikalisierte Muslime dazu auf, in ihren Ländern zu bleiben und dort Anschläge zu verüben - so war zu hören. Die Ziele sind dabei eigentlich egal - wichtig ist nur, dass möglichst viel Chaos und Verunsicherung hervorgerufen wird. Das heißt, je schlimmer wir die Tat finden, desto besser aus deren Sicht.
Die Taktik, die dahinter steckt, ist in etwa so zu erklären: Wenn die Mächte, gegen die man kämpft, zu stark werden, um sie an der Front im eigenen Land zu schlagen, geht man dazu über, den Krieg in die Länder zu tragen, gegen die man kämpft. Militärwissenschaftlich ausgedrückt heißt das: Der ,,symetrische Krieg'' wird zum ,,asymetrischen Krieg''. Ziel der Terroristen ist es, in solchen Staaten durch den Terror so viel Angst und Schrecken zu verbreiten, dass die Bevölkerung die Aufgabe des Kampfes von ihrer Regierung fordert, oder bis im Extremfall diese Länder vielleicht sogar in gescheiterte Staaten verwandelt werden. In letzterem Fall wäre der Feind sogar endgültig ausgeschaltet.
Für uns bedeutet das vermutlich, je kritischer die Situation des IS im Nahen Osten wird, um so mehr müssen wir uns in Europa auf Terroranschläge gefasst machen. Ob es aufhört, wenn der IS endgültig zerschlagen ist, bleibt abzuwarten. Man kann es nur hoffen. Bei guter Organisation können Terrorgruppen aber auch die Zerschlagung eines Staates überstehen.
Übrigens, eine ganz ähnliche Taktik verfolgten die Nazis im Zweiten Weltkrieg mit ihren V-Waffen. Auch das waren im Grunde Terrorwaffen. Auf der anderen Seite machten die Alliierten mit ihren Bombenangriffen auf deutsche Wohngebiete nichts anderes. Zur Zerstörung eines Staates führte das auf beiden Seiten nicht - der Zweite Weltkrieg wurde am Boden entschieden.

Ich halte den Vergleich übrigens keinesfalls für unzulässig, denn aus meiner Sicht ist der islamische Extremismus eine Spielart des Faschismus. Und wenn man sich anschaut, in wievielen Ländern der IS-Terrorismus bereits aktiv ist (eigentlich ganz Europa, Naher Osten, Libyen, Nigeria/Kamerun, Afghanistan/Pakistan, auch die Philippinen scheinen inzwischen Probleme zu haben), dann befinden wir uns seit Jahren in einer Art asymetrischen Weltkrieg.
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Ruaidhri
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

24.05.2017, 21:04

Barbarossa hat geschrieben:
Für uns bedeutet das vermutlich, je kritischer die Situation des IS im Nahen Osten wird, um so mehr müssen wir uns in Europa auf Terroranschläge gefasst machen. Ob es aufhört, wenn der IS endgültig zerschlagen ist, bleibt abzuwarten. Man kann es nur hoffen. Bei guter Organisation können Terrorgruppen aber auch die Zerschlagung eines Staates überstehen.

Gut geschrieben, Barbarossa.
Ob der IS wirklich geschlagen und zerschlagen werden kann, bleibt die Frage. Dazu müsste militärisch, politisch und wirtschaftlich einiges passieren. So etwas wie ein Wunder.  Syrer und Iraker sind oft- und das aus Erfahrung mit dem IS und Kenntnis ihrer Länder, sehr skeptisch.
Mein unglaublich netter, fleißiger Afghane sagt ganz klar: Afghanistan wird nie so werden wie Ihr Euch das vorstellt, egal, ob Russen oder der Westen. Es gibt keinen Frieden, kann keinen geben, weil es die Taliban gibt, weil es immer auch Stammeskriege sind, darum bin ich hier!"
Muttersprache: Deutsch Vaterland: Keins. Heimat: Europa
LG Ruaidhri
 
Paul
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

24.05.2017, 21:28

Barbarossa hat geschrieben:
Erdogan wäre mir in dem Fall auch egal. Der Haken ist eben nur der Flüchtlingsdeal: Lässt die Türkei die Flüchtlinge wieder nach Europa durch, bekommen rechte Parteien wieder mehr Aufwind und Regierungen geraten ins Wanken ... - Problem.

