Forum für Geschichte und Politik


Moderator: Barbarossa

 
MarcoZ
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19.04.2009, 02:17

Ich weiß noch wie ich meine Lehrerin anfang 2008 im Politikunterricht primitiv gefragt habe: Ist diese Marktwirtschaft nicht gefährlich, wenn jeder machen kann was er will?
Sie natürlich irgendwas mit : Der Markt reguliert sich selber blabla soziale Marktwirschaft blabla niemals passiert da was usw.

Natürlich ist man jetzt in einer Zwickmühle, aber ich würde niemals extrem viel Geld in die Unternehmen investierten, das kommt niemals bei den die es benötigen an das verschwindet wieder auf nebulöse Weise und niemand ist schuld. :roll:
 
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Barbarossa
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19.04.2009, 15:10

Noch ein interessanter Artikel zum Thema:
ANALYSE
Wo sind die Milliarden hin?
Stephan Kaufmann

Angesichts der Milliarden, die derzeit zur Rettung der Kreditinstitute ausgegeben werden, stellt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) eine interessante Frage: Die Banken haben in den vergangenen Jahren gut verdient, insbesondere an der Finanzspekulation im Ausland - wo sind diese Milliarden eigentlich geblieben? Wo sind die Gewinne von gestern? Eine wichtige Frage, schließlich könnten die staatlichen Aktionen zur Bankenrettung den deutschen Steuerzahler bis zu 200 Milliarden Euro kosten...

weiter lesen: http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html
Zuletzt geändert von Barbarossa am 19.04.2009, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
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elysian
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19.04.2009, 15:58

Wo sind die Milliarden hin?
Einfache Antwort: wieder investiert.
Es spricht ja eine Menge dafür, dass die Gelder in dem Markt verdient wurden, der dann zusammenbrach. Folgerichtig werden die meisten Banker das erwirtschaftete Vermögen genau dort wieder eingebracht haben, um, wie in den vielen Jahren vorher auch, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Oder es wurde an andere verliehen, die es selber zu solchen Zwecken einsetzten.
Ex post wissen wir, der Markt brach weg, das Geld war schlagartig futsch.
Die Fragestellung ist offensichtlich populistisch.

@MarcoZ
Das Problem besteht vorliegend doch darin, dass gerade nicht in die Realwirtschaft investiert wurde, sondern dass man Finanzprodukte zu einer riesigen Blase aufblähte, die jetzt explodierte. Das Prinzip dahinter ähnelt dem sog. Schneeballprinzip.
Eine Überlegung: hätte niemals irgendjemand die Bereitschaft gehabt, extrem viel Geld in Unternehmen oder Unternehmungen zu investieren, wären viele Innovationen bis heute nicht entwickelt worden.
Gesellschaften, in denen nicht die nötige Kapitalkummulation möglich ist, um wirtschaftliche Risiken einzugehen, entwickeln letztlich keine wirtschaftliche und damit keine kulturelle (technologische, soziale, etc.) Dynamik und treten auf der Stelle. Ein gutes Beispiel hierfür bietet der real existierende Sozialismus. Z.B. die DDR hat aufgrund ihrer Verfasstheit keinen Fuß nach vorn bekommen und wurde dann von der BRD abgehängt. Eine umgekehrte Entwicklung macht zur Zeit China durch, dessen Wirtschaft seit der Zulassung kapitalistischer Elemente eine recht rasante Entwicklung nimmt. Dies führt natürlich auch zu Verwerfungen.
Psychologisch besteht für die Bundesrepublik und andere Industriestaaten durchaus die Gefahr, den status quo unter allen Umständen sichern zu wollen. Dies könnten nur die Staaten erreichen. Diese Angststarre kann dazu führen, dass diese Gesellschaften keine Ziele für die Zukunft entwickeln, keine Visionen haben und sich in ihrer Erstarrung dann nicht mehr weiterentwickeln, während der Staat immer umfangreicher Mittel abschöpfen muss, um den status quo aufrecht zu erhalten.
Dies liefe auf ein deja-vu der Erfahrungen des Ostblocks hinaus.
Andererseits führt ein Kapitalismus ohne Regulation letztlich zu Monopolen, die eine auch politisch gefährliche Konzentration wirtschaftlicher Macht darstellen und zu den gesellschaftlichen Konsens infrage stellenden Verwerfungen führen können.
Es ist somit eine Gratwanderung nötig, für die der Neoliberalismus schon vor über 50 Jahren die wohl vielversprechendste Antwort gab:
die soziale Marktwirtschaft.
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Barbarossa
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23.04.2009, 20:49

