Seite 4 von 4

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Verfasst: 09.07.2012, 01:04
von Barbarossa
Peppone hat geschrieben:
Kann ich dir schnell erklären: Sie stimmt einfach, dagegen lässt sich nix sagen. Du hattest keine fehlende Resonanz, sondern was fehlte, war nur der Widerspruch. Also: Schweigende Zustimmung. :mrgreen:

Beppe

Aha, das ist gut. :)
Ich hab nämlich vor, diese Formulierung noch in meinen Artikel aufzunehmen.

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Verfasst: 09.07.2012, 14:10
von dieter
Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Von mir kann jeder wissen, dass ich ein ev. Christ bin. :wink:

Von dir wissen wir ohnehin schon ziemlich viel.
Wenn aber jemand einen etwaigen Einblick in seine Privatsphäre völlig zu Recht verweigert, sollte man nicht gleich die großen Kanonen hervorholen. Auch den Hinweis, ich solle "gefälligst" deine Eltern aus dem Spiel lassen, fand ich daneben.
Du warst es, der auf eine Bemerkung meinerseits ein "stimmt überhaupt nicht" dagegen gehalten hat, obwohl meine Bemerkung eindeutig allein auf meine Eltern bzw. deren Erzählung aus ihrer Kindheit gemünzt war. Ob du das glaubst oder nicht, ist deine Sache. Aber ob das stimmt oder nicht, das ist eine andere Sache.
Ich hab grad einen schönen, friedfertigen Nachmittag hinter mir, deshalb werd ich nicht noch deutlicher.
Und obwohl ich ja weiß, dass du dir nichts vorschreiben lässt, nur ein kleiner Hinweis: Der Ton macht die Musik...
Ich lass mir nämlich auch ungern sowas wie deine Aussagen auf´s Butterbrot schmieren.
Beppe

Lieber Beppe,
ich habe nichts zu verbergen. :wink: Der Ton macht auch bei Dir die Musik. Es ist völlig klar, dass es bei Protestanten anders zugeht als bei Katholiken. Was Du hier schreibst mag für Deine Familie stimmen aber nicht für die meinige. ich habe ausdrücklich geschrieben, dass ich Deine Eltern nicht kenne und erwarte deswegen, dass auch Du meine Eltern aus dem Spiel lässt. :oops: Jeder findet eben etwas Anders daneben :roll: Ich hatte auch einen friedllichen Sonntagnachmittag. :wink:

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Verfasst: 09.07.2012, 17:28
von Peppone
Soviel also dazu...

Re: Gehört der Islam zu Deutschland?

Verfasst: 02.04.2016, 15:49
von Ruaidhri
An anderer Stelle wurde schon geklärt, dass der Islam historisch gesehen nicht zu Deutschland gehörte, aber inzwischen viele muslimische Bürger hier leben, die a priori auch zu Deutschland gehören.
Welchen Islam sie leben und leben sollen, dazu haben tatsächlich viele Imame und Muslime eine andere Meinung als die extremen Vertreter.
Kann ein reformierter Islam zu Deutschland und Europa gehören?
Geht in dem verlinkten Interview zwar um Dänemark, ich finde jedoch, dass vieles auch für Rest-Europa gilt- und man genau diese Muslime unterstützen muss statt den gesamten Islam als nicht kompatibel und reformunwillig zu brandmarken.
Nur einige Auszüge seien wiedergegeben und/ oder zitiert, lohnt schon, das gesamte Interview z lesen, obwohl da durchaus nicht nur
die zweifelhaften Imame, sondern auch die zwielichtige Haltung der westlichen Welt thematisiert wird.
Quelle:
http://www.nordschleswiger.dk/news.4460 ... n%E2%80%9C
Zitat:
"Imam Rachid im Interview: „Wir sind aufgerufen, einen modernen Islam zu leben
Rachid fordert seine Glaubensgemeinschaft auf, einen modernen Islam zu leben. seine Kritik am Vorgehen des TV-Senders hat in Teilen Berechtigung.
Dennoch wendet er sich ohne Einschränkung gegen die Aussagen der befragten dänischen Imame zu Steinigung und Justiz nach islamischen Vorstellungen.
Zum einen wirft er den Imamen Unwissen vor, zum anderen erklärt er klar und deutlichst, dass diese Vorstellungen in einem Land wie Dänemark nichts zu suchen haben, da, anders als in den Entstehungszeiten, Staat und Gesellschaft anders organisiert sind und den Rechtsschutz übernehmen und garantieren.
Zitat:
"Hier gilt das dänische Grundgesetz, das von uns respektiert wird. Jeder, der freiwillig nach Dänemark kommt, sollte die Gesetze respektieren und danach leben. Da gibt es gar keine Diskussion."

Nach der TV-Ausstrahlung gibt es heftige Diskusssionen im Land, vor allem auch zu der Frage, ob Imame eine Zertifizierng brauchen. Die Antwort ist eindeutig:
Ja, denn viele Imame, die aus dem Ausland kommen, wüssten zum einen nichts über das Funktionieren der dänischen Gesellschaft, zum anderen fehle ihnen die theologische Ausbildung.
Zitat:
"Braucht es eine neue islamische Gemeinschaft, die in Dänemark geschlossen auftritt und offiziell einen modernen Islam vertritt?
Ja. Ich denke, wir müssen bessere Repräsentanten finden, ich bin mit einigen Sprechern sehr unzufrieden. Es gab keine konkreten Lösungen. Nur Kritik gegen TV2. Anstatt eine Zusammenarbeit zu suchen oder gute Ideen zu präsentieren. Ja, ich bin sehr unzufrieden."

Rachid, nach seinen Predigten gefragt, erklärt, dass es jedem Muslim möglich sei, die fünf Säulen des Koran zu leben, ohne mit dem dänischen Grundgesetz in Konflikt zu geraten. Das sei es, was Imame zu lehren hätten.
Sie sollten Wegweisng geben.
Auf die Frage, was er von der westlichen Sexualmoral hält, antwortet er ehrlich, die sei nicht im Sinne des Islam und er begründet das auch.
Allerdings steht am Ende mit ein überrraschender Satz:
Zitat:
" Religion darf nie Zwang sein. Nie. Wir geben Wegweisung. Am Ende muss sich jeder selbst verantworten. "
Wie viele Muslime, die ich kenne, ist er sich darüber im Klaren, dass genau dort, in der persönlichen Verantwortung, für viele Muslime, die anders geprägt wurden, das große Problem steckt.