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Moderator: Barbarossa

 
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Balduin
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

06.05.2014, 19:10

Dieter, da gebe ich Lia voll und ganz recht: So führt man keine Diskussionen.

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He has called on the best that was in us. There was no such thing as half-trying. Whether it was running a race or catching a football, competing in school—we were to try. And we were to try harder than anyone else. We might not be the best, and none of us were, but we were to make the effort to be the best. "After you have done the best you can", he used to say, "the hell with it". Robert F. Kennedy - Tribute to his father
 
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Marek1964
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

06.05.2014, 19:36

Lia hat geschrieben:
Sag mal, Dieter, weißt Du eigentlich, was Du da schreibst?
Das ist schon ziemlich unverschämt, und auf solche "Diskussionen" habe ich keine Lust und kann meine Zeit sinnvoller verbringen.


Nun, liebe Lia, ich finde Deine Ausführungen interessant, auch wenn ich Dieters Einlassungen überaus provokativ und bisweilen auch etwas abwegig finde, aber er meint es bestimmt nicht böse.

Ich sehe mich auch als wertkonservativ, kenne aber das Deutsche Bildungssystem nur rudimentär. Immerhin, das duale Bildungssystem wird ja als gutes Modell dargestellt und die Jugendarbeitslosigkeitszahlen sprechen dafürt.

Klar ist für mich, dass die Aufgaben an Lehrer grösser und schwieriger und die Mittel nicht reichhaltiger geworden sind.

Eine Idee aber wäre, die mich auch interessieren würde, was Du denn für den richtigen Weg für das Bildungssystem sehen würdest. Kann ja ein Artikel sein, das gibt ein Premiumabo für einen Monat.
 
Babylon5
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

06.05.2014, 21:54

dieter hat geschrieben:
Außerdem, so ist das wenigstens in Hessen, sind doch Lehrer bei ihrer Wissensvermittlung weites gehend autonom. :


Diese Auffassung bezieht sich leider vollständig auf die Vergangenheit, wie ein Zitat aus dem Bericht einer Schulinspektion aus einer hessischen Grundschule, datiert von letzter Woche belegt:

Da heißt es:
" Obwohl die Ergebnisse zum Qualitätsbereich „Lehren und Lernen“ keine
besonders nennenswerten Schwächen ausweisen, sind die Arbeitsweisen
des pädagogischen Personals auffällig unterschiedlich. "

Wurde als defintiver Negativpunkt in der Bewertung der schule geführt, daß die Lehrer unterschiedliche Unterrichtsmethoden haben....
 
Babylon5
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

06.05.2014, 22:11

Ich stimme Lia zu, daß der Lehreralltag heute alles andree als einfach ist. Da sitzen 30 Pubertierende in einer Klasse, und der Lehrer soll nicht nur alle möglichen Kompetenzen vermitteln, sondern auch noch die einzelnen Schüler im Auge haben, sich um ihre Probleme und Belange kümmern, und gesellschaftliche Fehlentwicklungen korrigieren- wozu auch gehört, daß er auffangen soll, was im Elternhaus zum teil durch geänderte gesellscahftliche Bedingungen nicht mehr geleistet werden kann.

Die Eltern stecken im übirgen in der gleichen Zwickmühle. Auch sie müssen gesellschaftliche Fehlentwicklungen irgendwie korrigieren...
Beide Fraktionen lassen sich ganz geschickt gegeneinander ausspielen- und schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Dabei sind letztendlich beide damit überfordert, was sie leisten sollen.
Manchmal habe ich einen Traum.... Wie Eltern udn Lehrer gemeinsam vor die Kultusministerien ziehen und dort mal Tacheles reden.
Daß die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aus dem Ruder laufen, und daß weder Schulen noch Elternhaus geradebiegen können, was gesellschaftlich unterbleibt- Bedingungen zu schaffen, unter denen Kinder sich gut entwickeln können.
Ja, wir brauchen an den Schulen mehr Psychologen. Wir brauchen in einer zunehmend medial geprägten Welt gewissermaßen Unterricht darin, wie man mit Medien umgeht, wie man sie nutzt. Es braucht genug Lehrer, um Kinder gescheit unterrichten zu können, Klassenräume, die groß genug sind, damit das Aggressionslevel nicht steigt, weil sich die Kinder zu eng auf der Pelle sitze...
 
