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Zur Lage in Syrien

26.09.2018, 21:35

Seit dem 2011 der Bürgerkrieg in Syrien begann, scheint jetzt erstmals ein Frieden denkbar, allerdings erst, nachdem das Assad-Regime fast ganz Syrien in seine Gewalt gebracht hat. Assad werden brutale Kriegsverbrechen zur Last gelegt.
Am 17. September hatten sich Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi auf die Schaffung einer demilitarisierten Zone in der nordwestlichen Provinz Idlib geeinigt. Sie soll 15 bis 20 Kilometer breit sein und ab dem 15. Oktober zwischen Rebellen und Regierungstruppen verlaufen.
Inzwischen hat das syrische protürkische Rebellenbündnis 'Nationale Befreiungsfront' den Plan einer entmilitarisierten Zone anerkannt. Jedoch hegt es Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Assad und lehnt die Abgabe aller Waffen ab. Die Abgabe aller schweren Waffen in der Zone ist aber bis zum 10. Oktober vorgesehen.
Die islamistische Rebellengruppe 'Hurras al-Dien' will die Vereinbarung erst gar nicht akzeptieren.
Die Dschihadistenallianz 'Hajat Tahrir al-Scham' (HTS), die mehr als die Hälfte der letzten großen syrischen Rebellenhochburg Idlib kontrolliert, hat sich bisher noch nicht geäußert, jedoch gibt es Hinweise, dass es auch dort Vorbehalte gibt.
Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... aign=link1

Dafür spitzt sich die Situation zwischen Russland und Israel wieder zu.
Russland hat angekündigt, das Assad-Regime mit Luftabwehrsystemen des Typs S-300 auszustatten. Hintergrund dafür ist der Abschuss eines russischen Militärflugzeugs und der Tod von 15 russischen Soldaten über dem Mittelmeer durch einen Fehltreffer der syrischen Luftabwehr. Trotzdem wird auch Israel dafür veranwortlich gemacht, da die Schüsse vier angreifenden israelischen F-16-Jets galten.
Auch nach Untersuchungen des Vorfalls bleibt Russland bei dem Vorwurf von ,,irreführenden Informationen'' durch die israelische Luftwaffe, weswegen diese für den Abschuss des russischen Flugzeugs verantwortlich sei.
Quelle: https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... r-aus.html
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Re: Zur Lage in Syrien

20.12.2018, 23:26

US-Präsident Trump hat den Rückzug der US-Truppen aus Syrien befohlen. Der Schritt wird sowohl im Inland, aber auch von den amerikanischen Verbündeten kritisiert. Begrüßt wird Trumps Entscheidung lediglich von Russlands Präsident Putin und vom türkischen Präsidenten Erdogan und sicher auch vom syrischen Machthaber Assad.
Vor seiner Ankündigung soll Trump noch ein Telefonat mit Erdogan geführt haben. Es gibt Vermutungen, dass dies den Ausschlag für die Rückzugsankündigung von Trump gegeben haben könnte.
Der Rückzug der USA kommt einer Auslieferung der YPG an seine Feinde gleich. Es ist nun zu befürchten, dass die kurdische YPG, die im Kampf gegen den sogenannten IS den größten Blutzoll geleistet hat und im Nordosten Syriens ein noch immer relativ großes Territorium hält, nun von der Türkei und von den syrisch-russischen Truppen überfallen wird.
Quellen:
https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... erkei.html
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