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Moderator: Barbarossa

 
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Agrippa
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Re: Zur Lage in Korea

04.09.2017, 22:13

CARLOS hat geschrieben:
Nordkorea hat ca 15 Mio Einwohner und ein im Vergleich mit den USA sehr geringes Bruttoinlandsprodukt. Es wäre ohne äußere Hilfe nicht in der Lage Atomsprengköpfe zu entwickeln, geschweige denn funktionierende Raketentechnik für Mittel oder Interkontinentalraketen mit einer ausgefeilten, präzisen Steuerungstechnik. Woher kommt die Unterstützung, sofern  sie von außen kommt? Ukraine? Russland? China? Iran?


Das sehe ich ähnlich. Jedoch würde ich die Ukraine und den Iran ausschließen. Russland und inbesondere China scheinen verdächtiger zu sein.
 
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Barbarossa
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Re: Zur Lage in Korea

05.09.2017, 09:12

Nordkorea hat erneut für Aufregung gesorgt. Laut eigener Angaben hat das Regime vorgestern eine Wasserstoffbombe gezündet, die laut chinesischer Messungen eine Erschütterung in der Stärke von 6,3 auf der Richterskala auslöste. Die Erschütterungen waren auch noch im russischen Wladiwostok zu spüren. Experten bezweifeln, dass es sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt hat, dennoch löste der Test international heftige Proteste aus. US-Präsident Trump sagte Südkorea Unterstützung mit Rüstungsgütern in Höhe von ,,etlichen Milliarden Dollar'' zu. Die USA wollen mit den ,,härtest möglichen Maßnahmen'' darauf reagieren. Merkel warb dagegen für eine friedliche Lösung des Problems und will sich für weitere Sanktionen gegen Nordkorea einsetzen.
Quellen:
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1165870.html
http://m.spiegel.de/politik/ausland/nor ... 66105.html
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Cherusker
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Re: Zur Lage in Korea

05.09.2017, 09:15

Gestern hörte ich in den ZDF-Fernsehnachrichten ein Interview mit einem ehemaligen Kanzleramtsberater (unter Schröder) Wolfgang Nowak (trat 2005 aus der SPD aus). Der behauptete, daß nicht Nordkorea die Lage eskalieren läßt, sondern die USA und Südkorea.  :shock: Durch ihre jährlichen Manöver könnten die Nordkoreaner ihre Ernte nicht einfahren ( :crazy:) und so sei das Land durch Hungersnöte geplagt. Daher hätten die Nordkoraner zu ihrem eigenen Schutz Atomwaffen entwickelt. Damit könnten sie die Aggressoren USA und Südkorea in Schacht halten und ihre Existenz sichern. :shock:
Ich weiß nicht, welche Drogen dieser verblödete Ex-Berater nimmt ? :wink: Anscheinend wirkt schon Demenz, weil er hier wieder die bösen Amerikaner sieht, während Kommunisten wohl immer friedlich sind..... :crazy: So einer nennt sich "Nordkorea-Experte"..... :mrgreen: Anscheinend hat Nowak ein Faible für kleine dicke Diktatoren ? :mrgreen: Auch kann er es nicht verstehen, daß er mit 74 Jahren wohl nicht mehr gefragt ist......tja, wer schon solche Aussetzer hat ? :wink:
 
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Barbarossa
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Re: Zur Lage in Korea

16.09.2017, 18:34

Erneut hat Nordkorea gestern eine Mittelstreckenrakete getestet. Auch diese Rakete mit Namen „Hwasong-12“ überflog Japan, erreichte eine Höhe von 750 oder 770 Kilometern und stürzte nach 3700 Kilometern in den Pazifik. Sie hätte also durchaus Guam oder auch Hawaii erreichen können.
Wiederum verurteilte der UN-Sicherheitsrat den Raketenstart auf das schärfste, beschloss diesmal aber keine weiteren Sanktionen.
Im Anschluss an den Raketenstart erklärte Nordkorea auch den Sinn der Starts. Dem Regime geht es vor allem darum, ein  „Gleichgewicht der Kräfte“ zwischen Nordkorea und den USA herzustellen, um der US-Führung die militärische Option zu nehmen, da diese vom Regime als ,,kriegslüstern'' betrachtet wird.

Quellen:
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... -kann.html
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... weckt.html
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manemiroff
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Krieg statt Olympia?

07.12.2017, 10:09

Die Olympischen Spiele waren seit langer Zeit ein Symbol des Friedens, während ihrer Durchführung fanden keine zeitgleichen kriegerischen Auseinandersetzungen statt. Das Jahr 2018 kann aber eine Ausnahme werden. Die Luft wird dünn und die Wahrscheinlichkeit eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel wird immer größer.

Präsident Donald Trump gab Pjöngjang zu verstehen, dass er es für eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA sowie für ihre Verbündeten und vor allem Südkorea hält. Die Vertreter der Trump-Administration sagten mehrmals, dass Washington dazu bereit ist, entschlossene Schritte zu unternehmen. Was darunter gemeint wird, ist klar – es geht um eine massive Militäroperation gegen Nordkorea unter Mitwirkung der südkoreanischen Streitkräfte.