Wie müssen uns jetzt schon darauf vorbereiten, wie wir Griechenland helfen können und welches Konzept wir verfolgen wollen, denn Griechenland ist gegen die Türkei nur schwer abzuschirmen. Wahrscheinlich müssen die Flüchtlinge in die Ursprungsländer zurück, um sie abzuschrecken mit Booten nach Griechenland zu kommen.
Man muß den Menschen in Syrien, Irak und Afghanistan helfen, damit sie nicht zu uns kommen und damit wir sie in die Heimat zurückschicken können. In Kobane wurde ein modernes Gesundheitszentrum gebaut. Sein Schwerpunkt liegt bei der Geburtshilfe. Rojava wird viele Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen müssen, darauf sollten wir Rojava vorbereiten. Ins befreite Raqqa werden viele arabische Syrer zurückkehren.
viele Grüße

Paul

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Ruaidhri
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Re: 22.05.2017: Selbstmordanschlag in Großbritannien

25.05.2017, 12:39

Wieder einer aus der 2.Generation, nicht etwa ein "neuer" Flüchtling.
Paul hat geschrieben:
Wie müssen uns jetzt schon darauf vorbereiten, wie wir Griechenland helfen können und welches Konzept wir verfolgen wollen, denn Griechenland ist gegen die Türkei nur schwer abzuschirmen.

Das müssten wir schon längst, aber die Hilfe für Griechenland ( und Italien) funktioniert jetzt nicht, obwohl angeblich ja schon lange im Gange.
Man darf ja keine Flüchtlinge nach Griechenland zurückschicken, weil es ihnen dort so schlecht ginge.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... nland.html
Aber ganz gewiss besser den Griechen massiv und sehr gezielt helfen helfen als weitere Milliarden an Erdogan zu überweisen,  der Deal wird immer schmutziger und unsere angeblichen Werte werden in den Dreck gezogen, wenn man weiter vor E. kriecht.
Dass es kurdischstämmigen Syrern und Irakern in der Türkei schwierig gemacht wird, haben mir viele, auch nicht-Kurden, erzählt.
( Wobei es indem ach so tollen Kurdengebieten auch so ist, dass z.B. kurdisch- arabische Familien ganz stark benachteiligt werden. Keine Hilfe, keine Schule für die Kinder.)
Die Verhältnisse in Griechenland sind schwierig, und nicht nur die deutschen Sozialtransfers bewogen viele, vor allem junge, ehrgeizige Leute und Familien, nach Deutschland zu wandern. Gerade Familien mit Kindern und junge Männer, deren Ziele hochgesteckt sind,  sahen die Chancen in Deutschland, Österreich und in Skandinavien.
Etliche davon habe ich nun kennengelernt- und denen glaube ich wirklich, dass sie die Chancen nutzen wollen, die sie hier haben und in Griechenland nicht. Es wäre schon eine ungeheure Kraftanstrengung, erstens für menschenwürdige Unterkünfte zu sorgen, zweitens für die Möglichkeit, Sinnvolles zu tun und/ oder zu lernen.
Paul hat geschrieben:
Man muß den Menschen in Syrien, Irak und Afghanistan helfen, damit sie nicht zu uns kommen und damit wir sie in die Heimat zurückschicken können.

