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Moderator: Barbarossa

 
Joker77
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Unbekanntes Steinobjekt (Volkskunde/Neuzeit-Archäologie)

11.09.2014, 14:27

Hallo allerseits,
folgender Gegenstand sorgt bei mir momentan für einiges Kopfzerbrechen. Deshalb wollte ich mal fragen, ob eventuell jemand hier ist, der so etwas schonmal gesehen hat und mir einen Hinweis geben kann, worum es sich handelt.

http://abload.de/image.php?img=img_0597c0x1g.jpg
http://abload.de/image.php?img=img_0598dyu2j.jpg
http://abload.de/image.php?img=img_0599jvufi.jpg

Kurz die Rahmendaten: Es wurde im Graben der Hörder Burg in Dortmund gefunden (da wurde wohl einiges drin entsorgt) und mit einer Erdschicht aus dem späten 18. Jahrhundert verschüttet. Auf dem Gelände der Burg befand sich seit dem mittleren 19. Jahrhundert auch ein Puddel- und Walzwerk, allerdings auf der anderen Seite der heute noch bestehenden Teile der Burg, sodass es zwar möglich aber eher unwahrscheinlich ist, dass das Objekt daher stammt und nachträglich in die Schicht geraten ist. Es ist, wie die Überschrift schon sagt, aus Stein und hat keine ersichtlichen Befestigungsspuren, muss also entweder sehr lang gewesen sein, sodass die äußerste Befestigung außerhalb des erhaltenen Stücks lag, oder es muss irgendwo gestanden haben. Die rötlichen Spuren stammen vermutlich von natürlichen Mangan-Anreicherungen im Boden.

Vielen Dank schonmal an alle, die miträtseln wollen oder sogar schon wissen, worum es sich handelt ;)

Viele Grüße
Joker
 
Spartaner
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Re: Unbekanntes Steinobjekt (Volkskunde/Neuzeit-Archäologie)

11.09.2014, 15:09

Für mich sieht es aus wie eine alte Gussform. Auf Burgen habe ich so ein Teil noch nie gesehen. Wie schwer ist den das Teil? Lässt es sich probemlos hochheben? Außerdem sind die Meiselspuren an der Innenseite so fein ziseliert und geschwungen, dass sie wohl kaum von einem einfachen Meisel stammen können.
 
Joker77
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Re: Unbekanntes Steinobjekt (Volkskunde/Neuzeit-Archäologie)

11.09.2014, 15:27

Es wiegt ca. 5kg, ist aber natürlich unvollständig. Anhebenlässt es sich dementsprechend ganz gut. Das mit der Gussform habe ich mir auch erst gedacht. Das Problem ist aber, dass sich keine Spuren im Inneren befinden, die auf Metallguss hinweisen würden (bis auf die mutmaßlichen Mangan-Ablagerungen, die sich allerdings auch an der Außenseite befinden).

PS: Eine Möglichkeit wäre natürlich, dass eine mutmaßliche Gussform schon bei der Herstellung bzw. vor der ersten Nutzung zu Bruch ging und dass deshalb keine Nutzungsspuren zu sehen sind.