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dieter
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 09:54

Lia hat geschrieben:
Sag mal, Dieter, weißt Du eigentlich, was Du da schreibst?
Das ist schon ziemlich unverschämt, und auf solche "Diskussionen" habe ich keine Lust und kann meine Zeit sinnvoller verbringen.

Liebe Lia,
wieso unverschämt :?: Ich werde nicht beleidigend und zeige Dir nur Wege auf, welche Du gehen kannst und habe vom Schulalltag unsers Sohnes berichtet. :wink:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
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dieter
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 09:58

Ralph hat geschrieben:
Dieter, da gebe ich Lia voll und ganz recht: So führt man keine Diskussionen.

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Wieso lieber Ralph :?:
Ich werde nicht beleidigend, gebe nur Hinweise, wie sie sich gegen die Ministerialbürokratie wehren kann. :wink: Willst Du mir vorschreiben, wie man eine Diskussion führen darf :?:
Zuletzt geändert von dieter am 07.05.2014, 10:14, insgesamt 1-mal geändert.
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dieter
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 10:03

Marek1964 hat geschrieben:
Lia hat geschrieben:
Sag mal, Dieter, weißt Du eigentlich, was Du da schreibst?
Das ist schon ziemlich unverschämt, und auf solche "Diskussionen" habe ich keine Lust und kann meine Zeit sinnvoller verbringen.


Nun, liebe Lia, ich finde Deine Ausführungen interessant, auch wenn ich Dieters Einlassungen überaus provokativ und bisweilen auch etwas abwegig finde, aber er meint es bestimmt nicht böse.

Ich sehe mich auch als wertkonservativ, kenne aber das Deutsche Bildungssystem nur rudimentär. Immerhin, das duale Bildungssystem wird ja als gutes Modell dargestellt und die Jugendarbeitslosigkeitszahlen sprechen dafürt.

Klar ist für mich, dass die Aufgaben an Lehrer grösser und schwieriger und die Mittel nicht reichhaltiger geworden sind.

Eine Idee aber wäre, die mich auch interessieren würde, was Du denn für den richtigen Weg für das Bildungssystem sehen würdest. Kann ja ein Artikel sein, das gibt ein Premiumabo für einen Monat.

Lieber Marek,
das ist die entscheidende Frage. Ich habe nur den Schulalltag unsers Sohnes geschildert und muß feststellen, dass sich bei unserer Enkeltochter, die nun im 2. Schuljahr ist, nichts geändert hat. :roll: Ich habe nur meine Beobachtung bezüglich der Schule geschildert und die sind meiner persönlichen Meinung nach nicht abwegig. :wink: Wir haben unsern Sohn bis zum Abi gebracht und hoffen, dass das unserer Schwiegertochter mit ihren Kindern auch gelingt. Sein Studium hat er dann schon allein sehr erfolgreich abgeschlossen. :wink:
Zuletzt geändert von dieter am 07.05.2014, 10:12, insgesamt 1-mal geändert.
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dieter
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 10:07

Babylon5 hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Außerdem, so ist das wenigstens in Hessen, sind doch Lehrer bei ihrer Wissensvermittlung weites gehend autonom. :


Diese Auffassung bezieht sich leider vollständig auf die Vergangenheit, wie ein Zitat aus dem Bericht einer Schulinspektion aus einer hessischen Grundschule, datiert von letzter Woche belegt:

Da heißt es:
" Obwohl die Ergebnisse zum Qualitätsbereich „Lehren und Lernen“ keine
besonders nennenswerten Schwächen ausweisen, sind die Arbeitsweisen
des pädagogischen Personals auffällig unterschiedlich. "

Wurde als defintiver Negativpunkt in der Bewertung der schule geführt, daß die Lehrer unterschiedliche Unterrichtsmethoden haben....

