Forum für Geschichte und Politik


Moderator: Barbarossa

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Cherusker
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

28.04.2016, 17:36

Komisch ist nur, daß es da Parallelen zum Problembär Bruno gibt. Auch dort konnten skandinavische Experten ihn erst nicht finden bzw. vergrämen. Und sobald der Abschuß freigegeben ist, erfolgt er auch schon. :wink: Anscheinend wußten sie genau wo er sich aufhält (Peilsender).
Für das Wisentgehege (in dem es mehrere Wölfe gibt) wäre er bestimmt auch geeignet gewesen. Hätte er nicht in einem Rudel integriert werden können ? Wo sind unsere Gutmenschen ? Und die Scheu vor einem Menschen hatte er auch nicht, so wären die vielen Besucher im Tierpark für ihn auch kein Schock gewesen. :wink:

Es wird halt gern geballert.....genauso wie die trächtige Luchsin, die jetzt im Harz abgeknallt wurde (hier war es Wilderei). Aber wer besitzt denn solche Waffen? :wink: :mrgreen:
 
Ruaidhri
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

28.04.2016, 18:30

Für das Wisentgehege (in dem es mehrere Wölfe gibt) wäre er bestimmt auch geeignet gewesen. Hätte er nicht in einem Rudel integriert werden können ? Wo sind unsere Gutmenschen ?

Offensichtlich nicht, und das liegt durchaus im sozialen Verhalten der Wölfe.
Zu bedenken: Gerade bei so sozial lebenden Tieren werden Erfahrungen weitergegeben, bis hin zur irgendwann genetischen Verankerung.
Wölfe, die lernen, dass ihnen in menschlciher Nähe keine Gefahr droht, geben das weiter- mit Folgen in einem so dicht besiedelten Land.
Und die Scheu vor einem Menschen hatte er auch nicht, so wären die vielen Besucher im Tierpark für ihn auch kein Schock gewesen. :wink:

Dir ist aber schon klar, wer an der Entscheidung maßgeblichbeteiligt war? Und diese Entscheidung auch vertriit? Nabu wie Wolfsexperten, die vorher alles versucht hatten, das Dilemma zu lösen.
Einen vorher frei lebenden Wolf in ein Gehege zu stecken, so übereinstimmend, wäre keine art- und tierschutzgerechte Lösung gewesen, und wer sich wirklich mit dem Wolf auskennt, wird diese Einzelfallentscheidung auch akzeptieren müssen.
Es wird halt gern geballert.....genauso wie die trächtige Luchsin, die jetzt im Harz abgeknallt wurde (hier war es Wilderei). Aber wer besitzt denn solche Waffen? :wink: :mrgreen:

Die subtile Anspielung oder Generalverdächtigung hättest Du Dir sparen können.
Unter anderem die Polizei kann sich entsprechender Waffen, bzw. Munition bedienen. Um es klar zu sagen: Es war kein Jäger, der Kurti getötet hat, entgegen der Hasskampagne auf FB, die einzig und allein inder Tatsache, dass der LJV Niedersachsen seine Meinung äußerte- eine von vielen, nun darauf abstellt, es müsse ein Jäger gewesen sein, die ballerten ja sowieso, was das Zeug hält.
Das wäre, ohne die amtliche, persönliche Erlaubnis/ Anweisung, eine Straftat. Das Tier war nicht zu beliebigem Abschuss für xy freigegeben.
Noch dazu: Dass Jägerschaft und NABU inzwischen sehr kooperativ in Sachen Wolf (Seeadler, Luchs, Otter) zusammenarbeiten, wie so oft an der Basis, könnte allmählich auch mal in den Köpfen Unbeteiligter ankommen.
Im Falle der Luchsin: Ob es ein Jagdschein-Inhaber war, weiß man nicht. Wie viele saudumme Leute mit illegalen Waffen oder Sch.. im Kopf durch die Lande laufen, haben wir vor einigen Wochen im eigenen Revier leider erleben müssen.
Nicht an Dich: Wie viele derjenigen, die jetzt um den Wolf weinen, Fleisch aus Massentierhaltung vertilgen, ohne zu weinen, kann man auch fragen.
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LG Ruaidhri
 
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

28.04.2016, 18:59

Ruaidhri hat geschrieben:
Für das Wisentgehege (in dem es mehrere Wölfe gibt) wäre er bestimmt auch geeignet gewesen. Hätte er nicht in einem Rudel integriert werden können ? Wo sind unsere Gutmenschen ?

