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Moderator: Barbarossa

 
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Marek1964
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Schul- und Bildungsreformen: wieviel ist gut, wann zuviel?

08.10.2014, 20:20

Hier eine überleitung aus diesem Thread:
viewtopic.php?f=8&t=4523&start=75#p44643

Der Titel ist im Moment als Arbeitstitel gedacht, sollte jemandem eine besserer einfallen, kann Barbarossa ändern.

Peppone hat geschrieben:
Lieber Karlheinz,

eine Hochschule mag man noch mit Wirtschaftsmethoden betreiben könnnen, aber wo das bei Schulen hinführt, sehen wir an dem G8/G9-Gezerre.
Wieviele Reformen sollten das G8 ertragbar machen, seit es Tochter Strauß auf Veranlassung des "blonden Fallbeils" innert eines halben Jahres ausgewürgt hat? 5? 10?
Jedes Jahr wieder gab es eine Neuerung, auf die sich Lehrer, Schulen und Schüler einstellen mussten, und zwar meist ohne Anleitung des Ministers, wie denn die neuen Leitlinien eigentlich umsetzbar wären. Keiner konnte sich mehr auf was einstellen, Reform jagte Reform, und nichts wurde wirklich besser, weil man an Symptomen herum dokterte anstatt auf die Ursachen ging.
Reform um der Reform willen, das kann´s nicht sein. Das G9 brauchte eine Reform, aber die hätte genau geplant werden müssen. Gut, so weit deckt sich die Erfahrung mit den Regeln von gutem Management.
Aber Schule braucht viel mehr Stabilität als ein Wirtschaftsunternehmen. Das ist der Unterschied. Ich wünsche mit einen Gymnasiastenjahrgang in Bayern, der von Anfang bis Ende nach den gleichen Regeln zur Schule gehen kann.8 Jahre lang. Davor eine wirklich gut durchdachte Reform noch, dann werden aus den acht G8-Jahren auch keine neun oder zehn Jahre, und dann haben die Kids auch noch Zeit für sich selber.

Beppe