Finanzpolitik
Wirtschaft bricht dramatisch ein
Donnerstag, 23. April 2009 02:20

Deutschland steht vor dem schlimmsten Abschwung seit 80 Jahren. Im laufenden Jahr schrumpft die Wirtschaftsleistung nach Einschätzung der führenden Forschungsinstitute um sechs Prozent.
- Auch die Bundesregierung rechnet mit einem Einbruch von mindestens fünf Prozent. Der Internationale Währungsfonds prophezeite der Bundesrepublik für 2010 ein weiteres Rezessionsjahr. Die Ökonomen erwarten für 2010 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf knapp 4,7 Millionen...

weiter lesen: http://www.morgenpost.de/printarchiv/ti ... h_ein.html
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Barbarossa
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24.04.2009, 18:57

Institute: Fast fünf Millionen Arbeitslose

Berlin (dpa) - Die tiefste Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik wird die Zahl der Arbeitslosen nach Berechnungen von Experten bis Ende 2010 wieder auf knapp fünf Millionen hochschnellen lassen.

Ende 2009 werde wahrscheinlich die Marke von vier Millionen überschritten, erklärten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute am Donnerstag in Berlin. Kai Carstensen vom ifo Institut in München sagte zur wirtschaftlichen Entwicklung: "Bis Mitte 2010 werden wir noch weiter leichte Schrumpfungsraten haben oder praktisch Stagnation. Erst danach geht es langsam aufwärts."

weiter lesen: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... slose.html
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elysian
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25.04.2009, 01:20

Zur Abwrackprämie und ähnlichen Mitteln:
Interessanterweise haben die Nazis diese Mittel ebenfalls eingesetzt, um die damalige Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen. Man versuchte es damals mit einer Senkung der Kfz-Steuer, wenngleich ohne Bonuszahlung.
Jedenfalls bewirkten alle diese Maßnahmen zunächst einen Anstieg der Verkäufe, die jedoch wieder einbrachen, sobald die Maßnahmen ausliefen.
Die Kehrtwende gelang wohl erst mit den massiven Investitionen in die Rüstungsindustrie.
Ich bin deswegen gespannt, ob sich Geschichte wiederholt und die aktuellen Maßnahmen ebenso als Strohfeuer enden werden.
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Barbarossa
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10.05.2009, 21:35

Geld
Abwrackprämie: Autokäufer müssen warten
Samstag, 9. Mai 2009 03:32

Die Mehrheit der Antragsteller der Abwrackprämie muss noch mehrere Monate auf die Auszahlung warten. Grund für die Verzögerung ist laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) nicht nur die Bearbeitung der derzeit rund 1,4 Millionen Anträge...

weiter lesen: http://www.morgenpost.de/printarchiv/wi ... arten.html
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12.05.2009, 18:52

STAHLINDUSTRIE:
Stahlkochen auf Sparflamme
Arcelor-Mittal schaltet große Produktionsanlage in Eisenhüttenstadt ab

POTSDAM - Die Belegschaft des Arcelor-Mittal-Stahlwerkes in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) will von der Konzernleitung eine schriftliche Erklärung, dass die jetzt beschlossene Stilllegung des großen Hochofens nur eine vorübergehende Sache ist. Das sagte der Bevollmächtigte der Gewerkschaft IG Metall Ostbrandenburg, Peter Ernsdorf, gestern im Anschluss an eine Betriebsversammlung in Eisenhüttenstadt. Man wolle sichergehen, dass es „nicht ein Sterben auf Raten wird“, so Ernsdorf...

weiter lesen: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... dt-ab.html
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15.05.2009, 19:07

