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Moderator: Barbarossa

 
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dieter
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

04.06.2012, 13:40

Drago hat geschrieben:
Drago hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Hier noch die genaue Rangliste des Export:
Lieber Marvin,
die Liste ist aber sehr gemischt, mit Ländern des Euro-Raumes und sogar, wie die USA , Länder, die noch nichtmal der EU angehören. :wink:

Ist auch logisch. In der Liste werden auch alle Staaten aufgelistet, die Waren aus Deutschland importieren. Aber allein ein Blick auf die erste Seite zeigt, dass Europa der größte Abnehmer von deutschen Waren ist.
Allein in die Euro-Staaten, die auf der ersten Siete der Tabelle stehen, exportiert Deutschland waren im Wert von 413.813,9 mio. Euro.
Bei einem gesamten Exoprtvolumen von 1.060.037,1 mio. Euro ergibt das einen Anteil von ca. 39 Prozent des deutschen Exportvolumens.

Lieber Drago,
das sind noch nichtmal 50%. :wink:

Es sind sogar noch nichtmal alle Euro-Staaten und schon jetzt sind es fast zwei fünftel der deutschen Exoprte. Wenn man jetzt noch die EU, aber nicht Euro-Staaten von der ertsen Tabellenseite dazurechnet, sind es Waren im Wert von 623.548,9 mio. Euro, die Deutschland nach Europa exportiert.
Das macht dann einen Anteil von ca. 58,82 Prozent am deutschen Exportvolumen.
Also exportiert Deutschland seine meisten Waren nach Europa und nicht nach Asien oder Amerika.[/quote]
Lieber Drago,
das ist aber Geamt-Europa und nicht der Euroraum.
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.
 
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dieter
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

04.06.2012, 13:43

Drago hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Drago,
ich schreibe nicht von Europa sondern von Euroland. :roll:

Okay, aber selbst diese sind immer noch die größten Abnehmer deutscher Waren.
Frankreich steht in der Exportstatstik auch an erster Stelle und nicht China oder Brasilien, wie von dir behauptet.

Lieber Drago,
dann sollten wir uns um orientieren, da China und Brasilien die Zukunft gehört. :wink:
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dieter
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

04.06.2012, 13:46

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
ich schreibe nicht von Europa sondern von Euroland. :roll:

In der Statistik sind die zehn größten HAndelspartner aufgelistet. Nummer 1, 3, 4, 6, 7, 9 und 10 sind Euroländer, dazwischen reihen sich ein die USA, China und die Schweiz (Nummer, 2, 5, 8).

Was willst du denn? Ist doch alles klar, wer wichtiger ist für die deutsche Handelsbilanz, die Euroländer oder die Nichteuroländer...

Beppe


Lieber Beppe,
das wird sich aber ändern. China gehört die Zuknft. :wink:
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Peppone
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

04.06.2012, 17:39

dieter hat geschrieben:
Lieber Beppe,
das wird sich aber ändern. China gehört die Zuknft. :wink:

Uns geht´s aber in dieser Diskussion nicht um etwaige Zukunftsszenarien (wenn in China mal die KP zusammenbricht, schaut´s schon wieder GANZ anders aus...weltweit!), sondern um das hier und jetzt.

Beppe
 
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dieter
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

05.06.2012, 13:56

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Beppe,
das wird sich aber ändern. China gehört die Zuknft. :wink:

Uns geht´s aber in dieser Diskussion nicht um etwaige Zukunftsszenarien (wenn in China mal die KP zusammenbricht, schaut´s schon wieder GANZ anders aus...weltweit!), sondern um das hier und jetzt.
Beppe

Lieber Beppe,
man muß immer die Zukunft im Auge haben. :wink: Bis die dortige KP zusammenbricht, bis dahin bis du alt und grau. :roll: :mrgreen: (Vorsicht, Ironie)
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Peppone
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

05.06.2012, 16:08

dieter hat geschrieben:
Bis die dortige KP zusammenbricht, bis dahin bis du alt und grau. :roll: :mrgreen: (Vorsicht, Ironie)

Dachten wir das bei der DDR nicht auch alle bis mindestens 1988? :wink:

Beppe
 
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Barbarossa
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

05.06.2012, 22:04

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Bis die dortige KP zusammenbricht, bis dahin bis du alt und grau. :roll: :mrgreen: (Vorsicht, Ironie)

Dachten wir das bei der DDR nicht auch alle bis mindestens 1988? :wink:

Beppe

Den schnellen Zusammenbruch konnte wirklich niemand voraussehen. Allerdings lag das daran, da selbst die SED-Leute nicht bereit gewesen wäre, auf das eigene Volk zu schießen - von wenigen Elite-Truppen abgesehen. In China sah das 1989 anders aus - nur ein halbes Jahr vor der Friedlichen Revolution in der DDR. Dort wurde geschossen. Und auch vor einigen Tagen zeigten sich die Sicherheitsorgane "zuverlässig" und verhaftete Demonstranten.
Wie der innere Zustand der KP China tatsächlich ist, kann man nicht sagen, weil dazu natürlich nichts nach außen dringt - so wie auch in der DDR nicht. Es gab kaum Vorzeichen.
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Titus Feuerfuchs
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

05.06.2012, 23:28

Doch, es waren genug Miltärs bereit auf die eigenen Leute zu schießen, sie standen schon Gewehr bei Fuß. Doch dann kam von Gorbi aus Moskau ein niet.
MfG,
Titus Feuerfuchs
 
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Barbarossa
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

06.06.2012, 00:01

Titus Feuerfuchs hat geschrieben:
Doch, es waren genug Miltärs bereit auf die eigenen Leute zu schießen, sie standen schon Gewehr bei Fuß. Doch dann kam von Gorbi aus Moskau ein niet.