Offensichtlich nicht, und das liegt durchaus im sozialen Verhalten der Wölfe.
Zu bedenken: Gerade bei so sozial lebenden Tieren werden Erfahrungen weitergegeben, bis hin zur irgendwann genetischen Verankerung.
Wölfe, die lernen, dass ihnen in menschlciher Nähe keine Gefahr droht, geben das weiter- mit Folgen in einem so dicht besiedelten Land.


Das hast Du falsch verstanden. :wink: Im Wisentgehege gibt es mehrere Wolfsrudel. Er hätte dort nicht alleine in einem engen Käfig leben müssen. :wink:
 
Cherusker
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

28.04.2016, 19:02

Ruaidhri hat geschrieben:
Noch dazu: Dass Jägerschaft und NABU inzwischen sehr kooperativ in Sachen Wolf (Seeadler, Luchs, Otter) zusammenarbeiten, wie so oft an der Basis, könnte allmählich auch mal in den Köpfen Unbeteiligter ankommen.
Im Falle der Luchsin: Ob es ein Jagdschein-Inhaber war, weiß man nicht. Wie viele saudumme Leute mit illegalen Waffen oder Sch.. im Kopf durch die Lande laufen, haben wir vor einigen Wochen im eigenen Revier leider erleben müssen.
Nicht an Dich: Wie viele derjenigen, die jetzt um den Wolf weinen, Fleisch aus Massentierhaltung vertilgen, ohne zu weinen, kann man auch fragen.


Und wer hat kürzlich den Adler erschossen? Nur weil sein Horst in einem Gebiet gelegen hat, in dem ein Windpark gebaut werden könnte, hatte ein Jäger das "Erbarmen" den armen Vogel abzuknallen. :wink: :mrgreen: Der wird über die Strafe lachen (befristetes Jagdverbot und Geldstrafe). :crazy:
 
Ruaidhri
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

29.04.2016, 13:41

Und wer hütet hier die Seeadler? Die Schleiereulen, Eisvögel und Otter?
Schafft in der Landschaft Ruckzugsräume für Rebhuhn, Schnepfe und - endlich da- sogar Bekassinen? Investiert Geld in Renaturierung?
Wer macht in Zusamenarbeit mit Uni und Ministerium nächtliche Hasenzählungen?
unliebsames Ergebnis: Aber der Hasenbestand , überhaupt der Niederwild-Bestand ist bei uns, anders als in anderen Regionen, höchst erfreulich. Wie der der Seeadler und Eulen, und das ist eben nicht nur dem NABU zuzurechnen.
Schade fürs Vorurteil, aber nachweisbar.
Diese dumme Pauschalverurteilung und Generalverdächtigung, wir seien alle Wolfshasser und überhaupt nur aufs Ballern aus, geht mir auf den Geist. Aber klar, jeder Muslim ist Terrorist, jeder AfD-Wähler Rassist, alle Hundehalter lassen ihre Hunde auf die Straße k.... Wie wäre es denn mal mit mit echter Recherche, was die Mehrzahl der Revierinhaber wirklich leistet? Was Grundtenor und Anliegen ist?
Ne, einfacher ist es, von den unumstrittenen real existierenden und medial benannten schwarzen Schafen auf die Gesamtheit zu schließen.
Da wir definitiv jetzt mindestens einen Wolf im Radius haben, hoffe ich, der lässt die Heidschnuckenam Dorfrand und die Gnadenbrot-Ponys weiter draußen in Ruhe, sollte er vor dem 1.Mai den alten, lahmenden Bock greifen, den die Revierpächter entnehmen wollen- soll er. Und glaub mal, alle würden fasziniert zusehen und es dem Wolf gönnen, nur ihre Vierbeiner sichern.
Muss jetzt eh jeder Hundehalter, Brut- und Setzzeit-und eben Wolf in der Nähe- so wirklich getarnt hat der unsrige sich auch nicht immer. Lichtscheu ist er nicht.
Nochmal zum Thema Anfüttern:
Das dümmste, was passieren kann, derlei absichtlich zu tun.
Problem: Je dichter die Besiedlung, desto mehr werden, wie für den Fuchs auch Abfälle "anfüttern" und für ein ungewolltes Maß an Vertrautheit sorgen. Komposthaufen und Biotonnen locken.
Hausgeflügel und anderes Getier vor Fuchs und Marder, Katzen und Greifen zu schützen, ist einigermaßen machbar.
Gevatter Wolf ist da schon eine andere Nummer. Im Garten muss ich ihn, bei aller Bewunderung, nicht haben.
Sehe ich akut nicht so als wahrscheinlich, dass wir von Wolfsrudeln belagert werden, aber dass Besuche noch mehr werden, weil die Tiere klug und anpassungsfähig sind.
So ganz einfach ist es nicht, einen nicht ganz kleinen Beutegreifer mit viel Hirn, der gern in sozialen Verbänden lebt, in einer Kulturlandschaft vom bequemen Nahrungserwerb fern zu halten und gegebenfalls die Ressource wehrhaft zu verteidigen.
Das macht sie dem Menschen ziemlich ähnlich.
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Barbarossa
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