Finanzminister
Der neue Minus-Mann
Freitag, 15. Mai 2009 04:11 - Von Jan Dams

"Höhenrausch" ist ein Buch, das Peer Steinbrück gern nachts an der Bar bei einem Gin Tonic erwähnt. Autor Jürgen Leinemann erzählt darin, wie schwer Politikern der Abschied von der Macht fällt.
(...)
Die Steuereinnahmen brechen weg, wie die gestern vorgelegte Steuerschätzung zeigt. Wegen der schwersten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik fallen bis zum Jahr 2013 bei Bund, Ländern und Gemeinden 316 Milliarden Euro an Steuereinnahmen weg. Schon in diesem Jahr muss die öffentliche Hand ein Minus von 45 Milliarden Euro verkraften, so die Prognose der Experten. Erstmals im Jahr 2013 werden die Steuereinnahmen wieder auf das Niveau des vergangenen Jahres steigen.
Bundesfinanzminister Steinbrück bleibt nur eins: Er muss neue Schulden machen - auch dies in Milliardenhöhe...

den ganzen Artikel lesen: http://www.morgenpost.de/printarchiv/se ... _Mann.html
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03.06.2009, 19:06

BANKEN:
Die Wut der Aktionäre
Hauptversammlung der Hypo Real Estate streitet über Verstaatlichung

MÜNCHEN - Die Stimmung unter den Aktionären der Hypo Real Estate (HRE) auf der außerordentlichen Hauptversammlung in München als mies zu beschreiben, wäre eine schamlose Untertreibung gewesen. Eine ältere Dame mit ein paar inzwischen fast wertlosen Aktien im Depot war nach eigenen Angaben nur erschienen, um zu erleben, wie Schuhe auf Vorstände und Aufsichtsräte geworfen werden: „Wenn das nicht passiert, bin ich schon enttäuscht“...

weiter lesen: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... chung.html

Mit Schuhen werfen? Also der guten Frau sollte mal jemand erklären, daß das mit den Schuhen in Ländern wie Irak usw. üblich ist. Hier zu Lande wirft man mit Eiern und Tomaten. Da gibt es klare kulturelle Unterschiede...
:lol: :lol: :lol:
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06.06.2009, 21:01

Rezession
Der Bahn wird ihr Personal zu teuer

Die Deutsche Bahn will Lohnerhöhungen verschieben und die Kurzarbeit ausweiten – vor allem der Schienen-Güterverkehr hat große Probleme...

weiter lesen: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/U ... 29,2815062
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04.08.2009, 22:08

Ein paar "ehrenwerte" Herren aus der Wirtschaft haben mal wieder den Vogel abgeschossen:
Bekämpfung der Krise:
Experten halten Lohnsenkungen für sinnvoll

Wie lässt sich die Konjunktur beleben? Durch Verzicht bei den Arbeitnehmern, meinen einige Wirtschafts-Wissenschaftler. Doch der Ruf nach Gehaltssenkungen ist nicht unumstritten bei Experten...

weiter lesen: http://www.netzeitung.de/wirtschaft/wir ... 21819.html

Im Kampf gegen die Krise:
Mittelständler rufen zu Urlaubsverzicht auf

Derzeit genießen viele Deutsche «die schönsten Tage des Jahres». Hinein platzt nun Mittelstands-Verbandschef Ohoven mit einem Vorschlag, um die Rezession abzufedern: Arbeitnehmer sollten «einen Urlaubstag opfern»...

weiter lesen: http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/1420579.html

:shock: :x
Unglaublich!
Dazu fällt mir wirklich nichts mehr in.
Eigentlich sind solche Forderungen bereits demokratiegefährdend, oder?
:evil:
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elysian
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05.08.2009, 01:55

Wieso sollten solche Vorschläge denn gleich die Demokratie gefährden?
Dass für die Krisenbewältigung verschiedene Vorschläge (öffentlich) vorgetragen und debattiert werden, halte ich nicht für eine Gefahr für eine Demokratie.
Gefährlich wirds, wenn über die Probleme der Allgemeinheit gar nicht mehr und schon gar nicht öffentlich debattiert wird und keiner mehr Vorschläge unterbreitet.
Was die Urlaubstage angeht, so sollte man bedenken, dass der Deutsche zwar über 40 Stunden in der Woche arbeitet, dafür aber auch so viele Feiertage im Jahr hat wie kein anderes Land der Welt, sodass die Jahresarbeitszeit sehr niedrig ausfällt.
Bedenkt man ferner, dass der Mittelstand in den letzten Jahrzehnten gemolken und ansonsten im Stich gelassen wurde, erscheint eine solche Forderung m.E. als Notsignal, unter welchem Druck der Mittelstand in der Krise steht.
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Re:

06.08.2009, 21:14

elysian hat geschrieben:
Wieso sollten solche Vorschläge denn gleich die Demokratie gefährden?
Dass für die Krisenbewältigung verschiedene Vorschläge (öffentlich) vorgetragen und debattiert werden, halte ich nicht für eine Gefahr für eine Demokratie.
Gefährlich wirds, wenn über die Probleme der Allgemeinheit gar nicht mehr und schon gar nicht öffentlich debattiert wird und keiner mehr Vorschläge unterbreitet...

Ist ja richtig: Demokratie lebt von der Diskussion.
Nur wenn auf der anderen Seite Leute wie der Hundt, die selbst in "saus und braus" leben, von den Normalverdienern, die mit ihrem Einkommen vielleicht gerade eben so hinkommen oder es vielleicht sogar nicht zum leben reicht und mit ALG II aufgestockt werden muß, immer mehr finanzielle Opfer verlangen, dann entsteht besonders bei diesem Bevölkerungsteil ein Zorn, der sich sogleich gegen das ganze marktwirschaftliche System richtet.
Und gerät dieses System dann durch die eigene Schuld (z. B. der Banken) in eine Krise, dann entstehen gar Diskussionen über die Möglichkeiten einer Neuauflage eines wie auch immer gearteten "Sozialismus". Eine solche Diskussion hat sich jetzt gerade erst wieder gelegt, ich habe aber immer noch ohrensausen davon.
:x
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Re: Die Auswirkungen der Finanzkrise in Amerika auf Deutschland

07.08.2009, 20:26

Ganz neu ist das Problem im folgenden Artikel ja nicht, denn siehe:
von Barbarossa » 18.04.2009, 20:04

Kaum gibt es die Abwrackprämie, gibt es hier auch schon kriminelle Machenschaften:

AUTOMOBILE:
Abwrack-Autos werden illegal ins Ausland verkauft
Auch in Brandenburg sind Betrüger unterwegs / Anfragen bei Verwertern

POTSDAM - In Brandenburg versuchen kriminelle Händler offenbar, den Abwrack-Boom zu nutzen, um Kasse zu machen. Ihr Ziel: gesetzlich zur Verschrottung vorgesehene Autos zu kaufen und zu exportieren. „Täglich kommen Leute, fragen gezielt nach Autos aus der Abwrackprämie“, sagt Elke Wildt, die eine Autoverwertung in Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) betreibt. „Sie bieten viel Geld. Je neuer die Fahrzeuge sind, desto besser.“ Sie gehe aber nicht auf die Angebote ein. Wildt glaubt nicht, dass alle Verwerter so denken. „In jeder Branche gibt es schwarze Schafe“, meint sie.

Dass Wildt richtig liegt, beweisen Funde der Polizei: 25 Autos stellten Beamte in den vergangenen Wochen im Hamburger Hafen auf Schiffen Richtung Afrika sicher. Es soll sich um Wagen handeln, für die Abwrackprämie kassiert wurde...

weiter lesen: http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ ... n-bei.html


Und nun:
Betrug beim Abwracken
Kriminalpolizei: Händler verkaufen Autos statt sie zu verschrotten
Jean Pierre Bassenge

BERLIN. Gerade noch wurde die deutsche Abwrackprämie als Exportschlager gefeiert, nun hat sie offenbar einen handfesten Skandal. Anstatt die alten Fahrzeuge wie vorgeschrieben zu verschrotten, sollen Verwertungsgesellschaften zehntausende Autos ins Ausland verkauft haben, nachdem die ehemaligen Besitzer für die Verschrottung und den anschließenden Kauf eines Neuwagens 2 500 Euro Umweltprämie kassiert hatten. Nach einer Schätzung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), die gestern bekannt wurde, sind bislang bis zu 50 000 Wagen und damit etwa jedes zehnte bislang angeblich verschrottete Auto illegal nach Afrika oder Osteuropa überführt worden...

weiter lesen: http://www.berlinonline.de/berliner-zei ... index.html
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