Das ist sicherlich in der Sache richtig, aber wie das zu bewerkstelligen sein soll, bleibt die große Frage. Man muss schon ein bisschen mehr erfahren über die Verhältnisse als nette Berichte aus Kurdistan zu lesen, die nicht unbedingt der Realität entsprechen.
Afghanistan ist ein Thema für sich, dem Land ist kaum zu helfen.
Grundsätzlich wird das ISIS-Problem weder durch militärische Schläge noch durch Re-Patriierung allein zu lösen sein.
Mord ist nicht zu entschuldigen, aber  sämtliche! Ursachen für den Absturz in den Terror müssen benannt werden dürfen, ob es einem nun passt oder nicht. Teilursache sind  auch die westlichen Staaten, die dazu beigetragen haben, den fundamentalistischen Islam attraktiv zu machen.
Dass ganz abgesehen vom fundamentalistischen Islam auch ganz andere " regionale" Interessen hinter dem Krieg und dem Terror stecken und sich des IS als Werkzeug bedienen,  erschwert zunächst mal erfolgreiches Handeln.
Wie dem Terrorismus in Europa begegnet werden soll, erklären meine Leute oft sehr radikal.
Übersetzt: Wir haben zu viele Skrupel, die skrupellosen Terroristen möglichst schnell festzusetzen, bevor sie zuschlagen.
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Barbarossa
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Re: Terroranschläge in Großbritannien

04.06.2017, 18:54

Wieder gab es einen Terroranschlag und wieder traf es Großbritannien - diesmal London.
Der  Terroranschlag ereignete sich gestern am späten Abend auf der London Bridge und dem nahe gelegenen Borough Market und lief wie ein Amoklauf ab. Dabei fuhren offenbar drei Täter mit einem Kleintransporter in eine Menschenmenge und griffen anschließend weitere Menschen mit Messern an. Dabei töteten sie sieben und verletzten etwa 50 weitere z. T. schwer. Die Polizei war nach etwa acht Minuten vor Ort und tötete die Angreifer. Inzwischen gab es auch noch 12 Festnahmen.
 
Quelle: https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/a ... ondon.html

Ich weiß nicht - die sind doch alle verrückt geworden!
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Triton
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Re: Terroranschläge in Großbritannien

04.06.2017, 21:26

Das Schlimme dabei, zumindest geht es mir so: Die Einzelheiten interessieren mich schon gar nicht mehr näher. Damit tue ich den Opfern Unrecht.
Ich befürchte fast, dass der Termin vor der Wahl absichtlich gewählt wurde, damit ja radikale Maßnahmen ergriffen werden, unter denen alle Leiden und die die Freiheitsrechte weiter einschränken. Genau das ist nämlich das Ziel.
Leider ist es wohl so, dass man einen Krieg gegen den Terror nie gewinnen kann. 
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Cherusker
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Re: Terroranschläge in Großbritannien

04.06.2017, 22:16

Da ist heute das Benefiz-Konzert für die Manchester-Opfer und schon ist das nächste Attentat geschehen. :evil: Da kommen sie gar nicht mehr nach....mit bloßen Beileidsbekundungen, Betroffenheit und Bedauern wird man gegen den islamistischen Terror wenig ausrichten. Genauso wenig mit Lichterketten und Liedern......diese radikalen Moslems wollen zurück zum Islam der Anfänge und dort sind Lieder, die nicht relgiösen Ursprung sind, verboten. D.h. der westliche, freitheitliche und demokratische Lebensstil wird von diesen Moslems verachtet.

Langsam ist Schluß mit lustig, d.h. Predigten in Moscheen sollen nur in der jeweiligen Landessprache erfolgen. Wer dagegen verstößt sollte ausgewiesen werden bzw. mit Sanktionen rechnen müssen. Eine Radikalisierung der Moslems und eine Toleranz für Attentate sollte schnellstens unterbunden werden. Sogenannte "Islam-Vereine" sollte man nicht dulden und sofort verbieten. Auch entsprechende Neugründungen sollten nicht durch jahrelange Gerichtsprozesse ermöglicht werden.
Wer glaubt, daß er den Islam in seiner Ursprünglichkeit des Korans ausleben muß, der hat sowieso ein Problem mit unserem Grundgesetz. Koran und Grundgesetz vertragen sich nicht, wer also meint, daß er Frauen, Schwule, Andersgläubige usw. bekämpfen und herabwürdigen muß, der sollte sofort ausgewiesen werden ! 
Wo sind eigentlich die großen Demonstrationen der gemäßigten normalen Moslems, die sich gegen diesen Terror aussprechen ? Da müßten doch eigentlich 30000 locker zusammenkommen ?
P.S.
Eine Einreise sollte nur noch mit gültigen Papieren erfolgen.....wir brauchen keine IS-Kämpfer, die sich nach Europa absetzen wollen !   
 
