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Moderator: Barbarossa

 
Paul
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

01.07.2017, 05:20

Cherusker hat geschrieben:
Was kommt als nächstes ?  Vielehe (Polygamie), Kinderehe ,...? :roll: Die Grünen werden doch bestimmt was finden.... :wink:

Unter den Punktchen fällt vieles, was nicht tollerabel ist. Man muß auch nicht alles, was man straffrei läßt noch in institutionellen Formen unterstützen.
Ich sehe keinen Sinn in gleichgeschlechtlichen Ehen und lehne Polygamie, Kinderehen, Sklaverei, Geschwisterehen...ab.
viele Grüße

Paul

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Ruaidhri
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

01.07.2017, 16:08

Paul hat geschrieben:
Man muß auch nicht alles, was man straffrei läßt noch in institutionellen Formen unterstützen.

Die Ehe für alle schon. Was für die einen keinen Sinn macht, ist für andere eben sinnvoll und Lebenstraum. Offensichtlich inzwischen in der Bevölkerung mehrheitlich auch so akzeptiert.
Paul hat geschrieben:
und lehne Polygamie, Kinderehen, Sklaverei, Geschwisterehen...ab.

Die Zulassung der Ehe für Gleichgeschlechtliche zuzulassen, hat herzlich wenig mit Geschwisterehen, Polygamie und Sklaverei zu tun.
Wobei  abgesegnete hertero- Ehen Jahrhunderte lang durchaus Sklaverei bedeuteten, oder dieser sehr nahe kamen.
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Paul
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

01.07.2017, 16:42

Weshalb ich die Sklaverei hier bewußt erwähne. Vele "Sklavenbesitzer" führen Lebensgemeinschaften mit "ihren Sklavinnen", wobei die Kinder dann meist Freie sind. Diese Praxis wurde z.B. von den Tuareg durchgeführt, daher die schwarzen Tuareg. Inwieweit diese Sitten abgeschaft sind, weis ich nicht. Das gab es auch in Germanien. Bei dem üblichen Frauenkauf und Polygamie in vielen Ländern, ist das auch schwer abzugrenzen.
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Ruaidhri
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

02.07.2017, 13:59

Lieber Paul,
Zeiten der Sklaverei haben nun wahrlich nichts mit dem GG und der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und der damit verbundenen Gleichstellung zu tun.
Dass Mann oder Frau gelegentlich frotzeln, diese oder jene Aufgabe sei Sklaverei, ist eine andere Sache.
Wobei, wieder ernst, Sklaverei- ähnliche Zustände  in deutschen,"normalen" Ehen, durchaus ganz ernsthaft vorkommen soll- in beide Richtungen.
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Paul
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

02.07.2017, 15:42

Ruaidhri hat geschrieben:
Lieber Paul,
Zeiten der Sklaverei haben nun wahrlich nichts mit dem GG und der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und der damit verbundenen Gleichstellung zu tun.
Dass Mann oder Frau gelegentlich frotzeln, diese oder jene Aufgabe sei Sklaverei, ist eine andere Sache.
Wobei, wieder ernst, Sklaverei- ähnliche Zustände  in deutschen,"normalen" Ehen, durchaus ganz ernsthaft vorkommen soll- in beide Richtungen.

Es gab schon Einreisen mit Sklaven im klassischen Sinn, zumindest in Großbrittanien und könnte sich jederzeit in Deutschland wiederholen bzw. wir wissen nicht ob es sie gab z.B. als Frauen von Scheichs getarnt. Sklaverei wird aber auch oft weiter gefaßt und ist dann ein Problem für Deutschland wenn man an den Frauenkauf für verschiedene Zwecke denkt. Die Einreise von Kindern aus Sklavenverbindungen hat es sicher schon gegeben. Da gibt es dann die Erbschaftsprobleme, auch aus Polygamen Verbindungen. Die Regelungen des Grundgesetz sind hier zwar eindeutig, wir reden hier aber über mögliche Gesetzesänderungen. Eine Frau aus dem Sudan hat über ihr Sklaven-Schicksal in Großbrittanien ein Buch geschrieben.
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Barbarossa
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

02.07.2017, 19:40

Übrigens gibt es eine neue Wortkreation zu dem Vorgang, als Merkel ankündigte, es solle eine Gewissensentscheidung sein, dazu meinte jemand, Merkel hätte da einen ,,Schabowsky-Moment'' gehabt.
Bin gespannt, ob sich die Kreation durchsetzt. ;-)
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Ruaidhri
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

03.07.2017, 18:07

Barbarossa hat geschrieben:
Übrigens gibt es eine neue Wortkreation zu dem Vorgang, als Merkel ankündigte, es solle eine Gewissensentscheidung sein, dazu meinte jemand, Merkel hätte da einen ,,Schabowsky-Moment'' gehabt.

