Forum für Geschichte und Politik


Moderator: Barbarossa

 
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Diskussion zum Programmentwurf für die Sozialpolitik

09.08.2010, 19:54

Heute habe ich meinen Programmentwurf für die Sozialpolitik hier im Forum als Blog veröffentlicht und möchte diesen nun zur Diskussion stellen. Ich bitte um rege Teilnahme an der Diskussion. Gute weitere Vorschläge werde ich in den Entwurf einarbeiten und diesen an hochrangige Politiker im Bundestag weiter leiten.

:arrow: Damit auch nicht-registrierte Leser dieses Forums an der Diskussion teilnehmen können, habe ich das Thema vorübergehend in die Rubrik "Fragen" eingestellt.

Ich wünsche nun viel Freude beim diskutieren!
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Re: Diskussion zum Programmentwurf für die Sozialpolitik

06.09.2010, 17:45

Der Entwurf wurde hier hin verschoben: http://geschichte-wissen.de/zeitgeschic ... litik.html

Hier einige Wortmeldungen zum Thema in anderen Foren:

http://g-w.square7.ch/link/entwurf1
http://g-w.square7.ch/link/entwurf
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Re: Diskussion zum Programmentwurf für die Sozialpolitik

24.09.2010, 22:41

Ich versuche mal, auf einige Fragen aus anderen Foren zu antworten:
aus: http://g-w.square7.ch/link/entwurf1

Was uns vor allem langsam verlustig geht ist die MENSCHLICHKEIT vorallem in den den globaren Machtzentren. Solange dort im großen und bei uns " normalos" im kleinen nur Geld Gier Macht und Egoismus herrscht nützen alle Appelle an soziales Verhalten nichts.

Im Grunde ist der Mensch seit jeher egoistisch veranlagt. Aufgabe des Staates ist die Gewährleistung der sozialen Marktwirtschaft, d. h. ohne einen Sozialstaat wird der freien Marktwirtschaft ohne sozialen Elementen Tür und Tor geöffnet. Aus diesem Grunde sehe ich es äußerst kritisch, wenn dann in einem Parlament auch noch Lobyisten (=Wirtschaftsvertreter) sitzen, die zusätzlich noch die Interessen der Wirtschaft durchsetzen wollen. In ein Parlament gehören nur echte Volksvertreter.

Wenn man alle nicht genügend qualifizierten Arbeitslosen umschulen oder weiterbilden soll,wer soll das bezahlen?

Es gibt genügend unnötige Fortbildungsmaßnahmen, die man getrost streichen könnte. Wenn man hier eine höhere Effektivität hinein bringt, dann wird es u. U. nicht einmal viel teurer.

Was machen wir mit Menschen die Null Bock auf nichts haben und auf keinen Fall arbeiten wollen?

Die benötigen dann auch keine Sozialleistungen mehr. Es geht nicht um gesetzlichen Arbeitszwang wie in der DDR, sondern um Leistungen, die vom Steuerzahler bezahlt werden und bei denen eben dieser ein Recht hat, daß das Geld gut angelegt wird. Bei den Arbeitssuchenden geht es um Hilfe zur Selbsthilfe.

Wo soll die qualifizierung anfangen ? Bei Migranten und ausl.Arbeitnehmer im Deutschunterricht(lesen,schreiben) bei Schulabgänger mit Notendurschnitt 5-6 nochmal Schule?
Anderes Problem :Angenommen ein Autobauer muß schließen,was machen wir dann sagen wir mal mit einem 50jährigen (Fach)Arbeiter der in dieser Firma am Band 30 jahre lang "nur" Türen angaschraubt hat.Umschulen /Weiterbilden zu was ?

Hierzu habe ich im Konzept bereits bei ALG I etwas geschrieben:
Erweist es sich die Vermittlung jedoch als schwierig (z. B. nach 6 oder 9 Monaten erfolgloser Bewerbungen) ist zu überprüfen, aus welchen Gründen die bisherigen Bewerbungen abgelehnt wurden. Ist eine Qualifizierung des Arbeitssuchenden sinnvoll oder sogar notwendig, ist diese von der Agentur für Arbeit zu fördern. Das gleiche gilt für eine Umschulungsmaßnahme, falls der Arbeitssuchende bisher einen Beruf ausgeübt hat, mit dem er auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar ist. Diese Feststellung sollte jedoch sofort bei der arbeitslos-Meldung erfolgen, wobei ebenfalls sofort eine intensive Berufsberatung einsetzen muß.


Außerdem bin ich eigentlich der Meinung das es die Aufgabe des AA ist auch jetzt schon Menschen wieder in Arbeit zu bringen und zwar auf dem 1sten Arbeitsmarkt. Einen sogenannten 2ten Arbeitsmarkt,was immer das sein soll,darf es gar nicht geben.

Das wäre natürlich besser, nur leider gibt es in Deutschland definitiv nicht für jeden Arbeitssuchenden ein Arbeitsplatz.

Das mit den "Gutscheinen"hat es schon mal gegeben und nichts gebracht.
Es ist zwar verständlich aber zu gleich auch diskriminirend.
Stell dir vor Du wärst in so einer Lage und müßtest mit so einem "Schein" beim Bäcker dein Brot bezahlen.Das ist nicht lustig.
Das mit den Läden (heute schon die Tafeln(Schande für Deutschland))ist der Anfang in eine 3Klassen Gesellschaft .Reiche ,NormalBürger und Almosenempfänger die nur in extra für sie geschafene Läden einkaufen können.

Deine Einwände sind für mich durchaus verständlich, aber letztendlich soll der Bezug von ALG II durch mein Konzept in Zukunft zur großen Ausnahme werden.

Also wie gesagt es ist gut sich politisch zu angagieren,sich mit Ungerechtigkeiten zu befassen.Aber ich glaube Du fängst am falschen Ende an.
Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken.

Ja, aber da die Politik in meinen Augen einfach kein wirklich gutes Konzept anbietet, müssen wir mündigen Bürger etwas tun, denke ich.
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Re: Diskussion zum Programmentwurf für die Sozialpolitik

07.04.2011, 12:02

Hi Barbarossa,

was hälst du davon, dass du deinen Programmentwurf wieder aus der Schublade holst, ein wenig ausbaust und wiederum zur Diskussion stellst?
Es war eine tolle Idee einen solchen Entwurf im GW vorzustellen. Hoffe das geht das noch weiter.

Eine Idee: Vielleicht mit Bildern anreichen & in Facebook/Twitter/StudiVZ/Lokalisten/Politik-Foren/Gesellschafts-Foren/Blogs bewerben mit der Bitte um Mitarbeit :)
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Re: Diskussion zum Programmentwurf für die Sozialpolitik

07.04.2011, 18:03

Wollte ich irgendwann tatsächlich tun. Leider habe ich die nächsten 2-3 Wochen noch zu viel "um die Ohren". Aber zu gegebener Zeit werde ich hier eine erneute Initiative ergreifen, denn ich glaube, das Thema ist zu wichtig, um es einfach irgendwo "verstauben" zu lassen
:wink:
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Re: Diskussion zum Programmentwurf für die Sozialpolitik

20.04.2011, 18:26

Sehr schön!
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