Die Elite-Einheiten ja, das schrieb ich ja. Auch die Polizei ging ja recht rigide gegen Demonstranten vor - mit Schlagstöcken und Verhaftungen, aber was ich meinte war, daß laut der Einschätzung der Staatssicherheit selbst auf die Kampfgruppen - ausschließlich aus SED-Leuten bestehend - nicht mehr 100 %er Verlass war. Und auch im Politbüro selbst gab es heftige Diskussionen über die Vorgehensweise: Honecker hätte am liebsten schießen lassen, Krenz und andere sprachen sich dagegen aus, wie ich gelesen habe.
Und Gorbatschow mischte sich in die Geschehnisse nicht mehr ein und machte der SED in dieser Hinsicht keine Vorschriften. Er ließ lediglich die eigenen Truppen in den Kasernen. Das war sein Verdienst. Erst Krenz flog dann wieder nach Moskau und stimmte sich mit Grobatschow ab - oder holte sich seine Direktiven, wie auch immer.
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dieter
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

06.06.2012, 13:33

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Bis die dortige KP zusammenbricht, bis dahin bis du alt und grau. :roll: :mrgreen: (Vorsicht, Ironie)

Dachten wir das bei der DDR nicht auch alle bis mindestens 1988? :wink:
Beppe

Lieber Beppe,
die chinesische Führung ist 1989 am "Platz des Himmlischen Friedens", welche Ironie, gegen das eigene Volk mit Panzern vorgegangen. :evil: Habe diesen Platz bei meinem 60.besucht. :wink: Die Anzahl der Toten wird bis Heute von der Führung verheimlicht. :evil:
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Peppone
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

06.06.2012, 18:24

dieter hat geschrieben:
Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
die chinesische Führung ist 1989 am "Platz des Himmlischen Friedens", welche Ironie, gegen das eigene Volk mit Panzern vorgegangen. (...)Die Anzahl der Toten wird bis Heute von der Führung verheimlicht. :evil:

Ja? Und? Derzeit hat China ein Problem mit der immensen Binnenwanderung, mit korrupten Provinzbeamten, mit sinkenden Wachstumsraten bei einer auf Wachstum angewiesenen Wirtschaft, mit einer Bevölkerung, die immer kritischer wird, zum Teil aber auch immer mehr auf die Erhaltung des status quo (der für sie das Ergebnis der sehr positiven Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahrzehnte ist, deren Fortführung sie sich von der KP erwarten).

Könnte durchaus sein, dass man die nächsten Aufstände, etwa bei einem langsameren Wirtschaftswachstum oder gar einer Rezession, nicht mehr zusammenschießen kann. Und dann? Die ganze Welt hängt von China ab!

Ob uns dann eventuell der Euro wieder nutzen könnte? Etwa, weil die europäische Wirtschaft eine weltweite Krise durch interne Nachfrage zumindest zum Teil abfedern könnte?

Beppe
 
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Drago
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

06.06.2012, 21:05

dieter hat geschrieben:
Drago hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Drago,
ich schreibe nicht von Europa sondern von Euroland. :roll:

Okay, aber selbst diese sind immer noch die größten Abnehmer deutscher Waren.
Frankreich steht in der Exportstatstik auch an erster Stelle und nicht China oder Brasilien, wie von dir behauptet.

Lieber Drago,
dann sollten wir uns um orientieren, da China und Brasilien die Zukunft gehört. :wink:

Darum geht es hier aber nicht, sondern um deine falsche Behauptung, dass die größten Absatzmärkte Deutschlands im moment nicht im Euroraum liegen.
 
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

07.06.2012, 16:09

Peppone hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
die chinesische Führung ist 1989 am "Platz des Himmlischen Friedens", welche Ironie, gegen das eigene Volk mit Panzern vorgegangen. (...)Die Anzahl der Toten wird bis Heute von der Führung verheimlicht. :evil:

Ja? Und? Derzeit hat China ein Problem mit der immensen Binnenwanderung, mit korrupten Provinzbeamten, mit sinkenden Wachstumsraten bei einer auf Wachstum angewiesenen Wirtschaft, mit einer Bevölkerung, die immer kritischer wird, zum Teil aber auch immer mehr auf die Erhaltung des status quo (der für sie das Ergebnis der sehr positiven Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahrzehnte ist, deren Fortführung sie sich von der KP erwarten).

Könnte durchaus sein, dass man die nächsten Aufstände, etwa bei einem langsameren Wirtschaftswachstum oder gar einer Rezession, nicht mehr zusammenschießen kann. Und dann? Die ganze Welt hängt von China ab!

Ob uns dann eventuell der Euro wieder nutzen könnte? Etwa, weil die europäische Wirtschaft eine weltweite Krise durch interne Nachfrage zumindest zum Teil abfedern könnte?

Beppe[/quote]
Hoffen wir das Beste, lieber Leser. :wink:
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Re: Thilo Sarrazins neues Buch - "Europa braucht den Euro ni

07.06.2012, 16:11

Drago hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
dieter hat geschrieben:
Lieber Drago,
ich schreibe nicht von Europa sondern von Euroland. :roll:

Okay, aber selbst diese sind immer noch die größten Abnehmer deutscher Waren.
Frankreich steht in der Exportstatstik auch an erster Stelle und nicht China oder Brasilien, wie von dir behauptet.

Lieber Drago,
dann sollten wir uns um orientieren, da China und Brasilien die Zukunft gehört. :wink:

Darum geht es hier aber nicht, sondern um deine falsche Behauptung, dass die größten Absatzmärkte Deutschlands im moment nicht im Euroraum liegen.[/quote]
Lieber Drago,
für Deutschland und für mich sollte es nur darum gehen. :wink:
Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu.