Whistleblower: Julian Assange schadet Wikileaks

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Balduin
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Die Vorwürfe gegen den WikiLeaks Gründer Julian Assange wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung überschatten die Arbeit der Whistleblowing-Webseite seit Monaten. In den Augen der WikiLeaks-Sympathisanten ist ein Prozess gegen Assange in Schweden der Auftakt zu einer Auslieferung an die Vereinigten Staaten. Alle Ressourcen der Plattform fliesen in den Assange-Prozess - die Aktivisten begehen damit einen großen Fehler: Denn Assange schadet WikiLeaks.

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Julian Assange - New Media Days / Peter Erichsen [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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Zuletzt geändert von Balduin am 27.06.2012, 17:12, insgesamt 7-mal geändert.
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He has called on the best that was in us. There was no such thing as half-trying. Whether it was running a race or catching a football, competing in school—we were to try. And we were to try harder than anyone else. We might not be the best, and none of us were, but we were to make the effort to be the best. "After you have done the best you can", he used to say, "the hell with it". Robert F. Kennedy - Tribute to his father
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Balduin
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Julian Assange ist in die Botschaft von Ecuador geflohen! Diese müssen nun seinen Asylantrag prüfen - er bezeichnet sich selbst als politischen Flüchtling.Seine Anwälte in Schweden sowie seine Unterstützer, die seine Kaution bezahlt haben, waren laut Zeitungsberichten vor den Kopf gestoßen, da diese Vorgehensweise nicht abgesprochen war.Das beweist in meinen Augen wieder einmal, dass Assange seine eigene Person überhöht - er sieht in den Vergewaltigungsvorwürfen keine Anklage (der man sich zu stellen hat), sondern den Zwischenschritt zur Auslieferung an die Vereinigten Staaten.
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He has called on the best that was in us. There was no such thing as half-trying. Whether it was running a race or catching a football, competing in school—we were to try. And we were to try harder than anyone else. We might not be the best, and none of us were, but we were to make the effort to be the best. "After you have done the best you can", he used to say, "the hell with it". Robert F. Kennedy - Tribute to his father
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Vergobret
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Ralph hat geschrieben:Julian Assange ist in die Botschaft von Ecuador geflohen! Diese müssen nun seinen Asylantrag prüfen - er bezeichnet sich selbst als politischen Flüchtling.Seine Anwälte in Schweden sowie seine Unterstützer, die seine Kaution bezahlt haben, waren laut Zeitungsberichten vor den Kopf gestoßen, da diese Vorgehensweise nicht abgesprochen war.Das beweist in meinen Augen wieder einmal, dass Assange seine eigene Person überhöht - er sieht in den Vergewaltigungsvorwürfen keine Anklage (der man sich zu stellen hat), sondern den Zwischenschritt zur Auslieferung an die Vereinigten Staaten.
Natürlich sieht er die. Ganz fern liegt dieser Gedanke auch nicht.
Endet er in den USA, wird es im weit schlimmer ergehen, als dem Typen der Wikileaks angeblich (!) mit Unterlagen versorgt hat.
Verwaltigungsvorwürfe haben nun mal das Problem, dass sie schnell erhoben, schwer entkräftet werden können und zudem eine massive Vorverurteilung bewirken.
„In all den Jahren habe ich so viele junge Männer gesehen,
die der Meinung waren, auf andere junge Männer zuzulaufen.
Aber das stimmt nicht.
Sie liefen alle zu mir.“
so sprach der Tod

Aus „Die Bücherdiebin“
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Barbarossa
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Ralph hat geschrieben:Julian Assange ist in die Botschaft von Ecuador geflohen! Diese müssen nun seinen Asylantrag prüfen - er bezeichnet sich selbst als politischen Flüchtling.Seine Anwälte in Schweden sowie seine Unterstützer, die seine Kaution bezahlt haben, waren laut Zeitungsberichten vor den Kopf gestoßen, da diese Vorgehensweise nicht abgesprochen war.Das beweist in meinen Augen wieder einmal, dass Assange seine eigene Person überhöht - er sieht in den Vergewaltigungsvorwürfen keine Anklage (der man sich zu stellen hat), sondern den Zwischenschritt zur Auslieferung an die Vereinigten Staaten.
Die Anklage, respektive die Anschuldigung wird er schon sehr ernst nehmen, nur ist eine solche Anschuldigung schnell erhoben und schwer zu entkräften. Assange hat eine Menge von mächtigen Leuten auf die Füße getreten und da halte ich es nicht für unmöglich, daß nach Möglichkeiten gesucht wird, ihn stumm zu machen.
Im Grunde ist es ganz einfach:
Jemandem wird Geld dafür bezahlt, der/die ihn anzeigt, falsche Spuren werden gelegt, damit es echt aussieht und schon hat man einen Unbequemen mit einer Klage ausgeschaltet. Für einen Geheimdienst, wie die CIA ist sowas eine leichte Übung.
Im Fall von Assange halte ich so ziemlich alles für möglich.
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Peppone
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Barbarossa hat geschrieben: Im Fall von Assange halte ich so ziemlich alles für möglich.
Geradezu genüßlich treten die Medien derzeit darauf herum, dass ausgerechnet Assange mit seinem "Exil" darauf regaiert hat, dass Informationen bekannt geworden sind, die nicht bekannt werden durften. Bei einem selbsterklärten Absolut-Aufklärer wie Assange hat das schon eine gewisse Ironie...