Die Leute in aller Welt verstehen es ganz gut, dass die Auswirkungen katastrophal sein können. Deswegen ruft man die US-Behörden auf, die Notwendigkeit eines neuen Kriegs zu begründen.

https://petitions.whitehouse.gov/petition/need-military-operation-against-north-korea-must-be-proved

Das Schlimmste besteht darin, dass der bewaffnete Konflikt zwischen den USA und Nordkorea mit dem Beginn der Olympischen Winterspiele 2018 im 80 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea Pyeongchang zeitlich zusammenfallen kann. Viele sind der Meinung, dass auch andere Staaten Ostasiens sowie Sportler und Gäste der Spiele von den Kampfhandlungen betroffen werden.

Eben deswegen ist jede für die Petition abgegebene Stimme von großer Bedeutung. Die USA und Südkorea müssen die Öffentlichkeit über die wahre Lage aufklären und die Sicherheit gewährleisten!
 
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Barbarossa
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Re: Zur Lage in Korea

03.01.2018, 09:54

Es ist einfach unglaublich, was in der Welt gerade so passiert. Es war doch Herbert Grönemeyer, der den Song schrieb: ,,Kinder an die Macht!'' Ich glaube, genau das erleben wir gerade.
Kim Jong Un hat kürzlich erklärt, sein Atomwaffenknopf sei immer auf seinem Schreibtisch. Daraufhin schrieb Trump auf Twitter am Dienstagabend (Ortszeit): ,,Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungertem Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe''. ,,Aber er ist viel größer & mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!''
Quelle: https://www.google.de/amp/s/web.de/amp/32727902

Nee, oder? Kann bitte jemand diese beiden Vollidioten in den Kindergarten zurückschicken, wo sie hingehören? Und da können sie dann weiter darüber sinnieren, wer den besseren, größeren und von mir aus auch noch den schickeren Atomknopf hat. Oh Mann! Ist das doof! Und solche Typen sitzen in Ländern an der Regierung! Einfach unfassbar!
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Barbarossa
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Re: Zur Lage in Korea

10.01.2018, 10:11

Etwa 4 Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Südkorea gibt es Gespräche zwischen den beiden koreanischen Staaten über eine nordkoreanische Delegation und auch über Familienzusammenführungen. Es sind die ersten diplomatischen Gespräche beider Länder seit zwei Jahren.
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Paul
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Re: Zur Lage in Korea

10.01.2018, 10:20

Jetzt wo es diplomatisch etwas Entspannung gibt, kann der Diktator sein Atomprogramm in Ruhe weiter ausbauen. Der beste Schutz dagegen wäre die Demokratisierung Nordkoreas und die Wiedervereinigung. Ein demokratisches vereintes Korea würde vielleicht das Atomprogramm ganz einstellen. Sie hätten andere Sorgen, mit dem Aufbau.
viele Grüße

Paul

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Re: Zur Lage in Korea

10.01.2018, 11:14

Das wäre natürlich der Idealfall, nur müsste dazu das kommunistische Regime in Nordkorea gestürzt werden. Nur sehe ich im Moment nicht, wer das tun könnte. Eine Volksbewegung wie hier in Europa 1989/90 ist in Nordkorea nicht zu erkennen. Und mit Kommunisten an der Macht kann es keine Demokratisierung geben, weil Kommunisten nunmal keine Demokraten sind.
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Paul
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Re: Zur Lage in Korea

10.01.2018, 15:00

Eigentlich ist das Regime in Nordkorea eine seltsame Mischung aus absoluter Monarchie u. Kommunismus, ein bischen ähnlich wie in Syrien., auch wenn die Baath Partei nie wirklich kommunistisch war.
Der Sturz müßte aus der Regierungsklique heraus erfolgen o. von China initiiert werden.
viele Grüße

Paul

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Barbarossa
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Re: Zur Lage in Korea

06.02.2018, 00:24

Laut eines UN-Berichtes unterläuft Nordkorea die UN-Sanktionen im großen Stil. Allein
zwischen Januar und September 2017 exportierte das Regime u. a. Kohle und auch Rüstungsgüter im Wert von etwa 200 Millionen Dollar (160 Mio Euro) über
chinesische, malaysische, vietnamesische und russische Häfen sowie laut eines Fernsehberichtes auch über Mozambique. Die Abwicklung erfolgt dabei unter falscher Flagge mit falschen Papieren und auch durch Umladung auf hoher See. Auch an Syrien und Myanmar habe Pjöngjang Waffen geliefert und das Regime in Damaskus bei der Herstellung von Chemiewaffen unterstützt und Techniker dorthin geschickt.
In dem UN-Bericht sind „beinahe alle in den Resolutionen verbotenen Güter“ aufgeführt, die Nordkorea so exportiert hat und fordert die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die verhängten Sanktionen auch tatsächlich durchzusetzen.
Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 30504.html
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