Sollte Schule mehr fürs Leben lehren?.

Fragen und Informationen zu Schule, Studium und Chacen der Bildung in Deutschland

Moderator: Barbarossa

Hingesehen
Mitglied
Beiträge: 6
Registriert: 04.04.2011, 16:20

Vor rund drei Monaten haben wir ein Essay veröffentlicht zum Thema Bildungspolitik. Unabhängig von all den vielen eher kleinen Reformen könnte man das Prinzip Schule doch einmal überdenken, haben wir uns gedacht. Dazu sollte Bildung vor allem Bundessache werden und sich mehr "fürs Leben" lehren. Was denkt ihr zum Text?
Statt den Lehrplan zu stauchen, wäre es mitunter von viel größerem Vorteil, seine Inhalte neu zu überdenken. Das kostet Kraft, denn was erst einmal zur klassischen “Bildung” gehört, das nimmt man nicht gerne wieder weg. Es liegt also daran, wie man die entstehenden Freiräume nutzt. Kapazitäten für Neues schaffen – Bedarf dafür bestünde.
Weiterlesen: http://www.hingesehen.net/wenn-das-mal-schule-macht/
Bild
www.hingesehen.net - Das Blog-Magazin für Politik, Gesellschaft und Uni-Leben!
Benutzeravatar
Barbarossa
Mitglied
Beiträge: 15507
Registriert: 09.07.2008, 16:46
Wohnort: Mark Brandenburg

Ein guter Beitrag von euch, "hingesehen".

Ein sehr alter deutscher Spruch besagt tatsächlich: "In der Schule lernt man fürs Leben."
Für was auch sonst? Dabei hat der spätere Beruf allerdings schon einen hohen Stellenwert.
Die Berufsausbildung beginnt natürlich erst nach der Schule. Die Schule kann nur die Grundlagen dafür schaffen, das nötige Grundwissen also. Fächer wie Mathematik, Deutsch und naturwissenschaftliche Fächer wie Physik, Biologie und Chemie sowie Englisch sind dafür genauso unerläßlich, wie der Umgang mit einem PC.
Weitere Fächer wie Geographie, Geschichte, Politische Bildung und Astronomie können für bestimmte Berufe ebenfalls wichtig sein, erweitern aber zumindest das Allgemeinwissen. Dann natürlich noch Sport für die körperliche Ertüchtigung und noch ein Fach in dem soziales Verhalten geübt wird, wie immer das in den verschiedenen Bundesländern auch heißen mag.
Vor allem bei den Grundfächern Mathe und Deutsch (insbesondere Rechtschreibung) kritisieren z. B. die mittelständischen Unternehmen seit Jahren, daß die Schüler nicht die nötigen Fähigkeiten mitbringen, wenn sie die Schule verlassen. Nun gibt es im Anschluß an die Grundschule bereits verschiedene Schultypen, die die Schüler auf die späteren Anforderungen vorbereiten können. Dabei dürften die Anforderungen im jeweiligen Beruf in ganz Deutschland vergleichbar sein. Nur das Niveau der Lerninhalte in den verschiedenen Bundesländern weist ein relativ großes Nord-Süd-Gefälle auf. Da stellt sich mir die Frage: Wie kann das sein?
Möglicherweise wäre es besser, gerade in den Hauptfächern ein bundeseinheitlichen Rahmenplan zu schaffen, während in anderen Fächern wie Geschichte, Geographie usw. auch regionale Eigenheiten einfließen könnten. Und - was mir auch wichtig erscheint - es müßte eine bessere Absprache zwischen den Lehrplänen der Schule und denen der Berufsschulen bzw. Unis geben.
Des weiteren habe ich mich schon gefragt, ob eventuell die Einführung von Ganztagsschulen anstrebenwert wäre.
Ein sehr bedeutender Vorteil wäre der, daß die Schüler am Nachmittag ihre Hausaufgaben machen könnten und ggf. Nachhilfestunden nehmen könnten, wenn sie etwas nicht verstanden haben, bzw. in einem Fach generell etwas schwächer sind, denn nicht alle Eltern sind in der Lage, das zu leisten - aus durchaus verschiedenen Gründen.
Die Diskussion ist eröffnet!

Jedes Forum lebt erst, wenn Viele mitdiskutieren.
Schreib auch du deine Meinung! Nur kurz registrieren und los gehts! ;-)
ThommyRybak
Mitglied
Beiträge: 2
Registriert: 26.10.2011, 11:59

Ich bin der Meinung, dass die Schulen mehr auf den Schritt, der nach der Schule kommt, vorbereiten müssen! Ich weiß ja nicht, wie das an anderen Schulen war...aber wir wurden kein Stück auf die Möglichkeiten (Studium, Ausbildung) hingewiesen, die sich uns mit dem Abitur eröffnen. Auf einmal war die Schule vorbei und man stand vor dem Nichts. Ich finde, die Schulen könnten vll ein Programm für die Abiturjahrgänge einführen, in denen sich die Schüler darüber informieren können, welchen Weg sie einschlagen könnten.
Ich wurde da ziemlich ins kalte Wasser geschmissen ;-)
Benutzeravatar
Barbarossa
Mitglied
Beiträge: 15507
Registriert: 09.07.2008, 16:46
Wohnort: Mark Brandenburg

Das ist dann wirklich keine gute Vorbereitung auf das Berufsleben. Sogar bei uns damals in der (DDR-)POS haben wir in der 10. Klasse Bewerbungen schreiben geübt und es kam auch jemand von der Berufsberatung in die Klasse.
Das ist auch so das Mindeste, was imho in der Schule passieren muß - gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft.
Die Diskussion ist eröffnet!

Jedes Forum lebt erst, wenn Viele mitdiskutieren.
Schreib auch du deine Meinung! Nur kurz registrieren und los gehts! ;-)
Antworten
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Bildungspolitik“