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Barbarossa
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Bundesbürger gegen Bildungsföderalismus.

15.04.2011, 20:14

UMFRAGE:
Deutsche sind unzufrieden mit ihrem Bildungssystem
Bundesbürger befürworten einheitliche Schulbildung und Ganztagsschulen

BERLIN/POTSDAM - Die Bundesbürger stellen der Bildungsrepublik Deutschland in einer Umfrage ein schlechtes Zeugnis aus: Im Schnitt bewerten sie das deutsche System mit der Note 3,7. Kritik entzündet sich vor allem am Bildungsföderalismus: Neun von zehn Befragten sprechen sich für einheitliche Lehrpläne und Abschlussprüfungen in ganz Deutschland aus. Nur fünf Prozent sind der Meinung, dass die Konkurrenz zwischen den Bundesländern für eine höhere Qualität im Bildungswesen sorgt.

An der Online-Umfrage zum Thema Bildung haben sich nach Angaben der federführenden Bertelsmann-Stiftung rund 480 000 Menschen beteiligt. Die Befragung, deren Ergebnisse gestern in Berlin vorgestellt wurden, ist aber nicht repräsentativ...
weiter lesen: http://geschichte-wissen.de/go/brgergeg ... deralismus

Ich schieße mich der Mehrheit an und zitieren mich einfach mal selbst aus einem anderen Thema:
Ein sehr alter deutscher Spruch besagt tatsächlich: "In der Schule lernt man fürs Leben."
Für was auch sonst? Dabei hat der spätere Beruf allerdings schon einen hohen Stellenwert.
Die Berufsausbildung beginnt natürlich erst nach der Schule. Die Schule kann nur die Grundlagen dafür schaffen, das nötige Grundwissen also. Fächer wie Mathematik, Deutsch und naturwissenschaftliche Fächer wie Physik, Biologie und Chemie sowie Englisch sind dafür genauso unerläßlich, wie der Umgang mit einem PC.
Weitere Fächer wie Geographie, Geschichte, Politische Bildung und Astronomie können für bestimmte Berufe ebenfalls wichtig sein, erweitern aber zumindest das Allgemeinwissen. Dann natürlich noch Sport für die körperliche Ertüchtigung und noch ein Fach in dem soziales Verhalten geübt wird, wie immer das in den verschiedenen Bundesländern auch heißen mag.
Vor allem bei den Grundfächern Mathe und Deutsch (insbesondere Rechtschreibung) kritisieren z. B. die mittelständischen Unternehmen seit Jahren, daß die Schüler nicht die nötigen Fähigkeiten mitbringen, wenn sie die Schule verlassen. Nun gibt es im Anschluß an die Grundschule bereits verschiedene Schultypen, die die Schüler auf die späteren Anforderungen vorbereiten können. Dabei dürften die Anforderungen im jeweiligen Beruf in ganz Deutschland vergleichbar sein. Nur das Niveau der Lerninhalte in den verschiedenen Bundesländern weist ein relativ großes Nord-Süd-Gefälle auf. Da stellt sich mir die Frage: Wie kann das sein?
Möglicherweise wäre es besser, gerade in den Hauptfächern ein bundeseinheitlichen Rahmenplan zu schaffen, während in anderen Fächern wie Geschichte, Geographie usw. auch regionale Eigenheiten einfließen könnten. Und - was mir auch wichtig erscheint - es müßte eine bessere Absprache zwischen den Lehrplänen der Schule und denen der Berufsschulen bzw. Unis geben.
Des weiteren habe ich mich schon gefragt, ob eventuell die Einführung von Ganztagsschulen anstrebenwert wäre.
Ein sehr bedeutender Vorteil wäre der, daß die Schüler am Nachmittag ihre Hausaufgaben machen könnten und ggf. Nachhilfestunden nehmen könnten, wenn sie etwas nicht verstanden haben, bzw. in einem Fach generell etwas schwächer sind, denn nicht alle Eltern sind in der Lage, das zu leisten - aus durchaus verschiedenen Gründen.

siehe hier: viewtopic.php?p=8854#p8854
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