30.04.2016, 10:28

Das größte Problem im Zusammenhang mit den Wölfen ist wohl, dass sie Nutztiere reißen. Hierzu eine aktuelle Meldung:

Seit 2007 wurden in Brandenburg 470 Schafe gerissen - inzwischen greifen sie aber auch Rinder an und töten Kälber, beklagt der Landesbauernverband und fordert eine bessere finanzielle Unterstützung für Landwirte. Seit 2010 sind auch 13 Kälber Wölfen zum Opfer gefallen, allerdings sind sie meist unzureichend gesichert worden.
Artikel lesen: http://t.maz-online.de/Brandenburg/Baue ... Kaelber-an
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Ruaidhri
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

30.04.2016, 13:33

Die Sicherung kostet sehr viel Geld, sowohl den Eigentümer als auch den Steuerzahler. Sämtliche Koppeln sichern zu wollen, weil möglicherweise ein oder mehrere Wölfe auftauchen, geht wohl kaum. Ginge z.B. bei uns auf den Deichen nicht, wo weidende Schafe Teil des Küstenschutzes sind. Zäune ja- aber die Deichlinie wolfssicher einzuzäunen, ist hirnrissiger, gefährlicher Unsinn.
Und steht das noch in irgendeiner Relation zu den Summen, die wir für Kindergärten, Schulen, etc (nicht) ausgeben?
Was ist mit anderen, riesigen Flächen, die renaturiert werden, wo aber "Nutztiere" zum Erhalt beitragen? Kilometerlange hohe, untergrabungssichere E-Zäune- prima naturnah! Inzwischen haben sich angeblich sichere Zäune als überwindbar herausgestellt, blöd sind sie nicht, die grauen Jäger.
Sind ja nur Nutztiere, wen schert es, wegen die gerissen werden- mehr als ein Wolf fressen kann?
Sollte er aber Pech haben und einen tödlichen Tritt abbekommen oder der Herdenschutzhund einen Wolf abtun, muss bestimmt das Pferd, das Rind, der HSH wegen Gefahr für den Wolf getötet werden.
So lange wir in einer Kulturlandschaft leben, in der dem Räuber leichtere Gelegenheit zum Sattwerden gegeben sind als die Jagd auf Wild, wird es immer wieder, bei zunehmender Zahl und Ausdehnung der Populationen, immer wieder zu Konflikten kommen.Wir leben nunmal nicht in Kanada oder im Yellowstone.
Inzwischen geben sogar Wolfsexperten zu, dass sie eben längst nicht alles wissen, was Varianten des Wolfsverhaltens in dicht besiedelten Gebieten betrifft.
Der Wolf wird total überhöht, angebetet, erhält eine im Grunde sogar naturferne, inzwischen widerlegte schablonenhafte Einordnung, die seiner Intelligenz, seinem anpassungsfähigem Wesen eben nicht gerecht werden.
Erfahrungen aus anderen Ländern, die nicht nur positiv waren, werden ausgeblendet- dumm- und dümmer als der kluge Wolf, aber absolut nicht böse Wolf erlaubt. Der bleibt nunmal nicht scheu und fern der Zivilisation, wenn er keine unangenehmen Erfahrungen macht, sondern nutzt sie.
Vergrämen kann funktionieren, aber so manche Tierart lernt verdammt fix, auf die sanfte Tour wird das nicht durchgehend funktionieren.)
Rotkäppchen? Angriffe auf erwachsene Menschen zwecks Nahrungserwerb oder Ressourcenverteidigung würde ich mal in D ausschließen, Angriffe auf begleitende Hunde sehe ich als möglich an, je mehr der Wolf uns in die Siedlung und Siedlungsnähe käme. Da wirken andere Mechanismen.
Ob kleine Kinder bei zunehmendem Abbau der Menschenscheu nicht doch aus reinem Greifreflex, wie ihn Caniden haben, zu Schaden kämen, vermag noch niemand 100% zu bejahen- aber eben auch nicht auszuschließen.
