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Eklat auf der Frankfurter Buchmesse

Verfasst: 13.09.2009, 20:22
von Barbarossa
10. Sep
Ausladung von Autoren durch Buchmesse:
Kniefall vor Chinas Zensurpolitik?

Die Frankfurter Veranstalter beugen sich dem Druck Pekings, sie fürchten offenbar um ihre Buchmesse. Chinesischen Autoren wurden nahegelegt, einer Tagung fernzubleiben. Nun hat der Vorfall die deutsche Innenpolitik erreicht.

Der Skandal um die Ausladung zweier chinesischer Autoren im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse mit China als Gastland hat nun auch eine innenpolitische Debatte ausgelöst...
11. Sep
Frankfurter Buchmesse räumt Fehler ein:
Chinesische Schriftsteller nun doch willkommen

Der Direktor spricht von «unnötigen Kompromissen» und rudert zurück. Die beiden chinesischen Autoren dürfen an dem Symposium teilnehmen. Wenige Tage zuvor hatte er sie auf Druck Pekings ausgeladenen. Die chinesischen Offiziellen geben sich aufgeräumt.

Nach dem Eklat um die Ausladung zweier chinesischer Regimekritiker zu einem China-Symposium am Wochenende in Frankfurt hat die Buchmesse Fehler eingeräumt...
http://www.netzeitung.de/kultur/1460419.html

Re: Eklat auf der Frankfurter Buchmesse

Verfasst: 14.09.2009, 14:00
von elysian
Chinesische Delegation löst Eklat in Frankfurt aus
(29)
12. September 2009, 20:23 Uhr


Mit einem Eklat hat am Samstag in Frankfurt am Main ein zweitägiges China-Symposium im Vorfeld der weltgrößten Buchmesse begonnen. Als zwei ursprünglich von der Tagung ausgeschlossene chinesische Autoren auf Vorschlag der Organisatoren auf dem Podium eine Eingangserklärung abgaben, verließ die offizielle chinesische Delegation den Saal.
http://www.welt.de/kultur/article452127 ... t-aus.html

Re: Eklat auf der Frankfurter Buchmesse

Verfasst: 14.09.2009, 20:26
von Balduin
Diplomatisch korrekt handeln und ein nicht demokratisches China zufrieden stellen oder ein Zeichen für die Demokratie setzen & regimekritische Autoren zu Wort kommen lassen - für mich ist klar die zweite Möglichkeit die richtige Wahl.

Re: Eklat auf der Frankfurter Buchmesse

Verfasst: 14.09.2009, 21:06
von Barbarossa
Ralph hat geschrieben:Diplomatisch korrekt handeln und ein nicht demokratisches China zufrieden stellen oder ein Zeichen für die Demokratie setzen & regimekritische Autoren zu Wort kommen lassen - für mich ist klar die zweite Möglichkeit die richtige Wahl.
Genau so sehe ich das auch, zumal es hier um eine Buchmesse geht und nicht um einen Staatsbesuch. Bei letzterem ist zwar Diplomatie angebracht, aber nicht bei einer kulturellen Veranstaltung. Das darf nun wirklich nicht passieren, denn sonst können wir uns auch gleich zu einer Kolonie Chinas erklären.
:evil:

Re: Eklat auf der Frankfurter Buchmesse

Verfasst: 15.09.2009, 19:17
von Balduin
Kolonie Chinas, nicht schlecht. Ich würde aber sagen, dass China sich doch selbst ins Abseits drängt - natürlich ist man auf wirtschaftliche Beziehungen mit China angewießen - China ist ein großer Wachstumsmarkt, jedoch sollten sich Grundelemente der Demokratie nicht der Wirtschaftsmacht beugen.