Liebe Babylon,
und ich finde das gut, dass sich die Lehrer verschiedene Gedanken machen und dadurch keine Schwächen auftreten. Ich betrachte die Schulinspektion nicht als das Evangelium. :wink:
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dieter
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 10:26

Babylon5 hat geschrieben:
Ich stimme Lia zu, daß der Lehreralltag heute alles andree als einfach ist. Da sitzen 30 Pubertierende in einer Klasse, und der Lehrer soll nicht nur alle möglichen Kompetenzen vermitteln, sondern auch noch die einzelnen Schüler im Auge haben, sich um ihre Probleme und Belange kümmern, und gesellschaftliche Fehlentwicklungen korrigieren- wozu auch gehört, daß er auffangen soll, was im Elternhaus zum teil durch geänderte gesellscahftliche Bedingungen nicht mehr geleistet werden kann.

Die Eltern stecken im übirgen in der gleichen Zwickmühle. Auch sie müssen gesellschaftliche Fehlentwicklungen irgendwie korrigieren...
Beide Fraktionen lassen sich ganz geschickt gegeneinander ausspielen- und schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Dabei sind letztendlich beide damit überfordert, was sie leisten sollen.
Manchmal habe ich einen Traum.... Wie Eltern udn Lehrer gemeinsam vor die Kultusministerien ziehen und dort mal Tacheles reden.
Daß die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aus dem Ruder laufen, und daß weder Schulen noch Elternhaus geradebiegen können, was gesellschaftlich unterbleibt- Bedingungen zu schaffen, unter denen Kinder sich gut entwickeln können.
Ja, wir brauchen an den Schulen mehr Psychologen. Wir brauchen in einer zunehmend medial geprägten Welt gewissermaßen Unterricht darin, wie man mit Medien umgeht, wie man sie nutzt. Es braucht genug Lehrer, um Kinder gescheit unterrichten zu können, Klassenräume, die groß genug sind, damit das Aggressionslevel nicht steigt, weil sich die Kinder zu eng auf der Pelle sitze...

Liebe Babylon,
ich stimme Dir weitgehend zu. :) Ich gebe nur zu bedenken, dass es nur anders war, pubertierend war meine Wenigkeit und unser Sohn auch. Wir waren zum Anfang in der Mittelschule 54 Kinder in einer Klasse, heute überhaupt nicht mehr vorstellbar. Durch die Fehlentwicklungen zu unserer Zeit waren wir munter geworden und haben unseren Sohn darauf eingestellt. Abi zwar nur mit 2,1, weil ich ihm empfohlen hatte, doch bei der Prüfung das Fach Geschichte zu nehmen, aber sein Diplom als Ing. im Maschinenbau mit 1,4 und daneben noch den 1.Preis der FH Frankfurt/M. bekommen, weil er im Bereich der Computertechnik auch anderen Studenten geholfen hat. Heute ist er als Ing. bei eine Fa., die Brennöfen herstellt und war als Auslandsvertretung schon in China (Mandschurei an der nordkoreanischen Grenze) in Moskau und bei Lyon in Frankreich. :wink:
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Renegat
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 11:40

Deinen letzten Beitrag möchte ich zitierend nach vorne holen, weil ich das Thema zu interessant finde, um es im üblichen Klein-klein versanden zu lassen. Hoffentlich können wir die Diskussion mit Lia und allen sachlich am Thema interessierten wieder aufnehmen.

Babylon5 hat geschrieben:
Ich stimme Lia zu, daß der Lehreralltag heute alles andree als einfach ist. Da sitzen 30 Pubertierende in einer Klasse, und der Lehrer soll nicht nur alle möglichen Kompetenzen vermitteln, sondern auch noch die einzelnen Schüler im Auge haben, sich um ihre Probleme und Belange kümmern, und gesellschaftliche Fehlentwicklungen korrigieren- wozu auch gehört, daß er auffangen soll, was im Elternhaus zum teil durch geänderte gesellscahftliche Bedingungen nicht mehr geleistet werden kann.