Habe ich auch gehört und mich köstlich drüber amüsiert. Ist ja was dran. Nur kann ich mir bei Merkel  immer nur schwer vorstellen, dass sie etwas derart Wichtiges "spontan" sagt.
Paul hat geschrieben:
Es gab schon Einreisen mit Sklaven im klassischen Sinn, zumindest in Großbrittanien und könnte sich jederzeit in Deutschland wiederholen bzw. wir wissen nicht ob es sie gab z.B. als Frauen von Scheichs getarnt. Sklaverei wird aber auch oft weiter gefaßt und ist dann ein Problem für Deutschland wenn man an den Frauenkauf für verschiedene Zwecke denkt. Die Einreise von Kindern aus Sklavenverbindungen hat es sicher schon gegeben. Da gibt es dann die Erbschaftsprobleme, auch aus Polygamen Verbindungen. Die Regelungen des Grundgesetz sind hier zwar eindeutig, wir reden hier aber über mögliche Gesetzesänderungen. Eine Frau aus dem Sudan hat über ihr Sklaven-Schicksal in Großbrittanien ein Buch geschrieben.

Das hat doch alles nichts mit der Gleichstellung homosexueller Paare  in unserem Land und Eheschließungen nach deutschem Recht zu tun.
Hat aber nichts mit dem GG zutun, das eventuell in einem Punkt geändert werden muss. Daraus den Schluss zu ziehen, alles werde dann ebenso erlaubt, ist schon ziemlich gewagt.
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Cherusker
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

06.07.2017, 12:31

In Saudi-Arabien wurde über die Homo-Ehe abgestimmt:
Nein: 234
Ja: 0
Enthauptungen: 10

So, das war ein Witz...mit schwarzem Humor ! :wink: :mrgreen:

 
 
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Barbarossa
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

06.07.2017, 18:07

Ziemlich schwarzer Humor, aber leider gar nicht so abwegig.:-/
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snoerch
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

07.07.2017, 08:29

Barbarossa hat geschrieben:
Ziemlich schwarzer Humor, aber leider gar nicht so abwegig.:-/

Eben.
Die Bundesrepublik macht seit Jahrzehnten (gute ?) Geschäfte mit einem land, welches Homosexualität unter Männern mit dem Tod bestraft.
Dieser Beitrag spiegelt nur die Meinung des Verfassers wieder und erhebt keinen Anspruch auf Wahrhaftigkeit.
 
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

08.07.2017, 12:17

snoerch hat geschrieben:
Die Bundesrepublik macht seit Jahrzehnten (gute ?) Geschäfte mit einem land, welches Homosexualität unter Männern mit dem Tod bestraft.


Fressen, äh, Öl, kommt vor der Moral. Wir haben die diplomatischen und wirtschaftlichen  Beziehungen zu anderen Ländern, in denen Homosexualität strafbar ist, auch nicht abgebrochen.
Ganz sicher darf und wird die Liberalisierung nun nicht die von Paul befürchteten Folgen haben. Oder gäbe es unter Deutschen eine Mehrheit,  die an legaler Sklavinnenhaltung und Vielehe so interessiert ist?
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Paul
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

08.07.2017, 16:22

Ruaidhri hat geschrieben:
snoerch hat geschrieben:
Die Bundesrepublik macht seit Jahrzehnten (gute ?) Geschäfte mit einem land, welches Homosexualität unter Männern mit dem Tod bestraft.


Fressen, äh, Öl, kommt vor der Moral. Wir haben die diplomatischen und wirtschaftlichen  Beziehungen zu anderen Ländern, in denen Homosexualität strafbar ist, auch nicht abgebrochen.
Ganz sicher darf und wird die Liberalisierung nun nicht die von Paul befürchteten Folgen haben. Oder gäbe es unter Deutschen eine Mehrheit,  die an legaler Sklavinnenhaltung und Vielehe so interessiert ist?

Die Todesstrafe für Homosexualität ist in der russischen Teilrepublik Tschetschenien sicher nicht legal, aber üblich, oft durch die Hand eigner Verwandter.
Sklaverei ist in Deutschland illegal, wird aber in deutschen Bordellen...praktiziert. Politiker gehen dorthin und lassen sich die Opfer mit Rauschgift gefügig machen.
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Paul

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Dietrich
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Re: Streit um die Homoehe in Deutschland: Wie weit geht ,,Ehe für alle''?

17.07.2017, 13:35

Paul hat geschrieben:
Ich sehe keinen Sinn in gleichgeschlechtlichen Ehen und lehne Polygamie, Kinderehen, Sklaverei, Geschwisterehen...ab.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Ehe einer Verbindung von Mann und Frau vorbehalten sein sollte. Das war seit Jahrtausenden eine Selbstverständlichkeit und sollte so bleiben.

Die bislang praktizierte "eingetragene Partnerschaft" halte ich für ein geeigneteres Instrument und wenn die noch um das Adoptionsrecht erweitert würde, hätten gleichgeschlechtliche Partner die gleichen Rechte wie Eheleute. Im übrigen erinnere ich mich noch an die 60er und 70er Jahre, als homosexuelle Aktivisten die in ihren Augen spießige heterosexuelle Ehe verspotteten und für Schwule eigenständige Formen des Zusammenlebens unter Männern proklamierten.

Allerdings kann ich auch mit der so genannten "Ehe für alle" gut leben, bedenkt man einmal die potenziellen Anwärter: Die ca, 80 000 eingetragenen Partnerschaften sind nur ein winziger Bruchteil der millionenfachen heterosexuellen Ehen. "Fortgenommen" wird keinem was.