So weit sich der Wolf als Teil der Natur managen lässt, muss das mit Verstand und in Relation zu anderen Bedürfnissen geschehen.
Der Einsatz der Waffe, nach Auslotung aller Umstände, wie im Falle Kurti geschehen, ist die letzte und traurigste aller Maßnahmen.
Nachklang:
Wie widerlich sind jetzt eigentlich die Hetzkampagnen bis hin zu Morddrohungen auf FB gegen Mitglieder des ljv Niedersachsen, die nichts, aber so etwas von gar nichts mit Kurtis Ableben zu tun haben?
Von Peta gar nicht zu reden, einfach nur widerlich und krank.
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Ruaidhri
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

04.05.2016, 16:05

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Paul
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

04.05.2016, 16:49

Ruaidhri hat geschrieben:

Wölfe "reinrassig zu erhalten ist natürlich eine schwere Aufgabe. Die Frage ist, wie wurde er genetisch untersucht? Die Mitochondrienuntersuchung ist natürlich sehr unsicher. Sie sagt nur aus, wer die Mutter war. Bei Bildern aus Rumänien von angeblichen Wölfen war die Hundeeinmischung noch leichter zu erkennen. Wie soll das auch ausbleiben, wenn Hunde und Wölfe im selben Müll der Großstädte nach Futter suchen.
viele Grüße

Paul

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Ruaidhri
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

04.05.2016, 18:31

Kluge Frage, die wir uns im Hundeforum auch stellen. Ich hatte gehofft, dass Du im Faden weiter liest, Paul!
Die Lausitzer Population, zu der alle in D und Dänemark identifizierten Wölfe gehören, ist aus Polen eingewandert, die polnischen Wölfe wurden als Referenz genommen, die Lausitzer als Referenz für das Munsteraner Rudel, so mein Wissensstand, den ich korrigiere, wenn sich anderes ergibt.
 Sowohl aus Polen wie aus Finnland und Russland ist bekannt, dass eine unbekannte Zahl von Hybriden existiert- wie übrigens auch aus den USA und Kanada bestätigt.
In der Frühzeit des Lausitzer Rudels gab es einen Hybrid-Wurf. Ein Welpe wurde in ein Gehege verbracht, von den anderen nimmt man an, sie seinen gestorben. Und wenn sie nicht gestorben sind...
Das Munsteraner Rudel, ebenfalls genetisch auf die Lausitzer zurückgeführt, müsste jetzt die F6 Generation sein.
F1-F4 Hybriden stehen- warum auch immer, unter dem gleichen Schutz wie die echten Wölfe- wenn es die noch gibt.
Selbst die Biologen und die Hundezüchter haben jetzt ziemlich viele Fragen.
Typ- Varianten kennen wir auch von durchgezüchteten Hunderassen, kann nicht nur bei äußeren Merkmalen passieren, sondern auch im Wesen.  Also auch bei Wölfen, auffallend nur die Varianz-Breite gerade in den Folge-Generationen.
Einfacher macht es die Dinge nicht, im Gegenteil, wenn es Wolf-Hund Hybriden geht.
Wenn sich die Vermutungen bestätigen, ist da imho etwas ziemlich schief gelaufen, mit noch nicht absehbaren Konsequenzen. Abgesehen vom "Betrug am Publikum", canis lupus x canis familiaris ist nunmal kein Wolf, auch nicht in den folgenden Generationen, und mal gar nicht, wenn sich Hybriden mit anderen Hybriden paaren- die Wahrscheinlichkeit ist nun nicht so gering, nach den Meldungen.
Guckst Du mal, ob Du hier mehr dazu findest, wie gearbeitet wird?
Ich schaff das so schnell nicht.
http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=15150
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