Die Eltern stecken im übirgen in der gleichen Zwickmühle. Auch sie müssen gesellschaftliche Fehlentwicklungen irgendwie korrigieren...
Beide Fraktionen lassen sich ganz geschickt gegeneinander ausspielen- und schieben sich gegenseitig die Schuld zu. Dabei sind letztendlich beide damit überfordert, was sie leisten sollen.
Manchmal habe ich einen Traum.... Wie Eltern udn Lehrer gemeinsam vor die Kultusministerien ziehen und dort mal Tacheles reden.
Daß die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen aus dem Ruder laufen, und daß weder Schulen noch Elternhaus geradebiegen können, was gesellschaftlich unterbleibt- Bedingungen zu schaffen, unter denen Kinder sich gut entwickeln können.
Ja, wir brauchen an den Schulen mehr Psychologen. Wir brauchen in einer zunehmend medial geprägten Welt gewissermaßen Unterricht darin, wie man mit Medien umgeht, wie man sie nutzt. Es braucht genug Lehrer, um Kinder gescheit unterrichten zu können, Klassenräume, die groß genug sind, damit das Aggressionslevel nicht steigt, weil sich die Kinder zu eng auf der Pelle sitze...


Lia hatte schon etwas zum französischen Schulsystem berichtet, evtl. können wir gemeinsam zusammentragen, was in anderen Ländern und Modellen gut ist und was sich ohne noch mehr Reformstress auf die Bildungslandschaft in D übertragen ließe.
 
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dieter
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 14:36

Lieber Renegat,
wie ich schon schrieb, stimme vollkommen der Beschreibung von Babylon zu. Nur weil die Schulpolitik bei uns Ländersache ist, ist es schwer zum Beispiel das franz. Modell für die deutschen Bundesländer zu übernehmen. Es gibt genügend gute Schulmodelle, wie das finnische. Wie aber können wir die Länder zwingen diese Modelle zu übernehmen :?: In dem die Lehrer in die beiden Lehrergewerkschaften gehen, sich eine bundesweite Elternvertretung bildet, Druck machen und nur politische Parteien wählen, die weitgehend den Vorstellungen der Eltern entsprechen. :wink:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
Lia

Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 15:48

Ich ziehe mich hier raus, mir unsoziales Verhalten vorwerfen zu lassen, habe ich nicht nötig.
Wer Finnland will, solte erstmal genau eruieren, wie es dort geht und muss tief in die Tasche greifen, und im hoch gelobten Skandinavien vermehren sich kritische Stimmen zum Bildungswesen.
 
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Marek1964
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 18:56

dieter hat geschrieben:
Marek1964 hat geschrieben:
Lia hat geschrieben:
Sag mal, Dieter, weißt Du eigentlich, was Du da schreibst?
Das ist schon ziemlich unverschämt, und auf solche "Diskussionen" habe ich keine Lust und kann meine Zeit sinnvoller verbringen.


Nun, liebe Lia, ich finde Deine Ausführungen interessant, auch wenn ich Dieters Einlassungen überaus provokativ und bisweilen auch etwas abwegig finde, aber er meint es bestimmt nicht böse.

Ich sehe mich auch als wertkonservativ, kenne aber das Deutsche Bildungssystem nur rudimentär. Immerhin, das duale Bildungssystem wird ja als gutes Modell dargestellt und die Jugendarbeitslosigkeitszahlen sprechen dafürt.

Klar ist für mich, dass die Aufgaben an Lehrer grösser und schwieriger und die Mittel nicht reichhaltiger geworden sind.

Eine Idee aber wäre, die mich auch interessieren würde, was Du denn für den richtigen Weg für das Bildungssystem sehen würdest. Kann ja ein Artikel sein, das gibt ein Premiumabo für einen Monat.

Lieber Marek,
das ist die entscheidende Frage. Ich habe nur den Schulalltag unsers Sohnes geschildert und muß feststellen, dass sich bei unserer Enkeltochter, die nun im 2. Schuljahr ist, nichts geändert hat. :roll: Ich habe nur meine Beobachtung bezüglich der Schule geschildert und die sind meiner persönlichen Meinung nach nicht abwegig. :wink: Wir haben unsern Sohn bis zum Abi gebracht und hoffen, dass das unserer Schwiegertochter mit ihren Kindern auch gelingt. Sein Studium hat er dann schon allein sehr erfolgreich abgeschlossen. :wink:


Naja, lieber Dieter,
Du hast Lia geschrieben:

dieter hat geschrieben:
Wenn Du nicht bereit bist Deine Lebenseinstellung zu ändern, dann darfst Du Dich nicht wundern, wenn alles beim Alten bleibt. :roll: Nur um mehr Unterstützung fordern und sonst nichts machen, kann es nicht bringen.