Ruaidhri
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Re: Terroranschläge in Großbritannien

05.06.2017, 12:06

Cherusker hat geschrieben:
Wer glaubt, daß er den Islam in seiner Ursprünglichkeit des Korans ausleben muß, der hat sowieso ein Problem mit unserem Grundgesetz. Koran und Grundgesetz vertragen sich nicht, wer also meint, daß er Frauen, Schwule, Andersgläubige usw. bekämpfen und herabwürdigen muß, der sollte sofort ausgewiesen werden !  

Die radikale Auslegung des Koran verträgt sich nicht mit dem GG und den Verfassungen anderer Staaten.
Cherusker hat geschrieben:
Wo sind eigentlich die großen Demonstrationen der gemäßigten normalen Moslems, die sich gegen diesen Terror aussprechen ? Da müßten doch eigentlich 30000 locker zusammenkommen ?

Die bundesweiten Aufrufe  zu großen, muslimisch angeführten Anti-Terror Demoswürde ich zumindest von Seiten etablierten Vereinigungen erwarten, die ja von unsrem toleranten, pluralistischen System profitieren. Die gerieren sich ja sonst auch als Sprachrohr "der Muslime" in Deutschland.
Sind sie nicht, dazu gibt es zu viele unterschiedliche Auffassungen zwischen streng und angepasst liberal und eben auch sonst keine homogene Gruppe.
Cherusker hat geschrieben:
Langsam ist Schluß mit lustig, d.h. Predigten in Moscheen sollen nur in der jeweiligen Landessprache erfolgen. Wer dagegen verstößt sollte ausgewiesen werden bzw. mit Sanktionen rechnen müssen.

Im Grundatz richtig, dass aber in russisch- orthodoxen Gottesdiensten Russisch gesprochen wird, in anderen Glaubensgemeinschaften Deutsch ebenfalls nicht Sprache der religiösen Amtshandlungen ist, macht es- rein dem GG nach- schwierig.
Vor einigen Wochen hatte die Zeit einen Artikel von Konstantin Schreibers online, der ziemlich entsetzt über Besuche in Moscheen berichtete- und über das, was dort gepredigt wird. Das Echo, nicht zuletzt von deutscher Seite, war vernichtend, kann ja gar nicht sein, nicht repräsentativ, mal wieder Generalverdacht. Die ewige Keule, und gerade den liberalen Muslimen wird damit nicht geholfen, wenn dauernd versucht wird, die üblen Vorgänge auszublenden.
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... spredigten
http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 45117.html
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Barbarossa
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Re: Terroranschläge in Großbritannien

07.06.2017, 00:35

Die unmittelbar nach dem Terroranschlag in London Festgenommenen sind ohne Anklage wieder auf freiem Fuß. Der Anfangsverdacht gegen sie hat sich wohl nicht erhärtet.
Dafür gab es Fortschritte bei der Identifizierung der Täter. Einer von ihnen war Khuram Shazad Butt, der den Behörden bereits als Dschihadist bekannt war. Ganz offen trat er in einem Dokumentarfilm des Senders Channel 4 über britische Dschihadisten zusammen mit führenden Figuren des inzwischen verbotenen salafistischen Netzwerks „Al Muhajiroun“ auf. Trotz dieses Auftretens passierte nichts

Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 48482.html

Ja, da braucht man sich über Anschläge nicht zu wundern, wenn sich solche Leute weiterhin frei bewegen können.
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Paul
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Re: Terroranschläge in Großbritannien

07.06.2017, 06:49

Barbarossa hat geschrieben:
Ja, da braucht man sich über Anschläge nicht zu wundern, wenn sich solche Leute weiterhin frei bewegen können.

Vermutlich sind die meisten der wieder freigelassenen Gefährder, die eigentlich hinter Gitter o. abgeschoben gehören. So kännen die Menschen nicht geschützt werden. Pierre Vogel ist auch noch auf freiem Fuss.
viele Grüße

Paul

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