29.09.2017, 14:37

In Griechenland wurde wahrscheinlich eine britische Flüchtlingshelferin von Wölfen getötet und gefressen. Sie hat kurz vor ihrem Tod Verwandte angerufen. Ihre Überresten entsprechen einem Wolfsopfer.

Wetzlarer Neue Zeitung vom 29.9.17
viele Grüße

Paul

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Barbarossa
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

29.09.2017, 16:51

Das ist wirklich übel. Als Wolfsfutter möchte man wirklich nicht enden. 
Das ist aber auch kein typisches Verhalten für Wölfe.
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

29.09.2017, 17:01

Paul hat geschrieben:
In Griechenland wurde wahrscheinlich eine britische Flüchtlingshelferin von Wölfen getötet und gefressen. Sie hat kurz vor ihrem Tod Verwandte angerufen. Ihre Überresten entsprechen einem Wolfsopfer.

Wetzlarer Neue Zeitung vom 29.9.17


Es stimmt., dass sie vor ihrem Tode Verwandte in Großbritannien angerufen hat und wilde Tieren erwähnte, die sie angreifen. Der Kontakt brach dann ab. Dass es Wolfsbissspuren sein sollen hat ein griechischer Veterinär festgestellt. Allerdings bleibt es offen, nach welchen Kriterien diese Bissspuren einem Wolf zuzuordnern wären. Wölfe gibt es in der Gegend schon, aber weiter im Landesinneren. Gewöhnlich nähern sich Wälfe nicht den Stränden. Dagegen gibt es sehr viele verwilderte große griechische Schafhütehunde in der Region auch in Strandnähe. Eingehende  Untersuchungen werden erwartet.

Bericht in der Stuttgarter Zeitung vom 29.9.2017
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:arrow: Zitat berichtigt
[Mod.]

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Ruaidhri
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Re: Wölfe breiten sich weiter aus

03.10.2017, 19:32

CARLOS hat geschrieben:
Allerdings bleibt es offen, nach welchen Kriterien diese Bissspuren einem Wolf zuzuordnern wären.

Es gibt schon Hinweise in den Biss-Spuren, wenn es denn Wölfe gewesen sind. Wolfsgebiss ist zwar Canidengebiss, gibt aber Unterschiede zum Canis familiaris, und auch die Art des Risses und des Bisses sind meist zu unterscheiden. Sicherheit bringt nur eine DNA- Untersuchung, so noch möglich.
CARLOS hat geschrieben:
Dagegen gibt es sehr viele verwilderte große griechische Schafhütehunde in der Region auch in Strandnähe.

Das wäre fast wahrscheinlicher,so wanderlustig Wölfe auch sind.. Stimmen die Berichte, hat das Opfer ja auch nichts von angreifenden Wölfen, sondern von wilden Tieren gesagt, die griechischen Hütehunde und Herdenschutzhunde sehen auch für Laien  nicht wolfsähnlich aus.
Ausgeschlossen wieder ist nicht, dass Wölfe wie Hunde sich an einem regungslos daliegenden Menschen vergreifen.
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