Das ist doch unnötig persönlich. Ausserdem aber am Thema vorbei: Lia hat ja geschrieben, dass GEW und Philologen Verband in vielen Fragen an einem Strick ziehen. Wenn ich das richtig verstanden habe, heisst das übersetzt, linke und rechte Lehrer sind einer Meinung und üben also schon Druck aus. Was soll dann dieser Satz "sonst nichts machen"? Sie machen ihren Job und formulieren ihre Vorschläge.

und:

dieter hat geschrieben:
Damit, dass Du Geld für Nachhilfe-Stunden nimmst, unterstützt Du doch das System, wie es heute ist und darfst Dich nicht wundern, dass nichts besser wird


Auch das ist auch weit her geholt und unnötig persönlich. Nachhilfestunden geben ist sicher keine "Unterstützung des Systems", sodern, wie Lia geschrieben hat, einerseits ihrer persönlichen Situation nach einem Schicksalsschlag geschuldet, zum anderen eine Hilfe für die Betroffenen, deren Nachhilfebedarf aus mannigfaltigen Situationen entstehen können. Ich gebe übrigens auch Nachhilfe, dem Sohn meiner Freundin, Deutsch, dies nach einem Schulwechsel, wo ein anderer Lehrplan nun ein Nachlernen in Deutsch erfordert (hier in Tschechien). Nicht dem Schulsystem geschuldet.
 
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Marek1964
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

07.05.2014, 18:58

Lia hat geschrieben:
Ich ziehe mich hier raus, mir unsoziales Verhalten vorwerfen zu lassen, habe ich nicht nötig.


Also, liebe Lia, unsoziales Verhalten haben Dir weder Dieter noch sonst jemand vorgeworfen. Ich halte die Argumentation, dass Nachhilfe geben Systemunterstützung sein soll für abwegig (s.o.), aber Systemunterstützung heisst ja noch lange nicht asoziales Verhalten.

Ausserdem: Du hast Dieter geraten auf S. 2, 2. Post dieses Threads: "Nimm mal die Klassenkampf- Brille ab, die Realität sah und sieht anders aus."

Das war doch auch doch nicht ganz sachlich, oder?

Deine Einlassungen sonst sind interessant und würden auch andere interessieren. Wäre sehr schade, würdest Du Dich zurückziehen.

Lia hat geschrieben:
Wer Finnland will, solte erstmal genau eruieren, wie es dort geht und muss tief in die Tasche greifen, und im hoch gelobten Skandinavien vermehren sich kritische Stimmen zum Bildungswesen.


Dazu könnte man sachlich-nüchtern folgende Quelle anführen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bildungssystem_in_Finnland

und folgendes Zitat daraus:

"Laut einer OECD-Studie aus dem Jahr 2001 gibt Finnland 5,8 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Bildung aus. Bereits 2005 sind es 6,4 %. Pro Jahr und Schüler investieren die Finnen im Primarbereich knapp 5.000 US-Dollar. In Deutschland werden zum Vergleich etwa 4,6 % des BIP[6] für die Bildung investiert. Im Gegensatz zu Deutschland gibt Finnland mehr Geld für den Primarbereich aus. In Finnland hat eine Primarschulklasse eine durchschnittliche Klassenstärke von 19,8 und eine Sekundarschulklasse eine Klassenstärke von 20,1 Schülern. In den ländlichen Gebieten im Norden und Nordosten gibt es häufig Klassen mit weniger als 10 Schülern".

Anders gesagt, die Finnen geben anteilig an ihrem BIP 39% mehr für Bildung aus.
 
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dieter
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Re: Lehrer als Wissensvermittler oder als Psychologe?

08.05.2014, 12:54

Lia hat geschrieben:
Sag mal, Dieter, weißt Du eigentlich, was Du da schreibst?

Liebe Lia,
ich komme nochmal Deinen obigen Beitrag zurück, der kann so nicht unwidersprochen bleiben. Ich weiß immer was ich schreibe und es ist gelinde gesagt eine Unverschämtheit zu schreiben, ich wüßte nicht was ich schreibe. :evil: :twisted:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.