Beppe
Christine
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Wie Herr Assange mit dem Schutz seiner Quellen umgeht wirft ein Licht darauf, wie wichtig ihm andere Menschen sind. Dazu paßt gut, daß er in seiner Talk Show unter anderem Hassan Nasrallah einem Führer der Hisbollah, die nun wirklich ncinicht als Freunde der Menschen, ob Muslime oder nicht, betrachted werden können, eine Plattform für Propagande gibt, sagt über diesen Herrn alles. Auch ich habe zu Beginn für Wikileaks gespendet. Schade, daß ich das Geld nicht zurück fordern kann.
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Barbarossa
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Die Staatsanwaltschaft in Stockholm hat erklärt, dass die Ermittlungen im Vergewaltigungsfall eingestellt werden. Diese könnten nur weitergeführt werden, wenn sich Assange den schwedischen Behörden stellt, hieß es zur Begründung. Er ist weiterhin seit nunmehr fünf Jahren in Equadors Botschaft in London, wo er sich zeigte und kämpferisch gab. Das ist zwar ein kleiner Erfolg für Assange, jedoch bringt ihm das noch nicht die Freiheit, denn auch die britische Polizei kündigte an, ihn festzunehmen, sobald er die Botschaft verlasse. Zudem muss Assange weiterhin befürchten, an die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm dann der Prozess gemacht wird. So erklärte Assange dann auch: ,,Der richtige Krieg fängt gerade erst an''.
Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... hung-klage
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Barbarossa
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Gerade habe ich mit Entsetzen in den Nachrichten gehört, dass Ecuador den Asylstatus von Assange aufgehoben hat, so dass dieser heute in London festgenommen wurde. Offenbar hat das kleine lateinamerikanische Land nun doch dem Druck der USA nachgegeben.
Er wird nun in England vor Gericht gestellt werden und auch die USA haben seine Auslieferung gefordert - ich gehe davon aus, dass dem auch stattgegeben wird. Es wird ihm nun richtig schlecht ergehen - ich gehe davon aus, dass er aus dem Gefängnis kaum noch herauskommen wird. Man wird an ihm ein Exempel statuieren.
Ich bin direkt erschüttert über diesen Ausgang.
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Feldwebel57
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Ich kann die Worte Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung kaum noch ertragen .
Jede Frau hat damit einen Freibrief .
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Barbarossa
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Ja, das ist die neueste Meldung, dass sich auch die mutmaßlich Vergewaltigte aus Schweden wieder gemeldet hat und nun ihr Gerichtsverfahren gegen Assange noch durchziehen will.
(Dann bekommt sie vermutlich noch ihr Gxxxd vom CxxxA)
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Barbarossa
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Am Samstag (3. Juni) ist Assange 50 Jahre alt geworden - im Londoner Hochsicherheitsgefängnis HMP Belmarsh, in dem er seit 2019 einsitzt.
Jetzt macht sich u. a. der CDU-Bundestagsabgeordnete und Obmann der Unionsfraktion Frank Heinrich für die Freilassung von Assange stark. Wörtlich sagte Heinrich dem RND:
,,Ich halte Herrn Assange nicht in jedem Punkt für unschuldig. Aber ich finde, seine Behandlung geht weit über das hinaus, was angemessen wäre.''
Heinrich erklärte weiter, er werbe sowohl in der Unionsfraktion, im Menschenrechtsausschuss sowie gegenüber der Bundesregierung dafür, die Haltung zu Julian Assange zu überdenken.
Heinrich gehört auch einer parteiübergreifenden Abgeordnetenarbeitsgemeinschaft an, die vor wenigen Tagen ein Statement an US-Präsident Joe Biden richtete, in dem er aufgefordert wird, das Auslieferungsverfahren gegen Assange zu beenden.

Für die Freilassung von Assange setzen sich auch Medienschaffende und Journalistengewerkschaften ein.

Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung - Printausgabe v. heute
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Marianne E.
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Ein nicht so ganz unbekannter Investigativ-Journalist hat die Haftbedingungen von Assange als Menschenrechtsverletzung bezeichnet. Er selbst hatte sich vor Ort ein Bild davon machen können. Er gehört auch zu den Unterzeichnern der Petition an Biden.
Was ihn am meisten erschreckt hat, ist, dass diese Menschenrechtsverletzungen in England vorkommen.
Man kömnnte zu der Auffassung gelangen, dass mit den Haftbedingungen von Assange eine Warnung an die freie Berichterstattung ausgehen soll.
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Barbarossa
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Erschreckend... ☹️
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